Schottland Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Maverick1963
Das urtümliche und wilde Schottland
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
so hatte ich mir Schottland immer vorgestellt und so hatte ich auch immer meiner Frau vorgeschwärmt.
Letztes Jahr nun konnten wir uns beide diesen langgehegten Wunsch erfüllen und Schottland besuchen, nicht zuletzt auch aufgrund von Bekannten, die in Schottland, direkt in den Highlands wohnen, diese hatten wir auf einer anderen Reise kennengelernt und konnten, dank Internet und E-Mail, den Kontakt immer aufrechterhalten, sie luden uns nach Schottland und in ihr Haus ein, eine Geste die wir in dieser Art nicht kannten, aber gerne annahmen um nicht nur den Kontakt zu vertiefen, sondern eben auch Land und Leute kennenzulernen.
Im Juni flogen wir dann über Brüssel nach Edinburgh, dort wurden wir abgeholt und dort stand auch unser Mietwagen.
Mit diesem fuhren wir nun direkt in das Herz von Schotland, in die Highlands, in der Nähe von Perth bogen wir ab und fuhren über kleinere Strassen in Ortschaften die so richtig idyllisch waren, Schilder von Pubs luden auf ein gutes schottisches Bier ein, aber erst mussten wir zu unserem Ziel kommen.
Dieses war auch recht schnell erreicht und wir freuten uns auf den ersten richtig schottischen Abend.
Und so sollte es denn auch sein, mein Bekannter einer von vielen guten Backpipe-Spielern (Dudelsack) lud uns schon am ersten Abend auf eine schottische Kindstaufe ein, auf der er spielen sollte. Man traf sich in einer Bar, in einem Hotel, von dort brach die Gesellschaft auf zu einem nahegelegenem See, es war etwas windig und kühl, aber frieren brauchte man nicht, den nach der Zeremonie, die übrigens der Hotelier abhielt, floss der Sekt und auch der Champagner in reichlichem Maße und auch wir, obwohl wir überhaupt niemanden kannten außer eben den Backpipe-Spieler wurden herzlich integriert. Anschließend ging es wieder zur Hotelbar, in der noch ausgiebig gefeiert wurde und so bekamen wir den ersten Eindruck von Schottland und seinen Bewohnern vermittelt.
Ein weiteres Schauspiel bekamen wir in der ersten Nacht zu sehen, nämlich, dass es in Schottland im Juni, eigentlich nie richtig dunkel wird, es bleibt immer ein silberner Streifen Sonnenlicht am Horizont zu sehen. Mit soetwas hatten wir nicht gerechnet und waren, deshalb um so erstaunter.
Die nächsten Tage waren denn verplant mit Besichtigungstouren, wir starteten recht früh mit dem Wagen auf einen dreitägigen Ausflug durch Schottland, über Perth ging es dann nach Norden zu Fort George, eine ehemalige Garnison der \"Rotröcke\", von dieser Bastion aus versuchten die Engländer Schottland bis ins Mark hinein zu kontrollieren, in diesem Fort sind auch ab und zu Bundeswehr-Soldaten stationiert.
Wir fuhren durch eine wunderschöne und urwüchsige Landschaft und bei jeder Gelegenheit hielten wir an um Fotos zu schießen. Es ist eine faszinierende Gegend, die wir kennenlernten.
Sehr geschichtsträchtig, in jedem Stein atmet praktisch die Geschichte des Landes. Sei es auf einem alten Keltenfriedhof, bei einer Steinformation der keltischen Druiden, auf dem Boden der großen Schlachten wie Bannock oder Killan, aber natürlich auch die vielen Burgen und Ruinen. Zwei davon hatten uns besonders beeindruckt, Blair-Castle (der Begräbnisort von Lady Di), ein wunderschönes Schloss mit riesigen Waffensammlungen, Teppichen, Porzellangefäßen, Gemälden und vieles mehr und Sterling-Castle die riesige Burg die über der Stadt Sterling thront und in der Robert de Bruce oft residierte der König von Schottland, der in der Schlacht von Bannock die Engländer schlug und zwar im Jahre 1314, also etwas länger zurück.
Trotz der vielen Geschichte, darf man die Menschen nicht zu kurz kommen lassen, wenn man die Schotten sieht denkt man als ersten an raue Burschen, unnahbar, wortkarg und Eigenbrödler, es stellte sich aber heraus, dass dem gar nicht so war, die Schotten sind sehr gesellige Menschen, herzlich und urwüchsig, wenn man nur einwenig näher auf sie eingeht, kann man mit ihnen Pferde stehlen gehen.
Die Abende hatten etwas besonderes, die Pubs werden natürlich erst am Abend so richtig interessant, wenn die Musik spielt, der Malt-Whisky fließt und das Essen schmeckt, dann wird es erst so richtig gemütlich und man möchte eigentlich gar nicht mehr zurück.
Eine ganz besonderes Ereignis erwartete uns noch am letzten Abend in unserem Urlaub, an eben diesem Abend waren wir bei unseren Bekannten und diese luden uns ein zu einen Folk-Abend, sprich Nacht, in einem Nachbarort. Einmal im Jahr trift sich in diesem Ort die Musikergilde. Alle die irgendein Musikinstrument spielen, von der Geige, über das Akkordeon, bis hin zum Dudelsack kommen dort zusammen und bei Bier und Whisky wird alles gespielt was das Repertoire hergibt, bis zum anderen Morgen, Es geht von einer Kneipe zur nächsten, man spielt in den Strassen und auf den öffentlichen Plätzen, auch die Polizei ist von diesem Ereignis ergriffen und es kommt auch so gut wie nie zu irgendwelchen Auseinandersetzungen, was uns ebenfalls erstaunte.
Leider ging auch dieser Abend zu Ende und auch so unsere Reise in die Highlands.
Zum Abschluss möchte ich noch sagen auch wenn es sich hier so liest wie wenn es sich um eine Lobeshymne auf Schottland hält, es ist so, dass wer sich für Urwüchsigkeit und Geschichte, aber ebenso für guten Whisky und nette Leute interessiert, der kommt nicht an Schottland vorbei. Es ist ein Land zum verlieben.
Natürlich gibt es auch hier den einen oder anderen Wermutstropfen, so zum Beispiel die Preise, ein billiger Urlaub ist Schottland wahrlich nicht und wer lieber Sonne satt haben will und Temperaturen um die 30° C im Schatten, der wird sich wohl ein anderes Urlaubsziel aussuchen.
Ich für meinen Teil gebe Schottland trotz der Preise die Note sehr gut.
Viele Grüsse Maverick1963
Letztes Jahr nun konnten wir uns beide diesen langgehegten Wunsch erfüllen und Schottland besuchen, nicht zuletzt auch aufgrund von Bekannten, die in Schottland, direkt in den Highlands wohnen, diese hatten wir auf einer anderen Reise kennengelernt und konnten, dank Internet und E-Mail, den Kontakt immer aufrechterhalten, sie luden uns nach Schottland und in ihr Haus ein, eine Geste die wir in dieser Art nicht kannten, aber gerne annahmen um nicht nur den Kontakt zu vertiefen, sondern eben auch Land und Leute kennenzulernen.
Im Juni flogen wir dann über Brüssel nach Edinburgh, dort wurden wir abgeholt und dort stand auch unser Mietwagen.
Mit diesem fuhren wir nun direkt in das Herz von Schotland, in die Highlands, in der Nähe von Perth bogen wir ab und fuhren über kleinere Strassen in Ortschaften die so richtig idyllisch waren, Schilder von Pubs luden auf ein gutes schottisches Bier ein, aber erst mussten wir zu unserem Ziel kommen.
Dieses war auch recht schnell erreicht und wir freuten uns auf den ersten richtig schottischen Abend.
Und so sollte es denn auch sein, mein Bekannter einer von vielen guten Backpipe-Spielern (Dudelsack) lud uns schon am ersten Abend auf eine schottische Kindstaufe ein, auf der er spielen sollte. Man traf sich in einer Bar, in einem Hotel, von dort brach die Gesellschaft auf zu einem nahegelegenem See, es war etwas windig und kühl, aber frieren brauchte man nicht, den nach der Zeremonie, die übrigens der Hotelier abhielt, floss der Sekt und auch der Champagner in reichlichem Maße und auch wir, obwohl wir überhaupt niemanden kannten außer eben den Backpipe-Spieler wurden herzlich integriert. Anschließend ging es wieder zur Hotelbar, in der noch ausgiebig gefeiert wurde und so bekamen wir den ersten Eindruck von Schottland und seinen Bewohnern vermittelt.
Ein weiteres Schauspiel bekamen wir in der ersten Nacht zu sehen, nämlich, dass es in Schottland im Juni, eigentlich nie richtig dunkel wird, es bleibt immer ein silberner Streifen Sonnenlicht am Horizont zu sehen. Mit soetwas hatten wir nicht gerechnet und waren, deshalb um so erstaunter.
Die nächsten Tage waren denn verplant mit Besichtigungstouren, wir starteten recht früh mit dem Wagen auf einen dreitägigen Ausflug durch Schottland, über Perth ging es dann nach Norden zu Fort George, eine ehemalige Garnison der \"Rotröcke\", von dieser Bastion aus versuchten die Engländer Schottland bis ins Mark hinein zu kontrollieren, in diesem Fort sind auch ab und zu Bundeswehr-Soldaten stationiert.
Wir fuhren durch eine wunderschöne und urwüchsige Landschaft und bei jeder Gelegenheit hielten wir an um Fotos zu schießen. Es ist eine faszinierende Gegend, die wir kennenlernten.
Sehr geschichtsträchtig, in jedem Stein atmet praktisch die Geschichte des Landes. Sei es auf einem alten Keltenfriedhof, bei einer Steinformation der keltischen Druiden, auf dem Boden der großen Schlachten wie Bannock oder Killan, aber natürlich auch die vielen Burgen und Ruinen. Zwei davon hatten uns besonders beeindruckt, Blair-Castle (der Begräbnisort von Lady Di), ein wunderschönes Schloss mit riesigen Waffensammlungen, Teppichen, Porzellangefäßen, Gemälden und vieles mehr und Sterling-Castle die riesige Burg die über der Stadt Sterling thront und in der Robert de Bruce oft residierte der König von Schottland, der in der Schlacht von Bannock die Engländer schlug und zwar im Jahre 1314, also etwas länger zurück.
Trotz der vielen Geschichte, darf man die Menschen nicht zu kurz kommen lassen, wenn man die Schotten sieht denkt man als ersten an raue Burschen, unnahbar, wortkarg und Eigenbrödler, es stellte sich aber heraus, dass dem gar nicht so war, die Schotten sind sehr gesellige Menschen, herzlich und urwüchsig, wenn man nur einwenig näher auf sie eingeht, kann man mit ihnen Pferde stehlen gehen.
Die Abende hatten etwas besonderes, die Pubs werden natürlich erst am Abend so richtig interessant, wenn die Musik spielt, der Malt-Whisky fließt und das Essen schmeckt, dann wird es erst so richtig gemütlich und man möchte eigentlich gar nicht mehr zurück.
Eine ganz besonderes Ereignis erwartete uns noch am letzten Abend in unserem Urlaub, an eben diesem Abend waren wir bei unseren Bekannten und diese luden uns ein zu einen Folk-Abend, sprich Nacht, in einem Nachbarort. Einmal im Jahr trift sich in diesem Ort die Musikergilde. Alle die irgendein Musikinstrument spielen, von der Geige, über das Akkordeon, bis hin zum Dudelsack kommen dort zusammen und bei Bier und Whisky wird alles gespielt was das Repertoire hergibt, bis zum anderen Morgen, Es geht von einer Kneipe zur nächsten, man spielt in den Strassen und auf den öffentlichen Plätzen, auch die Polizei ist von diesem Ereignis ergriffen und es kommt auch so gut wie nie zu irgendwelchen Auseinandersetzungen, was uns ebenfalls erstaunte.
Leider ging auch dieser Abend zu Ende und auch so unsere Reise in die Highlands.
Zum Abschluss möchte ich noch sagen auch wenn es sich hier so liest wie wenn es sich um eine Lobeshymne auf Schottland hält, es ist so, dass wer sich für Urwüchsigkeit und Geschichte, aber ebenso für guten Whisky und nette Leute interessiert, der kommt nicht an Schottland vorbei. Es ist ein Land zum verlieben.
Natürlich gibt es auch hier den einen oder anderen Wermutstropfen, so zum Beispiel die Preise, ein billiger Urlaub ist Schottland wahrlich nicht und wer lieber Sonne satt haben will und Temperaturen um die 30° C im Schatten, der wird sich wohl ein anderes Urlaubsziel aussuchen.
Ich für meinen Teil gebe Schottland trotz der Preise die Note sehr gut.
Viele Grüsse Maverick1963
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