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Erfahrungsbericht von Rookee

Camus,Albert: Der Fremde

Pro:

siehe text

Kontra:

nicht für jeden verständlich

Empfehlung:

Nein

Meisterwerk des Existentialismus

Der Fremde (Original: L’Etranger) ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk des Existentialismus’. Camus versteht es wie kein zweiter seine Philosophie so elegant in Literatur zu verfassen. Dieses Buch ist ein Muss für jeden der sich für Philosophie interessiert.

Entstanden 1942, geschrieben von Albert Camus, ist es auch noch heute ein aktuelles und erfrischend zu lesendes Buch.

Die Story
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1.Teil

Mersault (Vorname wird nicht genannt), die Hauptfigur und der Erzähler der Geschichte, erfährt eines Tages von dem Tod seiner Mutter, woraufhin er sich ins Altersheim zu ihrer Beerdigung aufmacht. Hier zeigt er eine aüßerste Gefühlslosigkeit, die sich über das ganze Buch erstreckt.
Wieder zu Hause angekommen verbringt er die erste Nacht sofort mit seiner neuen Geliebten. Einige Tage später kann er durch Zufall einen Streit zwischen seinem Nachbarn Raymond und einem Araber gerade noch eben verhindern, was ihm jedoch später mißlingen soll.
Von der drückenden Sonne gelähmt erschießt er nach erneutem Streit ohne Absicht den Araber mit seinem Revolver.

2.Teil

Mersault sitzt im Gefängnis und beginnt, nach endlosen Verhören, über seine Tat nachzudenken. Er erkennt, dass sich die Menschen weniger für seine Tat als für seine Persönlichkeit interessieren und beginnt seinen Gedanken zu verfallen. Angesichts des Todesurteils begreift er, dass sein Leben trotz seiner totalen Gleichgültigkeit, glücklich war und immer noch ist. So lehnt er auch den Beistand eines Priesters ab und wünscht sich zum Schluß nur noch eins: \"Am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen\".


Der Hintergrund
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Ein Fremder ist jemand, der aus einem anderen Ort oder einer anderen Gegend kommt. Mersault verhält sich in seiner Stadt wie ein Fremder. Er ist ein Einzelgänger, der sich von der Gesellschaft zurückzieht und ihre Spielregeln mißachtet, fleißig seine Arbeit macht und nur antwortet, wenn er gefragt wird. Er ist eben ein Anti-Held par excellence.

Der Autor
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Geboren 1913 in Algerien, gestorben im Januar 1960 bei einem Autounfall.
Seine Werke erhielten zunächst keinen Zuspruch. Der Durchbruch gelang ihm erst mit seinem Buch „Der Fremde\", dass 1942 im besetzten Frankreich zur literarischen Sensation wurde. Ein weiteres philosophisches Meisterwerk ist „Der Mythos von Sisiphos\".
Im Oktober 1957 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Infos
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Hier sind noch ein paar Informationen für alle deren Interesse ich nun geweckt habe:

Albert Camus
Der Fremde
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 3-499-22189-6
DM 12,90


Eigene Meinung
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Dieses Werk ist eigentlich für jeden geeignet, der dazu bereit ist über die sozialkritischen Aspekte nachzudenken, denn das Buch stellt nur Fragen, selten Antworten.

Ich persönlich finde dieses Buch klasse. Es ist in dem Stil geschrieben, den ich bevorzuge. Camus benutzt keine umständlichen Worte, aber versteht es doch Ironie und Philosophie unter einen Hut zu bringen.
Ich hatte viel Spass beim lesen, teilweise hatte es sogar eine fesselnde Wirkung, sei es dass ich umbedingt weiterlesen wollte, oder nach dem lesen über Camus\' Philosophie nachgedacht habe.

6 Bewertungen