Erfahrungsbericht von dreamweb
Spannend und mystisch (Gabriel King - Auf geheimen Pfaden)
Pro:
spannend, unterhaltsam, man erfährt viel über die Primatenforschung
Kontra:
der Agent wird zu extrem dargetstellt
Empfehlung:
Nein
Auf geheimen Pfaden von Gabriel King habe ich mir vor kurzem im Karstadt für 7,50 Euro gekauft. Da ich sehr gerne Romane aus tierischer Sicht lese, hatte mich fasziniert, dass hier die Hauptfigur ein Kater namens Tom ist.
INHALT
Der alte, schwarze Kater Majicou wacht seit dem er ihn entdeckt hat, über den jungen Kater Tom. Dieser selbst ahnt noch nichts von seinem Schicksal. Er wird als Kätzchen von einem jungen Ehepaar gekauft und wächst wie die meisten Hauskatzen auf. In die Natur kommt er nicht hinaus, denn seine Besitzer haben Angst davor. Aber Tom fängt an, immer mehr von der Natur und von einer seltsamen schwarzen Katze zu träumen.
Und eines Tages, mehr zufällig als dass er das wirklich vorhatte, springt Tom aus dem Fenster, um eine freche Elster zu jagen. Nur lässt sich diese nicht fangen und so rennt Tom über weite Strecken hinter ihr her, bis er die Orientierung verloren hat und nicht mehr nach Hause findet. Er irrt tagelang herum und versorgt sich dabei eher schlecht als recht. Und komischerweise nehmen die Träume mit dem schwarzen Kater, der sich als Majicou entpuppt, noch mehr zu.
Als Tom dem alten Kater schließlich begegnet, lernt er, dass dieser zwar sehr geheimnisvoll ist, er aber keine Angst vor Majicou haben muss. Und er erfährt, dass Majicou etwas besonderes mit ihm vor hat.
Der alte Kater sucht einen Nachfolger, denn er behütet ein altes
Katzengeheimnis. Und er gibt Tom den Auftrag, auf den geheimen Pfaden den König und die Königin der Katzen zu finden und diese an den geheimnisvollen Ort Tingtangel zu bringen.
Und so macht sich Tom auf die Suche nach den beiden Katzen, obwohl er keine Ahnung hat, wo er sie genau finden kann und wie er sie erkennt. Dabei lernt er viele neue Freunde kennen. Aber neben Tom ist auch ein bösartiger Mensch auf der Suche nach der Katzenkönigin. Denn es geht hier um eine uralte Legende, in der eine goldene Katze geboren wird und die der Welt etwas Besonderes verheißt. Und so beginnt ein sehr gefährliches Abenteuer für Tom und alle, die ihn begleiten.
MEINUNG
Auf geheimen Pfaden ist ein äußerst faszinierend und mystisch geschriebenes Buch. Die spannende Jagd um die Rettung der Katzenkönigin, der natürlich auch mit dem goldenen Kätzchen zu tun hat ist nur ein Aspekt des Buches. In dem anderen geht es um eine Art Geschichte des Lebens aus der Sicht der Katzen. Dabei hat die Autorin geschickt Mythen um Katzen mit geschichtlichen Daten der Geschehnisse um diese Vierbeiner verflechtet. Und so erlebt man die Schaffung des Lebens mal aus Sicht der Katzen mit und erfährt, wie es dem Menschen dann gelungen ist, so viel Macht auf der Erde zu bekommen.
Sehr interessant empfand ich alles, was sich um diese geheimnisvollen alten Pfade drehte. Die alten Pfade sind keine Straßen oder Wege in unserem Sinne sondern etwas uraltes, das nur Tiere und eben leider dieser eine besondere und wahnsinnige Mensch nutzen kann. Genauer auf sie einzugehen würde aber einen Teil der Spannung verderben. Auf alle Fälle wird durch die Geschehnisse und das Eingreifen des Menschen hier vieles verändert und Kräfte werden freigesetzt, die keiner mehr beherrschen kann.
Schön finde ich auch, dass nicht nur Katzen hier Hauptbeteiligte sind, sondern beispielsweise auch ein Fuchs und eine Elster unseren tierischen Helden unterstützen. Nur Hunde sind die totalen Feinde der Katzen. Das ist übrigens ein Aspekt, den ich sehr schade finde. Denn hier sind Hunde immer Todfeinde der Katzen, Ausnahmen wir in der Realität gibt es bei der Autorin nicht.
Auf geheimen Pfaden fesselt sehr, es ist abenteuerlich, spannend und auch immer geheimnisvoll. Und selbst am Ende des Buches, wo man einiges mehr weiß, bleibt der geheimnisvolle Aspekt noch vorhanden.
Der Kampf zwischen Gut und Böse hat hier eine ebenso große Bedeutung wie auch bestialische Tierversuche mit Katzen, um etwas zu erreichen.
An einigen Stellen ist das Buch auch sehr traurig, denn nicht alle der Freunde von Tom überleben es, ihm zu helfen. Für pure Realisten ist das Buch vielleicht etwas zu phantastisch. Aber wer tierische Romane wie Felidae liebt, dem wird auch dieser Roman gefallen. Man sollte allerdings Katzen schon mögen.
Ich selbst habe das 511seitige Buch sehr zügig durchgelesen und fand es immer sehr schade, wenn ich es aus der Hand legen musste. Einiges, was hier an wahrer Geschichte über Menschen und Katzen stand, machte mich allerdings sehr nachdenklich. Denn nicht immer ging der Mensch gut mit diesen Tieren um, ob er sie nun verehrte wie die alten Agypter oder wie unsere Vorfahren zur Hexenjagdzeiten für Teufelsgehilfen hielt und die Tiere dann zu Tausenden lebendig mit auf den Scheiterhaufen landeten.
Noch kurz etwas zu Gabriel King. Der Katzenliebhaber stammt aus Cornwall und lebt heute in London. Die Fortsetzung des Romans \"Auf geheimen Pfaden\" ist in Vorbereitung.
DATEN
Titel: Auf geheimen Pfaden
Autorin: Gabriel King
Art: Roman, Katzenabenteuer, gebundenes Buch
Seiten: 511
Verlag: Heyne
erhältich: Im Buchhandal, auch bei Amazon
Preis: gezahlter Preis im Karstadt Euro 7,50
ISBN: 3-453-16564-0
Originalausgabe: The Wild Road, 1997
FAZIT
Auf geheimen Pfaden von Gabriel King ist ein sehr spannender und abenteuerlicher sowie auch ein mystischer Roman über Katzen und aus der Sicht von Katzen. Es ist ein Buch, was ich verschlungen habe, und auf dessen angekündigte Fortsetzung ich mich schon freue.
Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen Leser mal wieder ein Buch vorstellen, das auch für ihn in Betracht kommen könnte. Das Buch ist meiner Ansicht nach zu schön, um so unbekannt zu sein.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 11:28:07 mit dem Titel Tolle Geschichtensammlung für Jung und Alt (Die Dschungelbücher von Rudyard Kipling)
Wer kennt es nicht, das bekannte Dschungelbuch. Aber die meisten von uns kennen wohl eher den Zeichentrickfil oder andere Verfilmungen des Buches von Rudyard Kipling. Ich selbst habe mir beim Besuch eines Weltbild-Geschäftes das Buch \"Die Dschungelbücher\" von Rudyard Kipling, neu übersetzt von Gisbert Haefs gekauft.
INHALT
Die Dschungelbücher ist eine Sammlung einiger Geschichten von Rudyard Kipling. Nicht alle Geschichten spielen im Dschungel. Unterteilt sind die Geschichten nach Das Dschungelbuch und Das neue Dschungelbuch. Der Einfachheit halber gebe ich hier überall eine Kurzinformation zur Geschichte und meine Meinung dazu:
I. Das Dschungelbuch
1. Mowglis Brüder
Hier wird die Grundgeschichte des bekannten Dschungelbuches erzählt. Man erlebt die Ankuft von Mowgli bei den Wölfen mit, die ihn gegen den Willen Shir Khans im Rudel aufnehmen, anstatt ihn dem Tiger zum Fraß zu überlassen. Die Geschichte endet damit, dass Mowgli den Dschungel verläßt und dem Tiger androht, ihn beim nächsten Treffen zu töten.
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Sehr gute Geschichte aber in vielen Punkten doch anders als man es von den Verfilmungen her kennt. Hier wird auch klar, warum der Tiger die Menschen jagd und haßt. Nebenbei erfährt man sehr viel von den Wölfen.
2. Kaas Jagd
Im Gegensatz zum Film ist hier Kaa eine positive Persönlichkeit und ein anerkannter Kämpfer. Mowgli wird hier von den Affen entführt, die aber kein Feuer von ihm wollen, sondern nur wollen, dass er ihnen zeigt, wie man Dächer aus Blättern macht. Der Panter Baghira und der Bär Baloo holen sich Kaa zur Hilfe, um ihn zu befreien.
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Auch sehr gut geschrieben und mit faszinierender Handlung. Kaa wird dem Leser hier sehr sympatisch. Wie bei der anderen Geschichte wird die Jagd und Tötung anderer Tiere allerdings als etwas selbstverständliches geschildert, was sie ja eigentlich auch in der Natur ist.
3. Tiger Tiger
Beschreibt, wie Mowgli bei den Menschen lebt und dass es ihm dort nicht gefällt. Schließlich tötet Mowgli seinen Feind Shir Khan und wird von den Menschen wieder ausgestoßen. Er kehrt in den Dschungel zurück, kehrt aber nicht zum Wolfsrudel zurück sondern lebt nur mit ein paar befreundeten Wölfen zusammen.
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Auch hier wieder etwas, das in dem Film ganz und gar nicht vorkommt. Man kann durchaus nachvollziehen wie sich der in der Wildnis aufgewachsene Junge bei den Menschen im Dorf fühlt. Und als schließlich einige Jäger es mit Lügereien über den Dschungel übertreiben und alle immer feindseliger gegenüber dem ehrlichen Jungen werden, trifft dieser die Entscheidung seinen Feind zu töten, was schließlich dazu führt, dass er durch einige machtbesessende / verlogene Menschen im Dorf ausgestoßen wird.
4. Die weiße Robbe
Die Robbe Kotick ist eine seltene weiße Robbe. Schon als relativ junge Robbe bekommt sie mit, dass Robben in ihrem Alter von Menschen weggetrieben werden und dann brutal erschlagen werden. Kotick will etwas daran ändern, auch wenn alle anderen Robben der Meinung sind, dass es normal sind, dass einige Tiere vom Menschen erschlagen werden.
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Erinnert mich ein wenig an die Möwe Jonathan. Denn Kobick blickt weiter als die anderen Robben und er sucht so lange nach einer Lösung für die Robbenschar, bis er sie auch findet. Tolle Story.
5. Ricki-Ticki-Tavi
Die Geschichte eines jungen Mungos, der von den Menschen augenommen wird, dort einige Abenteuer erlebt und die Menschen schließlich vor zwei gefährlichen Kobras rettet.
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Ich war hier total erstaunt. Denn ich kannte die Geschichte noch von der Schule her. Eine phantastische und spannende Geschichte über den Kampf Mungo-Schlange.
6. Toomai von den Elefanten
Der Sohn eines Elefantenhüters erlebt den geheimnisvollen Elefantentanz mit.
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Die Geschichte, die mir bisher am wenigsten gefallen hat. Ist zwar auch interessant geschrieben aber doch sehr unglaubwürdig. Zur Zeit Kiplings glaubte man allerdings noch an Plätze, an denen Elefanten sich versammeln und tanzen würden.
7. Diener ihrer Majestät
Eine Geschichte über ein Heer bestehend aus Menschen, aus Pferden, Maultieren, Elefanten, Kamelen und Ochsen. Nachts geraten einige Tiere in Panik und so treffen einige Tiere der verschiedenen Tierarten aufeinander. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Erlebnisse und wofür sie in einer Schlacht wichtig sind
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Humorvoll geschrieben aber auch sehr informativ, denn solche großen Heere mit so viel tierischen Helfern gab es tatsächlich.
II. Das neue Dschungelbuch
1. Wie Furcht kam
Eine Geschichte, die Mowgli erzählt wird. Hier wird geschildert, wieso die Furcht (der Mensch) in den Dschungel kam
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Super Geschichte ganz im Stil des Dschungelbuches und der vorherigen Geschichten dazu.
2. Das Wunder des Burun Bhagat
Die erste Geschichte, die nicht von den Tieren sondern von einem Menschen handelt. Die Geschichte eines Bramahnen, der zuerst fast so wichtig wie der Maharadscha selbst war und sich dann entscheidet sein Leben als einfacher Mann, als Bettler und heiliger Mann weiterzuleben.
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Sehr interessante Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes. Man erlebt hier die Denkweise der Brahmanen mit und vieles ist total fremdartig.
3. Laßt den Dschungel ein
Mowgli erfährt hier, dass man ihn nicht nur bei den Menschen ausgestoßen hat, sondern auch töten will. Und er erfährt, dass man seine Pflegeeltern im Dorf gefangenhält und auch wegen ihm töten will. Mit Hilfe seiner Dschungelgefährten befreit er die Pflegeeltern und vernichtet das Dorf, in dem er dem Dschungel Einlaß gibt.
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Fortführung der Geschichte Tiger Tiger. Hier ist Rache der Hauptpunkt. Und nebenbei wird geschildert, wie der Dschungel sich ein Gebiet zurückholt, das von Menschen besiedelt wurde.
4. Die Bestatter
Ein Krokodil, ein Schakal und ein Adjutant (Vogel der den Marabus ähnelt) treffen sich. Dabei erzählt das Krokodil seine Lebensgeschichte.
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Die Geschichte ist sehr interessant, wenn man sich auch hier mit vielen Dingen des indischen Brauchtums beschäftigen muss. Besonders der Schluß ist eine Überraschung. - Hat nichts mit dem eigentlichen Dschungelbuch zu tun.
5. Des Königs Ankus
Wieder eine Dschungelbuch-Geschichte. Ein Abenteuer zu dem Kaa den jungen Mowgli verleitet. Es geht um eine Kobra, die einen Schatz in der verlorenen Dschungelstadt bewacht. Unter anderem ist auch ein goldener Ankus (das ist ein Werkzeug, mit dem man unwillige Elefanten quält). Mowgli nimmt diesen Ankus an sich und nachdem er ihn weglegt, findet ihn ein Mensch. Danach kommt es zu vielen den Dschungelbewohnern rätselhaften Todesfällen.
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Hier geht es um die Gier der Menschen, die Mowgli nicht kennt. Daher ist es den Tieren und ihm auch unklar, wieso dieser Ankus so viele Menschen tötet. In Wirklichkeit töten sich diese wegen des goldenen Teils ja selbst. Liest sich sehr interessant.
6. Quiquern
Auch wieder eine interessante Geschichte, die nicht im Dschungel spielt. Es geht hier um ein Inuitvolk, das noch wie in Urzeiten lebt und beispielsweise keinen Kontakt zu Weißen hat. Der junge Kadlu rettet hier sein Dorf vor dem Verhungern.
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Man erlebt hier mit, wie die Inuit lebten, bevor die weißen kamen. Nebenbei erfährt man viel von ihren Mythologien und ihrem Überlebenskampf in der Natur. Sehr gute Geschichte.
7. Roter Hund
Ein fremder verletzter Wolf schleppt sich zu den Wölfen des Dschungels. Er berichtet, dass die roten Hund auf dem Weg in den Dschungel sind. Da die roten Hunde (Wildhunde) als gefährlicher als die Wölfe gelten, rät er zu fliehen. Aber Mowgli nimmt den Kampf gegen die roten Hund mit Hilfe seiner Dschungelfreunde auf.
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Sehr grausame aber auch gute Geschichte um Mowgli und die Wölfe, die hier um ihr Überleben kämpfen. Und auch die gute Kaa spielt hier wieder eine große Rolle. Hier bekommt man mit, wie die Wölfe nur durch die Intelligenz von Mowgli und dem Wissen von Kaa eine Chance gegen die roten Hunde haben.
8. Das Frühlings-Laufen
Eine Geschichte um Frühlingstriebe, die am Ende dazu führt, dass Mowgli, der jetzt ein gut gebauter und kräftiger junger Mannn ist, doch zu den Menschen zurückkehrt. Allerdings mit dem Recht, immer wieder in den Dschungel zurück kehren zu können. Mowgli begegnet hier einer jungen Frau, aber was wichtiger ist, er begegnet seiner Pflegemutter wieder.
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Gute Geschichte, die das Dschungelbuch hier logisch beendet. Man erlebt die Unruhe Mowglis und der Tiere im Frühling mit und einigen der Tieren ist im Gegenteil zu Mowgli klar, was mit ihm los ist.
GENERELLES
Das Buch besticht durch Feinheiten, selbst wenn keine Zeichnungen vorhanden sind. Gisbert Haefs ist es gelungen, den Originalstil von Rudyard Kipling zu beizubehalten.
Jede der Geschichten wird durch einen Liedtext in englischer Sprache eingeleitet, dieser Text wird danach noch einmal in deutsch zum Verständnis angedruckt. Und das Lied ist immer ein Teil der Geschichte bzw. schildert etwas zur nachstehenden Geschichte.
Nach allen Geschichten folgt wiederum ein Abgesang. Dieser ist jeweils Baloo, Kaa, Bagheera und \"Den Dreien\" (das sind die drei Wolfsbrüder Mowglis) gewidmet. Auch hier zuerst englischer Liedtext, dann deutscher Text.
Danach folgen auf 17 Seiten Erklärungen zu den Geschichten und zum Gesamtwerk selbst. Teilweise auch sehr interessant und erklärend. Man erfährt dort beispielsweise auch, dass die Figur des Baloo künstlerische Freiheit von Kipling war, da in Indien nie Braunbären oder ähnliche friedlich wirkende Bären gelebt haben.
Aber auch anderes ist sehr interessant, denn hier wurden Kiplings Originalnamen für die Tiere beibehalten, die fast immer eine indische Bezeichnung sind, ansonsten wird der Name erklärt. Mowgli wird eben Mowgli = \"Nackter Frosch\" genannt, da er im Gegensatz zu den Wölfen kein Fell hat, also nackt ist.
AUTOR
Am 30. Dezember 1936 wird Joseph Rudyard Kipling als Sohn des englischen Kurators John Lockwood und dessen Frau Alice Macdonald in Bombay geboren. Er wird allerdings in England erzogen und kehrt dann 1882 nach Indien zurück. 1888 fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. 1889 kehrt er nach England zurück, heiratet dort und siedelt 1889 in die USA überl. 1894 schreibt er \"Das Dschungelbuch und andere Kindergeschichten. 1902 kehrt er nach Enland zurück und 1907 erhält er als erster Engländer den Nobelpreis für Literatur. Am 18. Januar 1936 verstirbt er in London.
DATEN:
Titel: Die Dschungelbücher
Autor: Rudyhard Kipling
Übersetzer und Herausgeber: Gisbert Haefs
Seiten: 454
Verlag: Haffmans Verlag
Ersterscheinung dieser Übersetzung: 1987
Preis: DM 14,95 bei Weltbild in Degggendorf/Bayern
Leserschaft: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
(Die Geschichte Ricki-Ticki-Tavi habe ich beispielsweise meiner 5jährigen Nichte und dem 8jährigen Neffen vorgelesen)
ISBN-Nr. 3-251-20283-9
FAZIT:
Die Dschungelbücher ist eine sehr gute Sammlung von Geschichten des Autors Rudyhard Kipling. Diese Überetzung wurde so geschrieben, dass sie dem englischen Original von damals sehr nahe kommt. Ich fand es sehr interessant, mal endlich das richtige Dschungelbuch kennen zu lernen und kann das Buch jedem mit gleichem Interesse unbedingt weiter empfehlen.
So, das war jetzt durch die vielen verschiedenen Geschichten sehr viel. Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara (eingestellt am 28.08.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 09:39:32 mit dem Titel Schön-Trauriger Roman über die Liebe und den Tod (Bodo Kirchhoff - Infanta)
Infanta ist eines der Bücher, das ich mir bei Jokers.de relativ günstig gekauft habe. Es ist ein Liebesroman, aber sehr poetisch geschrieben und trotz allem auch sehr abenteuerlich. Hier mein Beitrag zu dem Buch von Bodo Kirchhoff
INHALT
Die Geschichte spielt in Infanta. Man stelle sich eine große Insel in Äquatornähe vor. Ein Kriegsgebiet zur Jetzigen Zeit. Rebellen kämpfen gegen ein korruptes System. Auf der anderen Seite aber auch das herrliche Wetter, Meer, alles was uns auch Freude bereitet. Im Ort gibt es Strohhütten, Blechbuden, eine Kirche, Schönheitssalons und am Ortsrand ziemlich abgeschieden noch eine Mission. In dieser Mission leben ein paar schon seit Jahren hier wohnende Missionard, die nur \"Die Alten\" genannt werden.
Eines Tages begegnet einer der Alten einem Deutschen, der allerdings aus Rom kommt. Er lädt ihn zu sich ein, und der Deutsche folgt auch der Einladung. Niemanden ist so ganz seine berufliche Tätigkeit klar, manche halten ihn für einen Journalisten, andere für einen Schauspieler. Er sieht gut aus und scheint auch Geld zu haben. Es steht nur fest, dass er zwar um die Vierzig ist, aber im Verhalten noch nicht erwachsen wirkt. Warum er der Einladung des Missionars folgt, ist auch niemanden klar. Aber klar wird schnell, warum ihn die Missionare eingeladen haben.
Denn die älteren Männer haben ein Problem. Vor Jahren nahmen sie ein junges Mädchen namens Mayla. bei sich auf, das ihnen seit der Zeit auch den Haushalt führt. Aber das junge Mädchen ist zu einer Schönheit geworden. Durch den Umgang mit den Missionaren wurde sie auch sehr gebildet und wortgewandt. Und obwohl die Missionare schon relativ alt sind, sind sie doch nicht gegen alles gefeit. Somit stellt die junge Frau für die Missionare die letzte große Prüfung dar. Auf seine Art verliebte sich jeder der Männer in das Mädchen. Einer von ihnen brach sogar schon mit der Kirche und lebt jetzt im Ort. Und weil das nicht so weitergehen soll, wurde jetzt der ansprechend aussehende Deutsche eingeladen. So nach der Devise, sie werden sich schon kennen lernen und finden.
Mister Kurt, so wird der Deutsche (Lukas) genannt, verliebt sich auch tatsächlich in das junge Mädchen. Nur ist sie vollkommen anders, als die Frauen, mit denen er sonst umgeht. Denn er ist weder Journalist noch Politiker, sondern ein Mann, der wegen seines Aussehens als Model genommen wird. Und während auf der einen Seite eine interessante Beziehung zwischen ihm und Mayla entsteht, wird die politische Situation immer schlimmer und eine Revolution scheint unabsehbar. Und ehe er sich versieht, wird Lukas auch in diese Wirren hineingezogen....
MEINUNG
Der Roman Infanta ist ein sehr gut geschriebener Liebesroman, allerdings vollkommen anders und fremdartig geschrieben, wie wir es normalerweise kennen. Er ist auch halb philosophisch. Und philosophiert wird hier dann über die Liebe. So erfährt man von jedem der Missionare, was diese über die Liebe denken. Und was sie auch für Erfahrungen mit der Liebe gemacht haben. Denn im Verlaufe des Romans wird klar, dass auch diese alten Männer früher durchaus mal mehr oder weniger große Lieben hatten.
Das Buch ist sehr poetisch und doch sehr realistisch geschrieben. Realistisch, weil man sich hier sehr gut alles vorstellen kann. Sowohl die von den Missionaren initiierte Liebesbeziehung als auch die politische Entwicklung des Landes. Ich selbst fühlte mich hier nach Lateinamerika versetzt oder auch Kuba, Ähnlichkeiten mit den Systemen sind hier stark vorhanden.
Ich möchte hier auch mal einen wichtigen Auszug vorstellen, damit mal klar ist, was ich mit poetisch meine:
\"Kennst du die Geschichten von Menschen, die mit Phosphor bespritzt sind? Sie müssen bis zur Nase unter Wasser sein. Sobald sie aufsteigen, brennen sie. Dieses Wasser ist mein Brief. Und solange ich schreibe, denke ich, was ich will. Ich liebe Dich, da steht es.\"
Der Roman ist hier wie ein Eintritt in eine fremde Welt. Traumhaft schön, aber vom politischen her total grausam. Und unser Held Lukas, der meist als Mr. Kurt bezeichnet wird, ist wie eine Spielfigur, nicht nur für die Missionare. Dann sind da noch die Missionare. Auch wenn es seltsam klingt, sie sind alle sehr interessane Persönlichkeiten und was sie mit der Liebe erlebten ist sehr wichtig für dieses Buch, in dem es um sehr verschiedenartige Liebe geht.
Neben Lukas und den Missionaren geht es hier auch um den jungen Novizen Augustin, der ebenfalls in die schöne Mayla verliebt ist. Und der hier vor dem Problem steht, sich zwischen Christus und einer jungen Frau entscheiden zu müssen.
Daneben geht es aber auch um die großen Unterschiede zwischen einem normalen Europäer und einem Menschen, der auf so einer Insel lebt und aufgewachsen ist. Der eine kennte Wohlstand, schöne Frauen, ein normales geregeltes Leben. Der andere kennt Morde, denn Maylas Familie wurde in den Wirren ermordet und auch jetzt noch sind Morde leider wieder an der Tagesordnung in Infanta. Und wie kann man gemeinsam leben, wenn der eine lieber Rom auskosten würde, der andere sich aber nicht von der Insel trennen kann? Ob das in diesem Fall geht oder nicht, das erährt man hier in Infanta.
Für jemanden, der mal einen etwas anderen Liebesroman lesen möchte, der sich mit der Liebe und ihren Variationen beschäftigen möchte, ist Infanta sehr geeignet. Aber man erfährt hier auch sehr viel über diese Insel, die es in sich hat und wenn ich das Buch auch als ncht Actionreich bezeichnen möchte, so hat man hier auch doch auch einige Actionszenen. Denn hier wird sehr genau vieles auf Infanta geschildert. Von Frauen, die irgendwo in der Natur hausen, bis hin zu Attentaten und einem Putsch wird alles geschildert. Und neben der Liebe wird auch die andere Katastrophe des Lebens nicht ausgelassen, der Tod.
BODO KIRCHHOFF
Bodo Kirchhoff hat im November 2001 den Rheingau Literatur Preis 2001 erhalten. Dem 53-Jährigen wurde die mit 15 000 DM dotierte Auszeichnung für seinen Roman \"Parlando\" zuerkannt. Der Preis würdigt herausragende deutschsprachige Prosa. Bodo Kirchhoff hatte seinen Durchbruch 1990 mit dem Roman \"Infanta\" erlebt. Der Autor wurde 1948 in Hamburg geboren und reiste auch sehr viel nach Mittelamerika und die USA. Auch das ziemlich bekannte Buch \"Der Sandmann\" stammt von Bodo Kirchhoff.
DATEN
Titel: Infanta
Autor: Bodo Kirchhoff
Art: Liebesroman, gebundenes Buch
Verlag: Roman Suhrkamp
Seiten: 502
Erhältlich: Bei www.amazon.de als Taschenbuch für DM 19,80
FAZIT
Ein sehr schöner aber auch teilweise sehr trauriger Roman über die beiden Katastrophen des Lebens. Ein Buch über die Liebe und über den Tod. Ein Buch, das realistisch und poetische zugleich ist. Infanta ist sehr schön zu lesen und durchaus nachvollziehbar.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-23 11:46:02 mit dem Titel Nicht schlecht aber wohl eher für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet
Ich selbst bin nie ein Geschichtsfan gewesen. Das Fach Geschichte fand ich als Kind bzw. Jugendliche eher uninteressant, aber das liegt auch oft daran, wie man so ein Thema nahe gebracht bekommt. Bei jokers.de habe ich mir jetzt das Buch \"Im weiten Land der neuen Zeit\" von Max Kruse gekauft und im Urlaub gelesen. Hier mein Erfahrungsbericht dazu.
Inhalt
Das Buch \"Im weiten Land der neuen Zeit\" ist die Fortsetzung des Buches \"Im weiten Land der alten Zeit\" und handelt von der Entwicklung der Menschheit im Abendland in der Zeit von Galileo bis heute. Drei Jugendliche sind hier in einem ungewöhnlichen Freizeitpark unterwegs. Der Park ist allerdings eher eine Zeitreise für die Drei. Berenike, Roman und Stefan werden von dem geheimnisvollen Senex an Plätze geführt, an denen sich bedeutende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte aufhielten.
Die drei Jugendlichen erleben so aus der Sicht der heutigen Menschen mit, wie sich die Menschheit im Abendland (sprich Europa) weiterentwickelte. Dabei werden sie in Zeit und Raum an die interessanten Plätze befördert und erleben sowohl die Philosophische Weiterentwicklung als auch die Entwicklung der Künste und auch die der Technike mit.
Die Reise beginnt mit dem ältesten Zeitpunkt und endet dann bei uns im 20. Jahrhundert. Von Galileo zur Zeit der Pest, von Shakespear zu Newton, vom Barock zum Rokoko und hin zur Romantik erleben Sie bedeutende Menschen und lauschen dabei sehr oft den Philosophen und anderen bedeutenden Menschen der jeweiligen Zeit. Schließlich erhalten Sie einen geheimnisvollen Ausblick auf die Zukunft und werden von Senex in der Jetztzeit zurückgelassen, genauso geheimnisvoll wie er aufgetaucht ist.
MEINUNG
Ich selbst empfinde das Buch als sehr interessant, aber nicht sehr einfach. Daher denke ich, dass es für die meisten 14Jährigen doch zu komplex bzw. zu langweilig ist. Denn welcher Jugendliche interessiert sich für die philosophische Menschheitsentwicklung. Und gerade diese steht hier im Vordergrund. Der Leser bekommt hier weniger spannende Abenteuer aus der Vergangenheit mit als philosophische Ansichten und das, was wohl nach der Meinung des Autors wichtig für die Entwicklung der Menschheit ist. Zwar wird auch die Entwicklung der Dampfmaschine erwähnt oder der erste Flugballon, aber diese Dinge geschehen eher am Rande.
Dafür bekommt der Leser hier präsentiert, wie es Schritt für Schritt zur Aufklärung kam und wie wichtig diese für die Menschheit war. Die französchische Revulution, gerade hinsichtlich der Entwicklung durch Philosophen, wird sehr genau angegangen. Solche auch bedeutenden Dinge wie der zweite Weltkrieg aber gerade am Rande. Insgesamt betont Max Kruse hier die Entwicklung der Denkweisen. Erschreckend ist es dabei zu lesen, wie lange in Europa die Frau auch bei den sogenannten Vordenkern nur als Dienerin des Mannes angesehen wurde.
Man erfährt durchaus sehr interessante Aspekte, auch wenn diese eben durch nicht stattgefunde Gespräche von Philosophen der jeweiligen Zeit dargestellt werden. Andere Punkte werden ziemlich trocken durch Senex den drei Jugendlichen erzählt. Trotzdem ist es insgesamt für einen unbedarften Leser doch eher störend, dass fast nur auf Philosophie und Kunst eingegangen wird. Für ältere Jugendliche oder Erwachsene, die sich für das Thema Menschheitsentwicklung hinsichtlich der Denkweise interessieren, ist das Buch empfehlenwert. Ich selbst interessiere mich schon länger für Philosophie und fand das Buch daher auch sehr gut. Obwohl selbst ich an 565 Seiten zu knabbern hatte. Sehr gut aber ist die große Inhaltsangabe am Schluß, an der man noch einmal in Kurzform die Menschheitsentwicklung hinsichtlich der wichtigen Punkte ab der Zeit Galileos einsehen kann.
AUTOR
Max Kruse ist der Sohn von Käthe Kruse, die durch ihre Puppen bekannt wurden. Urmel aus dem Eis ist eines seiner bekannteren Werke. Der Autor wurde am 19.11.1921 geboren und schrieb schon zahlreiche Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
DATEN
Titel: Im weiten Land der neuen Zeit
Autor: Max Kruse
Seiten: 565
Art: Fest gebundenes Buch, Jugendbuch
Alter: Für Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene
Preis: Unter 10,00 DM bei jokers.de zum Sonderpreis, bei http://www.mountmedia.de/verlage/cbjug/jugendbuch.htm DM 27,00
ISBN-Nr. 3-570-12437-1
Verlag: C.Bertelsmann Jugendbuch Verlag, 1998
FAZIT
Ein Geschichtsbuch etwas anderer Art. Wegen der Hervorstellung der bildenden Künste und der philosophischen Entwicklung der Menschheit für die Meisten wohl eher uninteressant und langweilig. Interessant für Personen, die sich für Philosophie und die Weiterentwicklung Europas in dieser Hinsicht interessieren.
Das Buch liegt eigentlich zwischen mittelmäßig und gut. Ich vergebe hier ein mittelmäßig, da es meiner Anischt nach eher für ältere Personen als 14Jährige geeignet ist.
Liebe Grüße an alle Leser - Miara (21. August 2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-23 18:42:29 mit dem Titel Das Grauen ist immer mit dabei ( Stimmen der Angst von Dean Koontz)
Wer mich kennt, der weiß, dass ich guten Horror liebe. Ich habe fast sämtliche Stephen King Bücher und auch sehr viele Werken von Dean Kontz. Dieser schreibt aber nicht immer nur Horror und so vertut man sich manchmal, wenn man eines der Bücher kauft. Im Club habe ich mir zum Schnäppchenpreis von 8,50 Euro \"Stimmen der Angst\" von Dean Koontz als gebundenes Buch mitgenommen. Hier meine Meinung zu Stimmen der Angst
INHALT
Martie und Dusty Rhodes führen ein sehr glückliches Leben. Aber an einem einzigen Tag ändert sich alles für die Beiden. Und was hier passiert, ist mehr als merkwürdig. Dusty arbeitet als Maler, dabei arbeitet er auch mit seinem Halbbruder Skeet zusammen, der leider sehr labil ist und schon alles an Drogen genommen hat, was es gibt.
Und an diesem verhängnisvollen Tag geschehen gleich mehrere Dinge. Dusty findet Skeet auf dem Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses vor, von dem er sich herunterstürzen will. Seltsamerweise sagt er, es ginge ihm gut, gut wie nie. Aber ein Todesengel habe ihm befohlen, sich von dem Dach herunterzustürzen. Und ihm auch gezeigt, wie schön es im Jenseits sei. In einer spektakulären Rettungsaktion gelingt es dem unter Höhenangst leidenden Dusty seinen Bruder zu retten, er stürzt sich einfach zusammen mit ihm vom Dach runter und relativ gesteuert von Dustys Ansatz landen auch beide einigermassen Heil auf einer dicken Matratze. Das bringt Dusty dazu, seinen Tagesablauf dann enorm zu ändern. Er fährt mit seinem Bruder in eine gute Rehabilitationsklinik, in der sein Bruder schon eine andere Entziehungskur hinter sich gebracht hat. Denn er glaubt an Drogen. Dabei hat er zwar nicht so unrecht, aber auch etwas anderes, anfangs nicht fassbares, spielt hier eine Rolle.
Im Krankenhaus kommt es dann zu einem Vorfall, nachdem Dusty seinem Bruder einen chinesisch klingenden Namen nennt, den dieser scheinbar wir wild oder irre bei sich aufgeschrieben hat. Plötzlich reagiert sein Bruder, als gehorche er ihm. Er redet scheinbar unsinnige Dinge und als Dusty ihm befiehlt zu schlafen, da fällt Skeet auch in einen rational nicht zu erklärenden Tiefschlaf, der schon fast an Koma erinnert. Die Krankenhausleitung beschließt, Skeet an ein Krankenhaus für normale Fälle zu überweisen. Dort bringt Dusty seinen Bruder auch hin. In dem neuen Krankenhaus hat er trotz der Perfektioniertheit aller Ärzte und Schwestern ein ungutes Gefühl, das er aber nicht näher definieren kann. Auf diese Weise vergeht so der Tag für Dusty. Und leider vergißt er dabei auch seine Frau Martie. Und auch da braut sich etwas zusammen.
Martie ist eine selbstbewußte Frau, die das Leben liebt und auch genießt. Sie hat eine positive Lebenseinstellung und wirkt aufbauend auf andere Menschen. Sie ist wirklich ein Herz von einer Seele. Nebenbei kümmert sie sich um ihre Freundin, die seit gut einem Jahr an einer seltenen psychischen Krankheit leidet. Susan und Martie waren schon seit Kindheit Freundinnen, aber jetzt hat Susan nur noch Martie. Und ihren Arzt, Dr. Ahrigman. Einen sehr gut aussehenden und auch angesehenen Psychater. Denn Susan leidet darunter, dass sie sich überall, außer in ihrer Wochnung unsicher fühlt. Sie bekommt totale Angstzustände, sobald sie die Wohnung verlässt und so wohnt sie seit über einem Jahr abgeschottet von allem - außer von Martie - alleine in einer Wohnung, die sie nur zu den Psychaterterminen verlässt.
Aber heute ist auch nicht Marties Tag. Denn von einem Moment auf den anderen bekommt auch Martie seltsame Anfälle. Sie hat Angst, sie könne andere Leute verletzen. Das sind nicht nur allgemeine Ängste, nein, sie sieht vor Augen, wie sie beispielsweise ihrem Mann den Autoschlüssel in das Auge sticht. Aber damit fängt nur alles an. Während Dusty sich um seinen Bruder kümmert, fängt Martie an, im Hause herumzuwüten. Zuerst versucht sie alle Gegenstände, die als Waffen genutzt werden könnten (Messer, Scheren, Gabeln) in die Mülltonne zu werfen, dann beginnt sie einige Geräte zu zerstören. Was sie nicht weiß, auch sie hat urplötzlich eine seltene psychische Krankheit, die sich Autophobie nennt. Als Dusty nach Hause kommt, kann er seine Frau kaum beruhigen. Martie möchte alles, nur nicht in seiner Nähe sein. Nicht weil sie ihn nicht liebt. Nein, sie hat Angst, ihn auf irgendeine Form umzubringen. Beide verbringen eine Nacht, die sie wohl lieber aus ihrem Gedächtnis vergessen würden. Und auch nach dieser Nacht wird alles schlimmer.
Während Martie jetzt mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt ist, versuchte aber Susan, bei der es sich um eine Schönheit handelt, Martie auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Denn seltsame Dinge gehen auch bei Susan vor. So hat die junge Frau, die sich nur in ihrer mehrfach gesicherten Wohnung aufhält, die Vermutung, sie würde fast täglich vergewaltigt. Sie kann sich zwar an nichts erinnern, aber gleichzeitig erinnern Spermareste in ihrem Slip und an ihr selbst sie daran, dass etwas gewesen sein muss. Martie fällt es schwer das zu glauben. Und Susan fasst den Entschluss, dem Mann mittels einer Videokamera eine Falle zu stellen. Sie glaubt fest daran, dass es ihr Ex-Ehemann ist, der sie aufsucht und missbraucht. Und während Dusty und Martie ihre albtraumhafte Nacht erleben, beginnt auch für Susan ein tödlicher Albtraum.
Am nächsten Tag fallen Dusty merkwürdige Dinge an Martie und auch an sich auf. Denn beide leiden seit einer Weile unter seltsamen Alpträumen. Aber Dusty bemerkt auch Ähnlichkeiten hinsichtlich seines Bruders. Und während sich Marties Symptome nicht bessern fassen beide den Entschluss, dass Martie professionelle Hilfe benötigt. Und wer bietet sich da besser an, als Dr. Ahrimann, Susans Psychiater, den Martie auch bei ihren Besuchen schon kennen gelernt hat.
Bloss wissen die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Dr. Ahrigman in Wirklichkeit ganz anderes mit seinen Patienten vor hat, als diese zu heilen. Ein seltsames Buch, das Martie in ihrer Tasche mit sich trägt, das diese Leseratte aber noch nie angesehen hat, bringt dann alles ans Rollen. Denn was liest Dusty, als er das Buch durchblättert. Genau den Namen, auf den sein Bruder so seltsam reagiert hat. Und was in aller Welt hat wohl dieses Buch von Martie mit Skeet und auch sich zu tun. Martie und Dusty begeben sich auf eine gefährliche Reise, eine Reise in die Vergangenheit des sympatischen Dr. Ahrigman. Und diese Vergangenheit könnte zu ihrere letzten Reise werden, denn Dr. Ahrigman bekommt leider auch einige Dinge mit, warum seine neue Patienten plötzlich verschwinden und auch wohin sie reisen...
MEINUNG
Erst mal ein dickes Nein. Ich habe hier nicht das halbe Buch verraten. Das was ich hier geschildert habe ist natürlich ein Teil des packenden Romans, aber es nichts, was man nicht verraten dürfte. Denn auch der Autor zeigt schon nach kürzester Zeit den wahren Charakter des Dr. Ahrigman. Und so entpuppt sich der Roman als ein spannender Thriller, in dem mal wieder gezeigt wird, wie Ärzte ihren Status und ihr Wissen auf abartigste Weise missbrauchen. (Warum ich wieder sage - ich erinner da nur an den Film Anatonomie).
Die 768 Seiten habe ich in zwei Tagen durchgelesen und war da schon ärgerlich, weil ich übermüdet eine Pause machen musste. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was so packend, spannend und schaurig war. Und das, obwohl es sich hier um keinen Horror sondern um einen Thriller handelt. Ganz genau ist es aber doch ein Horror, nur eben ein möglicher ohne irgendwelche Überwesen. Ein Horror, der sich aus der Bäsartigkeit einzelner Menschen ergibt.
Die Hauptpersonen Dusty, Martie und auch Skeet waren mir sehr sympatisch. Ich konnte sie mir auch gut vorstellen, denn obwohl Martie und Dusty auch eine harmonische Ehe führten, so ist es doch nicht zu übertrieben, sondern eine Ehe, in der auch Höhen und Tiefen vorkommen. Auch Skeet, der kleien Bruder, der sich als Versager fühlt, den habe ich vor meinen Augen gesehen, so gut war die Person vorstellbar. Und wie habe ich erst einmal Susan bemitleidet. Denn aus einer fröhlichen und lebendigen sowie sehr erfolgreichen Maklerin wird hier eine verängstigte Frau, die man sich aber durchaus auch vorstellen kann.
Dr. Ahrigman selbst ist da eher der leibhaftige Teufel in Person. Ich hoffe, dass seine Person hier total übertrieben ist, denn nur die Vorstellung, so jemand Skrupellosen und Abartigen als Arzt zu haben, die treibt mir die Gänsehaut auf den Rücken.
Von der Art erinnterte mich Stimmen der Angst etwas an die packende Geschichte mit vielen Wendungen über Hannibal Lektor. Auch da weiß man ja, wer der Bösartige ist, und trotzdem ist der Roman spannend. Dieses Kunststück ist auch Dean Koontz hier hervorragend gelungen.
Neben einer sehr spannenden Geschichte, bei der man wirklich oft an Horror denkt, hat man hier aber auch wieder die medizinische bzw. moralische Frage über Ärzte im Hintergrund. Was kann ein Arzt alles machen, wenn er einfach moralische Massstäbe auf Seite legt? Und was es da an Abartigkeiten zu bieten gibt, das zeigt Koontz in der Person des Dr. Ahrigman hier allzu deutlich. Auf der einen Seite denke ich mir, das müsste einen sehr guten Film geben. Auf der anderen Seite bietet das Buch aber für die heutigen Macher auch eben viel zu viele Möglichkeiten, alles noch ein wenig abartiger darzustellen.
Gut hat mir alles gefallen, was hier das Menschliche betrifft. Die Personen werden nicht nur lebendig und vorstellbar geschildert, nein, selbst die Tiere an deren Seite sind liebenswert und machen auch einen Teil des Romanes aus.
Sehr faszinierend und interessant finde ich den Aspekt der Hypnose, der hier nicht nur des pesönlichen Machtmissbrauchs dient sondern die auch schon eine Organisation für sich nutzend anwendet. Denn nicht nur Ahrigman entpuppt sich für unsere Helden als Lebensbedrohend. Irgendwer steht schützend vor dem Doctor und scheut dabei auch keinerlei Mittel und Wege.
Von der Art ist Stimmen der Angst zwar ein Thriller, aber Menschen mit schwachen Nerven sollten dieses Buch nicht lesen, denn es gibt sehr viele Horroszenen, bei denen mir fast schlecht wurde. Trotzdem fand ich das Buch umwerfend packend oder wie anders ausgedrückt alptraumhaft spannend und hatle es für eines der besten Werke von Dean Koontz.
DATEN
Titel: Stimmen der Angst
Autor: Dean Koontz
Seiten: 768
Art: Thriller - Horrorthriller
Buch: Gebundenes Buch
Eignung: Erwachsene und ältere Jugendliche
Preis: 8,50 Euro im Club als Sonderangebot
Preis Amazon: 22 Euro
ISBN-Nr. 3453186001
FAZIT
Stimmen der Angst ist ein sehr packender Thriller mit vielen Horrorsequenzen. Es geht hier nicht um das Entdecken des Übeltäters sondern um einen Überlebenskampf von ganz normalen Menschen gegen einen psychotischen und machtbesessenen Arzt und eine merkwürdige Organisation. Der Roman ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Es ist mit eines der besten Bücher von Koontz, die ich gelesen habe.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 15:33:03 mit dem Titel Spannend und unterhaltsam ( Esau von Philip Kerr)
Den Roman \"Esau\" von Philip Kerr habe ich mir vor kurzem im Sondergangebot im Kaufhof geholt. Vor zwei Tagen habe ich den Roman ausgelesen und möchte ihn hier auch vorstellen.
INHALT
Jack Furness ist ein kalifornischer Bergsteiger, der schon viele Berge bezwungen hat. Jetzt möchte er einen der höchsten Berge Nepals bezwingen. Doch es läuft schief und sowohl er als auch sein Partner stürzen ab. Jack hat Glück und landet in einer Gletscherspalte. Dort stößt er auf einen merkwürdigen Schädel, den er für ein Fossil hält und mitnimmt. Eine gute Freundin Jacks ist Anthropologin. Ihr macht er bei seiner Rückkehr diesen Schädel auch zum Geschenk. Swift, so heißt die Wissenschaftlerin, erkennt sofort, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand hält. Denn so einen Schädel hat noch niemand gesehen. Er weist menschliche und tierische Aspekte auf und könnte ein neues Bindeglied zwischen Mensch und Affe sein.
Die Paläoanthropologin holt sich andere Wissenschaftler zu Rate und schließlich steht fest, dass sie hier einen Schädel einer Tier- oder Menschenart vor sich hat, den noch niemand bisher entdeckt hat. Nur eines stimmt nicht. Der Schädel weist keine typischen Merkmale für ein Fossil auf. Das bedeutet, es könnte sich genauso um einen Schädel einer Lebensform handeln, die auch heute noch lebt, nur bisher nicht entdeckt wurde. Esau, so nennt sie den Schädel in Erinnerung an eine vergangene Geschichte, könnte die Weltanschauung verändern. Und so überredet Swift ihen Freund Jack, zusammen mit ihr in die Berge Nepals zu reisen, um so einen Beweis für das Vorhandensein dieser Spezies zu finden. Eine These ist dabei von ganz besonderer Bedeutung. Es geht dabei um die Sage der Yeti-Menschen. Diese werden von vielen Menschen als Hirngespinste abgetan, andere gehen aber davon aus, dass es sich um eine eigene Affenähnliche Lebensform handelt. Und die Yetis wurden auch alle immer in dem Gebietsumkreis gesichtet, aus dem Jack auch den Schädel mitgebracht hatte.
Damit sie Beweise für die Existenz des Yeti finden kann, wird alles geheim gehalten. Nur einige vertrauenswürdige Forscher und Wissenschaftler werden eingeweiht. Und mit denen soll dann die Expedition stattfinden. Gezahlt werden soll das alles von der National Geographic.
Während die Wissenschaftler bemüht sind, ein okay für ihre Expedition zu bekommen, spitzt sich die politische Lage zwischen Indien und Pakistan zu. Der amerikanische Geheimdienst schaltet sich ein und benötigt neue Informationen. Und nachdem etwas schief gelaufen ist, hofft man auf eine Möglichkeit, in das Krisengebiet zu kommen und einen Agenten dort einzuschleusen, der dann die misslungene Angelegenheit wieder bereinigt.
Und wie es der Zufall will, wird der Geheimdienst auf die geplante Expedition aufmerksam. Das bedeutet dann Glück im Unglück für Siwft, Jack und die anderen Wissenschaftler. Denn die geplante Expedition wurde wegen Budgetmangel nicht genehmigt. Und ganz plötzlich kommt plötzlich ein Sponsor hervor, der nicht nur modernste Mittel mit zur Expedition mitbringt, sondern auch dafür sorgt, dass die Expedition doch stattfinden kann. Nur leider wissen die Forscher nicht, wer sie da so großartig ausstattet.
Und so reisen die Forscher, ohne es zu wissen, gemeinsam mit einem Agenten ins Krisengebiet. Die einen, um einen Yeti zu entdecken und wenn möglich zu fangen, und ein Expeditionsteilnehmer aus ganz anderen Gründen, die allen gefährlich werden können...
MEINUNG
Esau wurde als Englands Antwort auf Michael Crighton angekündigt. Diese Aussage hat Nick Curtis von der Financial Times gemacht. Für mich war es ein Grund, neugierig zu sein. Und jetzt auch, vergleichen zu können. Denn von Michael Crighton habe ich schon einiges gelesen. Während Philip Kerr mir gar nichts sagt. Aber immer wieder gibt es ja auch gute neue Autoren.
Esau ist ein Thriller, der eine Mischung zwischen einem Wissenschaftsthriller und einem Agententhriller ist. Eine etwas ungewöhnliche Mischung für meinen Geschmack. Das Buch liest sich sehr gut. Leider sind aber teilweise wissenschaftliche Abhandlungen vorhanden, die nicht so Wissenschaftsinteressierte Leser wie mich abschrecken könnten. Mir hat aber auch das sehr gut gefallen, weil es viele Erkenntnisse der heutigen Mensch bzw. Primatenforschung noch einmal hier klar stellt.
Sehr spannend ist das Buch auch, weil man bis kurz vor Schluss selbst nicht weiß, wer jetzt der Agent ist. Das Buch ist so geschrieben, dass man wie in einem guten Krimi doch einige der anwesenden Wissenschaftler verdächtigt. Das Rätselraten ist um so interessanter, weil man es nicht nur selbst macht, sondern auch Jack immer wieder überlegt, wer wohl der Agent ist. Denn rein zufällig bekommt Jack vor der Expedition mit, dass der Geheimdienst dafür verantwortlich ist, dass die Expedition doch stattfinden kann. Aber weder er noch der Leser, wissen warum das so ist.
In einigen Teilen erinnerte mich Esau auch an Congo. Denn sowohl hier als auch in dem bekannteren Buch geht es um eine neue Primatenart, die in manchen Dingen den Menschen sogar überlegen scheint. Und mit denen nicht unbedingt immer gut Kirschen essen ist. Interessant finde ich, dass die Gruppe hier relativ schnell auf die Existenz von Yetis stößt, aber dennoch Spannung in diesem Part bleibt, weil man ja nicht nur Spuren finden möchte sondern auch ein Exemplar lebendig fangen möchte. Und das ist bei einem Primaten, der an Kraft und Schnelligkeit einen Gorilla schlägt, nicht so einfach.
Die Personen empfand ich als ziemlich realistisch. Bis auf eine Ausnahme. Der Agent war mir persönlich zu extrem. Nicht dass man hier einen normalen Menschen genommen hat. Nein der Autor musste auf einem Menschen als Agenten bestehen, der psychisch nicht normal war. Der normale Unterschied zwischen einem Wissenschaftler, der einen Yeti finden will und einen Agenten, der auf seine Aufgabe bedacht ist, wäre meiner Ansicht nach voll und ganz ausreichend gewesen. So wirkt das ganze doch etwas unglaubwürdig auf mich.
Die Idee, dass Yetis Primaten sind, die mit uns nah verwandt sind, und sich eben nur genial verstecken, gefällt mir ganz gut. Ich möchte aber hiermit keine Debatte auslösen, ob es Yetis gibt oder nicht. Darüber streiten sich schon ganz andere Personengruppen. Und es ist nun mal das Recht eines Autors, so etwas in einem Roman zu behaupten bzw. darzustellen. Dafür gibt es Romane, dass wir uns mal etwas anderes vorstellen können.
Sehr viel erfährt man in Esau aber auch über das Bergsteigen und die Risiken, die es dabei gibt. Ich fand das faszinierend, obwohl ich nicht gerade eine Freundin von Bergsteigerfilmen oder -büchern bin. Hier wurde es spannend und interessant mit in die Handlung eingebracht, so dass auch in dem Bereich die Spannung eher noch erhöht wurde.
DATEN
Titel: Esau
Autor: Philip Kerr
Seiten: 508
Art: Thriller
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Wunderlich
ISBN-Nr. : 3-8052-0607-0
Preis: 8 Euro im Kaufhof
Preis Amazon für das Taschenbuch: 8,50 Euro
FAZIT
Esau ist ein sehr spannender Wissenschaftsthriller, in den ein Agententhema mit hereinverwebt wurde. Letzteres finde ich allerdings zu extrem und unglaubwürdig, so dass ich hierfür auch etwas Abzug gebe. Dennoch ist Esau ein Roman, der spannend und sehr unterhaltsam ist. Insbesondere natürlich, wenn man sich für Yetis oder Primaten aber auch Bergsteigen interessiert.
Liebe Grüße - Miara
INHALT
Der alte, schwarze Kater Majicou wacht seit dem er ihn entdeckt hat, über den jungen Kater Tom. Dieser selbst ahnt noch nichts von seinem Schicksal. Er wird als Kätzchen von einem jungen Ehepaar gekauft und wächst wie die meisten Hauskatzen auf. In die Natur kommt er nicht hinaus, denn seine Besitzer haben Angst davor. Aber Tom fängt an, immer mehr von der Natur und von einer seltsamen schwarzen Katze zu träumen.
Und eines Tages, mehr zufällig als dass er das wirklich vorhatte, springt Tom aus dem Fenster, um eine freche Elster zu jagen. Nur lässt sich diese nicht fangen und so rennt Tom über weite Strecken hinter ihr her, bis er die Orientierung verloren hat und nicht mehr nach Hause findet. Er irrt tagelang herum und versorgt sich dabei eher schlecht als recht. Und komischerweise nehmen die Träume mit dem schwarzen Kater, der sich als Majicou entpuppt, noch mehr zu.
Als Tom dem alten Kater schließlich begegnet, lernt er, dass dieser zwar sehr geheimnisvoll ist, er aber keine Angst vor Majicou haben muss. Und er erfährt, dass Majicou etwas besonderes mit ihm vor hat.
Der alte Kater sucht einen Nachfolger, denn er behütet ein altes
Katzengeheimnis. Und er gibt Tom den Auftrag, auf den geheimen Pfaden den König und die Königin der Katzen zu finden und diese an den geheimnisvollen Ort Tingtangel zu bringen.
Und so macht sich Tom auf die Suche nach den beiden Katzen, obwohl er keine Ahnung hat, wo er sie genau finden kann und wie er sie erkennt. Dabei lernt er viele neue Freunde kennen. Aber neben Tom ist auch ein bösartiger Mensch auf der Suche nach der Katzenkönigin. Denn es geht hier um eine uralte Legende, in der eine goldene Katze geboren wird und die der Welt etwas Besonderes verheißt. Und so beginnt ein sehr gefährliches Abenteuer für Tom und alle, die ihn begleiten.
MEINUNG
Auf geheimen Pfaden ist ein äußerst faszinierend und mystisch geschriebenes Buch. Die spannende Jagd um die Rettung der Katzenkönigin, der natürlich auch mit dem goldenen Kätzchen zu tun hat ist nur ein Aspekt des Buches. In dem anderen geht es um eine Art Geschichte des Lebens aus der Sicht der Katzen. Dabei hat die Autorin geschickt Mythen um Katzen mit geschichtlichen Daten der Geschehnisse um diese Vierbeiner verflechtet. Und so erlebt man die Schaffung des Lebens mal aus Sicht der Katzen mit und erfährt, wie es dem Menschen dann gelungen ist, so viel Macht auf der Erde zu bekommen.
Sehr interessant empfand ich alles, was sich um diese geheimnisvollen alten Pfade drehte. Die alten Pfade sind keine Straßen oder Wege in unserem Sinne sondern etwas uraltes, das nur Tiere und eben leider dieser eine besondere und wahnsinnige Mensch nutzen kann. Genauer auf sie einzugehen würde aber einen Teil der Spannung verderben. Auf alle Fälle wird durch die Geschehnisse und das Eingreifen des Menschen hier vieles verändert und Kräfte werden freigesetzt, die keiner mehr beherrschen kann.
Schön finde ich auch, dass nicht nur Katzen hier Hauptbeteiligte sind, sondern beispielsweise auch ein Fuchs und eine Elster unseren tierischen Helden unterstützen. Nur Hunde sind die totalen Feinde der Katzen. Das ist übrigens ein Aspekt, den ich sehr schade finde. Denn hier sind Hunde immer Todfeinde der Katzen, Ausnahmen wir in der Realität gibt es bei der Autorin nicht.
Auf geheimen Pfaden fesselt sehr, es ist abenteuerlich, spannend und auch immer geheimnisvoll. Und selbst am Ende des Buches, wo man einiges mehr weiß, bleibt der geheimnisvolle Aspekt noch vorhanden.
Der Kampf zwischen Gut und Böse hat hier eine ebenso große Bedeutung wie auch bestialische Tierversuche mit Katzen, um etwas zu erreichen.
An einigen Stellen ist das Buch auch sehr traurig, denn nicht alle der Freunde von Tom überleben es, ihm zu helfen. Für pure Realisten ist das Buch vielleicht etwas zu phantastisch. Aber wer tierische Romane wie Felidae liebt, dem wird auch dieser Roman gefallen. Man sollte allerdings Katzen schon mögen.
Ich selbst habe das 511seitige Buch sehr zügig durchgelesen und fand es immer sehr schade, wenn ich es aus der Hand legen musste. Einiges, was hier an wahrer Geschichte über Menschen und Katzen stand, machte mich allerdings sehr nachdenklich. Denn nicht immer ging der Mensch gut mit diesen Tieren um, ob er sie nun verehrte wie die alten Agypter oder wie unsere Vorfahren zur Hexenjagdzeiten für Teufelsgehilfen hielt und die Tiere dann zu Tausenden lebendig mit auf den Scheiterhaufen landeten.
Noch kurz etwas zu Gabriel King. Der Katzenliebhaber stammt aus Cornwall und lebt heute in London. Die Fortsetzung des Romans \"Auf geheimen Pfaden\" ist in Vorbereitung.
DATEN
Titel: Auf geheimen Pfaden
Autorin: Gabriel King
Art: Roman, Katzenabenteuer, gebundenes Buch
Seiten: 511
Verlag: Heyne
erhältich: Im Buchhandal, auch bei Amazon
Preis: gezahlter Preis im Karstadt Euro 7,50
ISBN: 3-453-16564-0
Originalausgabe: The Wild Road, 1997
FAZIT
Auf geheimen Pfaden von Gabriel King ist ein sehr spannender und abenteuerlicher sowie auch ein mystischer Roman über Katzen und aus der Sicht von Katzen. Es ist ein Buch, was ich verschlungen habe, und auf dessen angekündigte Fortsetzung ich mich schon freue.
Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen Leser mal wieder ein Buch vorstellen, das auch für ihn in Betracht kommen könnte. Das Buch ist meiner Ansicht nach zu schön, um so unbekannt zu sein.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 11:28:07 mit dem Titel Tolle Geschichtensammlung für Jung und Alt (Die Dschungelbücher von Rudyard Kipling)
Wer kennt es nicht, das bekannte Dschungelbuch. Aber die meisten von uns kennen wohl eher den Zeichentrickfil oder andere Verfilmungen des Buches von Rudyard Kipling. Ich selbst habe mir beim Besuch eines Weltbild-Geschäftes das Buch \"Die Dschungelbücher\" von Rudyard Kipling, neu übersetzt von Gisbert Haefs gekauft.
INHALT
Die Dschungelbücher ist eine Sammlung einiger Geschichten von Rudyard Kipling. Nicht alle Geschichten spielen im Dschungel. Unterteilt sind die Geschichten nach Das Dschungelbuch und Das neue Dschungelbuch. Der Einfachheit halber gebe ich hier überall eine Kurzinformation zur Geschichte und meine Meinung dazu:
I. Das Dschungelbuch
1. Mowglis Brüder
Hier wird die Grundgeschichte des bekannten Dschungelbuches erzählt. Man erlebt die Ankuft von Mowgli bei den Wölfen mit, die ihn gegen den Willen Shir Khans im Rudel aufnehmen, anstatt ihn dem Tiger zum Fraß zu überlassen. Die Geschichte endet damit, dass Mowgli den Dschungel verläßt und dem Tiger androht, ihn beim nächsten Treffen zu töten.
***
Sehr gute Geschichte aber in vielen Punkten doch anders als man es von den Verfilmungen her kennt. Hier wird auch klar, warum der Tiger die Menschen jagd und haßt. Nebenbei erfährt man sehr viel von den Wölfen.
2. Kaas Jagd
Im Gegensatz zum Film ist hier Kaa eine positive Persönlichkeit und ein anerkannter Kämpfer. Mowgli wird hier von den Affen entführt, die aber kein Feuer von ihm wollen, sondern nur wollen, dass er ihnen zeigt, wie man Dächer aus Blättern macht. Der Panter Baghira und der Bär Baloo holen sich Kaa zur Hilfe, um ihn zu befreien.
***
Auch sehr gut geschrieben und mit faszinierender Handlung. Kaa wird dem Leser hier sehr sympatisch. Wie bei der anderen Geschichte wird die Jagd und Tötung anderer Tiere allerdings als etwas selbstverständliches geschildert, was sie ja eigentlich auch in der Natur ist.
3. Tiger Tiger
Beschreibt, wie Mowgli bei den Menschen lebt und dass es ihm dort nicht gefällt. Schließlich tötet Mowgli seinen Feind Shir Khan und wird von den Menschen wieder ausgestoßen. Er kehrt in den Dschungel zurück, kehrt aber nicht zum Wolfsrudel zurück sondern lebt nur mit ein paar befreundeten Wölfen zusammen.
***
Auch hier wieder etwas, das in dem Film ganz und gar nicht vorkommt. Man kann durchaus nachvollziehen wie sich der in der Wildnis aufgewachsene Junge bei den Menschen im Dorf fühlt. Und als schließlich einige Jäger es mit Lügereien über den Dschungel übertreiben und alle immer feindseliger gegenüber dem ehrlichen Jungen werden, trifft dieser die Entscheidung seinen Feind zu töten, was schließlich dazu führt, dass er durch einige machtbesessende / verlogene Menschen im Dorf ausgestoßen wird.
4. Die weiße Robbe
Die Robbe Kotick ist eine seltene weiße Robbe. Schon als relativ junge Robbe bekommt sie mit, dass Robben in ihrem Alter von Menschen weggetrieben werden und dann brutal erschlagen werden. Kotick will etwas daran ändern, auch wenn alle anderen Robben der Meinung sind, dass es normal sind, dass einige Tiere vom Menschen erschlagen werden.
***
Erinnert mich ein wenig an die Möwe Jonathan. Denn Kobick blickt weiter als die anderen Robben und er sucht so lange nach einer Lösung für die Robbenschar, bis er sie auch findet. Tolle Story.
5. Ricki-Ticki-Tavi
Die Geschichte eines jungen Mungos, der von den Menschen augenommen wird, dort einige Abenteuer erlebt und die Menschen schließlich vor zwei gefährlichen Kobras rettet.
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Ich war hier total erstaunt. Denn ich kannte die Geschichte noch von der Schule her. Eine phantastische und spannende Geschichte über den Kampf Mungo-Schlange.
6. Toomai von den Elefanten
Der Sohn eines Elefantenhüters erlebt den geheimnisvollen Elefantentanz mit.
***
Die Geschichte, die mir bisher am wenigsten gefallen hat. Ist zwar auch interessant geschrieben aber doch sehr unglaubwürdig. Zur Zeit Kiplings glaubte man allerdings noch an Plätze, an denen Elefanten sich versammeln und tanzen würden.
7. Diener ihrer Majestät
Eine Geschichte über ein Heer bestehend aus Menschen, aus Pferden, Maultieren, Elefanten, Kamelen und Ochsen. Nachts geraten einige Tiere in Panik und so treffen einige Tiere der verschiedenen Tierarten aufeinander. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Erlebnisse und wofür sie in einer Schlacht wichtig sind
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Humorvoll geschrieben aber auch sehr informativ, denn solche großen Heere mit so viel tierischen Helfern gab es tatsächlich.
II. Das neue Dschungelbuch
1. Wie Furcht kam
Eine Geschichte, die Mowgli erzählt wird. Hier wird geschildert, wieso die Furcht (der Mensch) in den Dschungel kam
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Super Geschichte ganz im Stil des Dschungelbuches und der vorherigen Geschichten dazu.
2. Das Wunder des Burun Bhagat
Die erste Geschichte, die nicht von den Tieren sondern von einem Menschen handelt. Die Geschichte eines Bramahnen, der zuerst fast so wichtig wie der Maharadscha selbst war und sich dann entscheidet sein Leben als einfacher Mann, als Bettler und heiliger Mann weiterzuleben.
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Sehr interessante Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes. Man erlebt hier die Denkweise der Brahmanen mit und vieles ist total fremdartig.
3. Laßt den Dschungel ein
Mowgli erfährt hier, dass man ihn nicht nur bei den Menschen ausgestoßen hat, sondern auch töten will. Und er erfährt, dass man seine Pflegeeltern im Dorf gefangenhält und auch wegen ihm töten will. Mit Hilfe seiner Dschungelgefährten befreit er die Pflegeeltern und vernichtet das Dorf, in dem er dem Dschungel Einlaß gibt.
***
Fortführung der Geschichte Tiger Tiger. Hier ist Rache der Hauptpunkt. Und nebenbei wird geschildert, wie der Dschungel sich ein Gebiet zurückholt, das von Menschen besiedelt wurde.
4. Die Bestatter
Ein Krokodil, ein Schakal und ein Adjutant (Vogel der den Marabus ähnelt) treffen sich. Dabei erzählt das Krokodil seine Lebensgeschichte.
***
Die Geschichte ist sehr interessant, wenn man sich auch hier mit vielen Dingen des indischen Brauchtums beschäftigen muss. Besonders der Schluß ist eine Überraschung. - Hat nichts mit dem eigentlichen Dschungelbuch zu tun.
5. Des Königs Ankus
Wieder eine Dschungelbuch-Geschichte. Ein Abenteuer zu dem Kaa den jungen Mowgli verleitet. Es geht um eine Kobra, die einen Schatz in der verlorenen Dschungelstadt bewacht. Unter anderem ist auch ein goldener Ankus (das ist ein Werkzeug, mit dem man unwillige Elefanten quält). Mowgli nimmt diesen Ankus an sich und nachdem er ihn weglegt, findet ihn ein Mensch. Danach kommt es zu vielen den Dschungelbewohnern rätselhaften Todesfällen.
***
Hier geht es um die Gier der Menschen, die Mowgli nicht kennt. Daher ist es den Tieren und ihm auch unklar, wieso dieser Ankus so viele Menschen tötet. In Wirklichkeit töten sich diese wegen des goldenen Teils ja selbst. Liest sich sehr interessant.
6. Quiquern
Auch wieder eine interessante Geschichte, die nicht im Dschungel spielt. Es geht hier um ein Inuitvolk, das noch wie in Urzeiten lebt und beispielsweise keinen Kontakt zu Weißen hat. Der junge Kadlu rettet hier sein Dorf vor dem Verhungern.
***
Man erlebt hier mit, wie die Inuit lebten, bevor die weißen kamen. Nebenbei erfährt man viel von ihren Mythologien und ihrem Überlebenskampf in der Natur. Sehr gute Geschichte.
7. Roter Hund
Ein fremder verletzter Wolf schleppt sich zu den Wölfen des Dschungels. Er berichtet, dass die roten Hund auf dem Weg in den Dschungel sind. Da die roten Hunde (Wildhunde) als gefährlicher als die Wölfe gelten, rät er zu fliehen. Aber Mowgli nimmt den Kampf gegen die roten Hund mit Hilfe seiner Dschungelfreunde auf.
***
Sehr grausame aber auch gute Geschichte um Mowgli und die Wölfe, die hier um ihr Überleben kämpfen. Und auch die gute Kaa spielt hier wieder eine große Rolle. Hier bekommt man mit, wie die Wölfe nur durch die Intelligenz von Mowgli und dem Wissen von Kaa eine Chance gegen die roten Hunde haben.
8. Das Frühlings-Laufen
Eine Geschichte um Frühlingstriebe, die am Ende dazu führt, dass Mowgli, der jetzt ein gut gebauter und kräftiger junger Mannn ist, doch zu den Menschen zurückkehrt. Allerdings mit dem Recht, immer wieder in den Dschungel zurück kehren zu können. Mowgli begegnet hier einer jungen Frau, aber was wichtiger ist, er begegnet seiner Pflegemutter wieder.
***
Gute Geschichte, die das Dschungelbuch hier logisch beendet. Man erlebt die Unruhe Mowglis und der Tiere im Frühling mit und einigen der Tieren ist im Gegenteil zu Mowgli klar, was mit ihm los ist.
GENERELLES
Das Buch besticht durch Feinheiten, selbst wenn keine Zeichnungen vorhanden sind. Gisbert Haefs ist es gelungen, den Originalstil von Rudyard Kipling zu beizubehalten.
Jede der Geschichten wird durch einen Liedtext in englischer Sprache eingeleitet, dieser Text wird danach noch einmal in deutsch zum Verständnis angedruckt. Und das Lied ist immer ein Teil der Geschichte bzw. schildert etwas zur nachstehenden Geschichte.
Nach allen Geschichten folgt wiederum ein Abgesang. Dieser ist jeweils Baloo, Kaa, Bagheera und \"Den Dreien\" (das sind die drei Wolfsbrüder Mowglis) gewidmet. Auch hier zuerst englischer Liedtext, dann deutscher Text.
Danach folgen auf 17 Seiten Erklärungen zu den Geschichten und zum Gesamtwerk selbst. Teilweise auch sehr interessant und erklärend. Man erfährt dort beispielsweise auch, dass die Figur des Baloo künstlerische Freiheit von Kipling war, da in Indien nie Braunbären oder ähnliche friedlich wirkende Bären gelebt haben.
Aber auch anderes ist sehr interessant, denn hier wurden Kiplings Originalnamen für die Tiere beibehalten, die fast immer eine indische Bezeichnung sind, ansonsten wird der Name erklärt. Mowgli wird eben Mowgli = \"Nackter Frosch\" genannt, da er im Gegensatz zu den Wölfen kein Fell hat, also nackt ist.
AUTOR
Am 30. Dezember 1936 wird Joseph Rudyard Kipling als Sohn des englischen Kurators John Lockwood und dessen Frau Alice Macdonald in Bombay geboren. Er wird allerdings in England erzogen und kehrt dann 1882 nach Indien zurück. 1888 fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. 1889 kehrt er nach England zurück, heiratet dort und siedelt 1889 in die USA überl. 1894 schreibt er \"Das Dschungelbuch und andere Kindergeschichten. 1902 kehrt er nach Enland zurück und 1907 erhält er als erster Engländer den Nobelpreis für Literatur. Am 18. Januar 1936 verstirbt er in London.
DATEN:
Titel: Die Dschungelbücher
Autor: Rudyhard Kipling
Übersetzer und Herausgeber: Gisbert Haefs
Seiten: 454
Verlag: Haffmans Verlag
Ersterscheinung dieser Übersetzung: 1987
Preis: DM 14,95 bei Weltbild in Degggendorf/Bayern
Leserschaft: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
(Die Geschichte Ricki-Ticki-Tavi habe ich beispielsweise meiner 5jährigen Nichte und dem 8jährigen Neffen vorgelesen)
ISBN-Nr. 3-251-20283-9
FAZIT:
Die Dschungelbücher ist eine sehr gute Sammlung von Geschichten des Autors Rudyhard Kipling. Diese Überetzung wurde so geschrieben, dass sie dem englischen Original von damals sehr nahe kommt. Ich fand es sehr interessant, mal endlich das richtige Dschungelbuch kennen zu lernen und kann das Buch jedem mit gleichem Interesse unbedingt weiter empfehlen.
So, das war jetzt durch die vielen verschiedenen Geschichten sehr viel. Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara (eingestellt am 28.08.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 09:39:32 mit dem Titel Schön-Trauriger Roman über die Liebe und den Tod (Bodo Kirchhoff - Infanta)
Infanta ist eines der Bücher, das ich mir bei Jokers.de relativ günstig gekauft habe. Es ist ein Liebesroman, aber sehr poetisch geschrieben und trotz allem auch sehr abenteuerlich. Hier mein Beitrag zu dem Buch von Bodo Kirchhoff
INHALT
Die Geschichte spielt in Infanta. Man stelle sich eine große Insel in Äquatornähe vor. Ein Kriegsgebiet zur Jetzigen Zeit. Rebellen kämpfen gegen ein korruptes System. Auf der anderen Seite aber auch das herrliche Wetter, Meer, alles was uns auch Freude bereitet. Im Ort gibt es Strohhütten, Blechbuden, eine Kirche, Schönheitssalons und am Ortsrand ziemlich abgeschieden noch eine Mission. In dieser Mission leben ein paar schon seit Jahren hier wohnende Missionard, die nur \"Die Alten\" genannt werden.
Eines Tages begegnet einer der Alten einem Deutschen, der allerdings aus Rom kommt. Er lädt ihn zu sich ein, und der Deutsche folgt auch der Einladung. Niemanden ist so ganz seine berufliche Tätigkeit klar, manche halten ihn für einen Journalisten, andere für einen Schauspieler. Er sieht gut aus und scheint auch Geld zu haben. Es steht nur fest, dass er zwar um die Vierzig ist, aber im Verhalten noch nicht erwachsen wirkt. Warum er der Einladung des Missionars folgt, ist auch niemanden klar. Aber klar wird schnell, warum ihn die Missionare eingeladen haben.
Denn die älteren Männer haben ein Problem. Vor Jahren nahmen sie ein junges Mädchen namens Mayla. bei sich auf, das ihnen seit der Zeit auch den Haushalt führt. Aber das junge Mädchen ist zu einer Schönheit geworden. Durch den Umgang mit den Missionaren wurde sie auch sehr gebildet und wortgewandt. Und obwohl die Missionare schon relativ alt sind, sind sie doch nicht gegen alles gefeit. Somit stellt die junge Frau für die Missionare die letzte große Prüfung dar. Auf seine Art verliebte sich jeder der Männer in das Mädchen. Einer von ihnen brach sogar schon mit der Kirche und lebt jetzt im Ort. Und weil das nicht so weitergehen soll, wurde jetzt der ansprechend aussehende Deutsche eingeladen. So nach der Devise, sie werden sich schon kennen lernen und finden.
Mister Kurt, so wird der Deutsche (Lukas) genannt, verliebt sich auch tatsächlich in das junge Mädchen. Nur ist sie vollkommen anders, als die Frauen, mit denen er sonst umgeht. Denn er ist weder Journalist noch Politiker, sondern ein Mann, der wegen seines Aussehens als Model genommen wird. Und während auf der einen Seite eine interessante Beziehung zwischen ihm und Mayla entsteht, wird die politische Situation immer schlimmer und eine Revolution scheint unabsehbar. Und ehe er sich versieht, wird Lukas auch in diese Wirren hineingezogen....
MEINUNG
Der Roman Infanta ist ein sehr gut geschriebener Liebesroman, allerdings vollkommen anders und fremdartig geschrieben, wie wir es normalerweise kennen. Er ist auch halb philosophisch. Und philosophiert wird hier dann über die Liebe. So erfährt man von jedem der Missionare, was diese über die Liebe denken. Und was sie auch für Erfahrungen mit der Liebe gemacht haben. Denn im Verlaufe des Romans wird klar, dass auch diese alten Männer früher durchaus mal mehr oder weniger große Lieben hatten.
Das Buch ist sehr poetisch und doch sehr realistisch geschrieben. Realistisch, weil man sich hier sehr gut alles vorstellen kann. Sowohl die von den Missionaren initiierte Liebesbeziehung als auch die politische Entwicklung des Landes. Ich selbst fühlte mich hier nach Lateinamerika versetzt oder auch Kuba, Ähnlichkeiten mit den Systemen sind hier stark vorhanden.
Ich möchte hier auch mal einen wichtigen Auszug vorstellen, damit mal klar ist, was ich mit poetisch meine:
\"Kennst du die Geschichten von Menschen, die mit Phosphor bespritzt sind? Sie müssen bis zur Nase unter Wasser sein. Sobald sie aufsteigen, brennen sie. Dieses Wasser ist mein Brief. Und solange ich schreibe, denke ich, was ich will. Ich liebe Dich, da steht es.\"
Der Roman ist hier wie ein Eintritt in eine fremde Welt. Traumhaft schön, aber vom politischen her total grausam. Und unser Held Lukas, der meist als Mr. Kurt bezeichnet wird, ist wie eine Spielfigur, nicht nur für die Missionare. Dann sind da noch die Missionare. Auch wenn es seltsam klingt, sie sind alle sehr interessane Persönlichkeiten und was sie mit der Liebe erlebten ist sehr wichtig für dieses Buch, in dem es um sehr verschiedenartige Liebe geht.
Neben Lukas und den Missionaren geht es hier auch um den jungen Novizen Augustin, der ebenfalls in die schöne Mayla verliebt ist. Und der hier vor dem Problem steht, sich zwischen Christus und einer jungen Frau entscheiden zu müssen.
Daneben geht es aber auch um die großen Unterschiede zwischen einem normalen Europäer und einem Menschen, der auf so einer Insel lebt und aufgewachsen ist. Der eine kennte Wohlstand, schöne Frauen, ein normales geregeltes Leben. Der andere kennt Morde, denn Maylas Familie wurde in den Wirren ermordet und auch jetzt noch sind Morde leider wieder an der Tagesordnung in Infanta. Und wie kann man gemeinsam leben, wenn der eine lieber Rom auskosten würde, der andere sich aber nicht von der Insel trennen kann? Ob das in diesem Fall geht oder nicht, das erährt man hier in Infanta.
Für jemanden, der mal einen etwas anderen Liebesroman lesen möchte, der sich mit der Liebe und ihren Variationen beschäftigen möchte, ist Infanta sehr geeignet. Aber man erfährt hier auch sehr viel über diese Insel, die es in sich hat und wenn ich das Buch auch als ncht Actionreich bezeichnen möchte, so hat man hier auch doch auch einige Actionszenen. Denn hier wird sehr genau vieles auf Infanta geschildert. Von Frauen, die irgendwo in der Natur hausen, bis hin zu Attentaten und einem Putsch wird alles geschildert. Und neben der Liebe wird auch die andere Katastrophe des Lebens nicht ausgelassen, der Tod.
BODO KIRCHHOFF
Bodo Kirchhoff hat im November 2001 den Rheingau Literatur Preis 2001 erhalten. Dem 53-Jährigen wurde die mit 15 000 DM dotierte Auszeichnung für seinen Roman \"Parlando\" zuerkannt. Der Preis würdigt herausragende deutschsprachige Prosa. Bodo Kirchhoff hatte seinen Durchbruch 1990 mit dem Roman \"Infanta\" erlebt. Der Autor wurde 1948 in Hamburg geboren und reiste auch sehr viel nach Mittelamerika und die USA. Auch das ziemlich bekannte Buch \"Der Sandmann\" stammt von Bodo Kirchhoff.
DATEN
Titel: Infanta
Autor: Bodo Kirchhoff
Art: Liebesroman, gebundenes Buch
Verlag: Roman Suhrkamp
Seiten: 502
Erhältlich: Bei www.amazon.de als Taschenbuch für DM 19,80
FAZIT
Ein sehr schöner aber auch teilweise sehr trauriger Roman über die beiden Katastrophen des Lebens. Ein Buch über die Liebe und über den Tod. Ein Buch, das realistisch und poetische zugleich ist. Infanta ist sehr schön zu lesen und durchaus nachvollziehbar.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-23 11:46:02 mit dem Titel Nicht schlecht aber wohl eher für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet
Ich selbst bin nie ein Geschichtsfan gewesen. Das Fach Geschichte fand ich als Kind bzw. Jugendliche eher uninteressant, aber das liegt auch oft daran, wie man so ein Thema nahe gebracht bekommt. Bei jokers.de habe ich mir jetzt das Buch \"Im weiten Land der neuen Zeit\" von Max Kruse gekauft und im Urlaub gelesen. Hier mein Erfahrungsbericht dazu.
Inhalt
Das Buch \"Im weiten Land der neuen Zeit\" ist die Fortsetzung des Buches \"Im weiten Land der alten Zeit\" und handelt von der Entwicklung der Menschheit im Abendland in der Zeit von Galileo bis heute. Drei Jugendliche sind hier in einem ungewöhnlichen Freizeitpark unterwegs. Der Park ist allerdings eher eine Zeitreise für die Drei. Berenike, Roman und Stefan werden von dem geheimnisvollen Senex an Plätze geführt, an denen sich bedeutende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte aufhielten.
Die drei Jugendlichen erleben so aus der Sicht der heutigen Menschen mit, wie sich die Menschheit im Abendland (sprich Europa) weiterentwickelte. Dabei werden sie in Zeit und Raum an die interessanten Plätze befördert und erleben sowohl die Philosophische Weiterentwicklung als auch die Entwicklung der Künste und auch die der Technike mit.
Die Reise beginnt mit dem ältesten Zeitpunkt und endet dann bei uns im 20. Jahrhundert. Von Galileo zur Zeit der Pest, von Shakespear zu Newton, vom Barock zum Rokoko und hin zur Romantik erleben Sie bedeutende Menschen und lauschen dabei sehr oft den Philosophen und anderen bedeutenden Menschen der jeweiligen Zeit. Schließlich erhalten Sie einen geheimnisvollen Ausblick auf die Zukunft und werden von Senex in der Jetztzeit zurückgelassen, genauso geheimnisvoll wie er aufgetaucht ist.
MEINUNG
Ich selbst empfinde das Buch als sehr interessant, aber nicht sehr einfach. Daher denke ich, dass es für die meisten 14Jährigen doch zu komplex bzw. zu langweilig ist. Denn welcher Jugendliche interessiert sich für die philosophische Menschheitsentwicklung. Und gerade diese steht hier im Vordergrund. Der Leser bekommt hier weniger spannende Abenteuer aus der Vergangenheit mit als philosophische Ansichten und das, was wohl nach der Meinung des Autors wichtig für die Entwicklung der Menschheit ist. Zwar wird auch die Entwicklung der Dampfmaschine erwähnt oder der erste Flugballon, aber diese Dinge geschehen eher am Rande.
Dafür bekommt der Leser hier präsentiert, wie es Schritt für Schritt zur Aufklärung kam und wie wichtig diese für die Menschheit war. Die französchische Revulution, gerade hinsichtlich der Entwicklung durch Philosophen, wird sehr genau angegangen. Solche auch bedeutenden Dinge wie der zweite Weltkrieg aber gerade am Rande. Insgesamt betont Max Kruse hier die Entwicklung der Denkweisen. Erschreckend ist es dabei zu lesen, wie lange in Europa die Frau auch bei den sogenannten Vordenkern nur als Dienerin des Mannes angesehen wurde.
Man erfährt durchaus sehr interessante Aspekte, auch wenn diese eben durch nicht stattgefunde Gespräche von Philosophen der jeweiligen Zeit dargestellt werden. Andere Punkte werden ziemlich trocken durch Senex den drei Jugendlichen erzählt. Trotzdem ist es insgesamt für einen unbedarften Leser doch eher störend, dass fast nur auf Philosophie und Kunst eingegangen wird. Für ältere Jugendliche oder Erwachsene, die sich für das Thema Menschheitsentwicklung hinsichtlich der Denkweise interessieren, ist das Buch empfehlenwert. Ich selbst interessiere mich schon länger für Philosophie und fand das Buch daher auch sehr gut. Obwohl selbst ich an 565 Seiten zu knabbern hatte. Sehr gut aber ist die große Inhaltsangabe am Schluß, an der man noch einmal in Kurzform die Menschheitsentwicklung hinsichtlich der wichtigen Punkte ab der Zeit Galileos einsehen kann.
AUTOR
Max Kruse ist der Sohn von Käthe Kruse, die durch ihre Puppen bekannt wurden. Urmel aus dem Eis ist eines seiner bekannteren Werke. Der Autor wurde am 19.11.1921 geboren und schrieb schon zahlreiche Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
DATEN
Titel: Im weiten Land der neuen Zeit
Autor: Max Kruse
Seiten: 565
Art: Fest gebundenes Buch, Jugendbuch
Alter: Für Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene
Preis: Unter 10,00 DM bei jokers.de zum Sonderpreis, bei http://www.mountmedia.de/verlage/cbjug/jugendbuch.htm DM 27,00
ISBN-Nr. 3-570-12437-1
Verlag: C.Bertelsmann Jugendbuch Verlag, 1998
FAZIT
Ein Geschichtsbuch etwas anderer Art. Wegen der Hervorstellung der bildenden Künste und der philosophischen Entwicklung der Menschheit für die Meisten wohl eher uninteressant und langweilig. Interessant für Personen, die sich für Philosophie und die Weiterentwicklung Europas in dieser Hinsicht interessieren.
Das Buch liegt eigentlich zwischen mittelmäßig und gut. Ich vergebe hier ein mittelmäßig, da es meiner Anischt nach eher für ältere Personen als 14Jährige geeignet ist.
Liebe Grüße an alle Leser - Miara (21. August 2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-23 18:42:29 mit dem Titel Das Grauen ist immer mit dabei ( Stimmen der Angst von Dean Koontz)
Wer mich kennt, der weiß, dass ich guten Horror liebe. Ich habe fast sämtliche Stephen King Bücher und auch sehr viele Werken von Dean Kontz. Dieser schreibt aber nicht immer nur Horror und so vertut man sich manchmal, wenn man eines der Bücher kauft. Im Club habe ich mir zum Schnäppchenpreis von 8,50 Euro \"Stimmen der Angst\" von Dean Koontz als gebundenes Buch mitgenommen. Hier meine Meinung zu Stimmen der Angst
INHALT
Martie und Dusty Rhodes führen ein sehr glückliches Leben. Aber an einem einzigen Tag ändert sich alles für die Beiden. Und was hier passiert, ist mehr als merkwürdig. Dusty arbeitet als Maler, dabei arbeitet er auch mit seinem Halbbruder Skeet zusammen, der leider sehr labil ist und schon alles an Drogen genommen hat, was es gibt.
Und an diesem verhängnisvollen Tag geschehen gleich mehrere Dinge. Dusty findet Skeet auf dem Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses vor, von dem er sich herunterstürzen will. Seltsamerweise sagt er, es ginge ihm gut, gut wie nie. Aber ein Todesengel habe ihm befohlen, sich von dem Dach herunterzustürzen. Und ihm auch gezeigt, wie schön es im Jenseits sei. In einer spektakulären Rettungsaktion gelingt es dem unter Höhenangst leidenden Dusty seinen Bruder zu retten, er stürzt sich einfach zusammen mit ihm vom Dach runter und relativ gesteuert von Dustys Ansatz landen auch beide einigermassen Heil auf einer dicken Matratze. Das bringt Dusty dazu, seinen Tagesablauf dann enorm zu ändern. Er fährt mit seinem Bruder in eine gute Rehabilitationsklinik, in der sein Bruder schon eine andere Entziehungskur hinter sich gebracht hat. Denn er glaubt an Drogen. Dabei hat er zwar nicht so unrecht, aber auch etwas anderes, anfangs nicht fassbares, spielt hier eine Rolle.
Im Krankenhaus kommt es dann zu einem Vorfall, nachdem Dusty seinem Bruder einen chinesisch klingenden Namen nennt, den dieser scheinbar wir wild oder irre bei sich aufgeschrieben hat. Plötzlich reagiert sein Bruder, als gehorche er ihm. Er redet scheinbar unsinnige Dinge und als Dusty ihm befiehlt zu schlafen, da fällt Skeet auch in einen rational nicht zu erklärenden Tiefschlaf, der schon fast an Koma erinnert. Die Krankenhausleitung beschließt, Skeet an ein Krankenhaus für normale Fälle zu überweisen. Dort bringt Dusty seinen Bruder auch hin. In dem neuen Krankenhaus hat er trotz der Perfektioniertheit aller Ärzte und Schwestern ein ungutes Gefühl, das er aber nicht näher definieren kann. Auf diese Weise vergeht so der Tag für Dusty. Und leider vergißt er dabei auch seine Frau Martie. Und auch da braut sich etwas zusammen.
Martie ist eine selbstbewußte Frau, die das Leben liebt und auch genießt. Sie hat eine positive Lebenseinstellung und wirkt aufbauend auf andere Menschen. Sie ist wirklich ein Herz von einer Seele. Nebenbei kümmert sie sich um ihre Freundin, die seit gut einem Jahr an einer seltenen psychischen Krankheit leidet. Susan und Martie waren schon seit Kindheit Freundinnen, aber jetzt hat Susan nur noch Martie. Und ihren Arzt, Dr. Ahrigman. Einen sehr gut aussehenden und auch angesehenen Psychater. Denn Susan leidet darunter, dass sie sich überall, außer in ihrer Wochnung unsicher fühlt. Sie bekommt totale Angstzustände, sobald sie die Wohnung verlässt und so wohnt sie seit über einem Jahr abgeschottet von allem - außer von Martie - alleine in einer Wohnung, die sie nur zu den Psychaterterminen verlässt.
Aber heute ist auch nicht Marties Tag. Denn von einem Moment auf den anderen bekommt auch Martie seltsame Anfälle. Sie hat Angst, sie könne andere Leute verletzen. Das sind nicht nur allgemeine Ängste, nein, sie sieht vor Augen, wie sie beispielsweise ihrem Mann den Autoschlüssel in das Auge sticht. Aber damit fängt nur alles an. Während Dusty sich um seinen Bruder kümmert, fängt Martie an, im Hause herumzuwüten. Zuerst versucht sie alle Gegenstände, die als Waffen genutzt werden könnten (Messer, Scheren, Gabeln) in die Mülltonne zu werfen, dann beginnt sie einige Geräte zu zerstören. Was sie nicht weiß, auch sie hat urplötzlich eine seltene psychische Krankheit, die sich Autophobie nennt. Als Dusty nach Hause kommt, kann er seine Frau kaum beruhigen. Martie möchte alles, nur nicht in seiner Nähe sein. Nicht weil sie ihn nicht liebt. Nein, sie hat Angst, ihn auf irgendeine Form umzubringen. Beide verbringen eine Nacht, die sie wohl lieber aus ihrem Gedächtnis vergessen würden. Und auch nach dieser Nacht wird alles schlimmer.
Während Martie jetzt mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt ist, versuchte aber Susan, bei der es sich um eine Schönheit handelt, Martie auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Denn seltsame Dinge gehen auch bei Susan vor. So hat die junge Frau, die sich nur in ihrer mehrfach gesicherten Wohnung aufhält, die Vermutung, sie würde fast täglich vergewaltigt. Sie kann sich zwar an nichts erinnern, aber gleichzeitig erinnern Spermareste in ihrem Slip und an ihr selbst sie daran, dass etwas gewesen sein muss. Martie fällt es schwer das zu glauben. Und Susan fasst den Entschluss, dem Mann mittels einer Videokamera eine Falle zu stellen. Sie glaubt fest daran, dass es ihr Ex-Ehemann ist, der sie aufsucht und missbraucht. Und während Dusty und Martie ihre albtraumhafte Nacht erleben, beginnt auch für Susan ein tödlicher Albtraum.
Am nächsten Tag fallen Dusty merkwürdige Dinge an Martie und auch an sich auf. Denn beide leiden seit einer Weile unter seltsamen Alpträumen. Aber Dusty bemerkt auch Ähnlichkeiten hinsichtlich seines Bruders. Und während sich Marties Symptome nicht bessern fassen beide den Entschluss, dass Martie professionelle Hilfe benötigt. Und wer bietet sich da besser an, als Dr. Ahrimann, Susans Psychiater, den Martie auch bei ihren Besuchen schon kennen gelernt hat.
Bloss wissen die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Dr. Ahrigman in Wirklichkeit ganz anderes mit seinen Patienten vor hat, als diese zu heilen. Ein seltsames Buch, das Martie in ihrer Tasche mit sich trägt, das diese Leseratte aber noch nie angesehen hat, bringt dann alles ans Rollen. Denn was liest Dusty, als er das Buch durchblättert. Genau den Namen, auf den sein Bruder so seltsam reagiert hat. Und was in aller Welt hat wohl dieses Buch von Martie mit Skeet und auch sich zu tun. Martie und Dusty begeben sich auf eine gefährliche Reise, eine Reise in die Vergangenheit des sympatischen Dr. Ahrigman. Und diese Vergangenheit könnte zu ihrere letzten Reise werden, denn Dr. Ahrigman bekommt leider auch einige Dinge mit, warum seine neue Patienten plötzlich verschwinden und auch wohin sie reisen...
MEINUNG
Erst mal ein dickes Nein. Ich habe hier nicht das halbe Buch verraten. Das was ich hier geschildert habe ist natürlich ein Teil des packenden Romans, aber es nichts, was man nicht verraten dürfte. Denn auch der Autor zeigt schon nach kürzester Zeit den wahren Charakter des Dr. Ahrigman. Und so entpuppt sich der Roman als ein spannender Thriller, in dem mal wieder gezeigt wird, wie Ärzte ihren Status und ihr Wissen auf abartigste Weise missbrauchen. (Warum ich wieder sage - ich erinner da nur an den Film Anatonomie).
Die 768 Seiten habe ich in zwei Tagen durchgelesen und war da schon ärgerlich, weil ich übermüdet eine Pause machen musste. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was so packend, spannend und schaurig war. Und das, obwohl es sich hier um keinen Horror sondern um einen Thriller handelt. Ganz genau ist es aber doch ein Horror, nur eben ein möglicher ohne irgendwelche Überwesen. Ein Horror, der sich aus der Bäsartigkeit einzelner Menschen ergibt.
Die Hauptpersonen Dusty, Martie und auch Skeet waren mir sehr sympatisch. Ich konnte sie mir auch gut vorstellen, denn obwohl Martie und Dusty auch eine harmonische Ehe führten, so ist es doch nicht zu übertrieben, sondern eine Ehe, in der auch Höhen und Tiefen vorkommen. Auch Skeet, der kleien Bruder, der sich als Versager fühlt, den habe ich vor meinen Augen gesehen, so gut war die Person vorstellbar. Und wie habe ich erst einmal Susan bemitleidet. Denn aus einer fröhlichen und lebendigen sowie sehr erfolgreichen Maklerin wird hier eine verängstigte Frau, die man sich aber durchaus auch vorstellen kann.
Dr. Ahrigman selbst ist da eher der leibhaftige Teufel in Person. Ich hoffe, dass seine Person hier total übertrieben ist, denn nur die Vorstellung, so jemand Skrupellosen und Abartigen als Arzt zu haben, die treibt mir die Gänsehaut auf den Rücken.
Von der Art erinnterte mich Stimmen der Angst etwas an die packende Geschichte mit vielen Wendungen über Hannibal Lektor. Auch da weiß man ja, wer der Bösartige ist, und trotzdem ist der Roman spannend. Dieses Kunststück ist auch Dean Koontz hier hervorragend gelungen.
Neben einer sehr spannenden Geschichte, bei der man wirklich oft an Horror denkt, hat man hier aber auch wieder die medizinische bzw. moralische Frage über Ärzte im Hintergrund. Was kann ein Arzt alles machen, wenn er einfach moralische Massstäbe auf Seite legt? Und was es da an Abartigkeiten zu bieten gibt, das zeigt Koontz in der Person des Dr. Ahrigman hier allzu deutlich. Auf der einen Seite denke ich mir, das müsste einen sehr guten Film geben. Auf der anderen Seite bietet das Buch aber für die heutigen Macher auch eben viel zu viele Möglichkeiten, alles noch ein wenig abartiger darzustellen.
Gut hat mir alles gefallen, was hier das Menschliche betrifft. Die Personen werden nicht nur lebendig und vorstellbar geschildert, nein, selbst die Tiere an deren Seite sind liebenswert und machen auch einen Teil des Romanes aus.
Sehr faszinierend und interessant finde ich den Aspekt der Hypnose, der hier nicht nur des pesönlichen Machtmissbrauchs dient sondern die auch schon eine Organisation für sich nutzend anwendet. Denn nicht nur Ahrigman entpuppt sich für unsere Helden als Lebensbedrohend. Irgendwer steht schützend vor dem Doctor und scheut dabei auch keinerlei Mittel und Wege.
Von der Art ist Stimmen der Angst zwar ein Thriller, aber Menschen mit schwachen Nerven sollten dieses Buch nicht lesen, denn es gibt sehr viele Horroszenen, bei denen mir fast schlecht wurde. Trotzdem fand ich das Buch umwerfend packend oder wie anders ausgedrückt alptraumhaft spannend und hatle es für eines der besten Werke von Dean Koontz.
DATEN
Titel: Stimmen der Angst
Autor: Dean Koontz
Seiten: 768
Art: Thriller - Horrorthriller
Buch: Gebundenes Buch
Eignung: Erwachsene und ältere Jugendliche
Preis: 8,50 Euro im Club als Sonderangebot
Preis Amazon: 22 Euro
ISBN-Nr. 3453186001
FAZIT
Stimmen der Angst ist ein sehr packender Thriller mit vielen Horrorsequenzen. Es geht hier nicht um das Entdecken des Übeltäters sondern um einen Überlebenskampf von ganz normalen Menschen gegen einen psychotischen und machtbesessenen Arzt und eine merkwürdige Organisation. Der Roman ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Es ist mit eines der besten Bücher von Koontz, die ich gelesen habe.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 15:33:03 mit dem Titel Spannend und unterhaltsam ( Esau von Philip Kerr)
Den Roman \"Esau\" von Philip Kerr habe ich mir vor kurzem im Sondergangebot im Kaufhof geholt. Vor zwei Tagen habe ich den Roman ausgelesen und möchte ihn hier auch vorstellen.
INHALT
Jack Furness ist ein kalifornischer Bergsteiger, der schon viele Berge bezwungen hat. Jetzt möchte er einen der höchsten Berge Nepals bezwingen. Doch es läuft schief und sowohl er als auch sein Partner stürzen ab. Jack hat Glück und landet in einer Gletscherspalte. Dort stößt er auf einen merkwürdigen Schädel, den er für ein Fossil hält und mitnimmt. Eine gute Freundin Jacks ist Anthropologin. Ihr macht er bei seiner Rückkehr diesen Schädel auch zum Geschenk. Swift, so heißt die Wissenschaftlerin, erkennt sofort, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand hält. Denn so einen Schädel hat noch niemand gesehen. Er weist menschliche und tierische Aspekte auf und könnte ein neues Bindeglied zwischen Mensch und Affe sein.
Die Paläoanthropologin holt sich andere Wissenschaftler zu Rate und schließlich steht fest, dass sie hier einen Schädel einer Tier- oder Menschenart vor sich hat, den noch niemand bisher entdeckt hat. Nur eines stimmt nicht. Der Schädel weist keine typischen Merkmale für ein Fossil auf. Das bedeutet, es könnte sich genauso um einen Schädel einer Lebensform handeln, die auch heute noch lebt, nur bisher nicht entdeckt wurde. Esau, so nennt sie den Schädel in Erinnerung an eine vergangene Geschichte, könnte die Weltanschauung verändern. Und so überredet Swift ihen Freund Jack, zusammen mit ihr in die Berge Nepals zu reisen, um so einen Beweis für das Vorhandensein dieser Spezies zu finden. Eine These ist dabei von ganz besonderer Bedeutung. Es geht dabei um die Sage der Yeti-Menschen. Diese werden von vielen Menschen als Hirngespinste abgetan, andere gehen aber davon aus, dass es sich um eine eigene Affenähnliche Lebensform handelt. Und die Yetis wurden auch alle immer in dem Gebietsumkreis gesichtet, aus dem Jack auch den Schädel mitgebracht hatte.
Damit sie Beweise für die Existenz des Yeti finden kann, wird alles geheim gehalten. Nur einige vertrauenswürdige Forscher und Wissenschaftler werden eingeweiht. Und mit denen soll dann die Expedition stattfinden. Gezahlt werden soll das alles von der National Geographic.
Während die Wissenschaftler bemüht sind, ein okay für ihre Expedition zu bekommen, spitzt sich die politische Lage zwischen Indien und Pakistan zu. Der amerikanische Geheimdienst schaltet sich ein und benötigt neue Informationen. Und nachdem etwas schief gelaufen ist, hofft man auf eine Möglichkeit, in das Krisengebiet zu kommen und einen Agenten dort einzuschleusen, der dann die misslungene Angelegenheit wieder bereinigt.
Und wie es der Zufall will, wird der Geheimdienst auf die geplante Expedition aufmerksam. Das bedeutet dann Glück im Unglück für Siwft, Jack und die anderen Wissenschaftler. Denn die geplante Expedition wurde wegen Budgetmangel nicht genehmigt. Und ganz plötzlich kommt plötzlich ein Sponsor hervor, der nicht nur modernste Mittel mit zur Expedition mitbringt, sondern auch dafür sorgt, dass die Expedition doch stattfinden kann. Nur leider wissen die Forscher nicht, wer sie da so großartig ausstattet.
Und so reisen die Forscher, ohne es zu wissen, gemeinsam mit einem Agenten ins Krisengebiet. Die einen, um einen Yeti zu entdecken und wenn möglich zu fangen, und ein Expeditionsteilnehmer aus ganz anderen Gründen, die allen gefährlich werden können...
MEINUNG
Esau wurde als Englands Antwort auf Michael Crighton angekündigt. Diese Aussage hat Nick Curtis von der Financial Times gemacht. Für mich war es ein Grund, neugierig zu sein. Und jetzt auch, vergleichen zu können. Denn von Michael Crighton habe ich schon einiges gelesen. Während Philip Kerr mir gar nichts sagt. Aber immer wieder gibt es ja auch gute neue Autoren.
Esau ist ein Thriller, der eine Mischung zwischen einem Wissenschaftsthriller und einem Agententhriller ist. Eine etwas ungewöhnliche Mischung für meinen Geschmack. Das Buch liest sich sehr gut. Leider sind aber teilweise wissenschaftliche Abhandlungen vorhanden, die nicht so Wissenschaftsinteressierte Leser wie mich abschrecken könnten. Mir hat aber auch das sehr gut gefallen, weil es viele Erkenntnisse der heutigen Mensch bzw. Primatenforschung noch einmal hier klar stellt.
Sehr spannend ist das Buch auch, weil man bis kurz vor Schluss selbst nicht weiß, wer jetzt der Agent ist. Das Buch ist so geschrieben, dass man wie in einem guten Krimi doch einige der anwesenden Wissenschaftler verdächtigt. Das Rätselraten ist um so interessanter, weil man es nicht nur selbst macht, sondern auch Jack immer wieder überlegt, wer wohl der Agent ist. Denn rein zufällig bekommt Jack vor der Expedition mit, dass der Geheimdienst dafür verantwortlich ist, dass die Expedition doch stattfinden kann. Aber weder er noch der Leser, wissen warum das so ist.
In einigen Teilen erinnerte mich Esau auch an Congo. Denn sowohl hier als auch in dem bekannteren Buch geht es um eine neue Primatenart, die in manchen Dingen den Menschen sogar überlegen scheint. Und mit denen nicht unbedingt immer gut Kirschen essen ist. Interessant finde ich, dass die Gruppe hier relativ schnell auf die Existenz von Yetis stößt, aber dennoch Spannung in diesem Part bleibt, weil man ja nicht nur Spuren finden möchte sondern auch ein Exemplar lebendig fangen möchte. Und das ist bei einem Primaten, der an Kraft und Schnelligkeit einen Gorilla schlägt, nicht so einfach.
Die Personen empfand ich als ziemlich realistisch. Bis auf eine Ausnahme. Der Agent war mir persönlich zu extrem. Nicht dass man hier einen normalen Menschen genommen hat. Nein der Autor musste auf einem Menschen als Agenten bestehen, der psychisch nicht normal war. Der normale Unterschied zwischen einem Wissenschaftler, der einen Yeti finden will und einen Agenten, der auf seine Aufgabe bedacht ist, wäre meiner Ansicht nach voll und ganz ausreichend gewesen. So wirkt das ganze doch etwas unglaubwürdig auf mich.
Die Idee, dass Yetis Primaten sind, die mit uns nah verwandt sind, und sich eben nur genial verstecken, gefällt mir ganz gut. Ich möchte aber hiermit keine Debatte auslösen, ob es Yetis gibt oder nicht. Darüber streiten sich schon ganz andere Personengruppen. Und es ist nun mal das Recht eines Autors, so etwas in einem Roman zu behaupten bzw. darzustellen. Dafür gibt es Romane, dass wir uns mal etwas anderes vorstellen können.
Sehr viel erfährt man in Esau aber auch über das Bergsteigen und die Risiken, die es dabei gibt. Ich fand das faszinierend, obwohl ich nicht gerade eine Freundin von Bergsteigerfilmen oder -büchern bin. Hier wurde es spannend und interessant mit in die Handlung eingebracht, so dass auch in dem Bereich die Spannung eher noch erhöht wurde.
DATEN
Titel: Esau
Autor: Philip Kerr
Seiten: 508
Art: Thriller
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Wunderlich
ISBN-Nr. : 3-8052-0607-0
Preis: 8 Euro im Kaufhof
Preis Amazon für das Taschenbuch: 8,50 Euro
FAZIT
Esau ist ein sehr spannender Wissenschaftsthriller, in den ein Agententhema mit hereinverwebt wurde. Letzteres finde ich allerdings zu extrem und unglaubwürdig, so dass ich hierfür auch etwas Abzug gebe. Dennoch ist Esau ein Roman, der spannend und sehr unterhaltsam ist. Insbesondere natürlich, wenn man sich für Yetis oder Primaten aber auch Bergsteigen interessiert.
Liebe Grüße - Miara
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