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Erfahrungsbericht von Hexchen69

Philippe Djian - Betty Blue erschienen im Diogenes Verlag

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Als erstes möchte ich Euch etwas über Phillippe Djian erzählen, da ihn vermutlich nicht alle von Euch kennen.

Der am 03.05.1949 in Paris geborene Schriftsteller hat nach seinem abgebrochenen Literaturstudium mehrere kleine Schriftsteller und Journalistenjobs in New York sowie Frankreich angenommen.

Er lebt mit seiner Familie, seiner Frau und seinen drei Kindern in Paris.

1978 hat er das erste Buch geschrieben "50 contre un" welches noch ins Deutsche übersetzt wird.

Das erste Buch, "Blau wie die Hölle" wird 1990 bei uns veröffentlicht, wurde allerdings 1986 in Frankreich schon von Yves Boisset verfilmt.

Im Allgemeinen verhielt es sich so, daß die Bücher erst in Frankreich auf den Markt kamen und ca. 2-4 Jahre später in Deutschland.

Die bekanntesten Bücher sind wohl Blau wie die Hölle (1990), Erogene Zone (1987), Betty Blue - 37,2° am Morgen (1986), Verraten und verkauft (1988), Rückgrat (1991), Pas de deux (1994).


Djian besticht vorallem durch seine lebendige, quirilge fast schon "Straßensprache". Er verbirgt nichts und läßt doch so vieles offen.
Ich möchte Euch das Buch, Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen ans Herz legen.

Es ist die Geschichte von Betty und ihrem noch erfolglosen Schriftsteller Freund. Sie gibt ihm jede Unterstützung, hilft ihm bei seinem Nebenjob. Sie lernten sich sehr ungewohnt kennen, und auch ihr Ende ist sehr ungewohnt.

Die Geschichte ist eigentlich für mich eine Hommage an alle Liebesbeziehungen, die nicht so sind wie sie sein sollten, sei es weil sie verrückt, oder besonders oder einfach nur anders ist. Ein tolles Buch.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-15 16:20:22 mit dem Titel Philippe Djian - Pas de Deux - erschienen im Diogenes Verlag

Und wiedereinmal nimmt uns Phillippe Djian mit auf eine Zeitreise. Eine Zeitreise durch das Leben von Henri John.

Henri John ist Aushilfslehrer an einer Schule (er unterrichtet Musik) und in seiner Freizeit bringt er nervenden Kindern das Klavier spielen bei.

Seine Frau Edith ist Schriftstellerin.

Die beiden kennen sich schon seit einer Ewigkeit, sind sie doch zusammen großgeworden. In einer riesigen Familie, dem Sinn-Finn Balletts durchleben sie Reisen in ferne Länder, die erste Liebe, den ersten Schmerz, den diese Liebe verursacht.

Im Erwachsenen Leben möchte Henri eigentlich nur seine Frau zurückgewinnen, die er droht zu verlieren, denn er hat sie betrogen und ihr neuestes Manuskript schlecht gemacht.

Dijan versteht es in diesem Buch ganz besonders, den Leser zu fesseln, denn er wechselt häufig die Erzähler-Position und die Zeiten.

Er offenbart uns die tiefen Gefühle der Darsteller und lässt uns in Ihre Gedanken und ihre Seelen eintauchen.

Und genau deshalb fühlt man sich mitten drin.. mitten im Ballett.. im Leben von Henri John und im Leben am Meer.

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