Washington Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von rofis
Pacific Northwest
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Washington State, zwischen Oregon und Kanada im Nordwesten der USA gelegen, steht im Ruf, ein „Regenstaat“ zu sein. Man sagt, der Himmel hätte die Bewohner gelehrt, mehr Grautöne unterscheiden zu können als andere Menschen.
Das ist, wie so oft, nur die halbe Wahrheit. In der Tat regnet es im westlich des Kaskadengebirges gelegenen teil mehr als anderswo. Dafür ist es im östlich des Gebriges gelegenen Teil schon fast zu trocken. Wir haben diesen Unetrschied bei einer kleinen Rundfahrt von West nach Ost und zurück selbst zu spüren bekommen. Zwar hat es im Westen nicht geregnet, nein, wir hatten wunderbares Wetter, aber im Osten brannte die Sonne förmlich vom Himmel. Die Obst- , Gemüse- und Getreidefelder müssen hier künstlich bewässert werden - bei etwa 300 Sonnentagen im Jahr.
Aber die Sehenswürdigkeiten liegen im Wesentlichen im Westteil des Landes. Beginnen wir mit dem Columbia-River, der eine ganze Strecke lang die Grenze zwischen Oregon und State Washington bildet. In der „Columbia River Gorge“ frisst sich der Fluss durch das Kaskadengebirge, über 1000 m hohe Felswände türmen sich auf beiden Seiten des Flusses. Man findet Canyons und Wassserfälle (letztere vor allem auf der Oregon-Seite), die Landschaft ist sehr mitreissend.
Etwas weiter nördlich erreichen wir das Gebiet des Mount St. Helens, des Vulkans, der im Jahre 1980 sozusagen in die Luft geflogen ist. Die Anfahrt durch mittlerweile zum Teil wieder aufgeforstete Wälder, aber auch vorbei an Lavafeldern, auf denen nichts wächst, zieht einen in einen eigenartigen Bann. An der Strecke gibt es verschiedene Visitor-Center, in denen man sich über den Berg und „das Ereignis“ bestens informieren kann. Das „Johnston-Ridge-Visitor Center and Observatory“ , inmitten einer Lavawüste gegenüber dem Vulkancrater gelegen, verdeutlicht mit seiner Ausstellung noch einmal die Gewalt des Ausbruchs. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick hinein in den Vulkankrate bzw. was davon noch übrig ist, und kann die kleinen Rauchwölkchen beobachten, die auch heute noch in den Himmel steigen.
Ganz Wagemutige nähern sich dem Vulkan von der anderen Seite - für ungeübte Wanderer nicht zu empfehlen. Die Infrastruktur in den kleinen Orten ist noch nicht besonders gut ausgebaut (man arbeitet aber daran), so gibt es z. B. kaum Tankstellen in diesem Gebiet (Sommer 2000).
So, jetzt haben wir genug von Katastrophen gehört, wenden wir uns wieder den schönen Dingen des Lebens zu. Einige Meilen nordöstlich des Mt. St. Helens wartet der Lieblingsberg der Washingtoner auf uns: der über 4000m hohe Mount Rainier. Ebenfalls ein Vulkan, seit etwa 2000 Jahren nicht mehr aktiv gewesen, bietet der zugehörige National Park eine beeindruckende Vielfalt von Gebirgslandschaften, Blumenwiesen, Flüsschen, Wasserfälle. Und ein Visitorcenter direkt gegenüber dem Gipfel gelegen.
Bei gutem Wetter sieht man den Berg von Seattle aus, er überragt die Stadt mit seinem weißen Gletschergipfel und bildet den imposanten Hintergrund eines wirklich sehenswerten Panoramas.
Ganz im Westen erreichen wir die „Olympic Peninsula“ mit dem zugehörigen „Olympic National Park“, einem sehr schönen Landschaftspark, der neben beeindruckenden Gebirgsaussichetn auch einen echten Regenwald bietet. Wir hatten Glück und konnten diesen Regenwald bei strahlendem Sonnenschein besuchen , eine höchst interessante Erfahrung. Unbedingt einen Besuch wert (bei gutem Wetter) ist die Hurricane-Ridge, die man von Port Angeles aus bequem erreichen kann. Von hier aus ist auch der Mount Olymp zu sehen, der der Halbinsel den Namen gab.
Die Küste war der einzige Teil des Saates, in dem immer Nebel herrschte, wenn wir dort ankamen - trotzdem hat sich der Besuch in La Push, einem kleinen Indianerreservat. Die Küste ist auch bei Nebel sehenswert.
Tja, zu Seattle, der größten Stadt des Staates - nicht der Hauptstadt, die heißt Olympia und liegt süd-westlich von Seattle- gibt es genügend Berichte. Jeder kennt den Flugzeugbauer Boeing, der hier sein riesiges Werk betreibt, und eine Software-Schmiede namens Microsoft dürfte auch den meisten bekannt sein. Aber Seattle hat auch ein sehenswertes Zentrum mit dem „Pikes Place Market“, einer mehrgeschossigen Markthalle, und dem Gebiet um die „Space Needle“.
Auch die anderen Städte am Puget Sound haben ihren Reiz, z. B. Tacoma mit seinem fast allgenenwärtigen „Duft“ nach verbranntem Holz, gemischt mit dem Geruch der Chemie, die bei der Zellulose-Herstellung gebraucht wird.
Kurz vor de kanadischen Grenze kann man dann noch einen kleinen Abstecher in Richtung „North Cascades NP“ machen. Die Straße führt zwischen den beiden Teilen des Nationalparks (nach einigen Plakaten zu schließen, die „American Alps“ genannt) hindurch und erlaubt einzelne Einblicke in die tatsächlich sehr alpenahnliche Landschaft. Der eigentliche NP ist nur per Wasserflugzeug, Schiff bzw. zu Fuß zu erreichen. Hier kann man dann Einsmakeit pur genießen.
Aber nicht nur die National Parks sind sehenswert, auch die restliche Landschaft hat ihre Reize. So lohnt eine Fahrt auf der Straße Nr. 2 am Skykomish River entlang über den gleichnamigen Ort durch das Kaskadengebirge, oder eine kleine Ausfahrt über den Snowqualmie Pass, um zusätzliche unvergessliche Eindrücke zu sammeln.
Und für die Zahlenfreaks noch ein paar Daten zu Washinton State:
Hauptstadt Olympia, Fläche etwa 190 000 km2, davon etwa 12000 km2 Wasserfläche, etwa 6000000 Einwohner (also etwa 35 Einwohner je km2), Produzent von Äpfeln (im Osten), Seafood, Papier, Flugzeugen, Software und anderem, der 42. Staat der USA, seit 11. November 1889.
Washingotn grenzt im Süden an Oregon, im Osten an Idaho und im Norden an Kanada.
Es gibt auch eine Art „Nationalhymne“, nämlich den Song „Washington, my home“. Eine kleine Kostprobe als Abschluss des Berichts: (nein, keine angst, ich singe nicht ...)
Washington my home;
Where ever I may roam;
This is my land, my native land,
Washington, my home.
Our verdant forest green,
Caressed by silvery stream;
From mountain peak to fields of wheat.
Washington, my home.
Das ist, wie so oft, nur die halbe Wahrheit. In der Tat regnet es im westlich des Kaskadengebirges gelegenen teil mehr als anderswo. Dafür ist es im östlich des Gebriges gelegenen Teil schon fast zu trocken. Wir haben diesen Unetrschied bei einer kleinen Rundfahrt von West nach Ost und zurück selbst zu spüren bekommen. Zwar hat es im Westen nicht geregnet, nein, wir hatten wunderbares Wetter, aber im Osten brannte die Sonne förmlich vom Himmel. Die Obst- , Gemüse- und Getreidefelder müssen hier künstlich bewässert werden - bei etwa 300 Sonnentagen im Jahr.
Aber die Sehenswürdigkeiten liegen im Wesentlichen im Westteil des Landes. Beginnen wir mit dem Columbia-River, der eine ganze Strecke lang die Grenze zwischen Oregon und State Washington bildet. In der „Columbia River Gorge“ frisst sich der Fluss durch das Kaskadengebirge, über 1000 m hohe Felswände türmen sich auf beiden Seiten des Flusses. Man findet Canyons und Wassserfälle (letztere vor allem auf der Oregon-Seite), die Landschaft ist sehr mitreissend.
Etwas weiter nördlich erreichen wir das Gebiet des Mount St. Helens, des Vulkans, der im Jahre 1980 sozusagen in die Luft geflogen ist. Die Anfahrt durch mittlerweile zum Teil wieder aufgeforstete Wälder, aber auch vorbei an Lavafeldern, auf denen nichts wächst, zieht einen in einen eigenartigen Bann. An der Strecke gibt es verschiedene Visitor-Center, in denen man sich über den Berg und „das Ereignis“ bestens informieren kann. Das „Johnston-Ridge-Visitor Center and Observatory“ , inmitten einer Lavawüste gegenüber dem Vulkancrater gelegen, verdeutlicht mit seiner Ausstellung noch einmal die Gewalt des Ausbruchs. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick hinein in den Vulkankrate bzw. was davon noch übrig ist, und kann die kleinen Rauchwölkchen beobachten, die auch heute noch in den Himmel steigen.
Ganz Wagemutige nähern sich dem Vulkan von der anderen Seite - für ungeübte Wanderer nicht zu empfehlen. Die Infrastruktur in den kleinen Orten ist noch nicht besonders gut ausgebaut (man arbeitet aber daran), so gibt es z. B. kaum Tankstellen in diesem Gebiet (Sommer 2000).
So, jetzt haben wir genug von Katastrophen gehört, wenden wir uns wieder den schönen Dingen des Lebens zu. Einige Meilen nordöstlich des Mt. St. Helens wartet der Lieblingsberg der Washingtoner auf uns: der über 4000m hohe Mount Rainier. Ebenfalls ein Vulkan, seit etwa 2000 Jahren nicht mehr aktiv gewesen, bietet der zugehörige National Park eine beeindruckende Vielfalt von Gebirgslandschaften, Blumenwiesen, Flüsschen, Wasserfälle. Und ein Visitorcenter direkt gegenüber dem Gipfel gelegen.
Bei gutem Wetter sieht man den Berg von Seattle aus, er überragt die Stadt mit seinem weißen Gletschergipfel und bildet den imposanten Hintergrund eines wirklich sehenswerten Panoramas.
Ganz im Westen erreichen wir die „Olympic Peninsula“ mit dem zugehörigen „Olympic National Park“, einem sehr schönen Landschaftspark, der neben beeindruckenden Gebirgsaussichetn auch einen echten Regenwald bietet. Wir hatten Glück und konnten diesen Regenwald bei strahlendem Sonnenschein besuchen , eine höchst interessante Erfahrung. Unbedingt einen Besuch wert (bei gutem Wetter) ist die Hurricane-Ridge, die man von Port Angeles aus bequem erreichen kann. Von hier aus ist auch der Mount Olymp zu sehen, der der Halbinsel den Namen gab.
Die Küste war der einzige Teil des Saates, in dem immer Nebel herrschte, wenn wir dort ankamen - trotzdem hat sich der Besuch in La Push, einem kleinen Indianerreservat. Die Küste ist auch bei Nebel sehenswert.
Tja, zu Seattle, der größten Stadt des Staates - nicht der Hauptstadt, die heißt Olympia und liegt süd-westlich von Seattle- gibt es genügend Berichte. Jeder kennt den Flugzeugbauer Boeing, der hier sein riesiges Werk betreibt, und eine Software-Schmiede namens Microsoft dürfte auch den meisten bekannt sein. Aber Seattle hat auch ein sehenswertes Zentrum mit dem „Pikes Place Market“, einer mehrgeschossigen Markthalle, und dem Gebiet um die „Space Needle“.
Auch die anderen Städte am Puget Sound haben ihren Reiz, z. B. Tacoma mit seinem fast allgenenwärtigen „Duft“ nach verbranntem Holz, gemischt mit dem Geruch der Chemie, die bei der Zellulose-Herstellung gebraucht wird.
Kurz vor de kanadischen Grenze kann man dann noch einen kleinen Abstecher in Richtung „North Cascades NP“ machen. Die Straße führt zwischen den beiden Teilen des Nationalparks (nach einigen Plakaten zu schließen, die „American Alps“ genannt) hindurch und erlaubt einzelne Einblicke in die tatsächlich sehr alpenahnliche Landschaft. Der eigentliche NP ist nur per Wasserflugzeug, Schiff bzw. zu Fuß zu erreichen. Hier kann man dann Einsmakeit pur genießen.
Aber nicht nur die National Parks sind sehenswert, auch die restliche Landschaft hat ihre Reize. So lohnt eine Fahrt auf der Straße Nr. 2 am Skykomish River entlang über den gleichnamigen Ort durch das Kaskadengebirge, oder eine kleine Ausfahrt über den Snowqualmie Pass, um zusätzliche unvergessliche Eindrücke zu sammeln.
Und für die Zahlenfreaks noch ein paar Daten zu Washinton State:
Hauptstadt Olympia, Fläche etwa 190 000 km2, davon etwa 12000 km2 Wasserfläche, etwa 6000000 Einwohner (also etwa 35 Einwohner je km2), Produzent von Äpfeln (im Osten), Seafood, Papier, Flugzeugen, Software und anderem, der 42. Staat der USA, seit 11. November 1889.
Washingotn grenzt im Süden an Oregon, im Osten an Idaho und im Norden an Kanada.
Es gibt auch eine Art „Nationalhymne“, nämlich den Song „Washington, my home“. Eine kleine Kostprobe als Abschluss des Berichts: (nein, keine angst, ich singe nicht ...)
Washington my home;
Where ever I may roam;
This is my land, my native land,
Washington, my home.
Our verdant forest green,
Caressed by silvery stream;
From mountain peak to fields of wheat.
Washington, my home.
13 Bewertungen, 2 Kommentare
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08.03.2002, 16:11 Uhr von Radar
Bewertung: sehr hilfreichWunderschön dort. Nächstes Jahr fahre ich die Gegend.
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02.03.2002, 17:12 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichAmerika wäre auch mal wieder was!
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