Mecklenburger Kartoffelveredelung Kartoffelland Kartoffelpüree Testbericht

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ab 5,21
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Zubereitung:  sehr schwierig

Erfahrungsbericht von Corni

Als die Faulheit siegte

Pro:

vom \\\\\\\\\\\\\\\\

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Meine Familie liebt Kartoffelbrei – aber selbstgemacht muss er sein, mit Milch, einem Stich Butter, ganz locker und fluffig aufgeschlagen – hmmm, man könnte ihn einfach ohne etwas dazu essen. Selbst übriggebliebener Kartoffelbrei, der noch in der Küche steht, findet ein schnelles Ende.

Da Kochen für mich eher Vergnügen als Last ist, scheue ich weder Mühe noch Zeit, Lieblingsgerichte auf den Tisch des Hauses zu bringen. Manchmal muss es aber schnell gehen, der Job lässt nicht viel Zeit, in der Woche Menüs zu kochen. Und so habe auch ich das eine oder andere Essen unter zu Hilfenahme von „Instantprodukten“ zubereitet. Eine Zeitlang waren Kartoffelpürees im Test, ich glaube, ich habe sie fast alle ausprobiert. Nun ja, die meisten konnte man essen, einige davon schmeckten recht gut, einige hatten auch eine leidlich befriedigende Konsistenz – aber das rechte war es nie. Am Tisch sagte zwar keiner etwas (alle kannten ja den Zeitmangel), aber der einen oder andere Blick, der beim Kosten des Pürees im Raume stand, sagte mir alles. Und wenn meine Lieben einmal an übriggebliebenem Fertigpüree gerochen hätten, dass 2h in der Küche stehen geblieben war – ich glaube, sie hätten nichts mehr gegessen davon!

Also machte ich den Kartoffelbrei doch lieber wieder selbst. Bis ich vor einigen Monaten ein Produkt im Regal entdeckte, das mir ausprobierenswert erschien – Kartoffelland stand darauf, Mecklenburg las man, die Zutatenliste klang nicht unappetitlich – also wurde es gekauft und sogleich - es war gerade mal wieder ein \"fauler\" Tag - ausprobiert.
Was soll ich Euch sagen, der Test an meiner Familie brachte das Herz einer leidenschaftlichen Köchin zum Bluten: keiner merkte, dass ich ein Instantprodukt kredenzte...
So, bevor ich jetzt weiter schwärme, stelle ich Euch erst einmal das Produkt vor:

Kartoffelland Kartoffelpüree von „Die Mecklenburger“

Verpackung
Die übliche Pappschachtel hat ein angenehmes, aber nicht unbedingt spektakuläres Design. Auf lavendelblauem Hintergrund sieht man einen mit appetitlichen Kartoffelpüree wohlgefüllten Löffel, dekoriert mit ein paar Kräutern. Darüber in sattgelber Schrift „Kartoffel“ und in großer weißer Schrift „Püree“. Am oberen Rand der Schachtel in einem gelb-blauen Farbverlauf sieht man ein stilisiertes Fachwerkhäuschen und daneben der Schriftzug „Kartoffelland“.
Weitere Informationen zeigen, dass sich 3 x 4 Portionen in der Schachtel befinden, und das Püree auch in der Mikrowelle zubereitet werden kann - dazu komme ich später nochmal.

Auf der Rückseite wird die Zubereitung des Pürees anschaulich unter Zuhilfenahme von Skizzen dargestellt.
Ein Rezeptvorschlag (vor mir liegt gerade eine Packung mit dem Rezept „Hechtfrikassee“) ergänzt das ganze sehr angenehm.

Hersteller
Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH
D-19230 Hagenow

Inhalt
Im der Pappschachtel befinden sich 3 x 4 Portionen Kartoffelpüreetrockenmasse, die natürlich einzeln in 3 stabilen silbernen Alubeuteln verpackt sind.

Preis
um 0,70 €

Zutaten
Hier habe ich mich extra kundig gemacht, was sich hinter den „gefährlich“ klingenden Zutaten verbirgt.
Kartoffeln, Emulgator E471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren - fördert die Löslichkeit und Verdaulichkeit verschiedener Stoffe, verbessert die Löslichkeit von Trockenprodukte bei der Zugabe von Flüssigkeit, verhindert das Zusammenkleben von abgepackten Lebensmitteln – gelten als natürliche Bestandteile der Nahrung), Antioxydationsmittel sind Ascorbylpalmitat (Vitamin-C-Derivat bestehend aus Ascorbinsäure, also Vitamin C und der Fettsäure Palmitinsäure), Natriummetabisulfit (Natriumverbindung der schwefligen Säure, verhindert hier das Braunwerden – das „Schwefeln“ macht man ja auch bei Klößen), Farbstoff Kurkumin
Hört sich also insgesamt gar nicht so schlimm an...

Nährwert
100g zubereitetes Püree (ohne Butter!!) enthalten durchschnittlich: 263 kj (62 kcal), 1,9 g Eiweiß, 11,4 g Kohlenhxdrate und 1,0 g Fett – alles in allem also ein bekömmliches Vergnügen!

Zubereitung
Die Zubereitung unterscheidet sich im ersten Moment nicht von der anderer Pürees:
500 ml Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Salz zum Kochen bringen, von der Kochstelle nehmen, 200 ml kalte Milch dazugeben, Butter nach Belieben, Beutelinhalt einrühren, nach einer Minute nochmals durchrühren – fertig.

Mein Tipp: (ohne Kochtopf!)
Mit dem Wasserkocher 500 ml Wasser zum Kochen bringen, in eine Schüssel ½ Teelöffel Salz und Butter nach Belieben geben, das kochende Wasser darüber, umrühren, dann 200 ml Milch hinein, den Beutelinhalt dazugeben, kurz, aber sorgfältig mischen (darf auch mit dem Schneebesen sein) und 1 Minute stehen lassen. Danach kann kurz und kräftig gerührt oder auch geschlagen werden, bis die Konsistenz eines „richtigen“ Kartoffelpürees erreicht ist, keine Angst, das Püree wird nicht – wie man es von anderen Instantprodukten gewohnt ist – krümelig oder gar klebrig.
Nach ca. 5-10 kräftigen „Schlägen“ ist das Püree fertig.

Aussehen
Das fertige Püree hat eine angenehme kartoffelige Farbe, sicherlich etwas unterstützt durch den natürlichen Farbstoff Kurkumin.

Geruch
Das Kartoffelpüree duftet angenehm nach frisch gekochten Kartoffeln und macht sofort Appetit *zahntropf*

Konsistenz
Bei richtiger Zubereitung (siehe auch mein Tipp) ist das Püree nicht von „echtem“ zu unterscheiden, es ist locker und sehr fein.

Geschmack
Der Geschmack ist einem frisch zubereitetem Kartoffelpüree unglaublich ähnlich – eigentlich nicht oder kaum zu unterscheiden. Man kann es mit Genuss auch einfach mal „solo“ essen, selbst nach Stunden kann man es noch mit Appetit genießen.

Fazit
Seit ich dieses Kartoffelpüree kenne, habe ich nur noch selten selber welches gemacht (bissel faul bin ich ja nebenher auch, gelle) Der Geschmack ist wirklich unglaublich „original“ – allerdings mache ich zur Geschmacksverfeinerung immer etwas Butter daran – zum Teufel mit den Kalorien! *feix*
Die angegebene Portionierung stimmt einigermaßen– von einem zubereiteten Beutel können eher 3 als 4 Personen essen, wenn man das Püree als Beilage verwendet. Die angegebenen Mengen Flüssigkeit und Salz stimmen, die Zubereitung ist unkompliziert, das Püree nimmt es auch nicht übel, wenn man es schon mit dem Schneebesen (trotzdem fix) einrührt.
Etwas rätselhaft bleibt mir allerdings die Angabe auf der Vorderseite, dass das Püree auch in der Mikrowelle erzeugt werden kann – mehr als Wasser heißmachen dafür, kann man ja wohl nicht. Oder ob der Hersteller das Aufwärmen meint? *schmunzel*

Das Püree ist lecker und bekömmlich und auch Stunden später noch mit Appetit zu essen. Ich kann es uneingeschränkt – auch für Gourmets – empfehlen; nach meiner (subjektiven) Meinung übertrifft es bei weitem alles an Pürees, was ich bisher gekostet habe. Sollte ich Euch nun neugierig gemacht haben und Ihr haltet Ausschau danach, bitte noch einmal meine Beschreibung der Verpackung oben durchlesen, denn es gibt auch ein „Goldpüree“ des gleichen Herstellers, das bei weitem nicht so gut schmeckt.

Nun wünsche ich Euch aber endlich einen guten Appetit!

Corni

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