Erfahrungsbericht von FreddiePrince
Stephen King - The Stand - Kings antwort auf "Herr der Ringe"
Pro:
Gute Handlung, authentische Protagonisten
Kontra:
Man hat zu lange auf die ungekuerzte Version warten muessen
Empfehlung:
Nein
In seinem duesteren Endzeitwerk, in dem fast die gesamte Menschheit von einem durch die Armee versehentlich freigesetzten Virus dahingerafft wird, berichtet King von dem Versuch der Ueberlebenden zur Gruendung einer besseren Zivilisation, weswegen \"The Stand\" durchaus zu einem kritischen Roman gehoert.
Den wenigen Uereblebenden gelingt es, sich durch naechtliche visionaere Traeume zusammenzufinden und sich ihren Weg quer durch die Staaten nach Boulder, Colorado zu Mutter Abagail, einer 108 Jahre alten Schwarzen, zu bahnen.
Doch hat alles zwei Seiten und so herrscht noch die Gefahr des \"Dunklen Mannes\" Randall Flagg, welcher seinerseits eine neue Bevoelkerungsschicht gruendet und die \"Freihe Zone\" samt ihrer Bewohner ein fuer alle mal ausloeschen will.
Das Letzte Gefecht zwischen Gut und Boese nimmt seinen Lauf...
Der Leser schliesst die realistisch geschilderten Protagonisten sofort ins Herz - zumindest ging es mir so. Besonders beim tragischen Ableben des taubstummen Nick Andros kam es mir so vor, als haette ich einen guten Freund verloren.
Genauso begeistert war ich vom geistig zurueckgebliebenen Tom Cullen und seiner langen Reise zusammen mit Boulder durch die entvoelkerten Staaten nach Boulder. Ein Taubstummer, der nur schreiben, und ein geistig Zurueckgebliebener, der nicht lesen kann - was fuer eine geniale Kombination!
Die ganzen Geschehnisse waehrend der langen Reise, die sich aufbauende Beziehung zwischen Stu Redman und Fran Goldsmith und der parallel dazu anwachsende Hass des verrueckten Harold Lauder zu Stu mitsamt aller damit verbundenen Intrigen gaben mir manchmal das Gefuehl, als verfolgte ich die Beziehungen im \"Big Brother\"-Container: Ein Haufen bunt zusammengewuerfelter Menschen, die aufgrund der gegebenen Umstaende einfach zusammenhalten muessen.
Besonders gut gelingt es King, die theoretischen Aussichten zur Schaffung einer neuen Welt dank des alten Soziologen Glen Bateman darzustellen.
\"The Stand\" ist ein Buch, das man besonders als King-Fan einfach gelesen haben muss. Die Handlung lehnt an seine Kurzgeschichte \"Naechtliche Brandung\" aus der Kurzgeschichtensammlung \"Nachtschicht\" an, in der das Schicksal einiger Jugendlicher dargestellt wird, die waehrend der Seuche nicht nach Boulder zu den anderen Ueberlebenden gefunden haben.
Auch Roland, der Held aus \"Der Dunkle Turm\" landet im dritten Teil dieser Saga (\"Tot\") in einer Dimension, die der Welt aus \"The Stand\" entspricht.
Selbst Randall Flagg, der Kings Lieblingsboesewicht ist, kommt noch in anderen Romanen vor: In \"Feuerkind\" tritt er als Richard Folsom in Erscheinung und ebenso als \"Zeitloser Fremder\" in \"Der Dunkle Turm\".
Flagg ist ein uebermenschliches Wesen (genau genommen ein Daemon), das in mehreren Dimensionen und Zeitebenen gleichzeitig Chaos anrichtet. Als Flagg taucht er als Hofzauberer ebenso in \"Die Augen des Drachen\" auf. Man spekuliert, er koenne mit Leland Gaunt (\"In einer kleinen Stadt\") verwandt sein.
King selbst sieht sein Werk gleichstehend mit Tolkiens \"Herr der Ringe\" an. So warfen Kritiker ihm jedoch vor, das Buch sei zu lang fuer die eigentliche Handlung (ich persoenlich finde \"The Stand\" besser) und selbst der Verlag verlangte von ihm anfangs, den Roman aus Budget-Gruenden um 400 Seiten zu kuerzen.
10 Jahre spaeter jedoch (1990)erschien die ungekuerzte Fassung, die wahrlich fuer die Qualitaet des Buches spricht.
Den wenigen Uereblebenden gelingt es, sich durch naechtliche visionaere Traeume zusammenzufinden und sich ihren Weg quer durch die Staaten nach Boulder, Colorado zu Mutter Abagail, einer 108 Jahre alten Schwarzen, zu bahnen.
Doch hat alles zwei Seiten und so herrscht noch die Gefahr des \"Dunklen Mannes\" Randall Flagg, welcher seinerseits eine neue Bevoelkerungsschicht gruendet und die \"Freihe Zone\" samt ihrer Bewohner ein fuer alle mal ausloeschen will.
Das Letzte Gefecht zwischen Gut und Boese nimmt seinen Lauf...
Der Leser schliesst die realistisch geschilderten Protagonisten sofort ins Herz - zumindest ging es mir so. Besonders beim tragischen Ableben des taubstummen Nick Andros kam es mir so vor, als haette ich einen guten Freund verloren.
Genauso begeistert war ich vom geistig zurueckgebliebenen Tom Cullen und seiner langen Reise zusammen mit Boulder durch die entvoelkerten Staaten nach Boulder. Ein Taubstummer, der nur schreiben, und ein geistig Zurueckgebliebener, der nicht lesen kann - was fuer eine geniale Kombination!
Die ganzen Geschehnisse waehrend der langen Reise, die sich aufbauende Beziehung zwischen Stu Redman und Fran Goldsmith und der parallel dazu anwachsende Hass des verrueckten Harold Lauder zu Stu mitsamt aller damit verbundenen Intrigen gaben mir manchmal das Gefuehl, als verfolgte ich die Beziehungen im \"Big Brother\"-Container: Ein Haufen bunt zusammengewuerfelter Menschen, die aufgrund der gegebenen Umstaende einfach zusammenhalten muessen.
Besonders gut gelingt es King, die theoretischen Aussichten zur Schaffung einer neuen Welt dank des alten Soziologen Glen Bateman darzustellen.
\"The Stand\" ist ein Buch, das man besonders als King-Fan einfach gelesen haben muss. Die Handlung lehnt an seine Kurzgeschichte \"Naechtliche Brandung\" aus der Kurzgeschichtensammlung \"Nachtschicht\" an, in der das Schicksal einiger Jugendlicher dargestellt wird, die waehrend der Seuche nicht nach Boulder zu den anderen Ueberlebenden gefunden haben.
Auch Roland, der Held aus \"Der Dunkle Turm\" landet im dritten Teil dieser Saga (\"Tot\") in einer Dimension, die der Welt aus \"The Stand\" entspricht.
Selbst Randall Flagg, der Kings Lieblingsboesewicht ist, kommt noch in anderen Romanen vor: In \"Feuerkind\" tritt er als Richard Folsom in Erscheinung und ebenso als \"Zeitloser Fremder\" in \"Der Dunkle Turm\".
Flagg ist ein uebermenschliches Wesen (genau genommen ein Daemon), das in mehreren Dimensionen und Zeitebenen gleichzeitig Chaos anrichtet. Als Flagg taucht er als Hofzauberer ebenso in \"Die Augen des Drachen\" auf. Man spekuliert, er koenne mit Leland Gaunt (\"In einer kleinen Stadt\") verwandt sein.
King selbst sieht sein Werk gleichstehend mit Tolkiens \"Herr der Ringe\" an. So warfen Kritiker ihm jedoch vor, das Buch sei zu lang fuer die eigentliche Handlung (ich persoenlich finde \"The Stand\" besser) und selbst der Verlag verlangte von ihm anfangs, den Roman aus Budget-Gruenden um 400 Seiten zu kuerzen.
10 Jahre spaeter jedoch (1990)erschien die ungekuerzte Fassung, die wahrlich fuer die Qualitaet des Buches spricht.
Bewerten / Kommentar schreiben