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Erfahrungsbericht von Jakini

Hannas Töchter von Marianne Fredrikkson

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie ich zu dem Buch kam:
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Ciao ist schuld, denn ich habe vor zwei/drei Wochen einen Bericht über dieses Buch gelesen, und der hat mir so sehr gefallen, daß ich sofort den Link zu ebay nutze, um mir dieses Buch zu kaufen, für einen Euro bekam ich es dann, zuzüglich Versandkosten, aber auch noch einige Lego Teile für meine Kinder, jeweils für einen Euro, so daß ich im Prinzip für das Buch 2 Euro gezahlt habe, ebay lohnt sich also wirklich.

Dem Buch selber kann ich entnehmen, das es ursprüglich mal DM 19,90 gekostet hat, den normalen Europreis kann ich allerdings nennen.

Gekauft hatte ich mir das Buch eigentlich für den Urlaub, doch nun hatte ich am Wochenende die Gelegenheit, das Buch schon zu lesen, was mich doch arg beschäftigt, und um das Gelesene besser zu verarbeiten, entsteht mal wieder ein Bericht von mir.

Worum geht es in der Geschichte:
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Anna besucht ihre Mutter Johanna im Pflegeheim. Die alte Frau lag seit vier Jahren dort, war nicht mehr ansprechbar, wollte eigentlicht sterben, doch die Familie hinderte sie daran, durch die Besuche und der Gabe des Gefühls, daß man nicht bereit war, sie gehen zu lassen. Die alte Johanna erkannte die Tochter nicht mehr, doch sie spürte immer schon am Morgen, wenn diese zu Besuch kam.
Von den Pfleger wußte Anna, daß die Mutter oft nachts aufwachte und schrie, mit dem Schreihen störte sie andere Mitbewohner, und sollte so bald wie möglich ein Einzelzimmer bekommen, etwas geben, damit sie ruhiger schläft, das wollte man ihr nicht, denn man war der Meinung, daß sie die Träume brauchen würde.

Und so fing Anna an, über ihre Mutter nachzudenken, sie wollte ihr noch so viel sagen, doch die Mutter verstand es einfach nicht mehr.

Auch der Vater lebte noch, er war ebenfalls schon sehr alt, und dem Tode nah. Er wurde versorgt, doch auch die Tochter, die selber zwei Töchter und zwei Enkelkinder hatte, besuchte den Vater, mit ein bisschen Widerwillen, denn er hatte eine merkwürdige Art. Bei einem dieser Besuche wollte die Tochter mehr über die Mutter erfahren und fand dabei noch ein Bild der Großmutter mütterlicherseits, erstaunt, daß dieses Bild von der Wand genommen war, denn sie war der Meinung, daß der Vater die Schwiegermutter immer sehr mochte. Auf einmal befand sich Anna in einer anderen Welt, und sie erforschte ihre Vergangeneheit, angefangen bei der Großmutter Hanna.

Hanna:
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Die Großmutter wurde als fünftes Kind ihrer Eltern geboren, allerdings waren die großen vier Geschwister während der Hungersnöte verstorben. Eigentlich wollte die Urgroßmutter keine Kinder mehr, doch sie bekam noch einmal fünf Kinder, zwei Töchter und drei Söhne, die älteste der neuen Kinder war Hanna und ihre Mutter hatte nun gelernt, daß Sauberkeit und saubere Luft für die Kinder sehr wichtig sind, daß die sonst krank werden und sterben könnten. Dieses neue Wissen gab sie auch ihren Kindern mit auf den Weg, die sie aber beschloss, nicht zu sehr zu lieben, denn wenn sie auch wieder sterben sollte, dann würde es wieder so sehr weh tun.

Im Alter von 12 Jahren wurde Hanna zum Arbeiten zu ihrem Onkel und ihrer Tante auf den Hof geschickt, dort vergewaltigte der Cousin sie und sie geriet in Schande, wurde als Hure behandelt und das Kind, welches sie mit gerade 13 Jahren bekam, galt als Hurensohn. Der Cousin verschwand, der Onkel und die Tante nahmen sie angeblich wie ihr eigenes Kind auf, doch sie fühlte sich nie wohl bei ihnen. So ging sie zu einer Hexe und ließ sich einen Ruhnestab machen. Offensichtlich führte dies zu einem Erfolg, denn es tauchte ein Müller in den Dorf auf, der seine Frau und seine Tochter an der Seuche verloren hatte.

Die Hebamme des Dorfes schaffte eine Verbindung, und der Müller heiratete Hanna, die froh war, endlich nicht mehr bei dem Onkel und der Tante sein müssen, auch war endlich die Schande von ihr genommen, denn der Mann nahm das Kind als seinen Sohn an. Natürlich graute ihr bei dem Gedanken, er könnte das gleich mit ihr machen, wie der Cousin, doch dann stellte sie fest, so schlimm ist es gar nicht, es gefiel ihr sogar und entgegen der Vorhersage der Hebamme, bekam sie noch drei weitere Söhne und eine Töchter.

Wie es mit der Familie weiter geht, wie es zwischen dem Mann und Hanna lief, die sich irgendwie liebten, aber nicht wirklich nah waren, das wird in dieser Geschichte erzählt, aber auch wie es mit dem ersten Sohn, der ja nur 13 Jahre jünger war, als die Mutter weitergeht und vorallem auch mit der Mühle, die sie mit dem Mann gemeinsam neu aufgebaut hatte. Ebenso von ihren Eltern und seiner Familie erfährt man einiges, so haben die Frauen zu dienen, die Männer das Geld zu verdienen, mit dem die Frauen Haushalten müssen und doch waren die Frauen Herr im Haus und hatten das Sagen.

Johanna:
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Sie war die Tochter von Hanna. Auf eine Art liebt die Mutter sie, auf der anderen Art hatte sie Angst, denn sie befürchtete, der Tochter könnte gleiches wiederfahren. Vom Vater wurde dieses Kind vergöttert, er nannte sie nach seiner ersten verstorbenen Tochter, und verwöhnte das Kind, nahm es auf dem Rücken überall mit hin und erzählte ihre viele Märchen und Geschichten, so auch vom Tod, bei dem viele Lebenslicher brannten und wenn sie verloschen sind, dann stirbt man.

Als Johanna acht Jahre alt war, starb der Vater, wie es einmal vorhergesagt wurde. Die Mühle wurde verkauft und die Mutter zog mit den Brüdern und ihr in die Stadt. Der erste Bruder war dort inzwischen mit einer jungen Frau liiert, die er sich jedoch weigerte, zu heiraten, bis sie dann schwanger wurde, und seine Mutter eine Heirat endlich durchsetzte. Die drei anderen Brüder fanden sich zunächst in der Stadt nicht zurecht und tranken, doch dann brachte der große Bruder sie zur Besinnung und so fanden auch sie Arbeit und heirateten.
Nur Johanna war noch zu Hause, lebte zwischen durch immer mal wieder bei dem Bruder und seine Frau. Dann bekam sie Arbeit als Dienstmagdt, wo der Hausherr versuchte, auch sie zu vergewaltigen, sie konnte das aber verhindern und fliehen. Der Bruder mischte sich ein, bekam noch einen vollen Lohn für das Kind und suchte ihr eine andere Anstellung, wo sie sich sehr gut machte.

Inzwischen war es üblich, daß auch Frauen arbeiten und Geld verdienen gehen, allerdings herrschte eine große Arbeitslosigkeit und so waren die Männer natürlich dagegen, daß die Frauen arbeiten, denn sie nahmen den Männern ja die Arbeit weg.
Johanna hatte sich mal geschworen, daß sie heiraten würde, doch dann änderte sie ihre Meinung, auch sie wollte versorgt sein und so lernte sie dann ihren Mann kennen. Die beiden wollten heiraten, als Johanna bemerkte, daß sie zum ersten Mal schwanger war. Doch noch ehe das Aufgebot bestellt war, verlor sie das Kind, das ein Junge geworden wäre. Sie wollte eigentlich nicht mehr heiraten, denn inzwischen hatte sie mitbekommen, daß ihre zukünftige Schwiegermutter den zukünftigen Mann unter Kontrolle hatte, und zu Wutausbrüchen neigte, wenn es nicht nach ihrem Willen ging. Erstaunlicher Weise hatte die Mutter, die selber ein uneheliches Kind geboren und viele Demütigungen deswegen ertragen hatte, angeboten, daß sie mit ihr gemeinsam das Kind groziehen würde. Doch dieses Kind sollte es dann gar nicht geben.... .

Trotzdem war die Liebe größer, als die Angst und so heiratete sie doch und die beiden kauften sich außerhalb der Stadt ein schönes kleines Häuschen, mit einem wunderschönen Garten. Hier hatte sie dann noch eine weitere Fehlgeburt, ehe sie ihre Tochter Anna bekam. Zwei weitere Fehlgeburten folgten, die sie aber der Tochter veschwieg, die wohl behütet aufwachsen sollte........... .

Anna:
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Über Anna erfährt man immer zwischendurch einiges, so ist sie einem Mann verfallen, der ihrem ältesten Onkel, dem unehelichen Sohn, sehr ähnlich ist, er sieht gut aus und ist ein Schürzenjäger. Doch die Mutter sagte vorraus, sie würde noch von ihm loskommen und so war es dann auch. Über die Eheprobleme, die Geburt ihrer drei Kinder und die Situation mit der Mutter erfährt man hier eine ganze Menge.

So hatte sie sich z.B. gefragt, warum die Großmutter um 10 Jahre gealter war, als der jüngste Onkel starb, denn er war doch schon erwachsen und hatte sein leben gelebt, die Mutter konnte dazu nur sagen: Es war ihr Kind.

Und genau den selben Schmerz spürte sie, als ihr Sohn mit 40 Wochen starb, die Mutter stand ihr schon direkt nach der Geburt bei, holte die beiden großen Töchter zu sich, so daß Anna sich in den 40 Tagen ganz ihrem Sohn widmen konnte, als dieser starb, verstand sie den Schmerz der Großmutter. Weh taten ihr aber die Worte der eigenen Schwiegermutter: Es war doch nur ein Embrio, dem Anna nur entgegen konnte. Es war mein Kind.

Nach der Geburt der zweiten Tochter hatte Anna sich von ihrem Mann scheiden lassen, da er sie immer betrogen hat, doch sie konnte nicht von ihm lassen und so heirateten die beiden noch einmal, Anna aber immer noch mißtrauisch, was seine Treue angeht.

Was hat die Geschichte in mir bewegt:
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Ich selber habe mein zweites Kind, meinen einzigen Sohn im Alter von vier Monaten verloren, somit konnte ich die vier Frauen sehr gut verstehen, dabei meine ich die Urgroßmutter von Anna, die vier ihrer Kinder verlor, und sich um die neuen Kinder sorgte. Diese Sorge kenne ich zu genüge, vorallem aber auch die Angst. Die Angst hat sich auf Hanna übertragen und sie, wurde von der Mutter so erzogen, daß sie ihre Kinder immer sauber hält, damit sie nicht krank werden. Und vorallem sollten die Kinder immer sehr gut genährt sein, und kräftig. Erzählt wird, daß die Urgroßmutter das Gefühl hatte, in der zweiten neuen Tochter wäre ihre eine Tochter wieder geboren, dieses Gefühl kenne ich auch ein wenig, auch wenn ich es meinen Kinder nie sagen würde!
Auch unterhält sie sich mit ihrem Schwiegersohn, mit Müller, der Hanna heiratet, über ihre Gefühle, denn auch er hat ja eine Tochter verloren, und sie verrät, daß diese Kinder immer noch etwas ganz besonderes für sie sind, und es immer bleiben werden. Auch das kann ich nachvollziehen, denn mein Sohn wird für mich ebenfalls etwas besonderes bleiben. Mir tat es aber gut, dieses Gefühl in einem Buch zu lesen. Aber es ängstigte mich auch, da ich mich so extrem mit dieser Frau identifizieren kann, daß ich Angst habe, noch einmal ein Kind zu verlieren, so wie sie vier Kinder verlor.

Hanna alterte durch den Tod ihres einen Sohnes, denn sie zerbrach daran, auch wenn sie im Gegensatz zu mir, eigentlich keine weiteren Kinder haben wollte, denn die Geburt ist nun mal nicht sehr angehm, und sie hätte nach der Vergewaltigung eigentlich keine weiteren Kinder bekommen dürfen. Doch nach der Geburt empfindet sie für jedes eine unbeschreibliche Zärtlichkeit.

Johanna verliert ihre Kinder, ehe sie geboren wurden, sie lernt sie nicht mal kennen doch das tut ebenso weh, wie ein geborenes Kind zu verlieren, so bald man von seiner Schwangerschaft weiß, liebt man das Kind und freut sich darauf. Doch sie verschweigt ihrer Tochter diese Geschwister, um sie damit nicht zu belasten, diese kann somit nicht verstehen, wie weh es tut, ein Kind zu verlieren und so hat Anna beim Tod ihres Sohnes das Gefühl, durchzudrehen. Sie irrt durch die Straßen, weil sie glaubt, ihren Sohn in der Mütterberatung vergessen zu haben.

Wir haben unseren Töchtern offen erzählt, daß sie noch einen Bruder hatten, für uns lebt er weiter, tief in unseren Herzen. Doch wir glauben auch an ein Leben nach dem Tod, haben durch seinen Tod sogar ein wenig zu Gott gefunden.
Hanna haßt durch ihre Erlebnisse Gott und hält ihn für böse, so weit ist es bei mir zum Glück nicht gekommen.
Johanna hat eigentlich keinen Glauben, obwohl es da ein Erlebniss gab, als sie in den Hallen an einem Delikatesstand verkauft, sie wollte Wasser holen, wurde aber von einer Unsichtbaren Hand festgehalten, sah helle Lichter und konnte die Tür zum Brunnen nicht öffnen, das war ihr Glück und rettete Johanna das Leben, denn wäre sie zum Brunnen gegangen, dann hätte die abstürzende Glaskuppel sie getötet. Sie wurde bekannt, als die Frau, die von Engeln beschützt wurde, und ihre Mutter war sich sicher, daß es stimmte, fragte, ob es der Vater gewesen sein könnte. Doch sie wußte nicht, wer es war.

Gerade dieses kleine Wunder hat mich tief berührt, denn ich hoffe so sehr, daß mein kleiner Sohn, seine drei Schwester ebenso beschützt, wie es wohl jemand in diesem Roman getan hat, schade, daß er aus der Phantasie von der Autorin Marianne Fredriksson entstanden war und nicht der Wirklichkeit entspricht.

Was will der Roman ausdrücken und bewirken:
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In der Einleitung weist die Autorin ausdrück darauf hin, daß die Geschichte nicht der Wirklichkeit entspricht, sondern ihrer Phantasie, aber trotzdem zum Nachdenken über sich und seine Vorahren anregen sollte. Und das hat sie bei mir erreicht, nicht nur, daß ich durch die toten Kinder sehr berührt wurde und noch einmal viel über den Tod meines Sohnes nachgedacht habe, nein, auch über mich und mein Leben habe ich nachgedacht.

Ich bin seit fast sieben Jahren Mutter und haben seit dem keine feste Anstellung mehr, so wie es damals üblich war. Natürlich liebe ich meine Kinder, und ich bin gerne für sie da, doch auf der einen Seite bin ich von meinem Mann total abhänging, er verdient das Geld, das ich nicht ausgeben mag. Wenn es um die Kinder geht, dann o.k. doch für mich? Nein, das mag ich nicht, denn ich bezweifel, es verdient zu haben, auch wenn die Kinder und die Wohnung versorge. So habe ich eigentlich seit der Geburt des ersten Kindes immer nebenbei gearbeitet, um mein eigenes Taschengeld zu bekommen, um mir auch mal etwas gönnen zu können. Seit dem meine zweite Tochter geboren wurde, geht das aber nicht mehr, denn mein Mann hat oft Bereitschaft, muß oft Überstunden machen, einen Babsitter für die Kinder haben wir nicht, also kann ich eine regelmäßige Arbeit vergessen und bin von meinem Mann abhängig, so wie es die Frauen früher waren, bis meine Kinder alle im Kindergarten sind. Mir mißfällt diese Lage, wie sie sicher früher auch ein wenig den Frauen mißfallen hat, denn Johanna z.B. geht aus diesem Grund wieder arbeiten, als Anna ca. 12 Jahre alt ist. Vorallem aber, weil ihr Mann ihr vorwirft, sein Geld zu verschleudern. Diese Worte kenne ich zwar nicht, doch ich kenne eben dieses Gefühl und somit habe ich schon ein wenig in Johanna wieder gefunden. Und das in einer Zeit, wo die meisten Frauen selbständig sind, und schnell nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gehen, doch aus diesem Grund bekommen so viele auch nur ein Kind, was man heute ja glücklicher Weise ein wenig steuern kann.

Marianne Fredriksson will mit ihrem Buch aber auch klar machen, daß man vieles von seiner Mutter übernimmt, vielleicht auch unbewußt. So übernimmt Hanna die Sauberkeit, aus Angst, ihre Kinder könnten sterben, auch an Johanna gibt sie dies weiter, die es ebenfalls übernimmt.
Alle drei sind arbeitswütig, denn sie meinen, sie müssen immer arbeiten, Hanna hat Probleme, ihre wohlverdinte Pension anzunehmen, ihr ist es peinlich, denn sie hat noch nie im Leben etwas bekommen. Auch Johanna möchte nichts geschenkt bekommen und geht eben wieder arbeiten, als Anna 12 Jahre alt ist. Doch welche Frau macht das heute nicht mehr?

Doch auch die Männer sollen besser verstanden werden, wie ihre Eigenarten sind, so z.B. daß sie von den Müttern unter Druck gesetzt werden.
Ein sehr gutes Beispiel in diesem Fall ist der Mann von Johanna, der den gleichen Namen trägt, wie mein Mann. Seine Mutter ist eiskalt und verlangt nur von ihrem Sohn. Und so ist auch er unzufrieden und verlangt viel, gerät schnell in Zorn und schlägt einmal sogar seine Frau, die ihn verläßt, dann aber doch zurückkerht, da sie mit Anna schwanger ist.

Auch Anna hat eine Menge gelernt, ihre Schwiegermutter gleicht vom Wesen her der Großmutter väterlicherseits und ist ebenso eiskalt. Sie scheint offensichtlich der Grund für die Eskapaden des Mannes Anna´s zu sein er rächt sich an seine Frau, für das Verhalten der Mutter.

Mich hat all dies wirklich dazu gebracht, mehr über mich, meine Eltern, meine Großeltern und sogar die Urgroßeltern nachzudenken, denn meine Urgroßeltern entsprechen der Generation von Hanna, meine Großeltern die von Johanna und meine Eltern die von Anna. Auch zwischen meiner Großmutter, meiner Mutter und mir kann ich einige parallelen sehen, einige Wesenszüge, die weitervererbt und angelernt wurden. So wie meiner Mutter nach einer Feier nachts in der Küche stand und abwusch, so räume ich ebenfalls nach einer Feier sofort auf, und lasse nichst bis zum nächsten Tag stehen, dennoch habe ich den Vorteil, daß ich einen Geschirrspüler habe, der dann für mich abwäscht. Doch weggeräumt muß alles sein, ehe ich dann zu Bett finde. Dies ist nur eine der Eigenarten, über die beim Lesen dieses Buches gestolpert bin.

Angst habe ich schon bei einer andere Parallele, meine Großmutter verlor ihr viertes Kind als Baby an einem Herzfehler, so wie ich meinen Sohn verlor. Doch sie verlor auch ihr erste Kind, an einer Hinrhautentzündung im Alter von 11 Monaten, so bin ich froh, wenn meine kleine Tochter ein Jahr alt ist, denn in der Geschichte verlor die Urgroßmutter 4 Kinder, Johanna hatte vier Felgeburten, Hanna verlor ein Kind, allerdings schon in hohem Alter, wo die Enkelin den Tod des Onkels mitbekommen hat und Anna verlor ebenfalls ein Kind. Doch so etwas muß sich ja nicht widerholen und hatte sicher keine wirkliche Bedeutung in der Geschichte.

Was mich aber besonders beeidruckt hat, es wird nur sehr wenig von Liebe in dem Roman gesprochen, und doch sind die Eltern immer für die Kinder da. So merkt man zwischen Hanna und Johanna keine Zärtlichkeit, trotzdem sorgt sich Hanna um Johanna und nimmt sie wieder bei sich auf, als der Mann sie schlug. Und auch Johanna, die nicht viel Liebe für die Mutter fand, nimmt diese bei sich auf, als sie im Sterben liegt.
Erst bei Johanna und ihrer Tochter Anna kann man von Liebe reden, so ist Johanna auch die erste der Frauen, die sich wirklich ein Kind wünscht.

Wie ist meine Meinung zu dem Buch:
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Ich habe das Buch an zwei Tagen gelesen, zu Beginn tat ich mich etwas schwer, denn die Einleitung fand ich doch recht verwirrend. Als es dann aber mit Hannas Geschichte begann, konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen, zum Glück hatte ich von meiner Familie einen Gutschein zum Geburtstag bekommen, für ein arbeitsfreies Wochenende, was ich dann an diesem Tag eingelöst habe, um das Buch zu lesen. Ich habe die Geschichte regelrecht in mich aufgesogen, so sehr interessierte es mich, wie es weiterging.

Geschrieben ist das Buch auf der einen Seite sehr gut verständlich, zwischendrin allerdings auch verwirrend, daß ich manche Sätze mehrmals lesen mußte, um sie zu verstehen, vorallem aber um zu begreifen, um welche Person es sich handelte. Dies kann aber auch an der Übersetzung aus dem Schwedischen liegen. Den Anfang fand ich recht langezogen, so daß ich das Buch schon fast wieder enttäuscht beiseite gelegt hätte, aber dann bei Hanndas Geschichte fesselten mich die Geschehnisse so sehr, daß ich einfach wissen mußte, wie es weiter geht. Ich fühlte mich, als säße ich in der Mühle bei der Familie und gehörte einfach dazu.

Wer Interesse an diesem Buch gefunden hat, dem kann ich es wirklich empfehlen, und man muß Bücher ja nicht unbedingt neu kaufen, ebay macht es möglich.

Algemeine Infos:
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Erschienen ist das Buch: Hannas Töchter im Fischer Verlag unter der ISBN 3-596-14486-8. Geschrieben wurde es im Jahr 1994.

Die Autorin Marianne Fredriksson ist ebenfalls Mutter von zwei Töchter und arbeitet als Jornalistin, geboren wurde sie 1927, was in etwa dem Geburtsjahr der Anna entsprechen würde, so kommt immer wieder der Verdacht auf, die Geschichte sei doch nicht erfunden, sondern hätte sich tatsächlich so abgespielt, wie sie geschrieben wurde, doch dies weist die Autorin ja ausdrücklich von sich fern.... .

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-04 11:27:52 mit dem Titel Joy Fielding : Ich will ihren Mann

Wie ich zu dem Buch kam:
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Ein Bericht auf ciao war Schuld. Dieser hatte mich so sehr faziniert, daß ich sofort ebay aufrief und dort das Buch tatsächlich zu einem günstigen Preis ersteigern konnte. Zu welchem Preis, das weiß ich leider nicht mehr, denn das war noch vor meinem Umzug.
Ausgezeichnet ist das Buch mit DM 12,90 somit schätze ich seinen derzeitigen Preis um die 7 Euro, wenn man das Buch neu kauft.

Wie sieht das Buch aus:
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Mein Buch sieht im Einband etwas anders aus, als das im Bild oben abgebildete. Es hat einen schwarzen Taschenbucheinband. Auf der Vorderseite ist eine Frau abgebildet, vond er man lediglich unter rotem Schimmer das Gesciht sehen kann. Darunter steht der Name der Autorin und der Titel.
Auf der Rückseite ist ein Foto von der Autorin, ein sehr schönes Foto, wie ich finde, und ein Einblick auf den Inhalt des Buches zu lesen.

Insgesamt besteht das Buch aus 390 Seiten, die durchgehend bedruckt sind. Es gibt in dem Buch keine Bilder oder Fotos.
Lediglich kleine Absätze werden gemacht, so daß man auch eine Pause beim Lesen finden kann, um die Toilette aufzusuchen oder ähnliches, denn für längere Zeit legt man das Buch nicht gerne aus der Hand, wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat.

Meine Ausgabe ist eine vollständige Taschenbuchausgabe aus dem Jahre 1988. Geschrieben wurde das Buch im Jahre 1983 unter dem originalen Titel: The other Woman.

Worum geht es in dem Buch:
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Hauptrolle spielt Lillian Plumbley, 34 Jahre alt, zweite Frau des Antwaltes David Plumbley.
Lillian arbeitete früher beim Fernsehen. Durch diese Arbeit hat sie ihren Mann kennengelert, der damals noch verheireitet war. Wegen ihr hat er seine erste Frau und seine zwei Kinder verlassen. Die beiden führen nun ein einfaches Leben, haben eine kleine Wohnung, denn der größte Teil von Davids Verdienst geht für seine Exfrau und die Kinder drauf, Lillien betreitet zum Größen Teil den Unterhalt für sich und ihren Mann. Aus Liebe hat sie ihren Job aufgegeben unterrichtet nun an der Uni, um mehr Zeit für ihren Mann zu haben, der bei ihren Einsätzen immer Angst um sie hatte und dem es mißfiel, daß sie ständig auf Reisen war. Doch in ihrem Job ist Lilli nun überhaupt nicht glücklich.
Auf einem Firmen Picknick dann begegnet sie einer sehr jungen und besonders hübschen Frau, die ihr geradewegs ins Gesicht sagt, daß sie ihren Mann heiraten will. Eigentlich ist dies der Anfang der Gechichte, Hintergründe erfährt man so nach und nach.

Lillian macht sich Gedanken deswegen, vorallem weil die andere viel hübscher ist als sie. Sie hat oft munkeln hören, warum David seine hübsche Frau für sie verlassen hat, und das macht sie unsicher.
David merkt, daß mit seiner Frau etwas nicht stimmt, sie will ihm zunächst nichts davon sagen, denn sie befürchtet, damit würde sie ihren Mann erst recht neugierig auf die andere machen, doch sie kann ihm nicht verheimlichen, daß sie Sorgen und Angst hat. Also erzählt sie von der Begegnung und ihr Mann glaubt das Ganze nicht, hält es für einen Scherz und versucht sie beruhigen, beteuert, wie sehr er sie liebt.
Zu diesem Zeitpunkt lieben die beiden sich auch noch sehr, sehr häufig.
Leicht hat diese Ehe es nicht, alleine schon durch die Geldsorgen, die durch die Exfrau entstehen und dann auch durch ihre immer wieder nervenden Anrufe, wenn sie etwas neues fordert. Meistens ruft sie dann an, wenn Lilli und Dave gerade im Bett landen, was natürlich die Stimmung versaut.
Doch auch die Eifersucht von Lilli auf Nicole, die ja ihren Mann heiraten will, verdirbt oft genug die Stimmung, denn Nicole ist schlau und fädelt es oft ein, daß sie mit Dave zu Mittag ist oder anders an ihn herankommt. Dave denkt sich dabei zunächst jedoch nichts, er sieht in ihr ein armes schüchternes Mädchen, daß nur Schutz sucht. Da Lilli aber immer eifersüchtig ist, verschweigt er ihr Treffen mit Nicole, doch Lilli bekommt das meistens raus und ist dann erst Recht eifersüchtig, was zu Streit führt.

Besonders schlimm wird es, als der Gründer und Oberhaupt der Kanzlei ermordet wird, seine Frau wurde ebenfalls zusammengeschlagen. Lilli ist mit der Frau sehr gut befreundet, und sie ist die einzige, mit der Beth, die Frau des ermordeten redet.
Und so ist Lilli auch die erste, die erfährt, daß Beth ihren Mann getötet hat. Da sie nicht weiß, was sie mit dieser Nachricht tun soll, denn sie ist selber zu sehr durcheinander und David hat keine Zeit für sie, als sie mit ihm darüber reden will, hütet sie das Geheimnis, bis Beth eine Presskonferenz gibt, in der sie gesteht. Auf einmal steht die Frau alleine da, ein ehemaliger Freund ihres Mannes weigert sich, sie zu verteidigen, denn sie hat ja seinen besten Freund ermordet und zwischen David und Lilli baut sich etwas auf, denn Lilli glaubt der Freundin, daß ihr Mann sie jahrelang gequält hat, zumal es auch Hinweise darauf gab, wie z.B. daß sich Beth beim gemeinsamen Sport nie nackt zeigte. Früher dachte Lilli weil sie sich schämt, nun weiß sie, wegen der Wunden, die ihr Mann ihr zugefügt hat. Da die beiden aber immer wie frisch verliebt wirkten, glaubt außer Lilli niemand, daß der Chef der Kanzlei dazu in der Lage gewesen wäre und alle stellen Beth als Irre da, auch ihr Mann David............

Mehr möchte ich nun nicht verraten, das reicht zum Inhalt, denn wer das Buch noch lesen möchte, der will sicherlich die Spannung erhalten haben.

Wie hat mir das Buch gefallen:
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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Schreiweise ist fesselnd, auch wenn dies nicht nur an der Autorin liegt, sondern ebenfalls an der Übersetzerin Christa Seibicke, die den Roman ins Deutsche verfaßt hat.
Besonders gut gefällt mir aber, daß es nicht nur um eine Sache geht, sondern viele Nebenhandlungen das Buch interessant machen. So geht es zwar in erster Linie um Nicole, die versucht Dave auszuspannen und hierfür alle Register zieht, doch man lernt auch Lili und ihre Perönlichkeit kennen. Sie ist gütig, hatte selber eigentlich nicht vor, Dave seiner Frau auszuspannen, doch sie konnte sich nicht wehren, daß sie sich in ihn verliebt. Und er machte ihr von sich aus den Hof, log ihr vor, daß er in Trennung leben würde. Erst als für Lilli zu spät war, bekam sie raus, daß die Ehe eigentlich intakt war.
Nun muß sie befürchten, daß es ihr ebenso ergeht, wie ihrer Vorgängerin, nur daß da eine Frau ist, die sich geziehlt in die Ehe eimischt und mit fiesen Tricks versucht, den Mann auszuspannen.

Bisher war ich auch immer der Meinung, eine andere Frau oder ein anderer Mann hat nur eine Chance, wenn die Ehe schon kaputt ist, doch dieses Buch hat mich eines anderen belehrt. Eine gute Ehe kann von Außenstehenden kaputt gemacht werden, wenn nicht beide Partner aufpassen.
Mit einer angeblichen Freundin hatte ich ähnliches erlebt, allerdings mit dem Glück, daß mein Mann das ähnlich sah und wir aus diesem Grund gemeinsam den Kontakt zu ihr abgebrochen hatten. In dem Buch glaubt David seiner Frau allerdings nicht und ist so auf dem besten Weg, Nicole in die Fänge zu gehen, während Lilli vor Angst fast durchdreht.

Interessant finde ich vorallem die Zeitsprünge, so wird nicht nur aus der Gegenwart erzählt, sondern auch aus der Vergangenheit, aus der Zeit, wo Lilli und David sich kennenlernen, aus ihrer Zeit als heimliches Paar und aus ihren ersten Ehejahren.

Lehrreicht finde ich aber für den Leser viele Dinge, wie schon erwähnt, daß eine gute Ehe ganz fies zerstört werden kann, wenn es jemand drauf anlegt, aber auch daß sich niemand selber aufgeben sollte. Lilli hat sich im Grunde selber aufgegeben, sie wünschte sich eigentlich noch Kinder, doch David will keine mehr, ihm zu Liebe verzichtet sie drauf. Ebenso hat sie auf ihren Beruf verzichtet, der für sie Erfüllung war, doch auch bereut sie inzwischen, merkt es aber erst, daß es ein Fehler war, als sie das Gefühl hat, ihren Mann zu verlieren.
Sicherlich gehört in jede Ehe ein Kompromiss, doch er sollte nicht so weit gehen, daß einer sich vollkommen aufgibt, das führt dann schnell zum Ende.

Aus diesem Grunde kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, denn es ist sehr spannend, schnell gelesen und es gibt gewisse Denkanstöße, die man vielleicht vor oder zu Beginn einer Ehe annehmen sollte, denn die Ehe und die Liebe sind Hauptema dieses Buches.

Fazit:
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Absolut empfehlenswert, nicht nur für Frauen, obwohl die sich sicherlich in erster Linie angsprochen fühlen.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-04-22 11:43:04 mit dem Titel Ist das wirklich Isabelle von Marie Louise Fischer

Wie ich zu dem Buch kam:
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Endlich kam ich dazu, die letzten Kartons des Umzugs auszupacken, einer der Kartons beeinhaltete Kinderbücher von mir, die ich für meine Kinder aufbewahren wollte. Sehr vertraut war mir dabei das Buch

Ist das wirklich Isabelle, obwohl ich mich an die Geschichte nicht wirklich erinnern konnte. Und so konnte ich gar nicht anders, als über Ostern dieses Buch noch einmal wieder zu lesen.

Worum geht es in der Geschichte:
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Isabelle ist ein Stadtkind, verwöhnt und verzogen. Sie hat noch zwei ältere Geschwister, doch die sind wesentlich älter und waren eigentlich auch immer für sie da.
So erzählt die Geschichte von ihrem Geburtstag, an dem sie trotzig und enttäuscht ist, weil sie kein eigenes Radio bekommen hat, dabei bekommt sie sonst immer alles, was sie sich wünscht. Vorallem aber steht sie vor ihren Freundinnen dumm da, denen sie doch schon erzählt hat, daß sie ein Radio bekommen würde.

Weiter geht es mit Weihnachten, auch hier wird der Wunschzettel sehr ausverschämt. Dann möchte sie ihre Meinung ändern, weil die Klasse in den Winterferien auf Klassenreise zum Ski fahren möchte, das alleine wünscht sich Isabelle, aber auch nicht lange. Denn als die Reise erlaubt wird, teilen die Eltern ihr mit, daß sie mit der großen Schwester ebenfalls verreisen würden, nach Garmisch Patenkirchen, was natürlich viel schöner und feiner ist, als die Klassenreise, also will Isabelle dort mit und verspricht viel.

Schon nach den ersten Minuten der Fahrt, hat Isabelle dieses Versprechen vergessen. Mit einem Trick bekommt sie ihre Mutter dazu, mit ihr den Platz zu tauschen, damit sie vorne sitzen kann. Im Hotel in München, wo die Familie einen Zwischenstopp macht, schafft sie es, daß die Schwester nicht ausgeht, sondern bei ihr bleibt, weil sei angeblich angst hätte. Da reicht es selbst dem Vater und er hat eine Idee..... .

Wie hat mir die Geschichte gefallen:
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Ich habe die Geschichte an einem Abend durchgelesen, ein Kind im Alter von ca. 9 Jahren würde meiner Meinung nach eine Woche dafür brauchen, wenn es jeden Abend ein bisschen liest.
Nun kann ich auch sehr schnell lesen und mich hat die Geschichte dann doch ein bisschen gefesselt, zwar weniger aus der Sicht des Kindes, mehr aus der Sicht einer Mutter. Wer weiß, wie unsere Kinder sich eines Tags noch benhemen, zwar haben wir nicht viel Geld, aber ich versuche auch, meinen Kindern alles mögliche zu ermöglichen. Außerdem sind da noch die Großeltern, die für viele Wünsche offene Ohren haben, somit ist eignetlich jeder Wunschzettel zum Geburtstag, zu Weihnachten und sogar zu Ostern meistens komplett erfüllt, und daß obwohl meine Schwiegereltern und die Großmutter meines Mannes, die Wünsche nicht beachten, sondern mit anderen (leider meist unnützen Dingen) ankommen. So werden unsere Kinder doch oftmals arg überhäuft, was ich schon immer schlimm fand, aber nach dieser Geschichte noch viel schlimmer.

Aber es ist nicht nur das Materielle Probleme bei der Familie, sondern die kleine Isabelle schafft es, die Eltern und auch die große Schwester zu manipulieren, wo sie nur kann. Durch den großen Altersabstand zu den Geschwistern wächst sie quasi als Einzelkind auf. Sie ist das kleine Nästhäkchen, das eben von allen verwöhnt wird.

Durch einen Trick des Vaters wandelt Isabelle sich aber und erkennt, wie schön das einfache Leben sein kann und was wahre Freundschaft wirklich bedeuten. Ein bisschen habe ich mich an meine Kindheit zurückerinnert. Zwar war ich keine so verwöhnte Ziege, meine Eltern konnten mich alleine lassen, wenn sie ausgehen wollten, aber ich bin in der Stadt groß geworden, habe die Wochenende bei meiner Großmutter auf dem Land verbracht, wo ich mich viel, viel wohler gefühlt habe. Und so ähnlich geht es Isabelle in der Geschichte, die nicht im schönen Kurort Garmisch landet, sondern bei einer befreundetetn Familie, die auf einem Bauerhof lebt, der nächste Hof ist weit entfernt, keine Stadt ist in der Nähe. Hier kleidet man sich anders und hier lebt man einfach ganz anders, als in der Stadt.

Ich werde meiner großen Tochter dieses Buch auf jeden Fall zu lesen geben, es liegt schon in ihrem Zimmer. Zwar hat sie ihre Aufgaben im Haus und bekommt nicht alles, aber ich finde es trotzdem sehr wichtig, daß sie die Geschichte liest. Die Geschichte erklärt, wohin Trotz führen kann, und vorallem, worauf es bei Freundschaft ankommt. Auch meine Tochter hat einige solcher angeblichen Freundinnen, die sich alle nur messen, wer die meisten Diddl Blätter, oder Diddl Klamotten hat. Wer mithalten kann, der zählt, die anderen sind nichts wert. Doch das beduetet keine Freundschaft, ich hoffe, das lernt meine Tochter beim lesen dieses Buches, so daß sie auf diese Weise dann auch ihre wahren Freunde erkennt und pflegen kann.

Soche verzogenen Kinder, wie Isabelle gibt es heute leider zu genüge, meistens Einzelkinder, die statt mit Geschwistern, mit Matriellen Dingen überschüttet werden. Isabelle erkennt in dem Buch, wie schön es doch wäre, gleichaltrige Geschwister zu haben, denn eigentlich wollen Kinder gar nicht mit Spielzeug überschüttet werden, sie wollen lieber miteinander etwas anfangen, doch in der Stadt gibt es dafür leider nur wenig Möglichkeiten.

Fazit:
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Ein sehr empfehlenswertes Buch, welches als Taschenbuch erschienen ist. Ob es dieses Buch noch in neu gibt, das kann ich leider nicht sagen, denn es ist ein altes Kinderbuch von mir, was mir sehr gut gefallen hat. Deswegen hoffe ich, daß es dieses Buch auch heute noch zu kaufen gibt, vorallem aber hoffe ich, daß viele junge Mädchen das Buch lesen, um daraus zu lernen, wohin Egoismus eines Tages führen kann.

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