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Erfahrungsbericht von stephf

Clason, George S., Der reichste Mann von Babylon

Pro:

Unterhaltungswert, Informativ

Kontra:

keine

Empfehlung:

Nein

Auch vor einigen Tausend Jahren wussten die Menschen mit Geld umzugehen und so ist es nicht verwunderlich, dass es auch damals arm und reich gab. Somit auch die Grundprinzipen der Geldanlage auch schon im alten Babylon gültig waren.


Der Autor
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Clason – 1874 geboren – ist nach seiner Militärzeit, Verleger und Buchautor geworden. Er veröffentlichte z.B. den ersten Straßenatlas für die Vereinigte Staaten. Gleichzeitig verteilte er über Banken Broschüren, die sich mit dem Thema Geldanlage, sparen und finanziellem Erfolg beschäftigten und eine millionenfache Verbreitung fanden. Darunter auch das nachfolgende Werk.

Das Buch
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Als Parabel aufgebaut, werden hier die Grundprinzipen der Geldanlage beschrieben. Genauso wie die Gesetze der Geldvermehrung vor tausenden von Jahren im alten Babylon gegolten haben, sind sie auch heute anwendbar. Unterhaltsam (und das bereits im Jahre 1926 !) geschrieben, ist dieses Buch für jeden der sich für Geld anlegen interesiert ein Muss.

Die Kapitel im Einzelnen
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-> Der Mann , der von Gold träumte

Bansir und sein Freund Kobbi überlegen, weshalb ihre Arbeit sie nicht vermögen macht. Sie beherrschen beide ihr Handwerk, arbeiten fleissig und doch sind ihre Geldbörsen leer. Sie überlegen, welche Vorteile man mit vielen Goldmünzen hat und welche Vorzüge mach sich und der eigenen Familie bieten kann. Beide kennen aus ihrer Jugend Arkad, den reichsten Mann von Babylon und beschliessen, ihn sofort zu besuchen.

-> Der reichste Mann von Babylon

Mit einer Gruppe von Jugendfreunden, befragen Bansir und Kobbi dann Arkad, weshalb er vom Glück so verwöhnt worden ist. Arkad erklärte, das er zunächst den Beschluss fasste, reich zu werden. Er berichte von seinen ersten Schritten – die entscheidende Begegnung mit einem Goldhändler, der ihm das Geheimnis, des Reichtums anvertraute – Sparen und zwar 10% der eigenen Einkünfte. Gleichzeitig erklärte Arkad seinen Jugendfreunden seine ersten Erfahrungen mit Geld anlegen und vermehren. Bittere Erfahrungen, da er das Geld Leuten anvertraute, die ihre Geschäfte nicht verstanden und gute Erfahrungen, die eine ordentliche Rendite brachten. Er erfuhr von dem Goldhändler, der sorgsam seine Entwicklung verfolgte, ein weiteres Geheimnis, dass des Zinseszins. Bei all seinem Handeln hat Arkad immer seine Vorhaben und Planungen bis zum Ende erledigt und dadurch Selbstvertrauen aufgebaut.

-> Sieben Methoden seine Geldbörse zu füllen

Da der König den Traum hatte Babylon zur reichsten Stadt zu machen, beauftragte er Arkad seine Weisheit an eine Gruppe von Bürgern weiterzugeben. Arkad erklärte der Versammlung die 7 Methoden der Geldvermehrung:

- Sparen und die Geldbörsen füllen
- Die Ausgaben kontrollieren und nicht über die eigenen Verhältnisse leben
- Gold muss sich vermehren
- Bewahrt eure Schätze vor Verlust
- Anschaffung einer Immobilie
- Zukünftige Einkünfte sichern für das Alter oder Familie
- Verdienst verbessern

-> Begegnung mit der Glücksgöttin

Hier diskutiert Arkad mit einer Gruppe von Leuten im Tempel der Weisheit, den Begriff des Glückes. Was ist Glück – wen trifft die Glücksgöttin ? Die Erkenntnis, dass schnell erworbener Reichtum, oft auch schnell wieder vergeht, weil der Glückliche den Wert nicht erkennt und nicht gelernt hat mit Geld umzugehen (Erbschaft – Spielglück). Die Erkenntnis in der Diskussion ist, dass das Glück zu denen kommt die die Chancen erkennen und entschlossen sind zu handeln.

-> Die fünf Gesetzmässigkeiten des Goldes

Hier lernen wir den Sohn von Arkad kennen, der von seinem Vater 10 Jahre in die Ferne geschickt wurde, um zu beweisen, dass er würdig ist, das Erbe seines Vater anzutreten. Hier erlebt nach dem Verlust seines Geldes, die Regeln der Geldvermehrung. Angefangen beim Sparen, über Gold muss arbeiten (Zins...), Gold muss bewahrt und behütet werden, die Geschäfte müssen verstanden werden und traue keinem Spekulanten oder jemanden der schnelles Geld verspricht.

-> Der Goldverleiher von Babylon

In dieser Parabel wird auführlich auf den sorgsamen Umgang mit dem eigenen Vermögen eingegangen. Rodan und Mathon diskutieren über ein Geschenk von 50 Goldmünzen an Rodan. Dieser soll auf Wunsch seiner Schwester das Gold an seinen Schwager ausleihen, damit dieser bisher nicht vom Glück gesegnete Mensch eine faire Chance bekommt einen Handel aufzubauen. Die Erkenntnis ist, dass nie alles auf eine Karte gesetzt werden soll und bei jeder Anlage vorsicht geboten ist.

-> Die Mauern von Babylon

dienen als Parabel für die Schutzbedürftigkeit der Menschen. Jeder sollte auf der Basis eines gesunden finanziellen Schutzes und einer Absicherung für schlechte Zeiten, sein Selbstbewusstsein aufbauen.

-> Der Kamelhändler von Babylon

Tarked hat Schuld bei Dabasir, dem Kamelhändler. Durch Zufall begegen sich die Beiden in den Straßen von Babylon und Dabasir drängt Tarked die Schulden zu begleichen. Dieser ist jedoch mittellos. Dabasir erzählt dann die Geschichte seines eigenen Lebens, das er zum Teil als Sklave verbrachte, da auch er Schulden hatte und auf die schiefe Bahn geriet, jedoch eines Tages die Schüsselfrage gestellt bekam: Ob du den Geist eines Sklaven oder freien Mannes hast, zeigt sich daran, ob du bereit bist auch für dein Unglück Verantwortung zu übernehmen und schließlich gilt, wo ein Wille ist , ist auch ein Weg.

-> Die Tontafeln von Babylon

Dies ist die Fortsetzung der vorhergehenden Geschichte, in der Dabasir auf Tontafeln exakt hinterläßt, wie er seine damaligen Schulden abgegolten hat und schließlich ein ehrbarer und freier Mann wurde. Zunächst der feste Beschluß, die Schulden zu begleichen, dann der Plan 10% zu sparen, 20% des Verdienstes zur Schuldenbegleichung zu nehmen und von 70% zu leben. Der Überblick über die Schulden und das Gespräch mit den Gläubigern und schließlich der erfolgreiche Schuldenabbau und selbst die verbitterten Gläubiger hatten am Ende Hochachtung und Respekt vor Dabasir.

-> Der glücklichste Mann von Babylon

Sharru Nada hat sich vorgenommen Hadan Gula, einen jungen Mann für das Leben auszubilden. In einer Parabel erzählt er ihm über den Wert der Arbeit und das derjenige, der seine Arbeit liebt und kreativ ist sich aus noch so mislicher Lage befreien kann. Mit der Freude an der Arbeit und den Respekt von den Mitmenschen gelang es Sharru Nada einst sich aus Sklaverei zu befreien und hoch zu arbeiten. In diesem Kapitel wird auch von dem Bau der berühmten Stadtmauer von Babylon erzählt, die überwiegend von Sklaven gebaut wurde.


-> Eine kurze Darstellung der Geschichte Babylons

Babylon, einst mit unermäßlichem Reichtum gesegnete Stadt, wird kurz dargestellt. Das Leben in der Stadt beschrieben und wie jeder Bürger zum Wohle der Stadt beitrug, mit Tatkraft, fester Entschlossenheit und große Ziele vor Augen. Moderne Bewässerungsanlagen und Bildung wurden im alten Babylon schon vor langer Zeit entdeckt. Die kurze Beschreibung macht Lust, in den Geschichtsbüchern (oder im Internet) nach mehr Informationen zu suchen.

Fazit
++++
Jede Seite des Buches, die dargestellten Personen und Handlungen waren für mich eine Freude zu lesen. Die Sache läßt sich folgendermassen zusammenfassen:

1. Sparen, sparen, sparen und falls ich es noch nicht erwähnt habe sparen
2. Konsumschulden vermeiden
3. Verantwortung nehmen und Gelegenheiten nützen
4. Nur Geschäfte abwickeln, die du selbst verstehst

Ich kann euch dieses Buch von Herzen empfehlen und hoffe es wird euch genauso viel Freude wie mir bereiten. Für mich eine glatte 5****** Sterne Note. Habe an einer anderen Stelle, schon einen Bericht über den modernen Moneymaker (Herrn Bodo Schäfer) verfasst. Die Grundideen für sein Werk, stammen aus diesem Buch, also wer Herrn Schäfer mag, dies ist eine perfekte Ergänzung. Viel Spass beim Lesen...

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