Erfahrungsbericht von DieEine
A. von Chamisso: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Pro:
leicht zu lesen, gut verständlich, lehrreich
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
\"Der Teufel ist nicht so schwarz als man ihn malt\"
Das Sommer-Semester ist ja nun schon einige Zeit vorbei, aber da es in Uni-Deutsch auch nicht mehr Semesterferien sondern vorlesungsfreie Zeit heisst, musste ich in dieser Zeit auch etwas für die Uni tun. Zwei Hausarbeiten musste ich noch schreiben, eine davon über die 80seitige Novelle \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" von Adelbert von Chamisso.
*Der Autor*
***********
Graf Adelbert von Chamisso wird 1781 in der Champagne in Frankreich als Sohn eines alten lothringischen Grafengeschlechts geboren. Auf der Flucht vor der französischen Revolution, läßt sich die Familie in Berlin nieder. Chamisso, geplagt von einer inneren Heimatlosigkeit, sucht lange Jahre nach seinem Vaterland und wird schließlich Deutscher. Er dient dem preußischen Regiment und beginnt im Jahre 1812 das Studium der Botanik und Medizin. Von 1815 – 1818 nimmt er als Mitarbeiter des botanischen Gartens Berlin an einer Expedition zum Pazifik und zur Arktis teil. Nach dieser Reise, von der er in einer Art Tagebuch berichtet, wird er Assistent am Berliner Botanischen Garten und Kustos am Königlichen Herbarium.
Früh kommt er mit dem literarischen Zirkel in Berlin in Kontakt und wird dort schnell aufgenommen. 1832 übernimmt Adelbert von Chamisso die Herausgabe des Musenalmanach, womit er insbesondere junge Autoren fördert.
Am 21. August 1838 stirbt Adelbert von Chamisso in Berlin.
„Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" ist sein wohl bekanntestes Werk und machte ihn unsterblich.
*Peter Schlemihls wundersame Geschichte*
*************************************
In elf Briefen erzählt Peter Schlemihl seinem fiktiven Herausgeber Chamisso seine wundersame, märchenhafte Geschichte.
Bei einer Gartenparty des reichen Kaufmanns Thomas John, begegnet der arme Peter Schlemihl einem merkwürdigen, unscheinbaren, grauen Mann, der viele Dinge, egal welcher Größe aus seiner Tasche ziehen kann. Schlemihl ist der Herr unheimlich und er versucht sich zu entfernen, aber da spricht ihn der Mann an und schlägt ihm „einen Handel von einer ganz absonderlichen Sorte\" vor. Peter Schlemihl soll dem Herrn für Fortunatis Glückssäckchen, welches bei jedem Griff hinein ein Goldstück hervorbringt, seinen Schatten verkaufen.
Nach einiger Überlegung stimmt er in den Handel ein und erfreut sich alsbald unheimlichem Reichtum. Allerdings macht der Reichtum nicht glücklich, denn ohne Schatten fällt Peter Schlemihl Jedermann auf, macht den Leuten Angst und wird fortan geächtet und gemieden.
Einzig sein treuer Diener Bendel hilft ihm dabei, mit seiner Schattenlosigkeit umzugehen, indem er auf allen Seiten Schlemihls Zimmers Kerzen anzündet, so daß es keinen Schatten geben kann und Peter Schlemihl darüber hinaus am Tage schläft und in der Nacht ausgeht.
Als sich Schlemihl als reicher Graf Peter ausgibt, kann er das Herz der Försterstochter Mina gewinnen, doch kurz vor der Hochzeit fällt seine Schattenlosigkeit auf und Mina heiratet Schlemihls ehemaligen Diener Rascal.
Da taucht der graue Herr auf und bietet Schlemihl einen erneuten Handel an. Gäbe er ihm seine Seele, so würde er seinen Schatten wiederbekommen und könne auch das Glückssäckchen behalten. Schlemihl wehrt sich gegen diesen Handel und wirft aus lauter Verzweiflung auch das Glückssäckel, das ihm so viel Leid gebracht hat, fort.
Von seinem letzten Geld kauft Peter Schlemihl sich ein paar Stiefel, die sich als Siebenmeilenstiefel entpuppen. Mit ihrer Hilfe reist er um die Welt und erforscht die Natur, die ihm zum Ersatz der menschlichen Gesellschaft wird.
In guten Taten für das natürliche System und der Geographie der Pflanzen sieht er nun den Sinn seines Lebens und bittet Chamisso seine Geschichte zu bewahren, daß sie den Menschen eine Lehre sei.
*Meine Meinung*
****************
Mal davon abgesehen, dass mir die Geschichte zum Hals raushängt, weil ich mich so intensiv damit beschäftigen musste, fand ich die Lektüre wirklich gut. Sie ist, wie es sich für eine Novelle gehört, nicht zu lang und lässt sich sehr gut, flüssig und schnell lesen.
Zu verstehen ist \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" auch sehr gut. Trotzdem bleibt genug Platz für eigene Interpretationen. Die Geschichte hat Märchencharakter. Der Teufel, in Gestalt des grauen Herrn, versucht mit eine Liest Peter Schlemihls Seele zu bekommen. Der Schatten, den Schlemihl verkauft wird wie ein Teppich gehandelt: man kann ihn aufrollen, abrollen, mitnehmen, anderen Menschen geben etc. Teilweise ist es wirklich sehr lustig, wenn man sich vorstellt, dass es sich dabei wirklich um einen Schatten handelt. Die Phantasie wird beim Lesen auf jeden Fall angeregt und neben den ganzen Interpretationsmöglichkeiten kann man auch noch eine Leere aus Peter Schlemihls Geschichte ziehen. Man muss im Leben auch auf die unbedeutend erscheinenden Sachen achten, denn sie sind es, die einen Menschen ausmachen. Ausserdem lernt man, dass Reichtum nicht glücklich macht.
Ich finde, dass \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" eine schöne Lektüre gerade auch für jüngere Schüler ist, denn die Geschichte macht Spass, regt die Phantasie an und ist vielseitig interpretierbar.
Das Sommer-Semester ist ja nun schon einige Zeit vorbei, aber da es in Uni-Deutsch auch nicht mehr Semesterferien sondern vorlesungsfreie Zeit heisst, musste ich in dieser Zeit auch etwas für die Uni tun. Zwei Hausarbeiten musste ich noch schreiben, eine davon über die 80seitige Novelle \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" von Adelbert von Chamisso.
*Der Autor*
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Graf Adelbert von Chamisso wird 1781 in der Champagne in Frankreich als Sohn eines alten lothringischen Grafengeschlechts geboren. Auf der Flucht vor der französischen Revolution, läßt sich die Familie in Berlin nieder. Chamisso, geplagt von einer inneren Heimatlosigkeit, sucht lange Jahre nach seinem Vaterland und wird schließlich Deutscher. Er dient dem preußischen Regiment und beginnt im Jahre 1812 das Studium der Botanik und Medizin. Von 1815 – 1818 nimmt er als Mitarbeiter des botanischen Gartens Berlin an einer Expedition zum Pazifik und zur Arktis teil. Nach dieser Reise, von der er in einer Art Tagebuch berichtet, wird er Assistent am Berliner Botanischen Garten und Kustos am Königlichen Herbarium.
Früh kommt er mit dem literarischen Zirkel in Berlin in Kontakt und wird dort schnell aufgenommen. 1832 übernimmt Adelbert von Chamisso die Herausgabe des Musenalmanach, womit er insbesondere junge Autoren fördert.
Am 21. August 1838 stirbt Adelbert von Chamisso in Berlin.
„Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" ist sein wohl bekanntestes Werk und machte ihn unsterblich.
*Peter Schlemihls wundersame Geschichte*
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In elf Briefen erzählt Peter Schlemihl seinem fiktiven Herausgeber Chamisso seine wundersame, märchenhafte Geschichte.
Bei einer Gartenparty des reichen Kaufmanns Thomas John, begegnet der arme Peter Schlemihl einem merkwürdigen, unscheinbaren, grauen Mann, der viele Dinge, egal welcher Größe aus seiner Tasche ziehen kann. Schlemihl ist der Herr unheimlich und er versucht sich zu entfernen, aber da spricht ihn der Mann an und schlägt ihm „einen Handel von einer ganz absonderlichen Sorte\" vor. Peter Schlemihl soll dem Herrn für Fortunatis Glückssäckchen, welches bei jedem Griff hinein ein Goldstück hervorbringt, seinen Schatten verkaufen.
Nach einiger Überlegung stimmt er in den Handel ein und erfreut sich alsbald unheimlichem Reichtum. Allerdings macht der Reichtum nicht glücklich, denn ohne Schatten fällt Peter Schlemihl Jedermann auf, macht den Leuten Angst und wird fortan geächtet und gemieden.
Einzig sein treuer Diener Bendel hilft ihm dabei, mit seiner Schattenlosigkeit umzugehen, indem er auf allen Seiten Schlemihls Zimmers Kerzen anzündet, so daß es keinen Schatten geben kann und Peter Schlemihl darüber hinaus am Tage schläft und in der Nacht ausgeht.
Als sich Schlemihl als reicher Graf Peter ausgibt, kann er das Herz der Försterstochter Mina gewinnen, doch kurz vor der Hochzeit fällt seine Schattenlosigkeit auf und Mina heiratet Schlemihls ehemaligen Diener Rascal.
Da taucht der graue Herr auf und bietet Schlemihl einen erneuten Handel an. Gäbe er ihm seine Seele, so würde er seinen Schatten wiederbekommen und könne auch das Glückssäckchen behalten. Schlemihl wehrt sich gegen diesen Handel und wirft aus lauter Verzweiflung auch das Glückssäckel, das ihm so viel Leid gebracht hat, fort.
Von seinem letzten Geld kauft Peter Schlemihl sich ein paar Stiefel, die sich als Siebenmeilenstiefel entpuppen. Mit ihrer Hilfe reist er um die Welt und erforscht die Natur, die ihm zum Ersatz der menschlichen Gesellschaft wird.
In guten Taten für das natürliche System und der Geographie der Pflanzen sieht er nun den Sinn seines Lebens und bittet Chamisso seine Geschichte zu bewahren, daß sie den Menschen eine Lehre sei.
*Meine Meinung*
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Mal davon abgesehen, dass mir die Geschichte zum Hals raushängt, weil ich mich so intensiv damit beschäftigen musste, fand ich die Lektüre wirklich gut. Sie ist, wie es sich für eine Novelle gehört, nicht zu lang und lässt sich sehr gut, flüssig und schnell lesen.
Zu verstehen ist \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" auch sehr gut. Trotzdem bleibt genug Platz für eigene Interpretationen. Die Geschichte hat Märchencharakter. Der Teufel, in Gestalt des grauen Herrn, versucht mit eine Liest Peter Schlemihls Seele zu bekommen. Der Schatten, den Schlemihl verkauft wird wie ein Teppich gehandelt: man kann ihn aufrollen, abrollen, mitnehmen, anderen Menschen geben etc. Teilweise ist es wirklich sehr lustig, wenn man sich vorstellt, dass es sich dabei wirklich um einen Schatten handelt. Die Phantasie wird beim Lesen auf jeden Fall angeregt und neben den ganzen Interpretationsmöglichkeiten kann man auch noch eine Leere aus Peter Schlemihls Geschichte ziehen. Man muss im Leben auch auf die unbedeutend erscheinenden Sachen achten, denn sie sind es, die einen Menschen ausmachen. Ausserdem lernt man, dass Reichtum nicht glücklich macht.
Ich finde, dass \"Peter Schlemihls wundersame Geschichte\" eine schöne Lektüre gerade auch für jüngere Schüler ist, denn die Geschichte macht Spass, regt die Phantasie an und ist vielseitig interpretierbar.
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