Erfahrungsbericht von trenker26
Eine ehemalige Kindersoldatin erzählt
Pro:
Sehr spannend zu lesen, regt zum Nachdenken an
Kontra:
Teilweise schon zu direkt beschrieben, was aber eigentlich kein Nachteil sein kann
Empfehlung:
Ja
Servus Leute!
Vorwort
+++++++
Beim letzten mal hatte ich über ein Buch berichtet, das von einen kleinen Jungen handelt, der in Uganda lebt. Dort ging es um den Bürgerkrieg während der Schreckensherrschaft des Diktators Idi Amin. Nachdem ich diese grausamen Erzählungen zu Ende gelesen habe, machte ich mich bei Amazon.de auf die Suche nach einen neuen Buch.
Ich wurde dann schnell fündig und ich wurde auf das Buch „Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr – Mein Leben als Kindersoldatin“ von der Autorin China Keitetsi aufmerksam. Sie erzählt hier ihre eigene Geschichte und ich hätte nicht gedacht, daß dieses Buch die Grausamkeiten des vorherigen Buches übertreffen kann.
Geschichtliches
++++++++++++++
Nachdem Idi Amin gestürzt war, übernahm Milton Obote ein zweites Mal die Macht in Uganda. Ein gewisser Yoweri Museveni gründete schnell eine Widerstandsbewegung mit dem Namen NRA ( National Resistance Army ) Er hat das Ziel Obote abzusetzen und zettelt einen Guerillakrieg an. Am 26. Januar 1986 nimmt die NRA die Hauptstadt Kampala ein. Museveni wird Präsident und ist das bis heute. ( Quelle: Das Buch )
Das Buch – Die Story
+++++++++++++++++
Als China zur Welt kommt, läßt sich ihr Vater von ihrer Mutter scheiden, weil sie keinen Jungen zur Welt brachte. Chinas Vater ist sehr reich und besitzt eine Bananenplantage.
Trotz alledem erlebt sie eine grausame Kindheit. Sie wird regelrecht verprügelt, bis sie mit gebrochenen Knochen zurückbleibt. Und das meistens ohne besonderen Grund. Außerdem muß sie arbeiten ohne Ende, ohne irgendeinen Dank dafür zu erhalten.
Im Alter von acht Jahren flüchtet sie von ihren Vater und sucht und findet ihre leibliche Mutter. Doch diese ist ihr fremd und deshalb flüchtet sie erneut. Das führt dazu, daß sie direkt einen Soldaten in die Arme läuft. Der nimmt sie gefangen und von nun an ist sie Mitglied der NRA. Dort wird sie in kürzester Zeit zum Soldaten ausgebildet und schnell muß China in den Krieg ziehen.
Von hier an beginne ich das Buch nicht mehr richtig zu verstehen. All die Erzählungen von kaltblütigen Morden, vom nackten Überleben oder von den zahlreichen Vergewaltigungen, die China über sich ergehen lassen muß, sind für mich unglaublich. Schließlich ist sie zu diesen Zeitpunkten circa 10 Jahre alt.
Es vergehen die Jahre und China kennt nichts anderes als den Krieg. Trotzdem kommt es, daß sie sich in einen anderen Soldaten verliebt und einen Sohn von ihm bekommt. Im Krieg ist allerdings nicht viel Zeit für das Neugeborene und deshalb wird es ihr weggenommen.
Im Alter von 18 Jahren gelingt China schließlich die Flucht. Über Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe landet sie schließlich in Südafrika. Dort erhält sie ein Visum und findet schließlich Arbeit. Alles scheint gut zu werden, doch eines Tages wird sie von Geheimdienst aus Uganda in Gewahrsam genommen. Dort wird sie monatelang gefoltert, doch sie hat Glück. Ihr gelingt die Flucht und sie landet schließlich im Hauptquartier der Vereinten Nationen in Johannesburg.
Von nun an ist sie in guten Händen. Sie wird ärztlich betreut und schließlich wird sie 1999 nach Dänemark gebracht.
Das Buch – Allgemeines
++++++++++++++++++++
China Keitetsi wurde geboren in eine kleinen Dorf in West – Uganda und sie ist heute 26 Jahre alt. Heute lebt sie in Saborg in Dänemark und arbeitet dort in einen Kindergarten.
Ciao hat leider kein Foto vom Buch eingestellt. Ich empfehle euch daher, die Internetseite „xchildsoldier.org“ zu besuchen. Das ist die Homepage der Autorin, dort erfahrt ihr mehr über China.. Dort findet ihr auch ein Foto vom Buch.
Des weiteren will ich euch die Seite „http://www.unicef.de/akt/akt_141.php?news_id=823“ empfehlen. Da findet ihr ein Interview von dem ZDF – Reporter Johannes B. Kerner mit China.
Das Buch habe ich für 14 Euro bei Amazon.de gekauft.
Meine Meinung zum Buch
+++++++++++++++++++++
Im Vorwort des Buches erzählt China Keitetsi, daß ihr das Schreiben helfen sollte, ihre grausamen Erlebnisse zu verarbeiten. Ich war dann doch etwas überrascht wie nüchtern das Buch geschrieben wurde. So wäre es was ganz alltägliches, erzählt sie hier vom Töten und Krieg, daß man schon fast vergißt, wie jung sie damals eigentlich war.
Im Gegenzug dazu, läßt das Buch zum Schluß doch einige Fragen offen. Deshalb kann ich davon ausgehen, daß sie doch noch nicht alle ihre Erlebnisse verarbeitet hat.
Ich finde das Buch mit den Erlebnissen einfach nur grauenvoll. Es handelt sich hier zwar um einen Einzelfall, aber es wird einen deutlich und grausam vor Augen geführt, welch ein furchtbares Leben viele Kinder auf der Welt führen.
Etwa in der Mitte des Buches hätte ich fast weinen müssen. In mitten der schlimmen Erzählungen findet man plötzlich einige Fotos von der Autorin. Beim ersten hat sie so einen traurigen und ernsten Blick drauf, daß man irgendwie nur noch Mitleid empfinden muß. Ein weiteres Bild zeigt sie 1993 in Kampala in einer Soldatenuniform.
Bevor ich jetzt zum Fazit komme, möchte ich euch etwas mitteilen, das zwar nur indirekt mit dem Buch zu tun hat, aber trotzdem wichtig ist.
Kindersoldaten
+++++++++++++
Nach Angaben der Unicef, dem UN- Kinderhilfswerk, werden derzeit weltweit etwa 300.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Namentlich genannt werden die Staaten Demokratische Republik Kongo, Burundi, Liberia, Kolumbien, Uganda, Sudan, Philippinen, Birma, Nepal, Sri Lanka und Afghanistan.
Amnesty International und terre des hommes wollen den Kriegseinsatz von Menschen unter 18 Jahren verbieten. Die Deutsche Regierung verweigert die Unterstützung. Das Verteidigungsministerium will weiterhin 17jähgrige für den Krieg einsetzen. ( Quelle: www.gavagai.de )
Fazit
++++
Men Fazit wir diesmal recht kurz ausfallen. Ich finde die Erzählungen in dem Buch furchtbar und empfehle es deshalb nur Leuten, die sich mit diesen Thema auseinandersetzen wollen. Als Empfehlung spreche ich dehalb ein Ja aus, da sich damit eigentlich alle auseinandersetzen sollte.
„ Weder meine qualvolle Vergangenheit noch meine neue Heimat haben mich je vergessen lassen, daß in Uganda immer noch Krieg wütet und daß es viele gibt, die weinen und Hilfe brauchen. Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben“ ( China Keitetsi )
MFG Werner
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-06-23 22:04:19 mit dem Titel Von Armut, Gewalt und Sextourismus
Servus Leute!
Vorwort
~~~~~~~
Gleichzeitig zu meinen letzten Buch über eine Frau, die in den Ghettos von Südafrika aufgewachsen ist, habe ich mir noch ein anderes Buch gekauft. \"Die Farbe meines Gesichts - Lebensreise einer kenianischen Frau\" heißt es und meine Eindrücke daraus will ich Euch jetzt erzählen.
Aber nun geht’s los
Allgemeines
~~~~~~~~~~
Miriam Kwalanda ist 1963 in Kagamega/Kenia geboren. Anfang 1988 kam sie nach Deutschland. Mittlerweile ist sie Mutter von drei Kindern und lebt mit ihnen in einer Stadt an der Ruhr.
Birgit Theresa Koch ist die Therapeutin von Miriam. Birgit wurde 1958 in Zell an der Mosel geboren und lebt heute in Schleswig – Holstein. Sie ist Psychologin und arbeitet seit 1992 auch als freie Autorin und Reporterin beim Fernsehen.
Das Buch selber habe ich gebraucht für fünf Euro bei Amazon.de gekauft. Die ISBN ist 3-426-61683-1. Das Cover brauch ich ja nicht zu beschreiben, denn ihr seht es ja oben abgebildet. Das Buch hat übrigens 320 Seiten.
Die Story
~~~~~~~~
Die Geschichte handelt von Miriam. ( Es ist Zufall, daß der Name der gleiche ist, wie im letzten Buch ) Und Miriam wächst irgendwo auf dem Lande in Kenia auf. Dabei spielen Armut und Gewalt in ihren Leben von Anfang an eine große Rolle.
Ihr Vater arbeitet bei der Polizei und benimmt sich im Kreise seiner Familie äußerst brutal und rücksichtslos. Besonders auf Miriam hat er es abgesehen, die immer wieder brutal von ihm geschlagen wird. Aber auch der Rest der Familie hat unter seiner Herrschaft zu leiden.
Eines Tages wird es der Mutter von Miriam zu bunt und sie verläßt die Familie und flüchtet nach Mombasa. Ihr Vater zieht mit den Kindern nach Nairobi, da er dort eine Stelle als Polizeichef bekommen hat.
Doch das Leben dort ist nicht leichter und irgendwann dreht ihr Vater vollkommen durch. Er droht alle umzubringen und Miriam flüchtet zu ihrer Mutter nach Mombasa.
Sie merkt schnell, wovon die ihr Geld verdient und tut es ihr gleich. Von nun an ist Miriam eine Prostituierte und verdient ihr Geld mit amerikanischen, Englischen oder deutschen Sextouristen. Von einen dieser Freier wird sie schwanger und sie bekommt ein Mädchen. Doch dieses Kind wird nur etwa ein Jahr alt und es stirbt.
Miriam geht also weiter ihrer Arbeit nach und zieht den Touristen das Geld aus der Tasche. Die lassen sich das aber gerne aus der Tasche ziehen, schließlich kommen sie ja nach Mombasa um Spaß zu haben.
Später lernt Miriam den Freier Heinz kennen. Heinz will sie heiraten und mit nach Deutschland nehmen. Damit geht für Miriam ein Traum in Erfüllung. Es träumt schließlich jede Prostituierte davon, von einen Freier mit ins Paradies nach Deutschland oder den USA gebracht zu werden.
Miriam landet also in Anfang 1988 Deutschland und ist erst mal sehr enttäuscht vom Paradies. Heinz macht ihr das Leben zur Hölle weil er sich als Alkoholiker entpuppt. So muß sich Miriam mehr oder weniger alleine durchschlagen und gewöhnt sich immer mehr an Leben im kalten Deutschland. So muß sie immer wieder vor Heinz fliehen und landet in mehreren Frauenhäusern. Dort findet sie eine Therapeutin, der sie ihre ganze Geschichte anvertraut.
Eines Tages stirbt ihre Mutter und sie fliegt zur Beerdigung zurück in ihre Heimat. Dort macht sie wenige Tage später einen Schritt, der ihr das Leben in Deutschland erleichtern soll. Sie trennt sich von Heinz.
Meine Meinung
~~~~~~~~~~~~~
Obwohl das Buch nur etwas mehr als 300 Seiten hat, war es verdammt schwierig, eine einigermaßen vernünftige Inhaltsangabe wiederzugeben.
Das deshalb nicht, weil so etwas schockierendes und grausames habe ich noch niemals zuvor gelesen. Das kommt vor allem daher, daß all die Erlebnisse so direkt und offen geschrieben wurden, daß wenn das ein Film wäre, der gewiß nicht unter 18 Jahren freigegeben wird.
Da wird zum Beispiel bis ins kleinste Detail die Beschneidung von Mädchen im afrikanischen Busch erzählt und wie diese Mädchen zu leiden haben. Und das aus der Sicht von Miriam, wie sie selber noch ein Kind ist. Sie selber wurde aber davon verschont. Das wiederum auch nur dadurch, daß ihr Vater bei der Polizei war und diese Beschneidung damals schon gesetzlich verboten war.
Dann kommt eben noch der Teil in dem Buch, wo Miriam als Prostituierte in Mombasa arbeitet. Hier verzichte ich aber auf Details und ich kann nur sagen, daß es mich zutiefst schockiert hat, was ich da gelesen habe. Denn mit welchen Wünschen diese Touristen daherkamen finde ich einfach nur pervers. Allerdings finde ich die Denkweise einer Prostituierten genauso pervers.
Doch hier ist eben der Unterschied. Diese Frauen verdienen so ihr Geld, weil sie sonst keine Chance haben zu überleben. Diese Touristen aber kommen einmal im Jahr ins Land, wissen Bescheid über dieses Elend und nutzen es schamlos aus. Ist ja egal, hier kennt mich niemand und hier kann ich die Drecksau spielen. Einfach nur pervers und grausam finde ich diesen Teil des Buches.
Dafür ist der letzte Teil des Buches so ganz anders. Miriam und ihre ersten Erfahrungen in Deutschland. Zum Teil mußte ich herzlich lachen, was ihr so widerfahren ist und zum anderen kam einfach nur Mitleid auf.
So will Miriam zum Beispiel das erste mal einkaufen gehen und landet vor den Schaufenster eines Bäckers. Sie kann es kaum fassen, was es hier so zu Essen gibt. Sie geht also hinein und will Milch und Essig kaufen. Wirklich, dieser Teil ist amüsant zu lesen.
Allerdings wird man auch hier wieder sehr stark zum nachdenken gebracht. So bleibt auch Miriam nicht von der Ausländerfeindlichkeit verschont, die besonders Anfang der 90er Jahre hier recht schlimm war.
Auch gerät Miriam immer mehr in einen Interessenskonflikt. Obwohl sie Afrikanerin ist, wird sie innerlich immer mehr zu einer Europäerin. Sie denkt und handelt im Laufe der Jahre immer mehr wie eine. All dies ist wirklich sehr spannend nachzulesen.
Als Zusammenfassung kann ich hier eigentlich nur sagen, daß dieses Buch irgendwie schockiert. Es schockiert, es regt zum Nachdenken an, es macht wütend. Aber es macht auch hoffnungsfroh.
Warum das, verrate ich hier nicht, weil ich hoffe, daß ich bei einigen von euch das Interesse geweckt habe, das Buch zu lesen. Denn die letzten Zeilen in dem Buch stimmen mich hoffnungsfroh.
Fazit
~~~~
Ein Buch, das man gelesen haben muß, sage ich mal in aller Kürze hier. Aber die Warnung sei auch ausgesprochen, es ist ziemlich harter Tobak was ihr hier zu lesen bekommt. Trotzdem gibt es hier fünf Sterne und eine ganz klare Empfehlung. Denn ich finde es verdammt wichtig, über so was perverse wie Sextourismus informiert zu werden. Ich find es einfach grausam und abstoßend. Deshalb finde ich es so wichtig, so ein Buch zu lesen. Auch wenn vielleicht mit lesen alleine niemanden geholfen ist, so kann man zumindest eine Zeitlang drüber nachdenken.
MFG Werner
Vorwort
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Beim letzten mal hatte ich über ein Buch berichtet, das von einen kleinen Jungen handelt, der in Uganda lebt. Dort ging es um den Bürgerkrieg während der Schreckensherrschaft des Diktators Idi Amin. Nachdem ich diese grausamen Erzählungen zu Ende gelesen habe, machte ich mich bei Amazon.de auf die Suche nach einen neuen Buch.
Ich wurde dann schnell fündig und ich wurde auf das Buch „Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr – Mein Leben als Kindersoldatin“ von der Autorin China Keitetsi aufmerksam. Sie erzählt hier ihre eigene Geschichte und ich hätte nicht gedacht, daß dieses Buch die Grausamkeiten des vorherigen Buches übertreffen kann.
Geschichtliches
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Nachdem Idi Amin gestürzt war, übernahm Milton Obote ein zweites Mal die Macht in Uganda. Ein gewisser Yoweri Museveni gründete schnell eine Widerstandsbewegung mit dem Namen NRA ( National Resistance Army ) Er hat das Ziel Obote abzusetzen und zettelt einen Guerillakrieg an. Am 26. Januar 1986 nimmt die NRA die Hauptstadt Kampala ein. Museveni wird Präsident und ist das bis heute. ( Quelle: Das Buch )
Das Buch – Die Story
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Als China zur Welt kommt, läßt sich ihr Vater von ihrer Mutter scheiden, weil sie keinen Jungen zur Welt brachte. Chinas Vater ist sehr reich und besitzt eine Bananenplantage.
Trotz alledem erlebt sie eine grausame Kindheit. Sie wird regelrecht verprügelt, bis sie mit gebrochenen Knochen zurückbleibt. Und das meistens ohne besonderen Grund. Außerdem muß sie arbeiten ohne Ende, ohne irgendeinen Dank dafür zu erhalten.
Im Alter von acht Jahren flüchtet sie von ihren Vater und sucht und findet ihre leibliche Mutter. Doch diese ist ihr fremd und deshalb flüchtet sie erneut. Das führt dazu, daß sie direkt einen Soldaten in die Arme läuft. Der nimmt sie gefangen und von nun an ist sie Mitglied der NRA. Dort wird sie in kürzester Zeit zum Soldaten ausgebildet und schnell muß China in den Krieg ziehen.
Von hier an beginne ich das Buch nicht mehr richtig zu verstehen. All die Erzählungen von kaltblütigen Morden, vom nackten Überleben oder von den zahlreichen Vergewaltigungen, die China über sich ergehen lassen muß, sind für mich unglaublich. Schließlich ist sie zu diesen Zeitpunkten circa 10 Jahre alt.
Es vergehen die Jahre und China kennt nichts anderes als den Krieg. Trotzdem kommt es, daß sie sich in einen anderen Soldaten verliebt und einen Sohn von ihm bekommt. Im Krieg ist allerdings nicht viel Zeit für das Neugeborene und deshalb wird es ihr weggenommen.
Im Alter von 18 Jahren gelingt China schließlich die Flucht. Über Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe landet sie schließlich in Südafrika. Dort erhält sie ein Visum und findet schließlich Arbeit. Alles scheint gut zu werden, doch eines Tages wird sie von Geheimdienst aus Uganda in Gewahrsam genommen. Dort wird sie monatelang gefoltert, doch sie hat Glück. Ihr gelingt die Flucht und sie landet schließlich im Hauptquartier der Vereinten Nationen in Johannesburg.
Von nun an ist sie in guten Händen. Sie wird ärztlich betreut und schließlich wird sie 1999 nach Dänemark gebracht.
Das Buch – Allgemeines
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China Keitetsi wurde geboren in eine kleinen Dorf in West – Uganda und sie ist heute 26 Jahre alt. Heute lebt sie in Saborg in Dänemark und arbeitet dort in einen Kindergarten.
Ciao hat leider kein Foto vom Buch eingestellt. Ich empfehle euch daher, die Internetseite „xchildsoldier.org“ zu besuchen. Das ist die Homepage der Autorin, dort erfahrt ihr mehr über China.. Dort findet ihr auch ein Foto vom Buch.
Des weiteren will ich euch die Seite „http://www.unicef.de/akt/akt_141.php?news_id=823“ empfehlen. Da findet ihr ein Interview von dem ZDF – Reporter Johannes B. Kerner mit China.
Das Buch habe ich für 14 Euro bei Amazon.de gekauft.
Meine Meinung zum Buch
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Im Vorwort des Buches erzählt China Keitetsi, daß ihr das Schreiben helfen sollte, ihre grausamen Erlebnisse zu verarbeiten. Ich war dann doch etwas überrascht wie nüchtern das Buch geschrieben wurde. So wäre es was ganz alltägliches, erzählt sie hier vom Töten und Krieg, daß man schon fast vergißt, wie jung sie damals eigentlich war.
Im Gegenzug dazu, läßt das Buch zum Schluß doch einige Fragen offen. Deshalb kann ich davon ausgehen, daß sie doch noch nicht alle ihre Erlebnisse verarbeitet hat.
Ich finde das Buch mit den Erlebnissen einfach nur grauenvoll. Es handelt sich hier zwar um einen Einzelfall, aber es wird einen deutlich und grausam vor Augen geführt, welch ein furchtbares Leben viele Kinder auf der Welt führen.
Etwa in der Mitte des Buches hätte ich fast weinen müssen. In mitten der schlimmen Erzählungen findet man plötzlich einige Fotos von der Autorin. Beim ersten hat sie so einen traurigen und ernsten Blick drauf, daß man irgendwie nur noch Mitleid empfinden muß. Ein weiteres Bild zeigt sie 1993 in Kampala in einer Soldatenuniform.
Bevor ich jetzt zum Fazit komme, möchte ich euch etwas mitteilen, das zwar nur indirekt mit dem Buch zu tun hat, aber trotzdem wichtig ist.
Kindersoldaten
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Nach Angaben der Unicef, dem UN- Kinderhilfswerk, werden derzeit weltweit etwa 300.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Namentlich genannt werden die Staaten Demokratische Republik Kongo, Burundi, Liberia, Kolumbien, Uganda, Sudan, Philippinen, Birma, Nepal, Sri Lanka und Afghanistan.
Amnesty International und terre des hommes wollen den Kriegseinsatz von Menschen unter 18 Jahren verbieten. Die Deutsche Regierung verweigert die Unterstützung. Das Verteidigungsministerium will weiterhin 17jähgrige für den Krieg einsetzen. ( Quelle: www.gavagai.de )
Fazit
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Men Fazit wir diesmal recht kurz ausfallen. Ich finde die Erzählungen in dem Buch furchtbar und empfehle es deshalb nur Leuten, die sich mit diesen Thema auseinandersetzen wollen. Als Empfehlung spreche ich dehalb ein Ja aus, da sich damit eigentlich alle auseinandersetzen sollte.
„ Weder meine qualvolle Vergangenheit noch meine neue Heimat haben mich je vergessen lassen, daß in Uganda immer noch Krieg wütet und daß es viele gibt, die weinen und Hilfe brauchen. Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben“ ( China Keitetsi )
MFG Werner
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-06-23 22:04:19 mit dem Titel Von Armut, Gewalt und Sextourismus
Servus Leute!
Vorwort
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Gleichzeitig zu meinen letzten Buch über eine Frau, die in den Ghettos von Südafrika aufgewachsen ist, habe ich mir noch ein anderes Buch gekauft. \"Die Farbe meines Gesichts - Lebensreise einer kenianischen Frau\" heißt es und meine Eindrücke daraus will ich Euch jetzt erzählen.
Aber nun geht’s los
Allgemeines
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Miriam Kwalanda ist 1963 in Kagamega/Kenia geboren. Anfang 1988 kam sie nach Deutschland. Mittlerweile ist sie Mutter von drei Kindern und lebt mit ihnen in einer Stadt an der Ruhr.
Birgit Theresa Koch ist die Therapeutin von Miriam. Birgit wurde 1958 in Zell an der Mosel geboren und lebt heute in Schleswig – Holstein. Sie ist Psychologin und arbeitet seit 1992 auch als freie Autorin und Reporterin beim Fernsehen.
Das Buch selber habe ich gebraucht für fünf Euro bei Amazon.de gekauft. Die ISBN ist 3-426-61683-1. Das Cover brauch ich ja nicht zu beschreiben, denn ihr seht es ja oben abgebildet. Das Buch hat übrigens 320 Seiten.
Die Story
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Die Geschichte handelt von Miriam. ( Es ist Zufall, daß der Name der gleiche ist, wie im letzten Buch ) Und Miriam wächst irgendwo auf dem Lande in Kenia auf. Dabei spielen Armut und Gewalt in ihren Leben von Anfang an eine große Rolle.
Ihr Vater arbeitet bei der Polizei und benimmt sich im Kreise seiner Familie äußerst brutal und rücksichtslos. Besonders auf Miriam hat er es abgesehen, die immer wieder brutal von ihm geschlagen wird. Aber auch der Rest der Familie hat unter seiner Herrschaft zu leiden.
Eines Tages wird es der Mutter von Miriam zu bunt und sie verläßt die Familie und flüchtet nach Mombasa. Ihr Vater zieht mit den Kindern nach Nairobi, da er dort eine Stelle als Polizeichef bekommen hat.
Doch das Leben dort ist nicht leichter und irgendwann dreht ihr Vater vollkommen durch. Er droht alle umzubringen und Miriam flüchtet zu ihrer Mutter nach Mombasa.
Sie merkt schnell, wovon die ihr Geld verdient und tut es ihr gleich. Von nun an ist Miriam eine Prostituierte und verdient ihr Geld mit amerikanischen, Englischen oder deutschen Sextouristen. Von einen dieser Freier wird sie schwanger und sie bekommt ein Mädchen. Doch dieses Kind wird nur etwa ein Jahr alt und es stirbt.
Miriam geht also weiter ihrer Arbeit nach und zieht den Touristen das Geld aus der Tasche. Die lassen sich das aber gerne aus der Tasche ziehen, schließlich kommen sie ja nach Mombasa um Spaß zu haben.
Später lernt Miriam den Freier Heinz kennen. Heinz will sie heiraten und mit nach Deutschland nehmen. Damit geht für Miriam ein Traum in Erfüllung. Es träumt schließlich jede Prostituierte davon, von einen Freier mit ins Paradies nach Deutschland oder den USA gebracht zu werden.
Miriam landet also in Anfang 1988 Deutschland und ist erst mal sehr enttäuscht vom Paradies. Heinz macht ihr das Leben zur Hölle weil er sich als Alkoholiker entpuppt. So muß sich Miriam mehr oder weniger alleine durchschlagen und gewöhnt sich immer mehr an Leben im kalten Deutschland. So muß sie immer wieder vor Heinz fliehen und landet in mehreren Frauenhäusern. Dort findet sie eine Therapeutin, der sie ihre ganze Geschichte anvertraut.
Eines Tages stirbt ihre Mutter und sie fliegt zur Beerdigung zurück in ihre Heimat. Dort macht sie wenige Tage später einen Schritt, der ihr das Leben in Deutschland erleichtern soll. Sie trennt sich von Heinz.
Meine Meinung
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Obwohl das Buch nur etwas mehr als 300 Seiten hat, war es verdammt schwierig, eine einigermaßen vernünftige Inhaltsangabe wiederzugeben.
Das deshalb nicht, weil so etwas schockierendes und grausames habe ich noch niemals zuvor gelesen. Das kommt vor allem daher, daß all die Erlebnisse so direkt und offen geschrieben wurden, daß wenn das ein Film wäre, der gewiß nicht unter 18 Jahren freigegeben wird.
Da wird zum Beispiel bis ins kleinste Detail die Beschneidung von Mädchen im afrikanischen Busch erzählt und wie diese Mädchen zu leiden haben. Und das aus der Sicht von Miriam, wie sie selber noch ein Kind ist. Sie selber wurde aber davon verschont. Das wiederum auch nur dadurch, daß ihr Vater bei der Polizei war und diese Beschneidung damals schon gesetzlich verboten war.
Dann kommt eben noch der Teil in dem Buch, wo Miriam als Prostituierte in Mombasa arbeitet. Hier verzichte ich aber auf Details und ich kann nur sagen, daß es mich zutiefst schockiert hat, was ich da gelesen habe. Denn mit welchen Wünschen diese Touristen daherkamen finde ich einfach nur pervers. Allerdings finde ich die Denkweise einer Prostituierten genauso pervers.
Doch hier ist eben der Unterschied. Diese Frauen verdienen so ihr Geld, weil sie sonst keine Chance haben zu überleben. Diese Touristen aber kommen einmal im Jahr ins Land, wissen Bescheid über dieses Elend und nutzen es schamlos aus. Ist ja egal, hier kennt mich niemand und hier kann ich die Drecksau spielen. Einfach nur pervers und grausam finde ich diesen Teil des Buches.
Dafür ist der letzte Teil des Buches so ganz anders. Miriam und ihre ersten Erfahrungen in Deutschland. Zum Teil mußte ich herzlich lachen, was ihr so widerfahren ist und zum anderen kam einfach nur Mitleid auf.
So will Miriam zum Beispiel das erste mal einkaufen gehen und landet vor den Schaufenster eines Bäckers. Sie kann es kaum fassen, was es hier so zu Essen gibt. Sie geht also hinein und will Milch und Essig kaufen. Wirklich, dieser Teil ist amüsant zu lesen.
Allerdings wird man auch hier wieder sehr stark zum nachdenken gebracht. So bleibt auch Miriam nicht von der Ausländerfeindlichkeit verschont, die besonders Anfang der 90er Jahre hier recht schlimm war.
Auch gerät Miriam immer mehr in einen Interessenskonflikt. Obwohl sie Afrikanerin ist, wird sie innerlich immer mehr zu einer Europäerin. Sie denkt und handelt im Laufe der Jahre immer mehr wie eine. All dies ist wirklich sehr spannend nachzulesen.
Als Zusammenfassung kann ich hier eigentlich nur sagen, daß dieses Buch irgendwie schockiert. Es schockiert, es regt zum Nachdenken an, es macht wütend. Aber es macht auch hoffnungsfroh.
Warum das, verrate ich hier nicht, weil ich hoffe, daß ich bei einigen von euch das Interesse geweckt habe, das Buch zu lesen. Denn die letzten Zeilen in dem Buch stimmen mich hoffnungsfroh.
Fazit
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Ein Buch, das man gelesen haben muß, sage ich mal in aller Kürze hier. Aber die Warnung sei auch ausgesprochen, es ist ziemlich harter Tobak was ihr hier zu lesen bekommt. Trotzdem gibt es hier fünf Sterne und eine ganz klare Empfehlung. Denn ich finde es verdammt wichtig, über so was perverse wie Sextourismus informiert zu werden. Ich find es einfach grausam und abstoßend. Deshalb finde ich es so wichtig, so ein Buch zu lesen. Auch wenn vielleicht mit lesen alleine niemanden geholfen ist, so kann man zumindest eine Zeitlang drüber nachdenken.
MFG Werner
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