Mehr zu Teneriffa Testbericht

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Erfahrungsbericht von Disc1

Schönes Teneriffa

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Oktober habe ich nun endlich einmal Teneriffa besucht, die größte der Kanareninseln. Um es gleich vorweg zu nehmen, es hat mir sehr gut gefallen. Nichts desto trotz gibt es natürlich auch ein paar negative Dinge zu berichten.

Unterkunft
Als Unterkunft hatte ich mir ein 3 Sterne-Hotel (Landesbewertung) – 4 Sterne bei Neckermann – in Costa Adeje herausgesucht und war damit absolut zufrieden. Die Zimmer waren groß und geräumig. Die Reinigung und der Wäschewechsel erfolgten täglich (außer Sonntag). Die Verpflegung war ansprechend und abwechslungsreich. Nettes und freundliches Personal sorgte für das notwendige Ambiente.
Im Hotel gab es zwei Pools für die Abkühlung. Diese waren gepflegt und wurden ständig in Ordnung gehalten. An Poolliegen mangelte es nicht, so dass auch Neulinge die Unart der „Handtücher auflegen“ nach wenigen Tagen aufgaben.
Ich kann das Hotel empfehlen: Aparthotel El Duque, Avenida Bruselas in Costa Adeje (buchbar über NUR und wahrscheinlich auch andere Anbieter).

Urlaubsort
Costa Adeje liegt etwas abgelegen nördlich von den beiden großen Urlauber-Zentren Los Christianos und Playa de las Americas. Aber beide sind erlaufbar oder preiswert mit dem Taxi zu erreichen. Costa Adeje hat den Vorteil, dass es (noch) nicht so überlaufen ist. Es besteht zwar auch nur aus Hotels, aber alles läuft ruhiger ab.
Mein einmaliger Besuch in Los Christianos und Playa de las Americas hat mir gereicht: Laut, überfüllt, teilweise schmutzig. In den Zentren der orte scheint es nur Kneipen und Läden zu geben. Für jemanden, der Nachtschwärmer ist, wahrscheinlich der richtige Ort. Ist aber Geschmackssache. Ich empfehle für alle, die es ruhiger wollen eben Costa Adeje.

Klima
Das Klima insgesamt war angenehm, es gab eigentlich nur wenige Tage, an denen die Sonne ungehindert schien. Ansonsten zogen immer wieder kleinere und größere Wolken vor die Sonne. Damit bewegten sich die Temperaturen bei angenehmen 25 – 30 Grad und die Wahrscheinlichkeit eines Sonnenbrandes war gemildert. Wir hatten sogar 2 Tage Regen (was man so Regen nennt – leichtes Nieseln bei 25 Grad).
Pech hat man allerdings, wenn der Calima (trockener, heißer und staubiger Saharawind) über die Insel zieht. Dann schnellen die Temperaturen auf über 35 Grad und in der staubigen Luft kann man nur schwer atmen. Das passiert mehrmals im Jahr, ich bin glücklicherweise davon verschont geblieben.
Wem das Klima im Süden nicht gefällt, sucht sich eben eine andere Ecke aus. Zum Beispiel den Nordosten (Santa Cruz). Dort ist es immer etwas kühler und die Sonne wird häufiger durch Wolken verdeckt.
Wer fast tropische Verhältnisse bei Temperaturen um die 25 – 30 Grad sucht, ist an der Nordwestseite (Puerto Cruz) gut aufgehoben. Alles ist grün und blüht. Das merkt man auch an der Luftfeuchtigkeit.
Und wer Hochgebirge möchte, mietet sich auf 2000 m Höhe in den Canadas ein. Dort ist die Luft schon dünner und wesentlich kühler. Gleichzeitig hat man aber eine fast 100%ige Sonnengarantie. Und diese Sonnen prasselt ungehindert durch die saubere Luft auf einen herab.

Landschaft
Landschaftlich ist Teneriffa genauso vielschichtig wie Gran Canaria. Beide bezeichnet man ja als kleine Kontinente. Von Wüstenlandschaft, Stränden, über Wälder, Mittelgebirgs- bis Hochgebirgslandschaften hat die Insel etwas zu bieten. Insbesondere die Canadas rund um den Teide sind sehenswert.
Für jeden scheint etwas dabei zu sein. Um aber alles zu erkunden, empfehle ich einen Mietwagen zu nehmen. Die sind relativ preiswert (ca. 100 Euro für 3 – 4 Tage). Wer vorhat die Erkundung mit dem Bus organisiert von Reiseunternehmen durchzuführen, der braucht eine dicke Brieftasche. Ich habe für einen Ganztagesausflug mit Mittagessen quer durch die Insel 59 Euro pro Person gezahlt. Er war sicher schön und informativ, aber hier scheint es zutreffend zu sein, dass manche das DM- gegen das Euro-Schild getauscht haben.

Preise
Viele behaupten, dass die Kanaren nach der Euro-Umstellung sehr teuer geworden sind. Das trifft nur teilweise zu. Alles touristische wie Ausflüge, Eintritte sind teuer geworden. (Siehe oben). Weitere Beispiele: Aquapark Eintrit 16 Euro, Loro Park Eintritt 19 Euro, Hin- und Rückfahrt Seilbahn Teide 18,50 Euro usw..
Was das andere anbelangt, kann ich das nicht behaupten. Lebensmittel und Gaststättenpreise sind auf gleichen Niveau wie vor einem Jahr. Auch die anderen Waren kosten auch nicht mehr als früher.

Ausflüge
Ich empfehle zunächst in den ersten Tagen eine Inselerkundung, geführt mit dem Bus oder Jeep zu unternehmen, auch wenn sie teuer ist. So lernt man die Insel am schnellsten und besten kennen. Die eigentliche Erkundung sollte man mit dem Mietwagen durchführen, sofern man sich das zutraut. Über füllt ist der Straßenverkehr nur in der Nähe der Großstädte Santa Cruz und Puerto Cruz. Ansonsten sollte man nur gut Kurven fahren können, insbesondere wenn es in die Berge geht.

Was man unbedingt gesehen haben sollte

Logisch: den Teide
Es ist schon beeindruckend, wenn man in 2300 m Höhe steht und der Berg trotzdem noch 1400 m höher ist. Mit der Seilbahn geht es hinauf, sofern man drei Bedingungen erfüllt, Glück, Geld und Geduld oder man ist Frühaufsteher. Glück braucht man für das Wetter, bei zu strkem Wind fährt die Seilbahn nicht. Geld benötigt man für den Obolus. Und Geduld wird gebraucht, da man in normalen Zeiten bei gutem Wetter mit mindestens 2 h Anstellzeit rechnen muss, oder man ist eben Frühaufsteher und erwischt die erste Bahn.
Anders kommt man nur in einer längeren geführten Wanderung hinauf. Man kann den Gipfel übrigens nur mit einer Genehmigung erreichen (oder aber über eine geführte Tour).

Die Canadas
So wird das um den Teide liegende Hochland, eigentlich eine Kratergrund, genannt. Bei schönem Wetter ist die Landschaft einfach beeindruckend.

Puerto Cruz und Umgebeung
Sollte man wenigstens einmal gesehne haben. Die Stadt hat ein paar nette Ecken und schöne Meeresschwimmbäder. Ansonsten herrscht Großstadtambiente vor. Empfehlenswert ist aber der Besuch des Loro Parkes. Es ist nicht nur ein Papageien-Park, wie der Name sagt.

Santa Cruz
Ebenfalls Großstadtambiente, aber sehr gut geeignet für schöne Einkäufe, da diese Stadt touristisch nicht so erschlossen ist wir Puerto Cruz. Hier sind die Einheimischen noch in der Mehrzahl auf der Straße.

Waltour
Man sollte sich einem Ausflug anschließen, um auf dem Meer in freier Natur Wale und Delphine zu beobachten. Es geht wirklich und man hat meistens glück. Allerdings sollte man auch auf den großen Schiffen seefest sein.

Strände
An Stränden hat man große Auswahl. Die meisten sind allerdings künstlich angelegt. Hier hat Gran Canaria die Nase im Vergleich vorn. Trotzdem gibt es schöne Strände: z. B. Playa Fanabe, Playa El Duque. Wer ein Mietauto hat sollt zum nördlich von Santa Cruz gelegnen Strand Playa Teresitas fahren, der angeblich schönste Strand der Insel.

Alles in allem sage, man muss Teneriffa einmal selbst erlebt haben!

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