Sardinien Testbericht

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Erfahrungsbericht von m0gli
Der Norden Sardiniens
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Natürlich haben wir uns nicht 14 Tage nur an den Strand oder den Pool gelegt, dann hätten wir ja auch fliegen können und hätten das Auto auf der Insel nicht gebraucht. So aber haben wir die ein oder andere Kurztour gemacht und zwei Tagesausflüge bei denen wir jeweils 300 – 400 km gefahren sind.
Über den ersten Ausflug in Norden der Insel will ich hier berichten.
Wir wollten Richtung Port Cervo an die Costa Smeralda fahren. Fast jeder wird schon ein Mal von dem mondänen Küstenabschnitt gehört, an dem Agha Khan, ich glaube in den 60 Jahren des 20. Jahrhunderts diesen Retortenort errichten ließ.
Wir haben die Fahrt dorthin genossen, haben nicht die Autobahn genommen, sondern die Küstenstraße die zwar nicht unmittelbar an dieser vorbeiläuft, sondern meistens auf der „1. Anhöhe“, aber dadurch teils spektakuläre Blicke auf Küste und Meer bietet.
So zum Beispiel auf Posada und Porto San Paolo. Vorbei am Flughafen von Olbia und dem Fährhafen erreicht man dann Porto Cervo. Der dortige Seebereich gehört einschließlich des Inselarchipels Isola La Maddalena bis in den äußersten Nordwestens Sardiniens zum Parco Nazionale Archipelago La Maddalena einem der 3 Nationalparks Sardiniens.
Porto Cervo
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Porto Cervo kann muss man aber nicht gesehen haben. Der Ort, wir haben uns den Jachthafen und die „Geschäftsmeile“ angesehen, ist zwar recht schön anzusehen, aber ich möchte dort nicht unbedingt Urlaub machen.
Im Yachthafen liegen, ich kann nicht sagen kleinere und größere Yachten, denn kleine Yachten liegen, jedenfalls in dem Teil den wir gesehen haben nicht. Es sind wirklich schon riesige Schiffe die dort vor Anker liegen.
Der Geschäftsbereich ist zwar recht schön anzusehen, mit Arkaden, Durchgänge, kleinen Wegen und Brücken und schönen Aussichten auf Meer und Hafen, aber …… Das Aber sind die Preise! In Läden wie Bulgari, und was es da nicht sonst noch an tollen, bekannten Namen und Edelboutiquen gibt, gibt es nichts was der kleinere Geldbeutel erlauben würde. Ich bin auch nicht bereit, für einen Badeanzug oder eine Badehose ein halbes Monatsgehalt auszugeben.
Palau
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Von Palau aus kann man übersetzen zu den Isola Maddalena. Ansonsten kann ich zu Palau nicht viel sagen, wir haben hier eigentlich nur angehalten um zu tanken und die Kinder konnten sich auf einem recht schönen Spielplatz austoben.
Auf der Weiterfahrt Richtung Santa Teresa di Gallura bieten sich immer Blicke auf Korsika, welches am anderen Ende der 12km breiten Straße von Bonifacio liegt. Die Straße wendet sich dann nach Osten und hat immer wieder Abzweige zu Orten die am Meer liegen. Wir sind bis ungefähr nach Castelsardo gefahren, haben den Ort selbst aber nicht besucht sondern sind zum Torre del Elefante gefahren.
Leider war die Beschilderung nicht immer die Beste. Auch wenn es immer mal wieder Hinweisschilder auf den Elefantenfelsen gab, so kann man sich nicht darauf verlassen, dass, wenn an einer Kreuzung kein Schild mehr steht, es geradeaus oder auf der Hauptstraße weitergeht.
So brauchen wir einige Zeit um dorthin zu gelangen und wollten an einer Kreuzung schon geradeaus weiterfahren, als wir ihn links liegen sahen.
Der Elefantenfelsen
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Auch ohne viel Fantasie kann man aus diesem Granitfelsen einen Elefanten erkennen. Als wir dort ankamen begann es bereits zu dämmern und im weicher werdenden Licht schimmerte der Fels besonders attraktiv. Man ist sich nicht ganz einig, aber wahrscheinlich wurde er eine zeitlang als Wohnhöhle genutzt.
Fahrt zurück
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Für uns stellte sich nicht mehr die Frage nach weiteren Besichtigungen und Sehenswürdigkeiten, denn angesichts der weiten Strecke die wir noch vor uns hatten blieb nur noch die Frage wie fahren wir zurück.
Wir entschieden uns dann dazu, nicht über die kleinen Straßen zu fahren, sondern wegen der einbrechenden Dunkelheit die Autobahn zu nehmen. Da auf Sardinien die Auf- und Abfahrten aber nicht so häufig sind, wie wir dies gewohnt sind, wollten wir bis Sassari weiterfahren, dort auf die Autobahn und über Nuoro Richtung Oliena zu fahren.
Wenn wir allerdings gewusst hätten, wie schwer es ist die Auffahrt zu finden, hätten wir uns sicher anders entschieden, denn die Auffahrt zu finden sollte nicht das einzige Problem in dieser Nacht bleiben.
Als wir in die Nähe von Sassari kamen, es war jetzt schon mehr als dämmrig, vermissten jeglichen Wegweiser zur Autobahn und konnten so nur nach gut Glück in die Richtung fahren, in der lt. Straßenkarte die Auffahrt liegen musste. Da war allerdings leichter gesagt als getan und gelangten wir mitten in die Stadt, wo aber auch kein Hinweis auf die Autobahn zu finden war. Einmal waren wir eine so schmale und zugeparkte Straße geraten, die noch dazu ziemlich steil bergauf ging, dass es fast kein Weiterkommen mehr gab. Dazu kam, dass wenn es endlich mal Schilder gab, diese meist unmittelbar vor der Abbiegung standen, sodass man nicht selten kaum noch dazu kam abzubiegen.
Irgendwann hatten wir dann die Autobahn gefunden und waren unterwegs auf dieser Richtung Nuoro, das wir dann irgendwann später, es war inzwischen stockdunkel, auch erreichten. Die Autobahn geht in einem größeren Bogen um die Stadt herum und gabelt sich dann, ein Mal Richtung Calgary und ein Mal Richtung Olbia.
Um das Ganze abzukürzen entschlossen wir uns nicht auf der Autobahn weiterzufahren, denn da es wie gesagt nicht so viele Abfahrten gibt und wir daher so wie so ein gutes Stück hätten über die Landstraße fahren müssen, diese gleich ab Nuoro zu benutzen.
Wären wir doch nur auf der Autobahn geblieben!!!! Aber so kamen wir wenigstens in den Genuss der, in vielen Reiseführern beschriebenen, Hilfsbereitschaft der Sarden.
Nachdem wir nämlich abgefahren waren sahen wir nirgendwo ein Hinweisschild auf Orsosei oder eine in der Nähe gelegene Ortschaft und das lag nicht an der Dunkelheit.
Als wir dann am Straßenrand anhielten um die Karte zu Rate zu ziehen, hielt schon Sekunden später der nächste Autofahrer an und wollte wissen, ob er helfen können. Mit dem Italienisch das wir schon können, haben wir nach dem Weg gefragt und ob bedeutete uns, wir sollten im folgen er würde vorfahren.
Er setzte sich dann in sein Auto und fuhr los, und fuhr, ja er fuhr natürlich wieder auf die Autobahn. Aber egal, Hauptsache wieder auf dem richtigen Weg. Nach ein paar Kilometern, blinkte er rechts, fuhr in eine Nothaltebucht, einen Standstreifen gibt es meist nicht und sagte, wir müssten auf der Autobahn weiterfahren. Wir konnten nur noch „Mille grazie“ sagen, unser Helfer setzte sich wieder in seinen Wagen und fuhr an der nächsten Abfahrt ab und wir bis zur Abfahrt Orsosei, die zum Glück ausgeschildert war, weiter.
Auf diese Art und Weise gelangten wir doch noch wieder zurück, hatten viel gesehen und fast noch viel mehr erlebt.
13 Bewertungen, 8 Kommentare
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29.04.2008, 02:54 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichSchön geschrieben. SH
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18.03.2008, 23:10 Uhr von rpbm69
Bewertung: sehr hilfreichSH - hoffe auf Gegenlesungen... lg Bettina
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18.03.2008, 12:59 Uhr von golfgirl
Bewertung: sehr hilfreichLg Dani
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18.03.2008, 12:25 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichsh lg Anja
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18.03.2008, 10:35 Uhr von wir_2
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner Bericht
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17.03.2008, 19:39 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichmacht Lust auf Meer lg
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17.03.2008, 19:11 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichEin spitze Reisebericht, der Lust auf Urlaub dort macht! Schönen Start in die Woche wünsche ich! SH und LG Miraculix1967
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17.03.2008, 19:03 Uhr von Baer55
Bewertung: sehr hilfreichDanke für das mitnehmen auf Deine Reise! LG Baer55
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