Toronto Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gambler

Ausgangspunkt Kingston

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der östliche Teil Kanadas ist zugleich der bevölkerungsreichste. Direkt am Ontariosee zwischen Montreal und Toronto liegt die etwa 70.000 Einwohner umfassende Gemeinde Kingston. Dies ist ein hervorragender und vor allem zentraler Ausgangspunkt, um diesen Teil Kanadas intensiv kennenzulernen.

Die Anreise ist wohl, wie auch bei eigentlich jedem Nordamerika-Besuch am günstigsten, wenn man flexibel ist. Der Flug und (am besten) Mietwagen lassen sich schnell und preiswert im Internet buchen. Hervorragend eignen sich hierfür einerseits:

www.ticketworld.de & www.ltur.de

und zum anderen: www.sixt.de für den Mietwagen.

Ein Flugticket nach Toronto erwirbt man bereits in der Regel für etwa 400 Euro. Ein Mietwagen durchschnittlicher Kategorie kostet um die 200 Euro die Woche. Es ist auf jeden Fall, gerade bei dem aktuellen Dollarkurs, günstiger, den Mietwagen bereits hier zu buchen.

Ein Vorteil bei der Buchung über l´tur ist unter anderem: Es geht mehr als einfach, Testbuchungen sind möglich und hinter dem Ganzen steckt die renommierte Tui. Außerdem sind dort fast ausschließlich nur Linienflüge zu bekommen, d.h. Miles&More-Telnehmer und Co. können sich auch freuen.

In Toronto angekommen, benötigt man etwa 2 1/2 - 3 Stunden nach Kingston. Vorsicht: Geschwindigkeitsverstöße werden strengstens geahndet und sind sehr teuer!

In Kingston gilt hinsichtlich der Übernachtung dasselbe wie im restlichen Nordamerika: Buchung individuell vor Ort ist am billigsten.

Insgesamt ist ein Vorankommen in Kanada, auch mit nur mageren Englisch-Kenntnissen, ein leichtes. Die Kanadier sind absolut zuvorkommend und freundlich, meinem Empfinden nach freundlicher als in machen Teilen der USA. Ein Gegensatz zu´m Nachbarn Kanadas besteht zudem in Sachen Kriminalität: Man fühlt sich überall und zu jeder Zeit sicher!

Folgende Ausflüge bzw. 1-2-Tagestouren lohnen sich und sind mehr als empfehlenswert:

- Kingston selbst ist umgeben von einer einzigartigen Natur. Viele versteckte kleine Seen, die zum Angeln und Baden einladen (Angelschein beim örtlichen Tourist-Board erwerben) lassen ein gewisses Glitzern in den Augen erwecken. In der Stadt sollte unbedingt ein Spaziergang am Hafen gemacht werden. Es ist mehr als interessant, was man da so entdecken kann... Klasse sind auch das Sir John A. MacDonald House (historisches Geburtshaus einer der kanadischen Urväter), die Militärakademie, sowie das Old Fort Henry. Von dort aus schafften es die Kanadier, den Expansionsdrang der Amerikaner zu bändigen. Das Museumsfort wird heute jedoch nur noch von jobbenden Studenten bewacht.

- Ein weiterer Ausflug sind auf jeden Fall die \"Thousand Islands\" wert. Nur wenige Kilometer von Kingston entfernt erstreckt sich ein riesiges Gebiet von kleinen Inseln innerhalb des dort fließenden St.-Lorenz-Stromes. Es werden von unterschiedlichen Plätzen mehrere unterschiedliche Touren mit dem Boot angeboten. Der Ausblick ist herrlich. Bei fast allen Touren gelangt man unweigerlich zu einem kuriosen Zwischenstopp auf Boldt Castle. Achtung: Diese kleine Insel mit einem kleines Schlösschen ist US-amerikanisches Hoheitsgebiet. Reisepass nicht vergessen! Die Amerikaner sind da ganz penibel. Ein wackerer Grenzer und ein ebenso engagierter Zöllner bewachen eisern das gering dimensionierte Gebiet. Die Besichtigung lohnt sich. Der Eintritt ist absolut gering (2-3$, je nachdem wie alt).

- Wenn man sich bereits bei den Thousand Islands befindet, sollte man noch einige Kilometer in die Staaten in Richtung Lake Placid (ehemaliger Olympiaort) machen. Die Spielstätten kann man jederzeit teilweise sogar kostenfrei besichtigten. Einen historischen Rückblick erhält man im Olympic Center, im Zentrum der Stadt. In der Nähe, am Saranac Lake, finden sich viele urige kleine Holzhütten, in denen man sehr gut und günstig essen kann.

- Fehlen im Programm darf natürlich auch nicht die Besichtigung Torontos, mit dem höchsten Turm, den CN-Tower, der Welt und dem sagenhaften SkyDome. Sollten die BlueJays (Baseball) gerade spielen, darf man sich ein Spiel nicht entgehen lassen. Karten bekommt man in der Regel noch am Stadion. Die Preise liegen zwischen 6 und 21 Dollar, also sehr moderat. Die Stimmung ist zwar nicht ganz so hervorragend wie in US-amerikanischen Stadien, aber doch ein Erlebnis, vor allem wenn das automatische Dach geschlossen ist (wegen der Kulisse). Eine Fahrt mit dem Fahrstuhl hoch in den CN-Tower ist ein Muss. Der Überblick auf die Stadt und den Lake Ontario ist sagenhaft. Weitere Highlights wie das Eaton Centre (Zweitgrößte Shopping-Mall Kanadas) locken ebenfalls viele Touristen an.

- Wenn man schon mal in Toronto ist, dann sollte man unbedingt weiter in Richtung Süden fahren und in Niagara Falls übernachten (am einfachsten und günstigsten an der sogenannten Lundy Lane). Die Niagara Fälle sind ein Muss. Es ist schon gewaltig, was für Wassermassen da herunterprasseln. Die schönere Seite ist die kanadische. Man sollte auch unbedingt mal eine Fahrt mit der \"Maid of the Mist\" machen, ein Kahn der direkt an die Fälle heranfährt. Man trägt dabei urige blaue Regenjacken. Dort von unten bloß nicht fotografieren. Der Wassernebel kann unter Umständen den Apparat zerstören, also Vorsicht. Die Gebühr für die 20-minütige Fahrt beträgt um die 5 $. Die beste Aussicht über die Fälle hat man vom nahegelegenen Skylon-Tower. (Eintritt gering)

- Ein tolles Highlight, nur ca. 2 Stunden von Kingston entfernt, ist auch die kanadische Hauptstadt Ottawa. Zentraler Ausgangspunkt ist dort das Parlament. Von dort kann man alles besichtigen und einblicken, was man möchte. Eine Aufzählung würde wenig Sinn machen, das muss man schon selbst ausprobieren. Kleiner Tip: Einfach mal nach dem \"Chateau Gallard\" fragen und sich überraschen lassen!

- Als letztes darf wohl Montreal nicht fehlen, die durch und durch französische Stadt. Hier wird man es sehr schwer haben mit seinem Schulenglisch. Zum einen sprechen die Kanadier dort ein sehr akzentuiertes Englisch, zum anderen sind sie auf die englischsprachigen Kanadier nicht allzu gut zu sprechen. Es kann sein, dass man bei einer Frage dort einfach auf Stur stellt. Weiß man dies aber, dann ist das kein Problem. Man versucht einfach ein bis zwei Brocken französisch zu reden, um dann mit Englisch weiterzumachen. Der Unterschied ist enorm. Einfach mal ausprobieren... Ausprobieren sollte man in Montrael auch die hervorragende Küche in den unzähligen Restaurants. Eine Reservierung ist jedoch von Vorteil, außerdem auch eine etwas gediegenere Garderobe.

So: Allles in allem ist dieser Teil Kanadas für jeden ohne Einschränkung zu empfehlen. Die beste Reisezeit ist so in etwa von Mai-September. Der akuell hohe Dollarkurs ist zwar sehr ärgerlich, aber halt nicht zu vermeiden. Letztlich sind die Lebenshaltungskosten in Kanada derzeit wie bei uns, nur Benzin ist natürlich erheblich günstiger. Sollte es einen mal in die USA ziehen, unbedingt dort noch einmal volltanken, denn dort ist es noch günstiger.

Viel Spaß in Kanada!

PS: Für alle, die es auch mal in dieses unendliche Land zieht bietet Kanada die Alternative zur Green Card! Infos unter: www.relocation-canada.at

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