Moab Testbericht

Moab
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Erfahrungsbericht von Radar

Zentrum der Mountainbiker

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Moab liegt in der roten Felsenlandschaft Südost – Utahs und ist das Mekka der internationalen Mountainbiker Gemeinde.

Nirgends sonst auf der Welt, so schwören die Freaks, schafft man so extreme Steigungen. Nirgends sonst haften die reifen so gut wie hier, ermöglicht rauer Sandstein so waghalsige Manöver. Und: Nirgends sonst ist die Aussicht besser. Mit den von Wind und Wetter glatt gehobelten Felsbögen, -zinnen und –türmen der Nationalparks Arches und Canyonlands vor Augen und den schneebedeckten Viertausendern der La Sal Mountains am Horizont ist Moab aber nicht nur für Mountainbiker ein Erlebnis.

Moab begann im 19. Jahrhundert als Vorposten mormonischer Siedler, die hier eine Furt über den Colorado fanden. Vor 40 Jahren veranstalteten Uransucher einen kurzlebigen Boom. Vor mehr als 10 Jahren kamen dann die ersten Mountainbiker. Seit dem ziehen Dutzende von Wegen, die Gravity Kills, Faith in Friction oder Hells Revenge heißen eine stetig wachsende Zahl von Pedaltretern an.

Der Slickrock Trail gilt als „Mutter aller Mountainbike Trails“. Wenn es auch noch mehr klasse Trails gibt, gilt er mit seinen 15 Kilometer Länge als schönster der USA. Allerdings ist er nichts für Anfänger. Die offizielle Zeitvorgabe von fünf Stunden spricht Bände über das hohe Niveau. Nur Profis schaffen ihn in kürzerer Zeit.

In Moab gibt es jede Menge bezahlbare Motels wie das Redstone Inn, Musikkneipen und Brewpubs sowie Restaurants, die eine gute Southwest Cuisine bieten wie Bucks Grill House oder das Grand Old Ranch House.
Eine Vielzahl von Veranstaltern und Ausstattern bieten Equipment oder veranstalten Touren: Mountainbiking, Hiking, Four Wheeling. Raftingtrips auf dem Colorado oder Green River sind ebenso buchbar wie Helikopterrundflüge. Informationen dazu bietet das Moab Information Center in der Main Street.

Nicht nur mit dem Bike, auch mit dem Auto kann man lohnende Ausflüge unternehmen.
Die etwa vierstündige La Sal Mountain Loop Tour ist eine 100 Kilometer lange Traumstrecke durch alle Vegetationszonen Utahs. Nördlich von Moab zweigt der Scenic Byway 128 in die enge Schlucht des Colorado River ab. Etwas später folgt man der enger werdenden Castle Valley Road und biegt nach etwa 17 Kilometern in die Loop Road ab und steigt in engen Serpentinen in die La Sal Mountains auf, deren Gipfel über 3700 Meter aufragen. Traumhaft liegende Aussichtspunkte bieten unvergessliche Blicke in die Felswüsten der Nationalparks. Hinter dem Warner geht es durch den Mill Creek wieder abwärts und trifft dann südlich von Moab auf die US 191.

Highlight ist und bleibt natürlich ein Besuch der Nationalparks Canyonlands und Arches (siehe auch die entsprechenden Ciao Kategorien).
Ein ausgezeichnetes Straßen- und Wegenetz macht Arches zu einem Publikumsliebling. Sowohl mit dem Auto als auch auf kürzeren oder längeren Wanderwegen kommt man zu den Sehenswürdigkeiten des Parks.

Nichts für Sonntagsfahrer ist dagegen Canyonlands. Der größte Nationalpark Utahs besteht aus drei Bezirken, die nicht miteinander verbunden sind. Der größere Fahraufwand (außer den Hauptstraßen sind die Wege nur mit Allradfahrzeugen nutzbar) wird allerdings mit spektakulären Aussichten belohnt.

Infos zu Moab unter: www.moab-utah.com

Infos zu den Nationalparks unter: www.nps.gov

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