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Erfahrungsbericht von Beikilein

"...weil mein Vater Priester ist"

Pro:

Wahnsinnig interessant!

Kontra:

bedrückend

Empfehlung:

Nein

Der Auto Thomas Forster berichtet in diesem Buch über sein Leben als Priestersohn.

Inhalt:
Als Thomas mit neun Jahren erfährt, dass ein katholischer Priester, Direktor der örtlichen Klosterschule, sein Vater ist, fällt es ihm schwer, mit dem Geheimnis zu leben. Nach Jahren des Versteckspiels bekennt sich der Geistliche endlich zu seiner Familie. Aber das Zusammenleben ist so konfliktreich, dass Thomas schwer erkrankt ...

Lange dachte Thomas er sei -wie sein älterer Bruder- ein Kind aus erster Ehe seiner Mutter. Dabei kennt er seinen wirklichen Vater längst: den katholischen Priester, bei dem er Messdiener ist, Direktor der örtlichen Klosterschule, Arbeitgeber seiner Mutter und anscheinend auch ihr Vertrauter. Dass dieser Mann sein Vater und uns auch der seiner jüngeren Schwester ist, erfährt Thomas im alter von 9 Jahren. Dieses Wissen belastet das katholisch erzogene Kind sehr.

Doch erst als der Vater beschließt zu seiner Familie zu stehen und die Mutter zu heiraten, beginnen die wirklichen Probleme. Arbeitslosigkeit, öffentliche Diskriminierung, das Gefühl, vor Gott versagt zu haben, der hektische Alltag in der Familie, all dem ist der Priester nicht gewachsen. Es gelingt ihm nicht, den Kindern ein liebevoller Vater zu sein.

Für Thomas, der sich nichts sehnlicher gewünscht hatte, bricht eine Welt zusammen. Er leidet so sehr, dass er sogar schwer krank wird.

Fazit:
Ich habe mir dieses Buch im Sommerurlaub in der Bretagne in einer Buchhandlung in der sie auch deutsche Bücher hatten besorgt, weil mir mein Lesestoff ausgegangen war. Anfangs habe ich gedacht, na ja fängst Du mal an zu lesen, vielleicht wird es ja ganz nett. Und tatsächlich! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der hand legen. Ich habe es überall mithingenommen, an den Strand, ins Auto etc. Mich hat das Buch wahnsinnig fasziniert.

Die Zeugung eines beliebigen Kindes
ist im Sinne der Kirche eine heilige Handlung.
Die Zeugung eines Priesterkindes im Sinne der Kirche aber eine
verbrecherische Handlung. Mit den Worten eines Kirchenrechtlers,
mit einem Bankraub vergleichbar.
Und entsprechend sind die kirchlichen Strafen...

Das Drama und die Verzweiflung, die einsetzen, wenn ein Kind erlebt und erfährt, dass sein Vater ein katholischer Priester ist, der das Kind und die Mutter liebt und ihnen nah sein will, aber in der Öffentlichkeit und der Kirchen-Leitung zuliebe diese Verbindung verschweigen und verheimlichen muss, wird in diesem Buch verdeutlicht.

Ich habe mir dieses Buch im Sommerurlaub in der Bretagne in einer Buchhandlung in der sie auch deutsche Bücher hatten besorgt, weil mir mein Lesestoff ausgegangen war. Anfangs habe ich gedacht, na ja fängst Du mal an zu lesen, vielleicht wird es ja ganz nett. Und tatsächlich! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der hand legen. Ich habe es überall mithingenommen, an den Strand, ins Auto etc. Mich hat das Buch wahnsinnig fasziniert.

„...weil mein Vater Priester ist“ von Karin Jäckel und Thomas Forster
Aus der Reihe: Erfahrungen
Neue Auflage bei Bastei-Lübbe
Preis 6,90 €
ISBN 3-404-61503-4
Taschenbuch
395 Seiten

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