Erfahrungsbericht von harrykiri
Arthur C. Clarke - Anspruchsvolle Science Fiction
Pro:
unpopuläres Thema spannend erzählt
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Stephen Baxter & Arthur C. Clarke
The Light of other days
472 Seiten, Voyager Books, erschienen 2000
Die Story (ganz kurz):
Hiram Patterson ist der Kopf des Medienkonzerns OurWorld und revolutioniert die Komunikationsmedien mit seiner Erfindung, der Wurmloch-Technologie. Dadurch kann jedes Ereignis in Echtzeit beobachtet werden, ohne dass die sog. "Wurmlochkameras" gesehen werden.
Die Journalistin Kate Manzoni, eigentlich gegen die ganze Wurmlochtechnik, verliebt sich in Hirams Sohn Bobby und arbeitet schließlich für OurWorld. Doch hier "mißbraucht" Sie die Wurmlochtechnik und wird verurteilt....
Schließlich wird diese Technologie soweit weiter entwickelt, das auch zeitlich zurückliegende Ereignisse beobachtet und aufgenommen werden können. Jedes Verbrechen kann aufgeklärt werden, nichts bleibt mehr verborgen. Trotz dieser Technologie fallen den Menschen immer wieder neue Schlupflöcher ein, wie sie verbrechen begehen können....und Hiram Patterson treibt seine düsteren Pläne weiter voran.
Meinung:
Ich habe das Buch nur in der englischen Originalfassung gelesen. Vielleicht kennt jemand den deutschen Titel?
Hiram Patterson wird als ziemlich geldgeiler Medienmogul charakterisiert, den nur die Leute interessieren, von denen er einen Vorteil hat oder die er benutzen kann. Hier passt es ihm überhaupt nicht, dass sein Sohn sich in die unbequeme Kate Manzoni verliebt.
Kate Manzonis Figur hat mehrere Facetten: die knallharte Karrierefrau, die Liebhaberin von Bobby und die Technikgegnerin. Jedesmal anders und trotzdem immer unverwechselbar Kate Manzoni.
Bobby mutiert mit Kates Hilfe von Hirams Schoßhündchen zu einer Person, die ihr eigenes Hirn benutzen lernt.
Das Buch befasst sich mit einem relativ unpopulären Thema: dem Zeitsehen (TimeWatching). Im Gegensatz zu den populären Zeitreisen ist zu diesem Thema nur sehr wenig veröffentlicht worden. Das Buch behandelt die Gefahren, die in neuen Technologien stecken ebenso, wie die Auswirkungen, die diese auf eine Generation hat, die damit aufwächst. Also die gesellschaftlichen Folgen. Anspruchsvoll und wissenschaftlich fundiert (sofern man bei SF davon reden kann) wird die Story erzählt und vorangetrieben. Man merkt den Autoren ihren Hintergrund (s.u.) an; sowie die Erfahrung als Autoren: nie wird es langweilig, sind unnötige Längen vorhanden, oder bleiben Personen charaktermäßig auf der Strecke (auch Nebenpersonen nicht). Am Anfang könnte die Geschichte in einer nahen Zukunft (so in 20-30 Jahren) spielen mit nur sehr wenigen SF-Elementen, dann wird es immer spekulativer. Aber das macht ja gerade den Reiz aus.
Die Autoren:
Athur C. Clarke wurde 1917 in Somerset geboren, war während des 2.WK bei der Royal Air Force und lebt heute auf Sri Lanka. Er wurde 1998 in den Adelsstand erhoben. Er gilt als Urgestein der anspruchsvollen SF (z.b. 2001-Odyssee im Weltraum).
Stephen Baxter lebt in Buckinghamshire wollte 1991 Astronaut werden, schaffte aber nicht alle Prüfungen. Als SF-Autor ist er besser *g*. Seine Storys haben mehrere Preise gewonnen. Sein wissenschaftlicher Hintergrund ist Mathematik und Ingenieurwesen.
The Light of other days
472 Seiten, Voyager Books, erschienen 2000
Die Story (ganz kurz):
Hiram Patterson ist der Kopf des Medienkonzerns OurWorld und revolutioniert die Komunikationsmedien mit seiner Erfindung, der Wurmloch-Technologie. Dadurch kann jedes Ereignis in Echtzeit beobachtet werden, ohne dass die sog. "Wurmlochkameras" gesehen werden.
Die Journalistin Kate Manzoni, eigentlich gegen die ganze Wurmlochtechnik, verliebt sich in Hirams Sohn Bobby und arbeitet schließlich für OurWorld. Doch hier "mißbraucht" Sie die Wurmlochtechnik und wird verurteilt....
Schließlich wird diese Technologie soweit weiter entwickelt, das auch zeitlich zurückliegende Ereignisse beobachtet und aufgenommen werden können. Jedes Verbrechen kann aufgeklärt werden, nichts bleibt mehr verborgen. Trotz dieser Technologie fallen den Menschen immer wieder neue Schlupflöcher ein, wie sie verbrechen begehen können....und Hiram Patterson treibt seine düsteren Pläne weiter voran.
Meinung:
Ich habe das Buch nur in der englischen Originalfassung gelesen. Vielleicht kennt jemand den deutschen Titel?
Hiram Patterson wird als ziemlich geldgeiler Medienmogul charakterisiert, den nur die Leute interessieren, von denen er einen Vorteil hat oder die er benutzen kann. Hier passt es ihm überhaupt nicht, dass sein Sohn sich in die unbequeme Kate Manzoni verliebt.
Kate Manzonis Figur hat mehrere Facetten: die knallharte Karrierefrau, die Liebhaberin von Bobby und die Technikgegnerin. Jedesmal anders und trotzdem immer unverwechselbar Kate Manzoni.
Bobby mutiert mit Kates Hilfe von Hirams Schoßhündchen zu einer Person, die ihr eigenes Hirn benutzen lernt.
Das Buch befasst sich mit einem relativ unpopulären Thema: dem Zeitsehen (TimeWatching). Im Gegensatz zu den populären Zeitreisen ist zu diesem Thema nur sehr wenig veröffentlicht worden. Das Buch behandelt die Gefahren, die in neuen Technologien stecken ebenso, wie die Auswirkungen, die diese auf eine Generation hat, die damit aufwächst. Also die gesellschaftlichen Folgen. Anspruchsvoll und wissenschaftlich fundiert (sofern man bei SF davon reden kann) wird die Story erzählt und vorangetrieben. Man merkt den Autoren ihren Hintergrund (s.u.) an; sowie die Erfahrung als Autoren: nie wird es langweilig, sind unnötige Längen vorhanden, oder bleiben Personen charaktermäßig auf der Strecke (auch Nebenpersonen nicht). Am Anfang könnte die Geschichte in einer nahen Zukunft (so in 20-30 Jahren) spielen mit nur sehr wenigen SF-Elementen, dann wird es immer spekulativer. Aber das macht ja gerade den Reiz aus.
Die Autoren:
Athur C. Clarke wurde 1917 in Somerset geboren, war während des 2.WK bei der Royal Air Force und lebt heute auf Sri Lanka. Er wurde 1998 in den Adelsstand erhoben. Er gilt als Urgestein der anspruchsvollen SF (z.b. 2001-Odyssee im Weltraum).
Stephen Baxter lebt in Buckinghamshire wollte 1991 Astronaut werden, schaffte aber nicht alle Prüfungen. Als SF-Autor ist er besser *g*. Seine Storys haben mehrere Preise gewonnen. Sein wissenschaftlicher Hintergrund ist Mathematik und Ingenieurwesen.
14 Bewertungen, 2 Kommentare
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26.06.2002, 12:49 Uhr von SandraR
Bewertung: sehr hilfreichWarum hat das Buch von Dir so eine schlechte Bewertung bekommen? Die Meinung ist doch positiv gehalten?
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07.05.2002, 00:07 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichSchade, dass der deutsche Titel nicht bekannt ist! Zeitsehen ist eine mir bisher noch nicht bekannte Thematik. Habe übrigens heute drei Kurzbeschreibungen über SF/Horror-Romane veröffentlicht. Danke für die Nachricht, bitte weitermach
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