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Erfahrungsbericht von campino

Robinson, Held wider Willen

Pro:

Immer mal wieder spannend zu lesen.

Kontra:

Nicht das ich wüsste.

Empfehlung:

Ja

Wie sein Held Robinson war auch sein geistiger Vater

Daniel Defoe

oft darauf angewiesen, seinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen um sich im Leben durchzuschlagen.

Er wurde unter dem Namen Daniel D. Foe 1660 als Sohn eines Fleischers in London geboren. Im Laufe seines Lebens übte er vielerlei Beschäftigungen aus. Auf Wunsch seines Vaters hätte er eigentlich Geistlicher werden sollen. Foe, der sehr früh eine große Familie zu versorgen hatte, zog es jedoch vor sich zunächst als Kaufmann zu versuchen, zeitweise arbeitete er als Geheimagent der Regierung (seiner Majestät, ein früher 007). Aber während seines ganzen Lebens schrieb er. Er trat immer wieder als Kritiker der gesellschaftlichen Verhältnisse auf.

Mit kämpferischem Schwung schrieb für die religiöse und politische Freiheit seiner Landsleute. Ein ironisches Flugblatt gegen die Kirche von England brachte ihm sogar den Pranger ein. Dieses Urteil steigerte jedoch nur noch seine Popularität und seine Beliebtheit. Er gab mehrere Zeitschriften heraus und verfasste diverse Flugblätter und satirische Artikel. Dies brachte ihm nicht nur einmal eine Verurteilung ein. Nach einem Aufenthalt im Gefängnis änderte er seinen Nachnamen Foe in Defoe um. Defoe starb vor 270 Jahren, am 26.04.1731 in London.

Einschließlich seiner Flugblätter gibt es ca. 250 Werke Daniel Defoes. Das bekannteste davon ist nach wie vor Robinson Crusoe.

Es wird angenommen, dass Defoe auf einer seiner Reisen den Matrosen Alexander Selkirk kennen gelernt hat. Selkirk hatte es einstens auf eine unbewohnte Insel verschlagen. Selkirks Erzählungen und Defoes Fantasie schufen ein Werk, das heute zu den Klassikern der Weltliteratur gehört:

Leben und wunderbare Abenteuer des Robinson Crusoe (So lautet der komplette Titel)

Berlinonline schreibt dazu am 08.05.1999:
Zitat-Anfang: "Bahía Cumberland, Archipel Juan Fernandez, im Oktober 1704: In der Bucht liegt ein englisches Segelschiff vor Anker. Ein Beiboot wird zur Küste gerudert. Schweigend lädt die Besatzung aus: eine Seemannskiste, ein Gewehr, Handwerkszeug, ein paar Bücher, darunter eine Bibel. Dann rudert sie zum Segelschiff zurück. Vom Ufer schaut ihnen ein Mann nach. Er hat es so gewollt. Er hatte sich mit seinem Kapitän gestritten und verlangt, an Land gesetzt zu werden. Schnellstmöglich. Und der hatte diesem Wunsch entsprochen. So saß Alexander Selkirk an Land, aber nicht in einem sicheren Hafen, sondern auf einer 47 Quadratkilometer großen, unbewohnten Insel, 670 Kilometer vom Festland entfernt. Niemand würde sich Selkirks erinnern, hätte der nicht nach seiner Rückkehr, Jahre später, einen Journalisten getroffen. Dieser ließ sich die Geschichte erzählen, veränderte sie und wurde weltberühmt er schuf den Schiffbrüchigen schlechthin: Alexander Selkirk war das Muster für Daniel Defoes Helden Robinson Crusoe." Zitat-Ende
Ja, so könnte es gewesen sein...


Die Geschichte des Robinson wird in Ich-Form von Robinson Kreutzner erzählt, einem jungen Mann aus York, dessen Vorfahren aus Bremen kamen. Der deutsche Name Kreutzner wurde von den Engländern Crusoe ausgesprochen und so nannte sich die Familie bald auch so.

Gegen den Wunsch seines Vaters wollte Robinson zur See fahren und setzte diesen Wunsch dann auch in die Tat um.
Auf einer seiner Reisen wurde Robinson von türkischen Piraten als Geisel genommen, es gelingt ihm zu fliehen. Er wird von portugiesischen Seeleuten gerettet. In Brasilien geht er wieder an Land. Dort versuchte er sich mit Erfolg als Tabakpflanzer.
Eines Tages ließ er sich jedoch von Bekannten dazu überreden, als Warenaufseher eine Schiffsreise nach Guinea mitzumachen.
Er ging an Bord und so begann das Verhängnis......

Die meisten von Euch werden die Geschichte zumindest grob kennen. Nach 25 Jahren der Isolation und der Einsamkeit auf einer menschenleeren Insel will es das Schicksal, dass er durch abenteuerliche Umstände zu einem Gefährten Freytag - kommt.

Erst nach 35 Jahren gelingt ihm die Rückkehr in die Zivilisation.

Daniel Defoe schrieb auch eine Fortsetzung zu seinem Roman mit dem Titel: Die weiteren Abenteuer des Robinson Crusoe. Es erzählt von Robinsons Rückkehr auf die Insel mit Freytag, davon, wie sie von Wilden angegriffen wurden und wie Freytag in diesem Kampf ums Leben kam.

Diese Fortsetzung ist jedoch heute relativ unbekannt und wird selten gedruckt.

Ich hoffe, mein Bericht macht Euch Lust, diesen Klassiker der Weltliteratur das erste Mal oder noch mal zu lesen.
Es gibt soviel zu entdecken in diesem Buch.

Tut es Euch an.

©campino

118 Bewertungen, 6 Kommentare

  • hjid55

    27.01.2007, 17:18 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • anonym

    08.08.2006, 11:25 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • Düsseldorf

    22.01.2006, 13:29 Uhr von Düsseldorf
    Bewertung: sehr hilfreich

    hallo wirklich ein toller bericht ! WIR LESEN UNS :) bis dann ciao ciao düssi

  • der_Baer

    03.07.2003, 10:50 Uhr von der_Baer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Als absoluter Robinson-Fan, meine Lieblingsausgabe stammt von 1914, versuche ich schon seit mindestens 30 Jahren, die Fortsetzung zu bekommen.

  • audicla

    28.06.2002, 09:13 Uhr von audicla
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein klasse Bericht. Robinson Crusoe ist eine meiner Lieblingsgeschichten und diese Vorliebe habe ich sogar an meinen Sohn weitergegeben, der das Buch mit seinen 12 Jahren sicher schon 5 mal gelesen hat. Interessant waren für mich die vielen Hintergrun

  • Duffy_2000

    31.03.2002, 20:28 Uhr von Duffy_2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Stimmt, ein Meisterwerk der Literatur (oder ?). Schade nur, dass Teil 2 eigentlich fast niemand kennt...