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Erfahrungsbericht von Schlumpfinchen

Können Tiere die Welt retten wenn die Menschen versagen?

Pro:

Leicht und flüssig zu lesen, Figuren sehr gut beschrieben, spannend

Kontra:

keine

Empfehlung:

Nein

In letzter Zeit hab ich wieder Mal ein Buch nach dem anderen verschlungen, angefangen bei Sachbüchern, Historyromane bis zu Fantasy. Am liebsten lese ich Bücher im Bereich Fantasy und Science-Fiction, und auch dieses Buch fällt eindeutig in die Kategorie Fantasy, obwohl es mir teilweise auch sehr märchenhaft vorkam. Das Buch ist von Alan Dean Foster und heisst \"Am Ende des Regenbogens\".

DIE STORY

Das Buch beginnt mit der Belagerung der Stadt Kyll-Bar-Bennid im Land Gothlanden durch die gefürchtete Totumakk-Horde. Die Kämpfer der Stadt können die Angreifer Anfangs gut in Schach halten, bis zum auftauchen des gefürchteten Khaxan Mundurucu. Dieser ist als Monster und seelenloser Schlächter bekannt. Die dunklen Künste sind sein Metier und die Verzweiflung anderer seine größte Freude. Khaxan Mundurucu ist der schrecklichste schwarze Magier und allein sein Auftauchen vor der Stadt versetzt schon alle Kämpfer in Angst und Schrecken.

Doch auch ein anderer Zauberer taucht unvermutet in der Stadt Kyll-Bar-Bennid auf, was allen Kämpfern wieder Hoffnung gibt - der legendäre Susnam Evyndd. Ein Magier der Tat und nicht nur der geflüsterten Worte und Runenspielchen, wie es die anderen Zauberer der Stadt fabrizieren. Susnam Evyndd allein stellt sich dem bösen Magier, kann jedoch nichts gegen ihn ausrichten und stirbt im Laufe der magischen Schlacht.

Der plötzliche Tod von Susnam Evyndd führt dazu das die meisten Krieger fliehen und die restlich verbliebenen ergeben sich. Doch Khaxan Mundurucu und seiner Totumakk-Horde ist dies noch nicht genug, da sie neue Aufstände fürchten. Um diese im Keim zu ersticken, stürzen sie alle Menschen in Gothlanden in Verzweiflung und Gleichgültigkeit, in dem sie dem Land durch einen bösen Zauber sämtliche Farben stehlen. Das Land versinkt in einem Grauen Schleier.

Wie es Brauch unter den Zauberern ist, wird die Leiche von Susnam Evyndd verbrannt und seine Asche zum letzen von ihm bekannten Wohnort gebracht und in den Räumlichkeiten verstreut. Keiner interessiert sich für die dort noch lebenden Tiere - drei Katzen, ein Hund, eine Schlange und ein Vogel. Doch Susnam Evyndd hatte seinen Tod mit eingerechnet und bewirkte deshalb vorher noch einen grossen Zauber, der die Tiere nach dem verteilen der Asche in Menschen verwandelt.

Oscar, der Hund, auch nach seiner Verwandlung zum Mensch, weiter ausgestattet mit seinem guten Geruchssinn und seinem freundlichen und vertrauenserweckenden Wesen wird zum Anführer der Gruppe ernannt. Mamamitzi, die älteste Katzendame, ist sehr weise jedoch auch sehr energisch und manchmal etwas ungeduldig. Cocoa, eine Katzendame, ist vom Wesen her immer darauf bedacht sehr schön auszusehen, was sich auch in Menschengestalt nicht ändert. Cezer, ein noch recht junger Kater, der ständig hinter Cocoa her ist und ebenso streitlustig und vorlaut ist. Samm, die Schlange, verwandelte sich zu einem Riesen von Mensch, gutmütig und ruhig jedoch auch zurückhaltend und stets bedacht. Und Taj, der Vogel, sehr ängstlich und der kleinste der Gruppe.

Der Gruppe ist augenblicklich klar das ihr Herr so einen Zauber nie ohne Grund aussprechen würde und suchen das Haus nach den Gründen für ihre Verwandlung ab. Im Arbeitszimmer werden sie fündig. Auf einer kleinen Notiz finden die Tier-Menschen weitere Anweisungen ihres Meisters in dem er sie darin auffordert, die verlorene Farbe zu finden und wieder zurück nach Gothlanden zu bringen. Die Gruppe erinnert sich an viele Geschichten und Erzählungen ihres Herrn und beschließen daraufhin den nie verschwindenden Regenbogen aufzusuchen um dort die verlorene Farben einzufangen.

Doch ihre Reise zum Regenbogen bleibt nicht unentdeckt, da die tierischen Verhaltensweisen trotz ihrer Bemühungen diese so gut wie möglich zu vertuschen um nicht weiter aufzufallen, trotzdem nur all zu oft ersichtlich sind. Khaxan Mundurucu vermutet schon nach einem Hinweis eines Spions das es sich hierbei um verwandelte Tiere handelt und schickt den sechs Gefährten ebenfalls drei schrecklich verwandelte Wesen hinterher um diese zu ihm zu bringen.

Das Sechser-Gespann wird gerade dann von den drei monströsen Gestalten angegriffen als diese den Regenbogen erreichen. Taj, der Vogel-Mann entdeckt jedoch in letzter Sekunde eine Tür in den Regenbogen, worin dann die Gefährten auch augenblicklich verschwinden. Ihre Verfolger jedoch bleiben zurück und können sich das plötzliche Verschwinden der Sechs auch nicht erklären.

Die Freunde tauchen im roten Teil des Regenbogens auf und erfahren ziemlich schnell das dies als Rotes Land bekannt ist. Das rote Land ist von merkwürdig aussehenden Gestalten bewohnt, die den Kameraden sehr freundlich erscheinen. Doch kurz darauf werden sie schon mit Knüppeln geschlagen, was in diesem Land bedeutet das man jemanden mag. Und um so fester man jemanden schlägt, umso lieber mag man ihn. Die Freunde möchten dieses Land so schnell wie möglich verlassen, jedoch nicht ohne sich vorher danach zu erkundigen wie sie die Farben zurück in ihre Welt bringen können. Hier erfahren sie, das sie das weiße Licht finden müssen, denn dieses beherbergt alle Farben in sich. Doch leider gibt es im Roten Land keine andere Farbe wie die unterschiedlichsten Rottöne. Jedoch gibt ihnen jemand darüber Auskunft das es im Violetten Land zu finden ist.

Die Tier-Menschen machen sich auf den Weg in das Orange Nachbarland und werden dort ebenfalls sehr merkwürdig empfangen. Die Bewohner kichern und lachen die ganze Zeit und wollen auch Oscar den Hund dazu bringen indem sie ihn ringelblumeln, was so viel wie kitzeln bedeutet. Doch dieser verliert vor lauter lachen das Bewusstsein und den Freunden wird sehr schnell klar das es für sie auch sehr böse enden könnte, woraufhin sie fliehen.

Im gelben Land, werden sie sehr freundlich von den dort lebenden Kreaturen empfangen, doch nach ihren bisherigen Abenteuern im Regenbogen sind sie auch schon äußerst misstrauisch. Die gelben Bewohner jedoch versuchen die Freunde nur zu warnen, wobei sie sich aber nicht sehr deutlich ausdrücken. Sie bauen ihnen jedoch jedem einen Sonnenschirm und erinnern die Gefährten stets daran diesen bei sich zu tragen und sich niemals ohne diesen Schirm der Sonne auszusetzen. Cezer jedoch ignoriert die Warnungen und verachtet den Sonnenschirm, bis er von seinem eigenen Schatten angegriffen wird. Schnell wird ihm klar für was der Schirm gut ist und weshalb er ihn zu seinem Schutz benötigt.

Als nächstes erreichen sie das Grüne Land, die Hoffnung das sie hier mal nicht von merkwürdigen Lebewesen oder Ereignissen überrascht werden, schwindet immer mehr. Zudem sie sehr schnell bemerken das dieses Land nur von Bäumen bewohnt ist, die sie nicht gerade freudig empfangen. Die Bäume können sprechen und greifen sie auch an in dem sie mit Dornen beworfen werden oder von Würgepflanzen umschlingt werden. Mit Hilfe von drei etwas freundlicheren Bäumen werden sie durch den Wald geleitet, jedoch auch nicht ohne des öfteren in gefährliche Situationen zu geraten. Doch am Ende erreichen sie die Grenze zum blauen Land.

Das blaue Land erweist sich als riesiger Ozean, der jedoch nur knietief ist, woraufhin die Gruppe entscheidet einfach durchzuwaten. Auch dort treffen sie auf winzig kleine unter dem Wasser lebenden Lebewesen ? die Twiehns. Sie helfen den kleinen elfenähnlichen Wesen an die Oberfläche, denn diese können sich nur dort vermehren. Auch diese klären sie darüber auf das sich das Blaue Land nicht um einen Ozean handelt sondern als ?Auge des Betrachters? bekannt ist. Den Tier-Menschen wird sehr schnell klar gemacht was man darunter versteht, als sie plötzlich ein grosses Lid mit Wimpern auf sich zurasen sehen. Das Auge schließt sich und die Gefährten sitzen fest, sie werden darüber aufgeklärt das, indem sie den Twiehns halfen sich zu vermehren, das Gleichgewicht gestört haben. Doch auch aus dieser brenzligen Situation entkommen die Kameraden und erreichen endlich das Violette Land.

Kaum im Violetten Land angekommen verwandeln sich die sechs verwandelten Menschen in ihre ursprüngliche Tiergestalt zurück. Sie sind völlig verwirrt und weichen wieder einige Schritte zurück, woraufhin sie sich wieder in Menschen verwandeln. Sie denken das es schon seine Gründe haben dürfte und setzen ihren weg als Tiere fort. Hier treffen sie auf einen kleinen Mäuserich, den erst mal als kleine Zwischenmahlzeit für Cezer gedacht war. Dieser weicht aber zurück nachdem sich sein Imbiss ihn zu beschimpfen beginnt. Die Maus klärt die sechs Tiere über das Violette Land auf, hier gibt es z.B. Fleischfrüchte, so das alle Tiere des Landes in Harmonie miteinander leben können. Das Violette Land entpupt sich als das reinste Paradies und Cezer hat nicht mehr die geringste Absicht das weiße Licht zu suchen und nach Gothlanden zurückzubringen. Bei einem Besuch der sechs Freunde in dem hiesigen Museum finden sie das weiße Licht und wollen es stehlen, werden jedoch dabei erwischt und vor Gericht gestellt. Nur Cezer konnte sich unbemerkt verstecken und entkam.

Ob er seinen Freunden jetzt doch zur Hilfe eilt und wie die Geschichte weiter geht müsst ihr schon selber lesen. Denn ich möchte doch keinen daran hindern das Buch selbst zur hand zu nehmen.

MEINE MEINUNG

Das Buch ist am Anfang etwas schwer zu lesen, was die vielen komplizierten Namen ausmachen. Das ist jedoch sehr kurz und das Buch zieh einen sehr schnell in seinen Bann. Das Buch ist in 21 Kapitel unterteilt, was es sehr vereinfacht wenn man es zur Seite legt um später weiter zu lesen. Es ist sehr flüssig geschrieben und einfach zu verstehen.

Am Besten hat mir gefallen wie Alan Dean Foster die einzelnen tierischen Gewohnheiten der Tiere beschrieben hat. Er hat immer wieder kurze, manchmal sehr witzige Angewohnheiten mit eingefügt. Zum Beispiel das die Katzen sich sogar in Menschengestalt immer wieder durch Lecken versuchen sich zu reinigen. Oder wie ängstlich Taj, der Vogel-Mensch, plötzlich ist wenn er auf einem Baum sitzt da er ja keine Flügel mehr hat. Genauso gut hat er hervorgebracht wie das natürliche Verhalten der unterschiedlichen Tiere untereinander ist, unter denen es auch sehr häufig zu Streitereien und Zankereien kommt. Was allerdings immer wieder für amüsante Einlagen sorgt.
Sehr interessant fand ich auch wie er die tierischen Instinkte und Begabungen der einzelnen Tierarten mit in das Buch einfließen lässt. Denn gerade diese Instinkte retten den Tier-Menschen nur all zu oft das Leben. Natürlich wurden die Sechs Freunde auch jeder mit einer magischen Fähigkeit ausgestattet, auf die ich allerdings in der Buchbeschreibung nicht eingegangen bin, denn etwas Spannung sollte ja noch bleiben. Alles in allem kann ich das Buch \"Am Ende des Regenbogens\" nur weiterempfehlen.

Am Ende des Regenbogens war mein erstes buch was ich von Alan Dean Foster gelesen hab, aber es war bestimmt nicht mein letztes.

Erworben hab ich das Buch bei Amazon.de für 7.90 Euro. Hierbei handelt es sich um das Taschenbuch und nicht um eine gebundene Ausgabe.

ALAN DEAN FOSTER

Alan Dean Foster ist 1946 geboren und lebt heute in Arizona USA. Seine Schreibkarriere fing im 1968 mit Kurzgeschichten an. Sein erster Versuch an einem Roman wurde 1972 veröffentlicht. Mittlerweile zählt Alan Dean Foster zu einer der bekanntesten Schriftstellern und hat über 90 Romane geschrieben. \"Am Ende des Regenbogens\" ist so viel ich weiss sein jüngstes Werk und erschien im Juni 2002.

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