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Erfahrungsbericht von ciaobella

* Auf dem Pincio verbringt man einen romantischen Tag *

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

FÜR ROM KANN MAN VIEL MIT AUF DEN WEG GEBEN!

Allerdings muß jeder sein eigenes Romgefühl entwickeln. Und willst Du die Seele baumeln lassen, verliebt diese Stadt genießen, dann beginne die Romantik der barocken Stadt zu entdecken.
Dazu gehört natürlich auch der wunderschöne Park.

*PINCIO*

Es gibt viele Wege, um die Schönheiten zu finden. Meine Empfehlung ist immer, daß man über die Spanische Treppe nach Oben geht. Zum Pincio gehört wohl die spektakulärste Aussicht Roms: die Spanische Treppe.

Nördlich des Quirinals liegt der Hügel, der nicht zu den klassischen Hügeln Roms gehört. Santa Trinita dei Monti ist eine der französischen Kirchen Roms. Nördlich davon liegt die Villa Medici, heutiger Sitz der Academie francaise. Galileo Galilei wurde hier festgehalten. Oberhalb der Piazza del Popolo liegt der Pincio-Park. Im alten Rom gab es hier sehr prächtige Parkanlagen, deren Terrassen sehr schön angelegt sind. Der heutige Park ist aus dem frühen 19. Jahrhundert. Man hat von den westlichen Terrassen einen wunderschönen Blick auf den Vatikan. Man kann zwei Wege wählen. Entweder man begibt sich von der Piazza del Popolo hinauf oder man entscheidet sich von der Piazza di Spagna, vorbei an der französchen Kirche "Trinita dei Monti", den Weg zum Pincio-Park zu wählen.

Berühmte Leute erfreuten sich auch von jeher bei Spaziergängen an der Schönheit dieser Parkanlagen. Valadier hat diese entworfen. Er gestaltete auch die Piazza del Popolo. Die Casa Valadier ist ein exklusives Cafe´ und Restaurant, das man von der Spanischen Treppe über Trinita dei Monti erreicht.

Es ist ein besonders reizvoller Weg, da man einen sehr schönen Ausblick über die Spanische Treppe hat. Bis zur Villa Borghese führt der Weg durch den Pincio-Park. Die weitläufige Parkanlage schmücken Büsten und Denkmäler antiker Berühmtheiten und Italiener. Hinter ihr liegt, in einem nicht weniger prachtvoll baumbestandenen Park, die herrliche "Villa Borghese". Villa ( Haus auf dem Lande). Im Pincio-Park findet man zwischen Steineichen, Pinien und Kastanien einen kleinen See mit einem Äskulaptempel, einen 1911 von Karl Hagenbeck angelegten Zoologischen Garten, ein Afrikanisches Museum. Eine Pferderennbahn befindet sich auch in den Parkanlagen. Insider wissen, daß besonders bei Sonnenuntergang der Spaziergang über den Pincio sehr reizvoll ist.

Park und Gebäude der Villa Borhese ließ der Kardinal Scipio Borghese zu Beginn des 17. Jahrhunderts schaffen. Diese Villa war sein Landsitz. Das Casino war für die wertvollen Kunstsammlungen bestimmt. Glanzlichter der Sammlung: Berninis Jugendwerke, Caravaggio, A.Dürer, Boticelli, Lucas Cranach, Peter Paul Rubens, Veronese u.a. Im Jahr 1902 wurde diese Anlage vom Staat erworben. Der Park wurde der Stadt als öffentlicher Park überlassen. Die zweite brühmte Villa ist die wunderschöne Villa Giulia, die sich Papst Julius III.(1550-1555) von Vignola bauen ließ. Der Palast zeigt heute etruskische Altertümer. Ein sehr schöner Platz für ein Stelldichein ist die Wasseruhr im Pincio-Park. Sie befindet sich in der Via del Orologio. Diese Wasseruhr wurde auf der Pariser Weltausstellung 1889 gezeigt.

Vor allem an den Wochenenden treffen sich die Römer in ihrem Pincio-Park. Es ist besonders für die Familien mit Kindern ein behaglicher Platz. Der Park bietet in seiner Größe vielen Menschen Freude, Erholung und Entspannung. Kinder haben dort genügend Raum für Spiele und Spaß. Man kann oben grillen, sich an dem kleinen See beschaulich vergnügen, auch gemeinsam mit den Römern Feste feiern. Gegen Abend sollte man dann den Sonnenuntergang, wie schon erwähnt, nicht verpassen. Während sich die Spanische Treppe im Lichterglanz präsentiert, kann man sich entscheiden, ob man im Casa Valadier ein Gläschen Vino genießt, oder lieber auf der Spanischen Treppe ein Plätzchen einnehmen möchte. Abendfüllend ist es immer in Rom und dolce vita sollte man geniessen. Der Tag auf dem Pincio ist immer ein schöner Tag, den man lange in Erinnerung behält. Und wenn es der Wettergott einmal nicht so gut meint, Zeit für die Villa Borghese, Villa Giulia und das Museum für die Moderne Italiens sollte man sich auch nehmen.

Und das Wiederkommen läßt noch manche offenen Fragen und Besuche erledigen. Mir hat besonders der schöne Aufstieg gefallen. Ich habe beide Wege als sehr reizvoll empfunden. Die versteckten Terrassen, von der Piazza del Popolo nicht sichtbar, lenken beim Einbiegen in den Park den Blick auf die antiken Büsten. Das ist ein ganz besonderer Reiz. Der Baumbestand des Parkes ist sehr beeindruckend. Es ist ein sehr schöner Aufenhaltsort, wenn man die Stille und Schönheit der Natur zu schätzen weiß. So kann ich diese Parkanlage jedem empfehlen, der gern längere Spaziergänge macht. Casa Valadier sollte man sich anschauen. Eine Idylle, anheimelnd und auch sehr romantisch.

LIEBE ICH ROM? Diese Frage stellte sich Franca Magnani, wer kennt nicht die Journalistin? Und sie sagte: "Unleugbare Tatsache ist, daß neben dem alltäglichen Ärger, Rom auch tägliche Freude bereitet: Die vielen besungenen Schönheiten beglücken mich immer wieder, das Licht, die Farben, die Großzügigkeit und die Weite auf den Plätzen, die Intimität der engen Gassen und die Freude und Leidenschaft ausdrückenden Barockfassaden, das alles belebt mein Gemüt. In anderen Städten schließt man sich mit seiner Sorge gerne ein; in Rom zieht es mich hinaus. Rom ist meine Heimat. Bin ich mit Rom zu nachsichtig? - Man möge mir verzeihen."

MEIN FAZIT
Herbert Rosendorfer sagte " Roma tibi subito motibus ibit Amor, den ich mir in klassisches Versmaß frei zu überetzen erlaube: Roma, du ewige, die fliegt ergriffen die Liebe rasch zu und ich füge an: Drum wirf, du Fremder, den Obulus Neptun zu Füßen ins Wasser, Wenn Rom du verläßt, und wisse, daß nie du Schöneres gesehn."

Besser kann ich dieses Lebensgefühl nicht in Worte fassen. Es spricht mir aus der Seele. Man möge mir verzeihen. Roma! Stadt der Seele! Verkehrt herum gelesen heißt Amor *Roma*, das habt Ihr noch nicht bemerkt? Nun, dann wißt Ihr es ab heute.

Viele Grüße
ciaobella / Copyright by ciaobella für Yopi.de
gepostet am 18. 02.2002

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-02-20 02:18:54 mit dem Titel Einkaufen wie die schönen Römerinnen


Die schönen Römerinnen findet man/Mann zu jeder Jahreszeit entzückend. Ich denke, mancher von Euch riskiert da einen Blick und hätte vielleicht gern einen Einkaufstipp für den Herbst. Abgelenkt von den Schönen des Tages, nehme ich Euch gern auf einen Bummel mit. Während die Frau nach dem schönen Römer Ausschau hält, ist wohl Konversation etwas schwierig. So soll es denn jetzt losgehen. Bitte schön. Aber zunächst haben wir noch einen wichtigen Gang zu tun.

Wind und Wolkenschatten ziehen über uns hin während
wir auf dem Tarpejischen Felsen hocken. Wieder einmal hier, unter uns die "Ewige Stadt". Es ist Ritual, wenn ich Rom besuche. Immer ist der erste Gang zum Tarpejischen Felsen auf dem Kapitol.

Ja, es hat mich hergezogen, wie an einer Schnur.
Das ganz alte Rom ist von einer Betriebsamkeit. Am Kolosseum wird gemeißelt. Auch neue Ausgrabungen gibt es, an den verschiedensten Stellen wird gebuddelt.

Und wie bewundern wir die schönen Römerinnen, wie sie nach der Siesta die Straßen bevölkern oder in der Tür der Geschäfte stehen. Diese Frauen mit den stolzen, selbstbewußten Mienen, schlank und hochgewachsen, sie schreiten daher, im vollen Wissen, Bürgerinnen der Ewigen Stadt zu sein.
Ich denke, sie sind so gut geschminkt, als sei jede einzelne von Ihnen ein First Lady ihrer Stadt und müsse auf der Stelle irgendwo das Imperium Romanum repräsentieren. Die Tasche hängt ihnen lässig über der Schulter. "Sie schlendern dem Leben entgegen".

Beliebt ist die Via Condotti für einen schönen Einkaufsbummel. Benannt ist sie nach den Wasserleitungen, die zu den Aggrippa-Bädern führten.
Die kleine Straße erreicht man vom Corso, von der Via Babuina.Besonders vom Vial del Corso hat man einen wunderschönen Blick zur Spanischen Treppe.

Rom bietet keine eigenständigen Waren an, wohl aber das Beste der Produktion Italiens; Lederwaren und Bekleidung.Auf diesen Gebieten und bei Luxuswaren und Schmuck findet man ein reiches Angebot in er sogenannten Insel um die Via Condotti.

Die kleine Straße bietet die ansprechendsten Läden in einem der reizendsten Einkaufsviertel derWelt.
Als seien wir im Museum, schaue ich auf die vielen Herrlichkeiten, wo man ja auch nichts mitnehmen kann; auch wenn es einem so gut gefällt.

Die Auslagen werden, je weiter man die Condotti hinaufgeht zum Corso, immer mehr zum "Märchen aus Tausendundeiner Nacht!" Die Preise erreichen, soweit sie überhaupt noch daran stehen astronomische Höhen. Alle klingt wie ein Sinfonie für mich.

Die jungen Läden zeigen sich in Gold, Rot und Schwarz, Kniestrümpfe glitzern vor Gold.
"Beltrami", "Catelia", "Annett" folgen in Ledern, Pelzen, den Seiden der"großen Welt". Es sind wohl unbezahlbare Stücke, Fantasiegebilde in Samt. In Gold gefaßte hochkarätige Brillanten, hauchzarte Ketten, schwere Platinarmbänder für die man sich nur so lange begeistern kann, wie man den Preis nicht erkennt.

Parallel zur Via Condotti gibt es die Via Bourgognona mit den Läden von Laura Biagotti, Fendi und in der Via Trattina "Valentino". In der Via Babuino findet man Antiquitäten, Möbel, Nobelboutiquen, Bücher.

Man hat den Eindruck, daß alles seinen PLatz gefunden hat.
Fare lo shopping sagen nun auch die Römer. Es ist "Einkaufsbummel machen", teils aus Tradition, teils aus Snobismus, wo auch die Großmütter und Mütter hinströmten.
Die Straße ist wunderschön, der Blick von Largo Goldoni in Richtung Spanischer Treppe, mit den das römische Stadtbild beherrschenden Türmen der Kirche Trinita dei Monti, die Palazzi, die beide Straßen säumen, die Menschen - das alles trägt zum Zauber des römischen Einkaufsviertels bei.

Es gehört zur Roma bene, wie man hier die "Creme" der Gesellschaft nennt, in der Via Condotti einzukaufen.
Oder zumindest zu wissen, was angeboten wird.

Links von der Piazza di Spagna kommend, finden wir Gucci, das weltbekannte Lederwarengeschäft. Der freundliche Portier bei Gucci in der Via Condotti, mit der tadellos sitzenden, goldumrandeten Uniform,läßt immer nur eine kleine Zahl von Käufern herein., offiziell, weil so der Kunde besser bedient werden könne, in Wahrheit aber, um Diebstähle zu verhindern.

Nur eine Hausnummer weiter stellt Bulgari seine Juwelen aus. Man sagt: Kein Mächtiger dieser Erde verläßt Rom, ohne dieser "Kathedrale des Schmucks" einen Besuch abgestattet zu haben.

Gegenüber Bulgari verführt das Antico Caffe`Greco zu einem Espresso oder Paradiso( ein sehr wohlschmeckender, empfehlenswerter Orangen-Grapefruitsaft), den man mit Champagner genießen kann.

Ein wahrer Einkaufsbummel darf natürlich "Valentino pui" nicht übergehen, an der Ecke Via Mario de Fiori/Via Condotti.
Hier bietet Valentino alles, was ein Herz höher schlagen läßt. Geschirr mit passenden Tischdecken, passende handbemalte Gläser, das alles bemalt mit Veilchen, Mimosen oder Kirschblütendessins verziert.
Allerdings zu Preisen, die ebenfalls phantastisch sind.

So geht ein Bummel langsam dem Abend entgegen und wir schlendern noch an den Geschäften vorbei. Farragamos Schuhe, Guccis Eleganz, viele schöne Accessoires laden zum Träumen ein.

Ein abendlicher Bummel in dieser teuren Insel endet mit dem Gedanken an eine Modenschau auf der Spanischen Treppe,die uns noch im abendlichen Lichterglanz zum Verweilen einlädt. Die Modenschau gibt es allerdings erst, wenn die Spanische Treppe mit wunderschönen Azaleen dekoriert wird und dafür war es jetzt noch zu kühl.

Zu Empfehlen ist ein Bummel über die Via Condotti zu jeder Zeit.Und immer daran denken: "Man kann nicht alles haben im Leben".

Lieben Dank für das Lesen und eine gute Zeit.

ciaobella / Copyright by ciaobella für Yopi.de

gepostet am 20. 02. 2002

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