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Erfahrungsbericht von constantin

Spionagethriller vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo erst mal
Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, aber mir war mal wieder nach lesen. Meine Wahl fiel, nach einem missglückten, an Langeweile gescheitertem, Versuch, „Das Parfum“ zu lesen, auf Ken Follets „Broschüre“

Der Schlüssel zu Rebecca:
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Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkriegs in Ägypten. Rommel ist auf dem Vormarsch, die Briten müssen sich unter immer höheren Verlusten zurückziehen. Wichtig auf beiden Seiten: Spione. Sie tragen zum Sieg bei, indem sie streng geheime Informationen über die gegnerischen Streitkräfte an sich bringen und ihre Führer davon in Kenntnis setzen. Ein solcher Spion ist auch Alex Wolff, ein Deutsch-Ägypter. Er versucht unbemerkt ins Land zu kommen, indem er von Lybien nach Assiut durch die Wüste zieht. Als gebürtiger Beduine und weil das Buch ja nicht auf den ersten Seiten mit dem Tod einer der Hauptpersonen enden soll, schafft er es natürlich. Er wird auf den letzten Metern von einer Militär-Polizeistreife aufgegabelt, der er sagt, dass er Tourist und mit dem Auto liegengeblieben sei. Natürlich glauben ihm die Polizisten, da er ja die Sprachen perfekt beherrscht und auch unauffällig aussieht. Sie lassen einen Militärpolizisten bei ihm, der ihm helfen soll einen anständigen Abschleppdienst und ein gutes Hotel zu finden. Das Problem des MPs ist der Inhalt von Wolffs 2 Koffern: Als er hilfsbereit-ahnungslos die Koffer aufmacht, findet er mehrere Tausend Pfund Sterling in Scheinen und ein Funkradio, häufig von Spionen eingesetzt. Natürlich muss er sterben, und Wolff schneidet ihm ohne jede Gefühlsregung die Kehle durch. Auf diese Weise aber auffällig geworden, flüchtet Wolff nach Kairo. Auf den Versen, aber lange Zeit mit keinerlei Erfolg ist ihm William Vandam, ein britischer Major. Er ist zwar eigentlich für Personalsicherheit zuständig und sein Vorgesetzter ein Arschloch, dass, vollkommen unterqualifiziert, Vandam behindert wo es geht, doch trotzdem beißt er sich an Alex Wolff fest.

Alex Wolff ist Frauen nicht abgeneigt, weshalb er mit der Tänzerin Kairos, Sonja, eine Art sexuelle Zweckgemeinschaft gründet. Sie haben Sex (er holt sich sogar eine Dritte dazu), empfinden sonst aber nichts füreinander und versuchen sich gegenseitig soweit wie möglich auszunutzen. Auch Vandam bändelt mit einer Frau an, einer jüdischen Hure, die auch, wie Sonja, erst spät ihren Charakter ganz zeigt.

Allgemeine Infos:
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Da ich leider eine Ausgabe von 1980 habe, kann ich euch leider nur die Infos geben, die ich bei Amazon gefunden habe:
Der Preis beträgt 7,45 €, es gibt aber bei Amazon die Möglichkeit, eine Art Anzeige aufzugeben. Durch sie könnt ihr dieses Buch bei Erfolg Gebraucht kaufen. Ihr müsst angeben, in welchem Zustand das Buch sein soll und wie viel ihr maximal ausgeben wollt. Über Qualität und Erfolgsquote der Funktion kann ich euch leider nichts sagen, da ich sie noch nicht ausprobiert habe.
Das Taschenbuch hat 398 Seiten und ist 1984 beim Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach erschienen. Die ISBN ist 3404104811.

Meine Meinung:
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Leider ist dies anscheinend einer der weniger guten Thriller von Ken Follet. Die Geschichte ist am Ende eigentlich eine ganz ordentliche Verfolgungsjagd, aber nichts, was mich vom Hocker reißen würde. Aber fangen wir von vorne an:
Es war anfangs sehr spannend, diese Spionagegeschichte um zwei Widersacher, die sich irgendwie ähneln, vor dem Hintergrund der erfolgreichen Angriffe des „Wüstenfuchs“ Rommels auf die Briten in Ägypten. Was die Story besonders gut machte, war, dass ich nicht genau wusste, wer mir besser gefiel und wessen Interessen ich „unterstützen“ wollte. Leider lenkte Follet dann aber immer mehr von der eigentlichen Story ab. Hätte er das getan, weil er Kairo so ausführlich beschrieb, wäre es in Ordnung gewesen; leider war aber nicht das der Grund. Irgendwie wurden die Frauen der beiden zu den Hauptfiguren, ihr Verhältnis zu den Männern, der Sex u.ä. verflachten die Story immer mehr zu einem Erotik-Thriller. Nicht zuletzt deswegen, würde ich das Buch nicht für Leser unter 13, 14 Jahren empfehlen, da der Sex beider Pärchen doch ziemlich genau beschrieben wurde. Das war der erste Punkt. Auch vermisste ich die vielen Details, die seine Bücher meistens auszeichnete. Die Story schien eine Art Lückenfüller für lange Abende eines lieblos gewordenen Autors zu sein, woran auch die Erotik, die ich am Ende allenfalls als ein Mittel zur Streckung des Buches empfand, nichts ändern konnte. Die Spannung verlor sich auch in der Weite des Buches, sodass die Verfolgungsjagd am Ende des Buches berechenbar wurde, und dadurch die Spannung spürbar abnahn. Ein weiterer Punkt war, dass sich Follet anscheinend nicht zutraute, den Leser selbst entscheiden zu lassen, mit welcher der beiden Hauptfiguren er sympathisierte; Einer der beiden musste am Schluss wahnsinnig werden, um der Story ein Happy-End zu geben. Natürlich will ich mich aber hier nicht in Kritik verlieren und dadurch das Buch übertrieben abwerten: Man muss natürlich sagen, dass, auch wenn es weniger qualitativ gut war als die anderen Bücher Follets, das Buch immer noch ein guter Begleiter durch lange Abende ist. Gemessen mit vielen anderen Autoren, ist dieses Buch immer noch gut, der Schreibstil ist auch bei minderer Qualität immer noch super, die Spannung ist auch, jedenfalls zu Anfang, gegeben und Details, besonders zum Leben in einer Metropole Ägyptens zur damaligen Zeit, sind doch noch so zahlreich vorhanden, dass der Leser ein recht gutes, plastisches Bild im Kopf hat, doch das reicht einfach nicht aus so dass die Nachteile, das negative Bild, leider stark überwiegen.

Fazit:
*****
Ken Follet – Der Schlüssel zu Rebecca ist ein durchaus unterhaltsames Buch, dass aber die gewohnte Qualität des Autors um Längen verfehlt.

Gruss
Constantin Meyer

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