Mehr zu AutorInnen mit F Testbericht

Mehr-zu-autorinnen-mit-f
ab 72,81
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von kasmodiah

Frisch, Max "Homo Faber" - Lesenswerte Pflichtlektüre

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Da Homo Faber Pflichtlektüre ist, erwartet man nicht sehr viel. Es ist aber ein durchaus lesenswertes Buch, wenn auch nicht jedermanns Sache. Leider ist das Buch so gehalten, dass man schon vorher weiß, was passieren wird. Das mag ich nicht so sehr. Also tut es eurem Lesespaß keinen Abbruch, euch folgende Inhaltsangabe durchzulesen. Falls einer sie als Schulaufsatz abgeben will, tut euch keinen Zwang an. Ich habe 15 Punkte dafür bekommen und sie ist in keiner gängigen Schülerhilfe zu finden. Wenn euer Lehrer also kein Ciao-Mitglied ist, wird er sie nicht finden.


1935. Walter Faber ist Student an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Er bekommt das Angebot auf eine Stelle in Bagdad. Plötzlich erzählt seine Freundin Hanna Landsberg ihm, dass sie schwanger sei. Angesichts der Situation werden sich beide einig, das Kind abzutreiben. Walters Freund Joachim Henke ist Arzt und bietet seine Hilfe beim Schwangerschaftsabbruch an. Walter geht nach Bagdad. Hanna entscheidet sich für das Kind, heiratet Joachim und gründet mit ihm und ihrer Tochter Elisabeth eine Familie, lässt sich nach wenigen Jahren aber wieder scheiden von Joachim.

1957. Walter Faber ist auf Dienstreise von New York nach Venezuela. Im Flugzeug lernt er den Deutschen Herbert Hencke kennen, der auf dem Weg zu der Tabakplantage seines Bruders ist und stellt fest, dass er es mit dem Bruder seines ehemals besten Freundes zu tun hat. Wegen Komplikationen mit den Triebwerken des Flugzeuges muss die Maschine in der Wüste von Tamaulipas notlanden. Mehrere Tage müssen die Passagiere in der Wüste verbringen. Walter und Herbert vertreiben sich die Zeit mit Schach.
Als erstmals Hilfe kommt um Proviant zu bringen, schreibt Faber an seine Freundin Ivy einen Brief, in dem er die Beziehung beendet, und gibt ihm den Piloten mit.
Nach der Bergung setzt Faber seine Reise nicht wie geplant fort, sondern begleitet Herbert. Nach einer nicht ganz einfachen Reise durch den Dschungel und Aufenthalt in dem Dorf Palenque kommen die beiden auf der Plantage an. Sie finden Joachim erhängt in einem Schuppen. Er ist bereits mehrere Tage tot. Herbert bleibt zurück und führt die Plantage weiter, Faber setzt seine ursprüngliche Reise nach Venezuela fort.
Anschließend reist er nach New York, wo er eine Wohnung hat, die ihm eigentlich nicht gefällt. Er beschließt die Wohnung aufzugeben. In New York angekommen wird er von Ivy empfangen und behandelt, als hätte sie seinen Brief nie erhalten. Obwohl er feststellt, dass das nicht der Fall ist, spielt er das Spielchen weiter mit bis er wieder auf Geschäftsreise muss. Diesmal liegt ein Kongress in Paris an. Abgeschreckt durch das Ereignis in der Wüste fliegt er jedoch nicht mit dem Flugzeug, sondern reist auf einem Schiff.
Auf dem Schiff lernt er ein junges Mädchen kennen - Sabeth. Von Anfang an ist sie ihm sympathisch, er fühlt sich zu ihr hingezogen, obwohl sie weitaus jünger ist als er und gibt sich manchmal sogar der Eifersucht hin, wenn sie ihre Zeit mit einem anderen jungen Mann verbringt. Als das Schiff sein Ziel erreicht, sollten sich eigentlich ihre Wege trennen. Aber so kommt es nicht. Im Louvre in Paris treffen sich die beiden wieder. Dem Zufall wurde seitens Faber ein wenig nachgeholfen, er hielt sich dort auf in der Hoffnung Sabeth wieder zu treffen.
Sabeth, die nach ihrem Amerika-Aufenthalt auf dem Weg nach hause - Athen - ist, beabsichtigt per Anhalter durch Europa bis nach Hause zu reisen. Faber ist davon nicht begeistert, besorgt sich ein Auto und reist mit ihr. Da Sabeth sich sehr für Sehenswürdigkeiten interessiert, wird auch keine ausgelassen. Obwohl Faber selbst nicht davon begeistert ist, tut er ihr diesen Gefallen. Sabeth wird ihm auf der Reise immer vertrauter und er verliebt sich in sie. Walter macht Sabeth einen Heiratsantrag. Bei der Besichtigung einer antiken Grabanlage in Italien erfährt Faber, dass Sabeth die Tochter seiner alten Jugendliebe Hanna ist, kommt aber nicht auf die Idee, dass sie seine Tochter sein könnte. Er meint Joachim wäre der Vater. Sabeth erzählt von ihrer Mutter und dass diese sich von Joachim getrennt und abermals geheiratet hat.
Fast schon in Athen angekommen machen die beiden noch mal Stop am Strand von Korinth. Hier wird Sabeth von einer Schlange in die Brust gebissen, in ihrer Panik fällt sie über eine Böschung und führt sich eine Kopfverletzung zu. Faber bringt sie in ein Athener Krankenhaus. Bis er auf ein Fahrzeug trifft, trägt er sie zu Fuß.
Im Krankenhaus erwacht er plötzlich und sieht eine Frau im Zimmer am Fenster stehen - Hanna. Sie erzählt ihm, dass Sabeth erfolgreich das Serum gegen den Schlangenbiss erhalten hat und auch ihm vorsichtshalber etwas davon injiziert worden ist. Als es Faber wieder besser geht, geht er mit zu Hanna und wohnt mit bei ihr im Haus. Beide erzählen voneinander, meiden dabei aber die gemeinsame Vergangenheit. Schließlich gesteht Hanna, dass Sabeth die Tochter von Faber ist. Kurz darauf verstirbt Sabeth im Krankenhaus. Nicht am Schlangenbiss, sondern an den folgen der Kopfverletzung - ein Schädelbasisbruch, den keiner diagnostiziert hat.

Nach der Beerdigung reist Faber wieder nach New York. Dort stellt er fest, dass seine Wohnung und seine Telefonnummer bereits weitergegeben sind. Er reist weiter nach Caracas. Auf dem Weg dahin besucht er noch einmal Herbert auf der Plantage, hilft ihm, sein Auto in Ordnung zu bringen. In Caracas bekommt er Magenschmerzen, bleibt die Zeit (21.Juni - 8.Juli 1957) dort im Hotel und schreibt einen Bericht über die Ereignisse von seiner Venezuela-Reise bis hin zum Tod seiner Tochter. Nach einem viertägigen Aufenthalt in Kuba, der bei ihm ungewohnte Eindrücke hinterlassen hat, reist er geschäftlich nach Düsseldorf und in seine alte Heimat Zürich.
Faber beschließt sich Hanna anzuschließen und endgültig nach Athen zu gehen. Dort unterzieht er sich ärztlicher Untersuchungen wegen seiner Magenbeschwerden. Die Ärzte behalten ihn gleich im Krankenhaus. Im Krankenhaus schreibt Faber Berichte über die Ereignisse nach Sabeth´s Tod und führt Tagebuch über den Aufenthalt im Krankenhaus und die Gedanken die ihn bewegen. Hauptsächlich denkt er an Sabeth und an die frühere Zeit mit Hanna. Von hier aus kündigt er auch seine Stelle um in Athen bei Hanna bleiben zu können. Seine Tagebuchaufzeichnung enden mit der Bemerkung, dass die Ärzte ihn zur Operation abholen.

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    07.04.2002, 18:23 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht, toll geschrieben. Kennst Du die Verfilmung? Fand ich auch nicht schlecht.

  • suppengirl

    07.04.2002, 12:40 Uhr von suppengirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi! Hab das Buch vor vielen Jahren als Schullektüre gelesen. War eine der wenigen Pflichtbücher, die ich mit Freude gelesen habe! Grüßle, Suppi