Mehr zu Teneriffa Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kiara

Insel der Glückseeligen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo an alle Interessierten…
Heute möchte ich Euch etwas über meine Lieblingsinsel erzählen. Noch weiß ich nicht wie ich meine überschwänglichen Gefühle in Worte fassen werde und vor allem dabei sachlich bleiben soll, aber ich werde mich bemühen ;-))

Inzwischen war ich 8 x auf Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings, wie sie auch genannt wird.

Zuerst einmal die technischen Daten ;-)) :

Länge : ca. 83 km
Breite: ca. 51 km
Mit ca. 2040 Quadratkilometern die größte der Kanarischen Inseln
Lage: ca. 300 km westlich von Afrika und ca. 1300 km vom spanischen Festland entfernt
Die Ureinwohner sind die Guanchen (abgeleitet aus der altkanadischen Sprache bedeutet soviel wie „Sohn von Teneriffa“) dessen Hautfarbe eher hellhäutig und die Haarfarbe eher rotblond gewesen sein sollte.
Gekrönt wird die Insel vom größten Berg Spaniens, dem Pico del Teide (ca. 3718 m hoch)
Klima: ganzjährig herrschen durchschnittliche Temperaturen zwischen 18 und 27 Grad die den Aufenthalt auch für empfindliche Menschen angenehm gestalten.


So genug vom technischen. Ich selbst bevorzuge den Norden Teneriffas, der zwar durch die Passatwinde öfters bewölkt sein kann und es dort auch ab und zu regnet, dafür aber ein üppiges grün mit einer bunten Pflanzenwelt aufweist.
Der Süden garantiert zwar Sonne den ganzen Urlaub, ist aber meines Erachtens zu karg. Die Hotelanlagen und Strände sind künstlich angelegt. Sieht zwar ganz nett aus, ist aber nicht nach meinem Geschmack. Wer aber wirklich nur Sonne satt und gute Unterbringung möchte ist dann wohl im Süden gut aufgehoben.

Also im kargen Süden, nach 4,5 Std. Flug, angekommen, empfiehlt es sich, möglichst schon von zu Hause aus, ein Auto zu mieten. (Es gibt einige deutschsprachige Autovermietungen auf Teneriffa die nicht so teuer und doch absolut verlässlich sind)
Mit dem Auto fährt man dann über die Autobahn Richtung Santa Cruz der Hauptstadt von Teneriffa und weiter nach Puerto de la Cruz (mein Favoritenurlaubsziel). Fahrzeit vom Flughafen aus ca.: 45 Minuten.
Als Hotel empfehle ich das Maritimhotel, welches etwas außerhalb von Puerto, in Los Realejos liegt. Es ist zwar ein Hochhaus, hat aber den Vorteil das man es schon von weiten sehen kann, aber dadurch immer wieder ins heimische Quartier findet ;-).
Im Maritim werden verschieden Hotelzimmerqualitäten, aber auch Apartments angeboten.
Mit seinem 30.000 qm großen Garten in dem sich 2 Süßwasserpools, Tennisplätze, FKK-Liegewiesen, Minigolfplatz und viele Erholungsoasen befinden, kommen alle Urlauber auf Ihre Kosten.
Das Hotel liegt an einer Felsküste und hat außer Friseur, Wellnessbereich, Kiosk und andere kleine Läden noch Restaurants, eine Bar und einen Nachtklub mit Lifemusik (wird von den Einheimischen gern besucht).
Ich persönlich bevorzuge die Apartments, da dort eine kleine Küchenzeile vorhanden ist. Hier kann man sich auch zwischendurch mal selbst etwas zu Essen machen und genügend Getränke im Kühlschrank kaltstellen ;-)).
Vom Hotel kann man fast zu Fuß in den bekannten Loro Park gehen der sich in den Jahren immer weiter vergrößert und verschönert hat. Dieser Park ist nicht nur ein Papageienpark wie man sich das bei dem Namen vorstellen würde, sondern hier werden zusätzlich Seehund- oder auch Delphinvorführungen gezeigt. Die Tunnelhaifischbecken sind auch sensationell.
Für den Ausflug in den Loro Park, der ein Muss für jeden Besuch auf Teneriffa ist, sollte man mindestens einen halben wenn nicht sogar einen ganzen Tag einplanen. Der hohe Eintrittspreis von, ich glaube, zurzeit 19 Euro für Erwachsene lohnt sich auf jeden Fall.

Ein Stück weiter beginnt schon der vulkanische Sandstrand mit Promenade und vielen kleinen Läden. Ein Ort zum verweilen und baden. Weiter den Weg entlang kommt man dann direkt nach Puerto, wo man die schöne Altstadt, den kleinen Fischerhafen, die Meerwasserschwimmbäder und viele kleine Plätze zum verweilen, besuchen kann.
Die vielen Restaurants lassen keinen Hunger aufkommen. Und was schmeckt besser als der frische Fisch des Tages? )

Mit dem gemieteten Auto sollte man sich nun soviel wie möglich von der Insel anschauen. Als sehenswerte Orte möchte ich hier einige wenige nennen: La Laguna, La Orotava (mit altkanarischen Balkons), Icod de los Vinos, Santa Cruz, das Anagagebirge, die Caldera de las Canadas (ist der Bereich gleich unterhalb des Teides, der auch als Nationalpark geschützt wird) und natürlich der Pico del Teide selbst.

Um auf alle Orte extra einzugehen würde es eher ein Buch als so eine Meinungsäußerung bedürfen ;-).

Ich sage nur: man kann eigentlich alles was das Herz begehrt auf Teneriffa sehen. Ob es Tannenwälder, Wüste, Blumen oder Felsen sind.

Noch erwähnen möchte ich die verschiedenen Feste die auf Teneriffa gefeiert werden. Romeria nennen sich die Feste bei denen verschiedene Schutzheilige gefeiert werden.
Zum Beispiel jedes letzte Wochenende im Mai wird in Los Realejos eine Romeria gefeiert, die mich total überwältigt hat.
Mit Tanz und Gesang werden die Schutzheiligen zuerst aus der Kirche getragen, um dann in einem Zug durch die Stadt, bei dem getanzt, gesungen, gegessen und getrunken wird (die Zuschauer am Rande kommen da nicht zu kurz, weil die vorbeiziehenden Wagen jeden mit einheimischen Nahrungsmitteln und Getränken versorgen) zum Schluss wieder singend und tanzend, diese in die Kirche zurückzubringen.
Also ich fand es sehr beeindruckend und mir standen die Tränen in den Augen als in der Kirche die VIVA Rufe und der Gesang widerhallte, was man ja ansonsten weniger in Kirchen hört.

Die Canarios, wie sie sich selbst nennen und ungern zu den Spaniern gezählt werden sind außerordentlich freundlich und hilfsbereit und haben einen Tatsch südamerikanisches Temperament.

Vielleicht trifft man sich ja mal auf „der Insel der Glückseeligen“ ;-)))

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