Erfahrungsbericht von Mhkize
Fthenakis, Wassilios E.: Väter
Pro:
Nicht nur für Männer interessant.
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wassilios E.Fthenakis:
Väter
Band 1: Zur Psychologie der Vater-Kind-Beziehung
ISBN 3-541-14091-7
Band 2: Zur Vater-Kind-Beziehung in verschiedenen Familienstrukturen
ISBN 3-541-14092-5
Deutscher Taschenbuch Verlag
Ausgabe September 1988
Beide Bände sollten als eine Einheit betrachtet werden.
Fthenakis gilt als Vater der Vaterforschung. In seinen Büchern geht er auf alle Aspekte dieses Problems ein, das ein gesellschaftliches Problem aber nicht ein solches der Väter ist.
Bis anfangs der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts gab es ein Vielzahl von Literatur über die Mutter-Kind-Beziehung aber keine solche über die Vater-Kind-Beziehung. Fthenakis hat mit diesen Bänden dieses Problem aufgegriffen und hierin aufgezeigt, dass viele Urteil über die Väter nur Vorurteile sind, die keinem wissenschaftlichen Beweis standhalten.
Er zeigt auf wie sich die Vaterrolle im achtzehnten- und neunzehnten Jahrhundert, durch die beginnende Industrialisierung entwickelt hat und welche Vorurteile aus dieser Zeit heute noch das Vaterbild prägen. Er geht auch besonders darauf ein, welche Nachteile Vätern und Kindern im Falle einer Scheidung aus diesen Vorurteilen entstehen. Dies wird auch dadurch begünstigt, dass die \"Vaterrolle\" zu dem Untersuchungszeitraum noch nicht richtig definiert war und erst beschrieben werden muss.
Nach der pschoanalytischen Theorie geht er auf die verschiedenen Stadien der Vaterschaft ein, angefangen bei Schwangerschaft, über die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt, die Kleinkinder, die Verfügbarkeit des Vaters, bis hin zur Auswirkung der Vaterabwesenheit auf das Kind.
Im zweiten Band werden insbesondere die verschiedenen Familienstrukturen behandelt, Väter nichtehelicher Kinder – auch in nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Nichtsorgeberechtigte Väter, Alleinerziehende Väter, Väter in Stieffamilien.
Ein Buch, das nicht nur Väter, sondern auch Mütter lesen sollten. Ein Buch, das allen Entscheidungsträgern bei Sorgerechtsfragen als Pflichtliteratur vorgeschrieben sein soll. Es ist nicht zu verkennen, dass dieses Buch bei dem neuen Kindschaftsrecht in der Bundesrepublik Deutschland seinen Einfluss hatte.
Ich habe hier bewusst darauf verzichtet aus dem Inhalt einzelner abschnitte des Buches zu berichten, denn es würde nur stümperhaft werden müsste. Die Problematik ist so vielfältig, dass man diese nicht in einigen Sätzen zusammenfassen kann.
Ich kann diese Bände nur jedem empfehlen.
Väter
Band 1: Zur Psychologie der Vater-Kind-Beziehung
ISBN 3-541-14091-7
Band 2: Zur Vater-Kind-Beziehung in verschiedenen Familienstrukturen
ISBN 3-541-14092-5
Deutscher Taschenbuch Verlag
Ausgabe September 1988
Beide Bände sollten als eine Einheit betrachtet werden.
Fthenakis gilt als Vater der Vaterforschung. In seinen Büchern geht er auf alle Aspekte dieses Problems ein, das ein gesellschaftliches Problem aber nicht ein solches der Väter ist.
Bis anfangs der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts gab es ein Vielzahl von Literatur über die Mutter-Kind-Beziehung aber keine solche über die Vater-Kind-Beziehung. Fthenakis hat mit diesen Bänden dieses Problem aufgegriffen und hierin aufgezeigt, dass viele Urteil über die Väter nur Vorurteile sind, die keinem wissenschaftlichen Beweis standhalten.
Er zeigt auf wie sich die Vaterrolle im achtzehnten- und neunzehnten Jahrhundert, durch die beginnende Industrialisierung entwickelt hat und welche Vorurteile aus dieser Zeit heute noch das Vaterbild prägen. Er geht auch besonders darauf ein, welche Nachteile Vätern und Kindern im Falle einer Scheidung aus diesen Vorurteilen entstehen. Dies wird auch dadurch begünstigt, dass die \"Vaterrolle\" zu dem Untersuchungszeitraum noch nicht richtig definiert war und erst beschrieben werden muss.
Nach der pschoanalytischen Theorie geht er auf die verschiedenen Stadien der Vaterschaft ein, angefangen bei Schwangerschaft, über die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt, die Kleinkinder, die Verfügbarkeit des Vaters, bis hin zur Auswirkung der Vaterabwesenheit auf das Kind.
Im zweiten Band werden insbesondere die verschiedenen Familienstrukturen behandelt, Väter nichtehelicher Kinder – auch in nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Nichtsorgeberechtigte Väter, Alleinerziehende Väter, Väter in Stieffamilien.
Ein Buch, das nicht nur Väter, sondern auch Mütter lesen sollten. Ein Buch, das allen Entscheidungsträgern bei Sorgerechtsfragen als Pflichtliteratur vorgeschrieben sein soll. Es ist nicht zu verkennen, dass dieses Buch bei dem neuen Kindschaftsrecht in der Bundesrepublik Deutschland seinen Einfluss hatte.
Ich habe hier bewusst darauf verzichtet aus dem Inhalt einzelner abschnitte des Buches zu berichten, denn es würde nur stümperhaft werden müsste. Die Problematik ist so vielfältig, dass man diese nicht in einigen Sätzen zusammenfassen kann.
Ich kann diese Bände nur jedem empfehlen.
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