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Erfahrungsbericht von JustOliver

Coelho - Der Dämon und Fräulein Prym; Abgründe der menschlichen Seele

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Zum letzten Weihnachtsfest schenkte mein Bruder mir das Buch ?Der fünfte Berg? von Paulo Coelho. Nachdem ich ne zeitlang mit mir gerungen habe, habe ich das Buch dann doch gelesen und da ich von diesem Schriftsteller sehr angetan war bald sollte schon bald das nächste Buch, das hier vorgestellte, folgen.

ALLGEMEINE DATEN
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Die Bücher von Paulo Coelho ist 2001 erscheinen im Diogenes Verlag. Das Buch umfasst 199 Seiten und kostet in gebundener Form, und nur für diese kann ich den Preis sagen, da ich nur gebundene Bücher kaufe, regulär 17,90 ?. In der Zwischenzeit gibt es auch eine Jubiläumsausgabe, die für 10 ? zu erwerben ist. Die ISBN-Nr. ist 3257062826

INHALT
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Die Geschichte spielt in dem winzigen Bergdorf Bescos. Es beginnt damit, dass ein Fremder in dieses Dorf kommt, der von einer der alleinstehenden alten Frau beobachtet wird. Recht eigentümlich für den Leser sieht diese Frau, dass dieser Fremde einen Dämonen mitbringt und dies macht ihr Angst.
Diesen Fremden trifft die Kellnerin Chantal Prym am nächsten Tag bei einem Spaziergang durch den Wald. Die beiden kommen ins Gespräch und der Fremde offenbart Chantal einen grausigen Plan. Er zeigt ihr elf Goldbarren. Einen davon muss sie für ihn vergraben, die anderen 10 wird er an einer anderen Stelle verstecken. Diese 10 Goldbarren sollen die Bewohner von Bescos erhalten, wenn sie innerhalb von 7 Tagen einen Dorfbewohner opfern. Der eine Barren hat die Aufgabe, Chantal in Versuchung zu führen, denn sie weiß, sie kann ihn nicht nehmen, ohne verfolgt zu werden oder das Dorf zu verraten. Der Grund für dieses Experiment liegt darin, dass der Fremde herausfinden möchte, ob es noch gutes in der Welt gibt. Er hatte seine Frau und seine Töchter bei einer Entführung durch Terroristen verloren, was ihm den Glauben an die Gerechtigkeit des Lebens genommen hatte.
Abfangs kann Chantal sich recht gut gegen die Versuchung wehren. Doch irgendwann wird der innere Kampf in ihr stärker. Auf der einen Seite würde der Barren reichen, ihr ein neue besseres Leben zu bescheren. Auf der anderen Seite kann sie dem Dorf etwas gutes tun. Somit eröffnet sie eines Abends das Geheimnis des Fremden im Wirtshaus. Und die geistigen Verwirrungen ergreifen nicht nur Chantal sondern auch die anderen Bewohner, den Pfarrer, den Bürgermeister etc. Ein hin und her beginnt, ob man dieses Opfer bringen soll, welchen Vorteil man sich dadurch verschaffen kann und welche Person in dem Dorf das geeignetste Opfer wäre.

MEIN EINDRUCK
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Fasziniert habe ich das Buch gelesen. Denn Coelho behandelt in diesem Buch sehr facettenreich die Abgründe des menschlichen Charakters. Dies beginnt im Grunde schon bei dem Plan, den der Fremde für das Dorf geschmiedet hat. Die Enttäuschung des Fremden über den Tod seiner Familie wird ebenso plastisch dargestellt, wie der Plan, mit dem er prüfen will, ob es noch etwas Gutes in dieser Welt gibt. Und auch die inneren Konflikte der anderen Darsteller werden absolut mitreißend und natürlich geschildert. Chantals Überlegungen, das Gold zu nehmen und damit ein neues Leben zu beginnen, die inneren Zwiespälte von Pfarrer und Bürgermeister, die zwar ein schlechtes Gewissen bei allem was sie tun haben, jedoch gleichzeitig auch den Machtgewinn immer genau kalkulieren.
Diese Schilderung der Gefühle und Zwiespälte konfrontiert den Leser mit seinen eigenen Gedanken. Wie würde er reagieren. Sowohl in dem Falle des Fremden, als auch in dem Falle der verschiedenen Dorfbewohner. Allein deshalb schon ist das Buch ein Genuss.

FAZIT
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Mein Fazit ist eindeutig. Ein Buch, dass fesselt, das zum Nachdenken anregt und das den Leser Teil der Handlung werden lässt. Geld das gut investiert ist, wenn man sich nicht mit 08/15-Romanen zufrieden geben möchte. Von daher ist auch meine Empfehlung klar. Kaufen und Lesen!!


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-09 11:21:26 mit dem Titel Coelho - Der fünfte Berg; Und noch nen Gedicht

.... okok nicht ganz. Aber mein letzter Bericht handelte ja bereits von einem Buch von Paul Coelho, so dass die Überschrift nicht ganz falsch ist. Heute ist also das Buch dran, das ich zuerst von ihm gelesen habe: Der fünfte Berg.

ALLGEMEINES
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Das Buch ist im Jahre 1998 erstmalig im Diogens Verlag, der alle Coelho-Bücher verlegt, erschienen. Neben der gebundenen Version (ISBN: 3-257-06164-1; 222 Seiten, 17,84 Euro), die jedoch zumindest bei buch.de nicht merh lieferbar ist, wurde im Jahr 2000 ein Paperback-Exemplar (3-257-23158-X, 8,90 Euro) herausgegeben. Die Bücher sind im klassischen Diogens Stil gehalten. Beig-Farbender Einband, ca. 18 cm hoch und mit der Abbildung eines roten Bergs auf dem Titelbild.

INHALT
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Der Roman beschreibt das Leben des Propheten Elia. Der Leser begiebt sich somit auf eine Reise in das Jahr 870 v. Chr.. Im Lande Israel geht es drunter und drüber. Der König Ahab ehelicht die Heidin Isebel. Aus Liebe zu ihr will er den Glauben an Gott durch den Glaube an die phönizischen Gottheiten tauschen. Als Gott nun über Elia eine Dürre ankündigt, muss Elia vor den Häschern des Königs fliehen. Nach langer Flucht, die erst wieder nach Isreal führen sollte, wenn er Gottes Aufgabe, die ihm Gottes Engel nicht näher präzisieren, erfüllt ist) begibt er sich in die phönizische Stadt Akbar, wo er sich sicher wähnt. Die Phönizier sind jedoch keineswegs glücklich über den eher ungebetenen Gast. Vielmehr wird er geduldet, da man um seinen Wert für die Königin Isebel weiß und man Elia als gutes Pfand betrachtet, sollte man die Hilfe der Königin brauchen. Außerdem verbietet es ihen ihre Gastfreundschaft, gegen Elia vorzugehen.
Elia findet indessen Unterkunft bei einer Witwe und ihrem Sohn. Doch bald ziehen dunkle Wolken auf. Kundschafter einer Fremden Macht siedeln an den Grenzen zu Akbar und der Sohn der Witwe erkrankt schwer. Die Phönizier interpretieren dies als Zorn der Götter des fünften Bergs zu dessen Fuße die Stadt liegt. Als der Sohn stirbt, wird dies Elia zu Lasten gelegt und er soll auf den fünften Berg verbannt werden, um hier von den Göttern getötet zu werden. Hier trifft er einen Engel Gottes, der ihm die Weisung gibt, in die Stadt zurück zu kehren und den Sohn wieder zu erwecken. Dies tut er, was ihm fortan eine gesicherte Position in der Stadt als Berater des Stadthalters. Jedoch sind die Späher der Assyrer immer noch an Akbars Grenzen und werden inzwischen durch Truppen ergänzt.
Vor dem Hintergrund dieses schwelenden Konflikts spielt sich ein Machtkampf Elias mit dem Prister Akbars ab. Der Priester Akbars hütet das Alphabet, so dass es nur auserwählten beigebracht werdne kann. Den Umstand, dass die Assysrer vor den Toren stehen sieht er als Sstrafe der Götter an, die erzürnt sind, dass in anderen Teilen des Lans auch Unwürdige das Alphabet erlernen und somit die heilige Schrift beschmutzen. Da er hierin die göttliche Fügung sieht, tut er alles, um die Vernichtung der Stadt durch die Assyrer nicht zu vermeiden. Hiermit spielt er gegen Elia und den Stadthauptmann. Es kommt wie es kommen muss, die Statd wird überfallen, die friedlichen Einwohner Akbars, die primär für den Handel und weniger für ihrer kriegerischen Fähigekieten bekannt waren, werden niedergemetzelt und die Stadt völlig niedergebrannt. An dieser Stelle soll vom Inhalt einmal genug erzählt sein.

MEIN EINDRUCK
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Nun, wie ich teilweise anderen Meinungen hier schon entnommen habe, gehen die Ansichten zu diesme Buch doch sehr auseinander. Und sicherlich ist es ein Buch, das insbesondere auch von dem christlichen Hintergrund lebt. Wenn nun einer mit Gott, Kirche und Glauben nicht viel am Hut hat, der wird sicherlich auch dieses Buch enttäuscht weglegen.
Aber so bin ich nicht. Nun würde ich mich sicherlich nicht als Vorzeigechrist bezeichnen. Und ne Kirche seh ich eigentlich auch nunr noch ganz selten von innen und auch die genauen Details der biblischen Vorlage dieses Buchs sind mir nicht bekannt. Dennoch möchte ich schon sagen, dass ich an Gott glaube. Von daher hat mich das Buch doch einigermaßen gefesselt. Vor allem die Situationen des Zweifels und der Ausweglosigkeit, die Elia durchlebt, wenn es sich für den Tod des Sohns der Witwe oder den Untergang von Akbar oder für so viele andere Dinge die Schuld gibt, dürften jedem, der glaubt bekannt sein. Diese schildert Coelho wirklich sehr sehr gut. Und von daher bietet das Buch für mich einen Stoff, den ich nachvollziehen kann, und macht hier manchmal sogar ein wenig Mut.
Aber auch die generelle Theamtik fasziniert mich. Ich mag es einfach, wenn geschichtliche oder wie hier biblische Niederschriften genutzt werden, vor diesem Hintergrund eine Story aufzubauen. Vielfch bekommt man ein anderes Bild von dem, was man zuvor zu wissen glaubte und setzt sich wesentlich kritischer einmal mit den Dingen auseinander. Man kann sich hier überlegen, ob man sich von Coelho an die Hand nehmen lässt oder ob man sich kritisch mit dem Geschrieben auseinandersetzt und sagt, ich sehe das anders. Diese neuen Einblicke, die man hier gewinnen kann, sind mir wichtig, eröffnen sie doch eine wesentlich weitere Sichtweise auf bestimmte Dinge.

FAZIT
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Wie nicht anders zu erwarten, hat mich das Buch sehr gefesselt. Schließlich hab ich mir ja auch weitere Bücher von Coelho gekauft, was sicher nicht passiert wäre, wenn das Buch schlecht gewesen wäre. Mir gefällt einfach die Story vor einem vergangenen bekannten Hintergrund und die Überlegung, wie das Leben Elias im Detail ausgesehen haben könnte. Und zwar so detailliert, wie es die Bibel nicht beschreibt.
Wer diese Auseinandersetzung mit biblischem Hintergrund mag, der findet hier ein fesselndes Buch, das auch Stoff für Diskussionen bietet.

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    23.05.2007, 19:18 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah