Erfahrungsbericht von Jakini
Sylvia Conradt - Hinter Gittern/ Die Geschichte der Christine Walter
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wie ich zu dem Buch kam:
========================
Ich habe bei ebay ein Spiel über das ich bei ciao gelesen habe, ersteigert und da es sich wegen Porto eigentlich nur lohnt, etwas zu ersteigern, wenn man bei einem Anbieter mehrere Dinge ersteigert, sah ich mich weiterhin um und fand drei Romane aus der Serie Hinter Gittern. Einer der Romane war die Geschichte von Christine Walter.
Diese Geschichte ist kein Roman zu der Fernsehserie, sondern eigentlich ein extra Roman, der die Vorgeschichte zu der Insassin aus der Fernsehserie erzählt. Gesehen habe ich die Sendung im Fernsehen nur sehr selten, und ich mag sie nicht sonderlich. Vorallem nicht die Christine Walter. Die Bücher hätte ich bestimmt auch nicht ersteigert, wenn ich vorher auf ciao nicht so viele positive Berichte über die Bücher gelesen hätte. Doch so habe ich von dem Angebot einfach gebrauch gemacht und mir die drei Bücher und zwei Spiele für gesamt 15 Euro ersteigert, umgerecht 3 Euro je Stück. Im Handel schätze ich, kostet das Buch um die 8/9 Euro. Mein Buch war noch neu und ungelesen, somit hat sich der Kauf auf jeden Fall gelohnt.
Wie sieht das Buch aus:
========================
Es handelt sich hierbei um einen Taschenbuchroman, der keinen festen Einband hat. Auf dem Cover kann man die Schauspielerin aus der Serie sehen, datrunter die Autorin und der Titel des Buches. Auf der Rückseite findet man einen kleinen Einblick in die Geschichte, der das Ende schon massiv verrät. Da aber die Walter ja eine Insassin aus der Serie der Frauenknast ist, sollte einem schon vor dem Lesen klar sein, daß sie eines Tages straffällig wird, somit ist ein Ende nicht wirklich verraten. Entscheidend ist eigentlich eher die Geschichte, wie die Chritine Walter dazu kam.
Insgesamt wird die Geschichte auf 235 Seiten beschrieben, wo es keine weiteren Abbildungen zu sehen gibt, nur der Text zum Lesen ist vorhanden. Die Geschichte ist in 23 Kapitel unterteilt, was ich persönlich recht praktisch finde, denn so kann man das Buch auch mal aus der Hand legen, wenn einem danach ist. Da ich das Buch während meiner Grippe letzte Woche gelesen hatte, war mir schon recht oft nach einer kleinen Pause, wo ich ein klein wenig schlafen wollte. Trotzdem hatte ich das Buch an einem Tag komplett gelesen, denn es liest sich schnell und hat man erst einmal angefangen, mag man nur sehr schwer auffhören.
Worum geht es in der Geschichte:
================================
Christine Walter lebt mit ihrem Bruder Andreas, der drei Jahre älter ist, als sie, bei den Großeltern. Die Eltern hatten die Kinder eines Tages einfach dort abgegeben. Mit der Großmutter verstanden sie sich eigentlich recht gut, doch mit dem Großvater gab es immer wieder Probleme. Er schien die Kinder nicht sonderlich zu mögen und so rächten sie sich an ihm mit Streichen, wie z.B. sein Auto aufbocken.
Der Großvater war sehr streng und die Kinder hatten kein Vertrauen zu ihm. Eine große Hilfe in der Schule war er auch nicht, und wenn Christine etwas nicht verstand, dann brauchte sie Hilfe vom großen Bruder. Doch als der sie einen Tag vor einer wichtigen Mathearbeit vergaß, übernahm er ihren Platz in der Schule, denn die beiden sahen sich sehr ähnlich. Durch diese Sache verlohr Andreas seinen Job, noch ehe Christine ihn warnen konnte. Um ihn noch rechtzeitig in der Schule zu erwischen, fuhr sie in der U-Bahn schwarz und wurde natürlich erwischt. Zur Strafe gab es für sie kein Taschengeld mehr, was natürlich dazu führt, daß Christine noch öfter schwarz fuhr. Vorallem aber rasselte sie mit ihrem Bruder gemeinsam in seine Clique und brachen Zigaretten und Kondomautomaten auf, so bekam sie dann doch noch etwas Geld.
Die Großmutter war gegenüber dem Großvater machtlos, das spürten auch die Kinder, die sich immer unwohler fühlten. Nicht nur Christine wurde das Geld gestrichen, auch dem Bruder, der daraufhin an seinem 18. Geburtstag an einer Tankstelle nicht zahlte, und mit dem Motorrad türmte. Die Polizei kam ins Haus, es gab einen Handfesten Streit und Andreas verschwand für immer. Da brach für Christine endgültig eine Welt zusammen, sie fühlte sich alleine gelassen und sackte immer mehr in die Kriminalität...... .
Wie hat mir die Geschichte gefallen:
====================================
Die Walter aus der Serie der Frauenknast war mir immer total unsympatisch, eigentlich wollte ich dieses Buch deswegen auch nicht unbedingt haben, doch ich habe trotzdem die günstige Gelegenheit genutzt. Wegen dieser Abneigung war es aber auch das letzte Buch, das ich zu Lesen angefangen habe.
Seit dem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich die Christine auch verstehen. Sie fühlte sich als Kind ungeliebt, wurde von den Eltern abgeschoben und vom Großvater nur ertragen. Mit absoluter Strenge, die schon mehr als Konsquenz waren, hat er versucht, die Kinder zu erziehen und hat dabei nicht gemerkt, wie er sie gegen sich aufbrachte und im Grunde das Gegenteil bewirkt hat. Christine hat nie wirkliche Elternliebe erfahren, auch nicht von den Großeltern, und das führte dazu, daß sie hart wurde, auch gegen sich selber. Verstanden hat sie niemand, also mußte sie sich nehmen, was sie sonst nicht bekam und so wurde sie straffällig.
Natürlich kann man sich nicht einfach Geld nehmen oder schwarz fahren, wenn kein Geld hat. Doch es war einfach die Art des Großvaters, die ein Problem wurde, er hat nur Verboten, ohne einen Sinn dabei zu erklären. Vielleicht wäre aus Christie nicht so ein Mensch geworden, wenn sie ein klein wenig mehr Liebe und Hilfe im Leben bekommen hätte, Hilfe in der Schule, und Erklärungen, warum manche Dinge nun mal nicht gehen, wie eben Schwarz fahren. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, daß Christine im Leben zu unwissend und unerfahren ist. Da gab es einen Kaufhausbesuch, Christine war zum ersten Mal im Kaufhaus, und da die Großmutter seit Wochen mit ihr einen Bh kaufen wollte, dies aber nicht tat, wollte sie einfach einen klauen. Es war eigentlich nur eine Trotzreaktion, dann klau ich mir eben einen.
Auch einen Streit mit ihrem Bruder versuchte sie auf falsche Art zu schlichten, sie kaufte sich das gleiche Hemd, wie er es immer trägt, damit sie ihm gleich ist, nur um ihm nah sein. Im Grunde war dies ein Schrei nach Aufmerksam und vorallem nach Liebe.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Ausdrucksweise der Autorin empfand ich persönlich als fesselt und so waren kurze Zeitsprünge kaum zu merken und nicht störend. Das Buch liest sich sehr schnell, denn es ist alles sehr gut zu verstehen und wunderbar beschrieben. Ich konnte mir die Personen sehr gut vorstellen, dabei hatte ich nicht die Schauspielerin aus der Serie vor Augen, sondern ein junges Mädchen mit schwarzen Haaren und eine dazu passende Großmutter, den Bruder und den Großvater. Auch die mehrmals erwähnte Küche und das Kinderzimmer konnte ich mir sehr gut vorstellen, würde ich einen Film vor mir sehen, so sehr konnte ich mich in den Roman vertiefen.
Fazit:
=======
Ich kann dieses Buch, das man als eigenständigen Roman ansehen und nicht mit der Fernsehserie vergleichen sollte, auf jeden Fall empfehlen, denn ich fand die Geschichte lehrreich. Es sollte allen Eltern zum Lesen gegeben werden, damit ihnen klar wird, wie wichtig eine gute Kindheit für die Zukunft unserer Kinder ist. Liebe ist das wichtigste Erziehungsgut, und dennoch müssen die Kinder ihre Grenzen kennen, die man ihnen erklären muß, denn sonst wissen sie nicht was richtig und was falsch ist, so wie Christine Walter.
========================
Ich habe bei ebay ein Spiel über das ich bei ciao gelesen habe, ersteigert und da es sich wegen Porto eigentlich nur lohnt, etwas zu ersteigern, wenn man bei einem Anbieter mehrere Dinge ersteigert, sah ich mich weiterhin um und fand drei Romane aus der Serie Hinter Gittern. Einer der Romane war die Geschichte von Christine Walter.
Diese Geschichte ist kein Roman zu der Fernsehserie, sondern eigentlich ein extra Roman, der die Vorgeschichte zu der Insassin aus der Fernsehserie erzählt. Gesehen habe ich die Sendung im Fernsehen nur sehr selten, und ich mag sie nicht sonderlich. Vorallem nicht die Christine Walter. Die Bücher hätte ich bestimmt auch nicht ersteigert, wenn ich vorher auf ciao nicht so viele positive Berichte über die Bücher gelesen hätte. Doch so habe ich von dem Angebot einfach gebrauch gemacht und mir die drei Bücher und zwei Spiele für gesamt 15 Euro ersteigert, umgerecht 3 Euro je Stück. Im Handel schätze ich, kostet das Buch um die 8/9 Euro. Mein Buch war noch neu und ungelesen, somit hat sich der Kauf auf jeden Fall gelohnt.
Wie sieht das Buch aus:
========================
Es handelt sich hierbei um einen Taschenbuchroman, der keinen festen Einband hat. Auf dem Cover kann man die Schauspielerin aus der Serie sehen, datrunter die Autorin und der Titel des Buches. Auf der Rückseite findet man einen kleinen Einblick in die Geschichte, der das Ende schon massiv verrät. Da aber die Walter ja eine Insassin aus der Serie der Frauenknast ist, sollte einem schon vor dem Lesen klar sein, daß sie eines Tages straffällig wird, somit ist ein Ende nicht wirklich verraten. Entscheidend ist eigentlich eher die Geschichte, wie die Chritine Walter dazu kam.
Insgesamt wird die Geschichte auf 235 Seiten beschrieben, wo es keine weiteren Abbildungen zu sehen gibt, nur der Text zum Lesen ist vorhanden. Die Geschichte ist in 23 Kapitel unterteilt, was ich persönlich recht praktisch finde, denn so kann man das Buch auch mal aus der Hand legen, wenn einem danach ist. Da ich das Buch während meiner Grippe letzte Woche gelesen hatte, war mir schon recht oft nach einer kleinen Pause, wo ich ein klein wenig schlafen wollte. Trotzdem hatte ich das Buch an einem Tag komplett gelesen, denn es liest sich schnell und hat man erst einmal angefangen, mag man nur sehr schwer auffhören.
Worum geht es in der Geschichte:
================================
Christine Walter lebt mit ihrem Bruder Andreas, der drei Jahre älter ist, als sie, bei den Großeltern. Die Eltern hatten die Kinder eines Tages einfach dort abgegeben. Mit der Großmutter verstanden sie sich eigentlich recht gut, doch mit dem Großvater gab es immer wieder Probleme. Er schien die Kinder nicht sonderlich zu mögen und so rächten sie sich an ihm mit Streichen, wie z.B. sein Auto aufbocken.
Der Großvater war sehr streng und die Kinder hatten kein Vertrauen zu ihm. Eine große Hilfe in der Schule war er auch nicht, und wenn Christine etwas nicht verstand, dann brauchte sie Hilfe vom großen Bruder. Doch als der sie einen Tag vor einer wichtigen Mathearbeit vergaß, übernahm er ihren Platz in der Schule, denn die beiden sahen sich sehr ähnlich. Durch diese Sache verlohr Andreas seinen Job, noch ehe Christine ihn warnen konnte. Um ihn noch rechtzeitig in der Schule zu erwischen, fuhr sie in der U-Bahn schwarz und wurde natürlich erwischt. Zur Strafe gab es für sie kein Taschengeld mehr, was natürlich dazu führt, daß Christine noch öfter schwarz fuhr. Vorallem aber rasselte sie mit ihrem Bruder gemeinsam in seine Clique und brachen Zigaretten und Kondomautomaten auf, so bekam sie dann doch noch etwas Geld.
Die Großmutter war gegenüber dem Großvater machtlos, das spürten auch die Kinder, die sich immer unwohler fühlten. Nicht nur Christine wurde das Geld gestrichen, auch dem Bruder, der daraufhin an seinem 18. Geburtstag an einer Tankstelle nicht zahlte, und mit dem Motorrad türmte. Die Polizei kam ins Haus, es gab einen Handfesten Streit und Andreas verschwand für immer. Da brach für Christine endgültig eine Welt zusammen, sie fühlte sich alleine gelassen und sackte immer mehr in die Kriminalität...... .
Wie hat mir die Geschichte gefallen:
====================================
Die Walter aus der Serie der Frauenknast war mir immer total unsympatisch, eigentlich wollte ich dieses Buch deswegen auch nicht unbedingt haben, doch ich habe trotzdem die günstige Gelegenheit genutzt. Wegen dieser Abneigung war es aber auch das letzte Buch, das ich zu Lesen angefangen habe.
Seit dem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich die Christine auch verstehen. Sie fühlte sich als Kind ungeliebt, wurde von den Eltern abgeschoben und vom Großvater nur ertragen. Mit absoluter Strenge, die schon mehr als Konsquenz waren, hat er versucht, die Kinder zu erziehen und hat dabei nicht gemerkt, wie er sie gegen sich aufbrachte und im Grunde das Gegenteil bewirkt hat. Christine hat nie wirkliche Elternliebe erfahren, auch nicht von den Großeltern, und das führte dazu, daß sie hart wurde, auch gegen sich selber. Verstanden hat sie niemand, also mußte sie sich nehmen, was sie sonst nicht bekam und so wurde sie straffällig.
Natürlich kann man sich nicht einfach Geld nehmen oder schwarz fahren, wenn kein Geld hat. Doch es war einfach die Art des Großvaters, die ein Problem wurde, er hat nur Verboten, ohne einen Sinn dabei zu erklären. Vielleicht wäre aus Christie nicht so ein Mensch geworden, wenn sie ein klein wenig mehr Liebe und Hilfe im Leben bekommen hätte, Hilfe in der Schule, und Erklärungen, warum manche Dinge nun mal nicht gehen, wie eben Schwarz fahren. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, daß Christine im Leben zu unwissend und unerfahren ist. Da gab es einen Kaufhausbesuch, Christine war zum ersten Mal im Kaufhaus, und da die Großmutter seit Wochen mit ihr einen Bh kaufen wollte, dies aber nicht tat, wollte sie einfach einen klauen. Es war eigentlich nur eine Trotzreaktion, dann klau ich mir eben einen.
Auch einen Streit mit ihrem Bruder versuchte sie auf falsche Art zu schlichten, sie kaufte sich das gleiche Hemd, wie er es immer trägt, damit sie ihm gleich ist, nur um ihm nah sein. Im Grunde war dies ein Schrei nach Aufmerksam und vorallem nach Liebe.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Ausdrucksweise der Autorin empfand ich persönlich als fesselt und so waren kurze Zeitsprünge kaum zu merken und nicht störend. Das Buch liest sich sehr schnell, denn es ist alles sehr gut zu verstehen und wunderbar beschrieben. Ich konnte mir die Personen sehr gut vorstellen, dabei hatte ich nicht die Schauspielerin aus der Serie vor Augen, sondern ein junges Mädchen mit schwarzen Haaren und eine dazu passende Großmutter, den Bruder und den Großvater. Auch die mehrmals erwähnte Küche und das Kinderzimmer konnte ich mir sehr gut vorstellen, würde ich einen Film vor mir sehen, so sehr konnte ich mich in den Roman vertiefen.
Fazit:
=======
Ich kann dieses Buch, das man als eigenständigen Roman ansehen und nicht mit der Fernsehserie vergleichen sollte, auf jeden Fall empfehlen, denn ich fand die Geschichte lehrreich. Es sollte allen Eltern zum Lesen gegeben werden, damit ihnen klar wird, wie wichtig eine gute Kindheit für die Zukunft unserer Kinder ist. Liebe ist das wichtigste Erziehungsgut, und dennoch müssen die Kinder ihre Grenzen kennen, die man ihnen erklären muß, denn sonst wissen sie nicht was richtig und was falsch ist, so wie Christine Walter.
Bewerten / Kommentar schreiben