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Erfahrungsbericht von Dialya

Auch eine Traumfrau hat's nicht leicht...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

(Traumfrau mit Nebenwirkungen (Fried, Amelie))


...denn 30 zu werden ist auch für eine Traumfrau nicht leicht.


Nachdem ich von Amelie Fried schon „Am Anfang war der Seitensprung“ gelesen habe, dachte ich mir, dass ich ja noch ein zweites Buch von ihr lesen könnte. Als ich dieses Buch dann in der Bibliothek entdeckte, nahm ich es auch sofort nach Hause (ohne den Klappentext zu lesen).

Zu Hause angekommen las ich dann als erstes mal den Klappentext durch. Doch oh Schreck, was seh‘ ich denn da! Die Geschichte scheint zwar witzig und gut zu sein, aber irgendwie erinnert mich das ganze doch an ein anderes Buch, dass ich vor kurzem gelesen habe.

Da steht doch wirklich, dass eine Frau, die voll im Leben steht, 30 Jahre alt wird. Innerhalb eines Jahres scheint sich dann ihr Leben stark zu verändern und an ihrem 31. Geburtstag zieht sie Bilanz über das letzte Jahr.

Das erinnert mich doch wirklich ganz stark an „Pusteblume“ von Marian Keyes. Na ja, da ich aber nicht weiss, welches Buch zuerst geschrieben wurde, will ich hier jetzt kein Urteil fällen und vielleicht ähneln sich die beiden Bücher auch unabhängig voneinander.

So, jetzt aber mal zur Geschichte. Cora ist eine emanzipierte Frau, die erfolgreich in ihrem Job als PR-Frau (sie hat ihre eigene Firma) und auch bei Männern ist. Aus Anlass zu ihrem 30. Geburtstag schmeisst sie eine Riesenparty, die schon lange voraus Stadtgespräch ist.

An ihrem 30. Geburtstag gerät ihr Selbstbewusstsein aber ins Wanken. Da ist nicht nur, dass sie älter wird, sondern auch ihr Freund scheint sie zu betrügen und es sieht ganz danach aus, als ob sie ihren wichtigsten Kunden an eine Konkurrenzfirma (bei der sie früher auch noch arbeitete) zu verlieren scheint.

Hinzu kommt, dass ihre Freundin Uli schwanger ist. Und zwar auch noch von Martin, den Cora nicht ausstehen kann. Als Uli dann auch noch herausfindet, dass Martin sie betrügt, zieht sie bei ihm aus und bei Cora ein. Und das obwohl, Cora kleine Kinder nicht ausstehen kann.

Nun lernt Cora auch noch einen jungen Maler, Ivan Remky, kennen. Dieser hält sie für arrogant und will nichts von ihm wissen. Als er ihr dann aber ein interessantes Angebot macht, mit dem sie sich beruflich verändern kann, kann sie doch nicht ablehnen, und so lässt es sich mit der Zeit auch nicht verhindern, dass sie die beiden besser kennenlernen...


Die Autorin, Amelie Fried, bringt diese ganze Geschichte in einem locker, witzigen Ton rüber, so dass man das ganze Buch locker an einem Stück durchlesen könnte. Man hat das Gefühl, dass die Autorin selber auch erst 30 ist.

Da das Buch auch noch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man mit der Hauptperson sehr gut mitfühlen. So versteht man sogar, warum sie Kinder hasst, obwohl man selber Kinder nie hassen würde. Auch ist es sehr interessant den Wandel ihrer Person zu verfolgen.

Amelie Fried selber wurde 1958 in Ulm geboren und arbeitete nach ihrem Studium in München als Moderatorin fürs Fernsehen („Live aus dem Alabama“, „Gut drauf“, „Live aus der alten Oper“, „Kino, Kino“, „Klargestellt“). Seit 1993 moderiert sie mehrmals im Jahr Stern TV und seit 1995 „Kinderella – Das Elternmagazin“. Für ihre Arbeiten wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Auch schreibt sie Beiträge für Zeitschriften sowie Drehbücher. Ihr erstes Buch („Die Störenfrieds – Geschichten von Leo und Paulina“) erschien 1995. Zurzeit lebt die Autorin in München, ist verheiratet und hat zwei Kinder.



Alles in allem war ich von diesem Buch positiv überrascht. Ich erwartete einen lockeren Frauenroman und wurde diesbezüglich nicht enttäuscht. Auch waren meine Ängste, dass es eine grosse Ähnlichkeit mit „Pusteblume“ hat, unbegründet. Zwar beginnen beide Bücher am 30. Geburtstag der Hauptperson und enden am 31. Geburtstag, aber sonst ist keine grosse Ähnlichkeit festzustellen.

Positiv überrascht war ich aber dadurch, dass dieses Buch nicht ganz so männerfeindlich war, wie andere Bücher. Zwar wurden auch hier die Männer oft als sexhungrige, untreue Wesen dargestellt, aber dies war lange nicht so schlimm, wie das sonst bei Frauenromanen meistens der Fall ist. Anscheinend gibt es aber keinen Frauenroman, der nicht mindestens ein wenig männerfeindlich ist.

Alles in allem, kann ich dieses Buch also jedem, der gerne mal einen lockeren Frauenroman liest (auch Männer können übrigens Frauenromäne lesen), auf jeden Fall empfehlen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-14 15:53:45 mit dem Titel Was an einem Tag alles so passieren kann

"Die Spur der Füchse" ist sicher ein unbekannteres Buch von Ken Follett. Es wurde 1976 geschrieben, kurz bevor der Thriller „Die Nadel“ erschien. Wie auch „Der Modigliani-Skandal“ erschien er unter dem Pseudonym „Zachary Stone“. Ken Follett schreibt in einer Vorbemerkung zu diesem Buch, dass sich die beiden Romanen ähneln. Es gibt in beiden keine Hauptfigur, sondern mehrere Hauptfiguren, deren Geschichten geschickt ineinander verwoben sind.

Auch schreibt Ken Follett in seinem Vorwort, dass er „Die Spur der Füchse“ für seinen besten unbekannteren Roman hält. Na ja, mir persönlich gefiel „Der Modigigliani-Skandal besser.

Interessant bei „Die Spur der Füchse“ ist jedoch, dass sich die Handlung auf einen einzigen Tag beschränkt. Das Buch beginnt morgens um 6.00 Uhr und endet um 16.00 Uhr. Innerhalb von diesem Tag geschieht allerdings so viel, dass es einem wirklich nicht langweilig wird beim Lesen. Innerhalb dieses Tages verändert sich aber das Leben von mehreren Personen ziemlich stark.

So, nun aber zu den Hauptpersonen. (Ich will hier nichts zur Handlung schreiben, sondern nur etwas zu den Hauptpersonen). Auf dem Buchumschlag werden vier Hauptpersonen erwähnt, allerdings gibt es meiner Meinung nach mehr als vier Hauptpersonen.

Also, die auf dem Buchumschlag erwähnten Personen wären:

Tony Cox, ein Gangster, der für diesen Tag einen grossen Coup geplant hat. Er selber ist sich für kein Geschäft zu schade, solange unter dem Strich genug Geld übrigbleibt.

Felix Laski, ein Spekulant, er ist ein berechnender und knallharter Geschäftsmann und plant wie Tony Cox für diesen Tag auch einen grossen Coup.

Tim Fitzpeterson, ein Politiker. Er ist an diesem Tag das Opfer. In der Nacht wurde er von einer Prostituierten verführt und wird nun erpresst, wodurch er in eine tiefe Verzweiflung fällt.

Kevin Hart, ein junger Journalist. Er ist immer auf der Suche nach einer Story für die Titelseite und hofft, dass er diese nun hat, nach dem er einem Selbstmörder das Leben gerettet hat.

Neben diesen vier Personen gibt es aber noch weitere Personen, die zum Teil genau gleich wichtig sind, wie die anderen vier:

Derek Hamilton, ein Geschäftsmann. Ihm gehören die Hamilton-Holdings, die jedoch nur noch rote Zahlen schreiben. Er selber leidet deshalb unter einem Magengeschwür und vernachlässigt seine Ehefrau Ellen.

Ellen Hamilton ist eine gutaussehende Frau, die sich nichts anderes als ein bisschen Liebe wünscht. Von ihrem Mann wird sie vernachlässigt und von ihrem Geliebten, Felix Laski, weiss sie nicht, ob er sie auch wirklich liebt, oder nur das Eine von ihr will.

Arthur Cole, ein Redakteur der Evening Post. Er fühlt sich sozusagen dafür verantwortlich, eine gute Story für diesen Tag zu finden und muss auch immer wieder die jüngeren Journalisten etwas bremsen, wie z.B. auch Kevin Hart.

Desweiteren sind da noch Herbert Chiesman, der für die Evening Post den Polizeifunk abhört; Tony Cox‘ Mutter; Jacko, Tony’s erster Mann, für die Durchsetzung des heutigen Coups; Einohr-Willie, der an diesem Tag angeschossen wird; Billy, Einohr-Willie’s schwachsinniger Sohn; Nathaniel Fett, ein Banker und Dereks bester Freund aus Jugendzeiten; sowie noch viele andere Nebenpersonen.


Hier noch einige Angaben zu Ken Follet selber:
Ken Follet kam 1949 in Cardiff (Wales) zur Welt. Gegenwärtig lebt er mit seiner Familie in London. Mit dem Thriller „Die Nadel“ schrieb er 1078 eienn Weltbestseller, der auch mit Donald Sutherland verfilmt wurde (kann mir jemand sagen, ob der Film gut ist? Ich habe ihn nämlich noch nie gesehen.). Seit dem Erscheinen seinen unbestrittenen Hauptwerkes „Die Säulen der Erde“ 1990 ist Follett auch in Deutschland ein sehr bekannter Autor. In diesem Buch gestaltete er zum ersten, und auch nicht zum letzen Male, einen historischen Stoff.


„Die Spur der Füchse“ war durch diese vielen Personen sehr interessant und abwechslungsreich zum Lesen. Ich war jedenfalls immer wieder gespannt, was eine bestimmte Person nun mit den anderen Personen zu tun hat. Auch war es relativ kurzweilig, da sich die ganze Handlung während nur einem Tag abspielt.

Allerdings fand ich es wiederum ein wenig langweilig. Ich muss sagen, dass ich mir von Follett bessere Bücher gewohnt bin. Er sagt zwar selber, dass es ein eher untypisches Buch und auch ein unbekanntes Buch von ihm ist. Aber die Handlung wurde mir irgendwie doch zu trocken hinübergebracht. Manchmal kam es mir vor, als ob Follett nur eine Reihe von Fakten auflistet.

Sehr interessant jedoch fand ich das Ende, welches unter anderem auch die Presse und die Geschäftswelt sehr hart kritisiert. Hierzu möchte ich jetzt aber nicht mehr schreiben, denn am besten liest ihr das Buch selber.

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