Salzburg Testbericht

Salzburg
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Erfahrungsbericht von Allgäuer

Von Gasse zu Gasse soweit die Füße tragen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jedes Jahr stand ich als Personalrat vor der Entscheidung wohin geht der Betriebsausflug. Das Ziel soll nicht zu weit weg sein, denn es ist ein Tagesausflug. Natürlich soll das Ziel auch so attraktiv sein, dass möglichst viele unserer Kolleginnen und Kollegen sich dafür entscheiden mitzufahren. Die Kosten dürfen nicht aus den Augen verloren werden und für alle muß etwas dabei sein; für die Jugend Action und Spass, für die Kulturinteressierten Geschichte, Architektur und Kunst, für die Sportler Platz zum Bewegen, für die Rentner gemütliche Spaziergänge und Einkehrmöglichkeiten und für die Spezialisten auf allen möglichen Gebieten die Möglichkeit den Tag nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Also was liegt da näher als SALZBURG, eine der schönsten Gegenden der Erde, wie der Weltreisende alexander von Humboldt die Stadt schon bezeichnet hat.

Mit dem Sonderzug gings los ab Kempten (Allgäu) so gegen 6:30 Uhr. Die 3 ½ Stunden Fahrzeit vergingen wie im Flug, denn wir hatten 2 Gesellschaftswagen geordert. Bis alle gefühstückt hatten war Rosenheim schon hinter uns. Soweit zur speziellen Planung eines Betriebsausflugs für rund 450 Personen.

Alles was ich jetzt beschreibe kann natürlich auch jeder allein oder in kleineren Gruppen unternehmen. Ich empfehle in jedem Fall eine Stadtführung. Wir hatten mehrere Stadtführer gebucht und mußten dafür je Teilnehmer rund 2,50 € aufwenden. Was es kostet wenn man sich irgendeiner Führung anschließt weiß ich leider nicht, aber ich denke es lohnt sich.

Wer die Stadt auf eingene Faust erobern will, dem empfehle ich folgenden Rundgang:
Vom Bahnhof aus links zur Rainerstraße bis zum Kongresshaus, dann rechts durch den Kurpark auf den Rosenhügel. Weiter gehen Sie über die Treppe von der Sie einen wunderschönen Blick auf die Altstadt haben. Je nach Wetterlage empfehle ich von hier ein paar Fotos zu machen. Aber Salzburg ist zu je Jahreszeit attraktiv.

Wenn Sie also die Treppe hintergehen gelangen Sie in den weltbekannten Miralbellengarten und weiter zum Schloß Mirabell. Danach folgt der rosengarten und das Barockmuseum. Geradeaus gehts zum marktplatz, links die Dreifaltigkeitskirche, vor Ihnen das Mozart-Wohnhaus, rechts geht es über den Mozartsteg hinein in die Altstadt.Nach der Brücke halten Sie sich links und gehen nach etwa 100 Metern rechts durch den Torbogen in die Getreidegasse, zum Geburtshaus Mozarts. Rechts vom Haus sehen Sie eine Gasse mit vielen schmiedeeisernen Zunftschildern. Bei der richtigen Beleuchtung ein lohnendes Fotomotiv, und für den einen oder anderen sogar einen ganzen Film wert.

Weiter links geht es in die Getreidegasse, über den Residenzplatz rechts in den „Alten Markt“, dann links zum Residenzplatz mit Brunnen, Residenz und Residenzgalerie. Direkt vor Ihnen steht jetzt der Dom mit dem Nebengebäude von dem um 11:00 Uhr das Glockenspiel ertönt.

Durch die Dombögen geht´s weiter zum Domplatz und zum Eingang des Doms, am Dom vorbei durch die Bögen kommen Sie zum Kapitelplatz mit Neptunbrunnen. Geradeaus führt der Weg in die Festungsgasse. Dort ist auch die Auffahrt zur Hohensalzburg. Über den Domplatz führt der Weg über den Stiftshof St. Peter mit Barockbasilika und Peterskeller.

Über den Universitätsplatz kommen Sie zur schönsten und größten Barockkirche von Salzburg, der Kollegienkirche. Weiter geradeaus finden Die den Sigmundsplatz mit der Pferdeschwemme. In der gleichen Richtung weiter links durch ein tor finden sie den Hof des Bürgerspitals, wo das Spielzeugmuseum untergebracht ist. Wem dann die füße noch nicht weh tun der hat eine Saukondition. Den anderen empfehle ich Am Neumayr-Platz den Personenaufzug zum berühmten Café Winkler auf dem Mönchsberg. Von dort genießen Sie einen großartigen Blick auf die Stadt und die Festung, während sie sich kulinarisch verwöhnen lassen.

Es würde zu weit gehen die einzelnen Sehenswürdigkeiten noch näher zu erläutern. Allerdings gibt es ein paar touristisch besonders bedeutende Attraktionen:

Die Getreidegasse ist das Herzstück von Österreichs schönstem Einkaufszentrum. Der Besucher ist beeindruckt von der Ursprünglichkeit der verwinkelten Nebengässchen, Arkadenhöfe und Durchgänge

Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse beherbergt im 3. Stock, in der ehemaligen Wohnung der Familie Mozart das Mozartmuseum. W.A. Mozart wurde hier 1756 geboren. Eine liebevoll zusammengestellte Sammlung wird jedes Jahr zum Mekka von Musikfreunden aus aller Welt.

Das von Fürsterzbischof Markus Sittikus erdachte Schloss Hellbrunn mit seinem herrlichen Park wurde Anfang des 17. Jahrhunderts geplant und erbautSeine einzigartige Pracht erregte in ganz europa Staunen. Die weitläufigen Parkanlagen, viele kulturelle Ereignisse, die Wasserspiele und der Tiergarten tragen dazu bei, dass Hellbrunn ein unvergessliches Erlebnis wird.

Salzburg als Weltstadt ist natürlich nicht zum Schnäppchenpreis zu haben. Wer dafür das nötige Kleingeld nicht mitgebracht hat, dem empfehle ich einen Besuch im Spielcasino. Ab 15:00 Uhr kann dort beim Roulette, bei Baccara, Black Jack oder Poker das Glück strapaziert werden.

Salzburg und das Salzachtal lassen sich auch sehr gut per Fahrrad erkunden. Interessant sind Touren zum Waldbad Anif, wo Bademöglichkeit in einem See besteht oder auch nur das Wasserschloß Anif zu einer Rast einlädt. Die ganz sportlichen Radler können auch Hallein erreichen. Ein Besuch im ältesten Salzbergwerk Europas gehört sicher zu den touristischen Highlights im Salzburger Land.

Auch eine Fahrt oder Wanderung auf den Untersberg wäre noch eine Beschreibung wert, doch ich will meine Leser nicht überstrapazieren und mir noch etwas Stoff für einen Nachtrag oder eine Ergänzung übriglassen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass von rund 450 Teilnehmern unseres Betriebsausflugs nahezu alle begeistert waren. Die Einkaufsmöglichkeiten, die Gastronomie, die kulturelle Atmosphäre, die Landschaft, alles war dazu geeignet unseren Tag in Salzburg als besonders gelungen anzusehen. Zwischenzeitlich habe ich die Stadt noch mehrmals besucht und kann ohne Einschränkung behaupten, dass Salzburg im Winter und im Frühjahr genauso attraktiv ist wie im Sommer – im Gegenteil – Romatikern empfehle ich Salzburg in der Vorweihnachtszeit.

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