Erfahrungsbericht von vampire-lady
Das Phantom
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eine Fortsetzung, die eigentlich vor der ersten Geschichte spielt
Wie ich zu Susan Kay’s „das Phantom\" kam, weiß ich nicht mehr. Normalerweise hasse ich es, wenn Klassiker von Fortsetzungen – und wie hier am besten noch von einem ganz anderen Autoren – verschandelt werden. Wobei man aber zu diesem Buch sagen kann, daß es insgesamt gut gelungen ist und auch in den Zusammenhang paßt.
Achso ja der Zusammenhang:
Das Phantom basiert auf den 1939 erschienenen Roman „das Phantom der Oper“ von Gaston Leroux, aufgrund dessen Andrew Loyd Webber auch das gleichnamige Musical „verbrochen“ hat. Das Phantom der Oper, Erik, lebt im Labyrinth-System unterhalb der alten Pariser Oper, es kennt sich hier aus, wie kein anderer, hat ein so häßliches Gesicht, daß er sich hinter einer Maske verbirgt, ist aber nahezu ein Genie:
Ein großer Baumeister,
ein Musiker und Sänger,
Magier/Illusionist
Giftmischer und Heilkundiger
Und man muß zugeben, manchmal fragt man sich, woher Erik all sein Wissen hat. Dies hat sich auch Susan Kay wohl gefragt und kurzerhand die Biographie Erik’s geschrieben. Das Buch erschien anfang der 90er, als das Musical „Phantom der Oper“ gerade richtig „in“ war. Beginnend mit dem Schock seiner Mutter als sie das erste Mal in sein Gesicht sieht und endend – natürlich im Pariser Opernhaus (bei der „klassischen Geschichte“). Am Ende entsteht – unterstellt man hat auch das Vorbild gelesen – ein durchaus „rundes Bild“ des Phantoms, womit der Titel des Romans gut getroffen ist.
Zum Inhalt:
Das Buch beginnt im Jahre 1831 in Frankreich. Erik’s Leben steht schon zum Zeitpunkt seiner Empfängnis unter keinem guten Stern: Während sein Leben entsteht, sterben die Eltern seiner Mutter, kurz vor seiner Geburt segnet sein Vater des Zeitliche. Seine Mutter bricht angesichts des Anblicks Ihres Sohnes (Gesicht wie ein Totenkopf) zusammen. Sie wird ihren Sohn nie akzeptieren, bezeichnet ihn als Ding und zwingt ihn eine Maske zu tragen. Nur einem Priester hat er zu verdanken, daß seine Mutter ihn nicht einfach sterben läßt. Erik ist nun aber das, was man heute als hochbegabt bezeichnen würde: Von seiner Mutter erbt er ein umfassendes musikalisches Talent von seinem Vater und seinem Großvater, ein Talent, das ihn später zum genialen Architekten werden lässt. Erik wird schon von frühester Kindheit an von fürchterlichen Wutausbrüchen beherrscht, seine Mutter wird ihm nie gewachsen sein. Der Priester, der ihn schon bei seiner Geburt rettete, wird derjenige sein der Erik’s Talente fördert. Als seine Mutter sich endlich doch entschließt sich zu ihrem Sohn zu bekennen, nachdem dieser vom Dorfpöbel fast umgebracht wurde, hat Erik sich bereits entschlossen, sein bisheriges „zuhause“ zu verlassen.
Er gerät in die Gefangenschaft von Zigeunern, die ihn als lebenden Leichnam zur Schau stellen, arrangiert sich bald mit ihnen und wird Mitglied der Schaustellergruppe. Hier lernt er die Giftmischerei, beschäftigt sich mit Zauberei und wird das erste Mal – in Notwehr – töten. Erik arbeitet danach für einen alten Baumeister, der ihn fast schon als Sohn annimmt, bis Erik sich in die Tochter des Baumeisters verliebt, was mit ihrem Tod endet – als sie ihn ohne Maske sieht.
Erik treibt sich die folgenden Jahre auf Jahrmärkten herum, und wird zum mysteriösen Magier und Illusionisten. Er umgibt sich mit Luxus. Das Versprechen von Reichtum, Ehre und vor allem Macht führt an den Hof des Schah von Persien, wo er seine Dienste zur Verfügung stellt. Er soll einen Palast bauen, mit allerlei architektonischen und illusorischen Bauweisen, die es möglich machen, durch Geheimgänge, versteckte Türen und Durchgänge hinter allem und jenem herzuspionieren und Feinde zu beseitigen. Er verlernt hier auch ein Menschenleben zu schätzen.
Nachdem Tod seiner Mutter kehrt er nach Frankreich zurück. Mittlerweile hat er begonnen verstärkt zu komponieren. Seine Wutausbrüche, die er schon als Kind hatte, verstärken sich mit dem Alter. Unter Einsatz von einigen Tricks gelangt er auf die Baustelle der alten Pariser Oper, an deren Bau er beteiligt wird, was er zur Gelegenheit nimmt, sich in deren Untergrund ein Heim zu schaffen, daß für niemanden zugänglich ist und mit allerlei Sicherheitsmaßnahmen gegen Eindringlinge gespickt ist. Die Ablehnung der Welt treibt ihn in die Einsamkeit. Da die Menschheit ihn und seine Fähigkeiten nicht akzeptiert, benutzt er sein Können halt gegen sie. Zudem entwickelt er eine ausgeprägte Morphiumsucht.
Im Hintergrund zieht er aber nach Fertigstellung der Oper die Fäden im Opernhaus – indem der Direktor nur ausführt, was Erik will. Erik wird zum Phantom der Oper. Paßt ihm was nicht, spuckt er halt ein wenig herum. Probleme tauchen auf, als der Direktor in den Ruhestand geschickt wird, und die neue Direktion sich nicht von Erik herumkommadieren läßt. Zur gleichen Zeit verliebt er sich in Christine, eine junge Sopranistin, die er gerne fördern möchte. Diese liebt aber Raoul, einen jungen Grafen. Das Phantom rastet aus. Hier entsteht die Verbindung zum alten Roman, der an dieser Stelle etwa erst beginnt.
Die Figur von Erik passt im Großen und Ganzen in die heutigen Medienwelt, ist also durchaus aktuell. Schließlich geht es in jeder zweiten Krimi-Serie mittlerweile um hochintelligente Serienkiller. Auch wenn ich Erik nicht ganz als solchen bezeichnen würde, einen Hannibal Lector könnte er in die Tasche stecken.
Wahrscheinlich werden sich einige Leser darüber aufregen, daß Erik nicht nur mit einer genialen Fähigkeit „geschlagen“ ist, aber diese Tatsache paßt im Fall dieses Buches voll und ganz ins Schema.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 19:39:12 mit dem Titel Desperation
„Bloß ganz normaler Stress“
„Desperation“ wurde 1996 von Stephen King geschrieben und ein Jahr später auch in Deutschland veröffentlicht. Der Roman ist das Gegenstück zu Bachmanns „Regulator“. Dieses Buch erschien zeitgleich, wobei Richard Bachmann ein (eigentlich verstorbenes) Pseudonym von King ist. In beiden Büchern erscheinen die gleichen Hauptfiguren, aber mit anderen Eigenschaften und Lebensläufen. Das zentrale Problem ist das Monster TAK – welches in beiden Fällen gleich böse ist. TAK ist in beiden Geschichten nicht identisch. Ebensowenig wie der Ort des Geschehens. Es bleiben lediglich Paprallelen. Liest man beide Bücher gleichzeitig oder nacheinander kann dies zu einiger Verwirrung führen – man sollte also sein Wissen aus dem jeweils anderem Buch lieber beiseitelassen. King/Bachmann spielt dabei mit der Idee, daß beide Geschichten wohl in verschiedenen Dimensionen spielen. Letztendlich war die Idee sicherlich ein guter Marketinggag.
Die Geschichte „Desperation“ ist dabei nicht sonderlich originell, im Groben leiht King sich einiges aus seinem eigenen Buch „ES“ aus – „Desperation“ ist aber einfacher gestrickt mit weniger Rückblenden, allerdings dabei nicht weniger gut. Für die 600 Seiten brauchte ich etwa 8 Stunden (– fast am Stück).
Was ist Desperation?
Desperation ist ein (ehemals) 200-Seelen-Dorf in Nevada, das auf kaum einer Landkarte zu finden ist. Das Kaff liegt am Highway 50, der ödesten Fernstrasse Amilands. Ehemals existierte um 1860 in der Nähe des Ortes eine Kupfermine, die aber mit damaligen Mitteln schnell ausgebeutet war. Um diese Mine rankt sich eine Legende um 40 Chinesen die dort arbeiteten und bei einem Einsturz begruben wurden. In der Gegenwart sollen die Kupferreste mit neuester Technik aus der Mine herausgeholt werden, wobei man leider ein Monster, das in der alten Legende begruben wurde, wieder auf die Menschheit loslässt. In Desperation bleibt nur noch eine Person am Leben.
Die Geschichte ganz kurz:
In der Mine sitzt also ein Monster, das eine bunt zusammengewürfelte Menschengruppe unschädlich machen soll. Interessant ist, daß dieses Monster diese Gruppe anscheinend selbst dazu ausgesucht hat – so stammt nur einer aus der Stadt „Desperation“ der Rest der Gruppe sind Touris auf der Durchreise.
Die zusammengewürfelte Gruppe:
Mary Jackson: mit ihr und ihrem Mann beginnt das Buch. Auf dem Highway werden die beiden von einem Cop angehalten, der im Kofferraum Drogen findet, die beiden nicht gehören. Trotzdem werden sie vom Cop, der zunehmend seltsamer wird verhaftet und nach Desperation geschafft. Peter lässt dort sein Leben, Mary kommt ins Gefängnis.
Die Familie Carver: ursprünglich waren sie auf Urlaubsreise mit dem Wohnmobil. Unter einem Vorwand wurden sie vom Cop nach Desperation gebracht, wo die sechsjährige Kirsten Carver von ihm beseitigt wird. Der Rest der Familie Carver wartet bereits im Gefängnis als Mary dort eintrifft. Ellen Carver, die Mutter wird als nächstes Opfer des Monsters dienen. Der Vater Ralph Carver wird bis zum Schluss des Buches als Beschützer seines Sohnes David auftreten, wobei David als wichtigste Figur des Buches erscheint.
David Carver: David ist elf und hat durch ein Ereignis in seinem jungen Leben seinen Weg zu Gott gefunden – zu dem er im Laufe des Buches in Kontakt steht. Gott redet zu ihm und führt ihn, wie er es einst mit Propheten in der Bibel trat. Davids Glaube ist dabei – was wichtig ist – nahezu unerschütterlich, selbst als seine halbe Familie stirbt.
Tom Billingsley: der ehemalige Tierarzt Desperations. Er ist der – bei King unvermeidliche – Säufer im Bunde. Als einziger Ortsansässiger liefert er Informationen, die später dazu dienen des Monster zu finden.
Johnny Marinville: der „literarische Platzhirsch“. Ebenso unvermeidlich ist bei King auch, daß eine seine Figuren ein Schriftsteller ist. Johnny hat allerdings seine besten Zeiten hinter sich, und will nun mit der Harley durch Amerika reisen, um neue Geschichten zu sammeln. Johnny wird der Anführer der Gruppe, bewundert David – ist dabei aber nicht der sympathischsten Einer. Er wird mit den gleichen Drogen wie Mary hereingelegt und eingesperrt
Steve Ames: ein ehemaliger Roadie fährt als Aufpasser hinter Johnny her. Aus diesem Grunde gelangt er „freiwillig“ nach Desperation.
Cynthia: eine Anhalterin mit schwachen hellseherischen Fähigkeiten, wie sie behauptet, ist ein Punkmädel in den 20ern, welche zusammen mit Steve ebenfalls „freiwillig“ nach Desperation kommt.
Andere Figuren:
Der Cop:
Er dient dem Monster als Gefäß, weshalb es mehr nicht zu sagen gibt.
Das Monster:
Es heißt TAK und existiert in der alten Mine. TAK ist ein Außenseiter auf der Welt, der zwischen den Dimensionen existiert. TAK kann die Mine nicht selbständig verlassen und braucht dafür ein Gefäß, einen am besten menschlichen Körper. Leider sind diese nicht besonders haltbar, wenn TAK von ihnen Besitz ergriffen hat, was „Nachschub“ erfordert. TAK hat einige Züge, die King sich von alten Vorbildern, wie Dracula abgeguckt hat. So kann TAK Tiere für seine Zwecke benutzen.
TAK hat aber auch die Intelligenz nicht gerade mit Löffeln gegessen. Zu spät erkennt er, daß der Junge David sein größter Feind ist, der durch seine Verbindung zu Gott genauso mächtig ist wie TAK selbst. Des weiteren handelt TAK ohne Sinn und Zweck. Er stiftet Chaos, Mord und Todschlag, aber es wird nicht deutlich welche Absicht er damit verfolgt. TAK lässt sich im Laufe der Geschichte soweit ablenken, daß er sich in eine denkbar schlechte Position bringt – und in die Verlegenheit zu erkennen, daß er ziemlich machtlos ist. Die in dem Buch vertretene These, daß das Böse sich schlussendlich selbst vernichtet, wird über TAK tatsächlich gefestigt.
Gott:
Eigentlich ist er Schuld an der ganzen Geschichte. Im Wesentlichen ist er TAKs stärkster Gegner, die zusammengewürfelte Truppe dient nur der Ausführung. Gott gestattet in der Geschichte die wirklich schlimmen Ereignisse, weil sie zum guten Ziel, der Beseitigung des Monsters führen. Wie im Laufe der Geschichte klar wird, hat so nicht der Cop/TAK die Hauptfiguren ausgewählt (obwohl TAK sich dies einbildet), sondern Gott.
Aufbau:
King erzählt aus des verschiedenen Sichtweisen aller seiner Figuren – selbst aus der Sicht TAKs. Er schildert die Erlebnisse einer Figur, um an der spannendsten Stelle in eine andere Figur an einem anderen Ort/in einem anderen Zimmer umzusteigen, die er wieder an der spannendsten Stelle verlässt. Hier erzählt er dann nicht aus Sicht der ursprünglichen Person aus weiter, sondern möglicherweise aus der Sicht der Figur, die daneben oder gegenübersteht. Man ist so ständig neugierig, was als nächstes passieren mag. Auf die gleiche Art und Weise lernt man die einzelnen Figuren ziemlich gut kennen.
Fazit:
Eines von Kings Büchern, das ich für mich ziemlich weit oben ansiedeln würde, auch wenn es nichts sonderlich Neues liefert. Wenn man davon ausgeht, daß die Spanne des Buches nur einen Nachmittag behandelt und meine Lesezeit etwa 8 Stunden betrug, kann man fast sagen, die Ereignisse sind in Echtzeit aufgeführt – das Buch hat so ein gewisses Tempo. Der Anteil der religiösen Aspekte wirkt sich im übrigen nicht – wie man meinen könnte – störend oder salbadernd auf das Buch aus. Die Angelegenheit ist so in die Geschichte und in die moderne Zeit eingebettet, daß Gott – mit seinen guten und schlechten Seiten - einfach dazugehört (auch wenn man King wohl dafür im Mittelalter als Ketzer verbrannt hätte).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 20:31:55 mit dem Titel Das Bild
Eine Mischung aus der Feind in meinem Bett, Alice im Wunderland und das Bildnis des Dorian Gray
Im ersten Moment dachte ich, nun schreibt King schon Emanzen-Literatur. So urteilte das Frauenblättchen Für Sie auf dem Umschlag des Romans: „brillanter Psychothriller... zu diesem aktuellen Thema“. Letztendlich habe ich „das Bild“ (engl. Original = Rose Madder) aber doch in einem Rutsch durchgelesen:
Der Inhalt:
Rose Daniels ist mit dem Brutalo-Cop Norman, „wie Norman Bates“ wird sie später im Buch feststellen, verheiratet Norman tut alles, um seine Frau kleinzuhalten, spioniert hinter ihr her, verprügelt und mißhandelt sie auf das Übelste, wann immer er dies für nötig hält. Nach einer Fehlgeburt hat Rose endlich den Mut ihn zu verlassen – klaut also seine Kreditkarte, kauft sich ein Busticket und taucht unter. Es folgt der Klassiker: Flucht mit dem Greyhound-Bus, Ankunft an einer Bahnhofsmission, erste Station im Frauenhaus.
Währenddessen hat Norman begriffen, daß seine Frau nicht mehr da ist. Er nutzt seinen Status als Polizist aus und beginnt zu suchen – worunter Leute zu leiden haben, die auch nur kurz mit Rose (z. B. am Busbahnhof) gesprochen haben. Spätestens jetzt wird dem Leser klar, daß Norman sich nicht nur seiner (Ex-)Frau gegenüber vorzugsweise als ausgemachter Psychopath präsentiert.
Rose gewinnt immer mehr Lebensmut und baut sich eine eigene Identität auf: findet eine Arbeit, eine Wohnung und Freunde. In einer Pfandleihe findet sie nicht nur einen neuen Mann, sondern auch „das Bild“, das für den Verlauf der weiteren Geschichte wichtig sein wird. Das Bild stellt eine Frau da, die Rose erstens ähnlich sieht, und die auch Rose heißt (Rose Madder). Rose hat von Anfang an eine spezielle Beziehung zu diesem Bild, daß sie bis in ihre Träume verfolgt. In ihrem Leben stellt sich langsam Normalität ein und Erfolg, sie erhält einen Job als Sprecherin bei Hörspielen.
Norman hat in der Zwischenzeit eine Prostituierte getötet, die ihn an seine Frau erinnerte. Über einen Informanten kommt er ihr auf die Spur und landet zumindest schon einmal in der Stadt in der sie nun lebt.
Im weiteren Verlauf verfolgt King zwei Handlungsstränge:
1) er beschreibt wie sich Rose’s Leben verändert und entwickelt. Ihre Beziehung zu „Rose Madder“ dem Bild/der Figur intensiviert sich. Der Gedanke an dieses Bild gibt ihr Stärke. Zudem scheint das Bild sich in ihren Augen zu verändern, wie Rose es auch tut.
2) dieser Handlungsstrang verfolgt Norman, wie er seine Frau sucht. Er hängt seinen düsteren Gedanken und Erinnerungen nach, während er auf eine Spur wartet. Sein Image als Anti-Freund-und-Helfer wird immer runder.
Während Norman seine Rose gefunden hat, sie bereits beobachtet und auf ihre Freunde und Bekannte losgeht, öffnet das Bild Rose ein Tor zu einer anderen Welt, dort rettet sie das Baby der anderen Rose, Rose Madder verspricht ihr dafür Vergeltung. Als Norman in Rose’s Wohnung eindringt, gelangt er ebenfalls in die Welt des Bildes – und Rose Madder macht ihr Versprechen war.
Dieses Buch ist wirklich in einem Rutsch zu lesen. Die Geschichte ist abwechslungsreich geschrieben. Auf der einen Seite wird von Rose erzählt. Kings Schreibstil spiegelt hier eher den Charakter seiner Hauptfigur wider. Schreibt King von Norman wechselt der Stil, wird abgehakter, verworrener und die Ausdrucksweise wird zudem auch noch ziemlich unfein. Vom Aufbau erinnert dies an King’s Roman „Stark-The Dark Half“. Die Erzählweise über die gute Figur ist annehmbar, und gut zu lesen, auf der bösen Seite wird es wüst! Bei der Beschreibung der Welt hinter dem Bild wird deutlich, daß King aber auch der Autor von Titeln wie „Tot“, „Drei“ oder „Schwarz“ ist – ich finde King deckt in diesem Buch einen Großteil seines Spektrums als Autor ab. Im Vergleich zu „Dolores“, wo King über ein ähnliches Grundthema schreibt, finde ich es eigentlich schade, daß „das Bild“ nicht verfilmt wurde, da es für mich eindeutig das bessere, spannendere Buch ist – zugegebenermaßen muß man allerdings zugegen, daß die Grundstory (wie oben schon gesagt) doch zu sehr an „der Feind in meinem Bett“ erinnert.
Meine Version ist im Heyne-Verlag als Paperback erschienen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 20:35:34 mit dem Titel Das Spiel
King’s Hausfrauenzirkel: Teil was weiß ich...
Der gute Stephen King schreibt mit Büchern, wie „Dolores“, „Das Bild“ oder eben „Das Spiel“ immer wieder mal Titel, die in meiner persönlichen Ablage unter „Hausfrauenzirkel“ landen – wörtlich, nicht bildlich, ich habe es nämlich nicht so mit der Ablage.
Der Roman erschien 1992 erstmals unter dem Originaltitel „Gerald’s Game“, hier in Deutschland hat der Heyne-Verlag eine Paperback-Version veröffentlicht.
Geschichte: ehemals braves Eheweib liegt mit Handschellen gefesselt im Bett ihres Sommerhauses (mal wieder in Maine), 5 Meilen fernab von jeder Zivilisation. Ihr ehemaliger Mann, Gerald, liegt tot auf dem Boden, die Schlüssel der Handschellen zu weit weg auf einer Kommode. Dumm gelaufen!
Wie macht man daraus einen Roman? King lässt Jessie, die gefesselte Hauptfigur mehrere Stadien der Courage, der Verzweiflung, der Ohnmacht und Resignation durchlaufen. Darunter gemischt findet man die kingtypische Art mit der sich die Figur an ihre Kindheit erinnert bzw. davon träumt, sich sogar in Alpträume flüchtet, um der schlimmeren Realität zu entgehen.
Pfeffer in die Geschichte bringt ein streunender Köter, der in Jessie’s Haus einen tollen Leckerbissen findet, von dem das hysterische Frauchen ihn kaum fernhalten kann (ich verweise hier mal auf den soeben Verblichenen). Hinzu kommt des nachts eine seltsame Schattengestalt, die Jessie die Panik in die Gebeine treibt, obwohl nicht ganz klar ist, ob die Gestalt nicht nur Jessie’s Halluzinationen entspringt. Letztlich ist diese Gestalt aber der Auslöser der Jessie zur Flucht verhilft. Erst während ihrer Erholungsphase in einer Klinik wird sich die ganze Geschichte klären.
Am Ende zeigt sich eine Parallele zwischen dem streunenden Hund und der Schattengestalt. Eine Parallele der kaputten Art, ich erinnere noch mal, wer der Autor ist... aber auch ein Aspekt, der den Unterschied zwischen Mensch und Tier deutlich macht.
Dieser Roman ist in keinster Weise mit den wirklichen Krachern von King vergleichbar, zu denen ich „ES“, oder „das letzte Gefecht“ zähle. Das Buch ist auf seine Weise gut, aber anstrengend zu lesen, da man meist den verwirrten, sprunghaften Gedankengängen und Träumen einer Figur folgen muss. Interessant ist, wie King den Hund benutzt, um Spannung aufzubauen, so daß der Leser manchmal glaubt, mehr zu wissen als die Frau im Haus. Am Rande der Geschichte hat Stephen King dann noch eine seiner besonders makaberen Ideen in ein Buch umgesetzt. (Das schreibe ich jetzt aber nicht. Ätsch)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 21:22:55 mit dem Titel Regulator
„kein Problem, mann“
Zum „Autor“:
Stephen King hat noch einmal sein Pseudonym Richard Bachmann herausgekramt. Bachmann „wurde“ ursprünglich 1985 an Krebs gestorben. 9 Jahre später entdeckte aber praktischerweise seine Witwe Kartons mit unveröffentlichten Werken Bachmanns, u. a. auch „Regulator“, das vom Herausgeber kurz überarbeitet werden musste und nunmehr veröffentlicht worden ist.
„Regulator“ wurde 1996 geschrieben und ein Jahr später auch in Deutschland veröffentlicht. Der Roman ist das Gegenstück zu Kings „Desparation“. Dieses Buch erschien zeitgleich. In beiden Büchern erscheinen die gleichen Hauptfiguren, aber mit anderen Eigenschaften und Lebensläufen. Das zentrale Problem ist das Monster TAK – welches in beiden Fällen gleich böse ist. TAK ist in beiden Geschichten nicht identisch. Ebenso wenig wie der Ort des Geschehens. Es bleiben lediglich Parallelen. Liest man beide Bücher gleichzeitig oder nacheinander kann dies zu einiger Verwirrung führen – man sollte also sein Wissen aus dem jeweils anderem Buch lieber beiseitelassen. King/Bachmann spielt dabei mit der Idee, daß beide Geschichten wohl in verschiedenen Dimensionen spielen. Letztendlich war die Idee sicherlich ein guter Marketinggag.
Bachmanns Bücher waren gegen die von King immer die einfacheren Versionen, viel geradliniger und weniger verstrickt – dabei schien der Massakeranteil hier aber höher zu sein. Ich habe Bachmann nie sonderlich gerne gelesen und „Regulator“ nur gekauft, weil ich die Idee gut fand. Der Marketinggag hat also gezogen. Nach dem Lesen hat sich aber nur bestätigt, daß (für mich) King der bessere der beiden ist, bzw. daß Bachmann der schlechte King ist.
Die Geschichte:
Der Ort des Geschehens ist ein Straßenblock in nachbarschaftlicher Idylle in Ohio. Dieser Ort wird für den Leser bereits zu Beginn per Landkarte verdeutlicht. Bis etwa zur Hälfte des Buches werden die Bewohner dieser Stätte durch Scharfschützen in Lieferwagen, die anscheinend aus dem Nichts erscheinen, zusammengeschossen. In dem Moment, wo man sich fragt: was soll das jetzt? Und eigentlich keinen Bock mehr hat weiterzulesen, wird man durch Erinnerungen und Tagebucheintragungen von Audrey Wyler aufgeklärt – ein Privileg, daß der Leser den Figuren voraushat.
Audrey hat ihren autistischen Neffen Seth zu sich genommen, dessen Bewusstsein wiederum von dem bösen Wesen TAK teilannektiert wurde. Seth ist nunmehr ein Mischwesen, in dessen Verstand der Junge Seth und das Monster TAK, um die Vorherrschaft kämpfen. Innerhalb seiner Welt versucht Seth sein Umfeld vor TAK zu beschützen. TAK lebt von der Lebensenergie leidender, gequälter Menschen – wird als Vampirwesen dargestellt. Für TAK ist Seth als Autist der ideale Wirt, da Seth kaum einen Bezug nach außen hat. „Normale“ Menschen kann TAK nicht übernehmen. TAK ist nicht ständig in Seth präsent, aber immer in dessen Nähe. Seth/TAK existieren in einer Art Symbiose. TAK schmeichelte sich bei Seth ein, indem er dessen Wünsche erfüllte – bestimmtes Spielzeug. TAK übernimmt aber auch Seths Vorlieben fürs Fernsehen, insbes. der Serie Motokops, Bonanza und dem Western: die Regulatoren.
Was will TAK? Chaos stiften – Spaß haben – Fernsehen!
Seth spielt am liebsten im Sandkasten mit seinen Lieblingsspielzeugen: den Figuren aus Motokops (sollen wohl so eine Art Powerranger sein) und mit einer Cowboyranch. In Seths Fantasie fließen seine Lieblingsfernsehserien zusammen.
TAK fühlt sich dadurch inspiriert. Er schafft eine neue Realität, die sich aufgrund seiner mangelnden Energie auf einen Straßenzug beschränkt. So fallen die Cartwrights aus Bonanza in den Lieferwagen der Powerranger in die „Stadt“ ein. Die Bewohner der Nachbarschaft sind dabei die bösen, die beseitigt werden müssen. (Wenn es TAK wirklich gäbe, sollte man seine Kinder wohl in Zukunft ganz vom Fernseher weghalten.)
TAK hat sich aber darin verkalkuliert, daß Seth der Realität doch näher ist, als sich bei dem Autisten erst vermuten ließ. Seth schlägt sich auf die Seite seiner Nachbarn und bekämpft TAK von innen.
Fazit: eigentlich eine Schwachsinnsgeschichte aus dem Sandkasten. Interessant durch den Bezug zu „Desparation“, aber irgendwie auch ein Buch, daß die Welt nicht braucht.
Wie ich zu Susan Kay’s „das Phantom\" kam, weiß ich nicht mehr. Normalerweise hasse ich es, wenn Klassiker von Fortsetzungen – und wie hier am besten noch von einem ganz anderen Autoren – verschandelt werden. Wobei man aber zu diesem Buch sagen kann, daß es insgesamt gut gelungen ist und auch in den Zusammenhang paßt.
Achso ja der Zusammenhang:
Das Phantom basiert auf den 1939 erschienenen Roman „das Phantom der Oper“ von Gaston Leroux, aufgrund dessen Andrew Loyd Webber auch das gleichnamige Musical „verbrochen“ hat. Das Phantom der Oper, Erik, lebt im Labyrinth-System unterhalb der alten Pariser Oper, es kennt sich hier aus, wie kein anderer, hat ein so häßliches Gesicht, daß er sich hinter einer Maske verbirgt, ist aber nahezu ein Genie:
Ein großer Baumeister,
ein Musiker und Sänger,
Magier/Illusionist
Giftmischer und Heilkundiger
Und man muß zugeben, manchmal fragt man sich, woher Erik all sein Wissen hat. Dies hat sich auch Susan Kay wohl gefragt und kurzerhand die Biographie Erik’s geschrieben. Das Buch erschien anfang der 90er, als das Musical „Phantom der Oper“ gerade richtig „in“ war. Beginnend mit dem Schock seiner Mutter als sie das erste Mal in sein Gesicht sieht und endend – natürlich im Pariser Opernhaus (bei der „klassischen Geschichte“). Am Ende entsteht – unterstellt man hat auch das Vorbild gelesen – ein durchaus „rundes Bild“ des Phantoms, womit der Titel des Romans gut getroffen ist.
Zum Inhalt:
Das Buch beginnt im Jahre 1831 in Frankreich. Erik’s Leben steht schon zum Zeitpunkt seiner Empfängnis unter keinem guten Stern: Während sein Leben entsteht, sterben die Eltern seiner Mutter, kurz vor seiner Geburt segnet sein Vater des Zeitliche. Seine Mutter bricht angesichts des Anblicks Ihres Sohnes (Gesicht wie ein Totenkopf) zusammen. Sie wird ihren Sohn nie akzeptieren, bezeichnet ihn als Ding und zwingt ihn eine Maske zu tragen. Nur einem Priester hat er zu verdanken, daß seine Mutter ihn nicht einfach sterben läßt. Erik ist nun aber das, was man heute als hochbegabt bezeichnen würde: Von seiner Mutter erbt er ein umfassendes musikalisches Talent von seinem Vater und seinem Großvater, ein Talent, das ihn später zum genialen Architekten werden lässt. Erik wird schon von frühester Kindheit an von fürchterlichen Wutausbrüchen beherrscht, seine Mutter wird ihm nie gewachsen sein. Der Priester, der ihn schon bei seiner Geburt rettete, wird derjenige sein der Erik’s Talente fördert. Als seine Mutter sich endlich doch entschließt sich zu ihrem Sohn zu bekennen, nachdem dieser vom Dorfpöbel fast umgebracht wurde, hat Erik sich bereits entschlossen, sein bisheriges „zuhause“ zu verlassen.
Er gerät in die Gefangenschaft von Zigeunern, die ihn als lebenden Leichnam zur Schau stellen, arrangiert sich bald mit ihnen und wird Mitglied der Schaustellergruppe. Hier lernt er die Giftmischerei, beschäftigt sich mit Zauberei und wird das erste Mal – in Notwehr – töten. Erik arbeitet danach für einen alten Baumeister, der ihn fast schon als Sohn annimmt, bis Erik sich in die Tochter des Baumeisters verliebt, was mit ihrem Tod endet – als sie ihn ohne Maske sieht.
Erik treibt sich die folgenden Jahre auf Jahrmärkten herum, und wird zum mysteriösen Magier und Illusionisten. Er umgibt sich mit Luxus. Das Versprechen von Reichtum, Ehre und vor allem Macht führt an den Hof des Schah von Persien, wo er seine Dienste zur Verfügung stellt. Er soll einen Palast bauen, mit allerlei architektonischen und illusorischen Bauweisen, die es möglich machen, durch Geheimgänge, versteckte Türen und Durchgänge hinter allem und jenem herzuspionieren und Feinde zu beseitigen. Er verlernt hier auch ein Menschenleben zu schätzen.
Nachdem Tod seiner Mutter kehrt er nach Frankreich zurück. Mittlerweile hat er begonnen verstärkt zu komponieren. Seine Wutausbrüche, die er schon als Kind hatte, verstärken sich mit dem Alter. Unter Einsatz von einigen Tricks gelangt er auf die Baustelle der alten Pariser Oper, an deren Bau er beteiligt wird, was er zur Gelegenheit nimmt, sich in deren Untergrund ein Heim zu schaffen, daß für niemanden zugänglich ist und mit allerlei Sicherheitsmaßnahmen gegen Eindringlinge gespickt ist. Die Ablehnung der Welt treibt ihn in die Einsamkeit. Da die Menschheit ihn und seine Fähigkeiten nicht akzeptiert, benutzt er sein Können halt gegen sie. Zudem entwickelt er eine ausgeprägte Morphiumsucht.
Im Hintergrund zieht er aber nach Fertigstellung der Oper die Fäden im Opernhaus – indem der Direktor nur ausführt, was Erik will. Erik wird zum Phantom der Oper. Paßt ihm was nicht, spuckt er halt ein wenig herum. Probleme tauchen auf, als der Direktor in den Ruhestand geschickt wird, und die neue Direktion sich nicht von Erik herumkommadieren läßt. Zur gleichen Zeit verliebt er sich in Christine, eine junge Sopranistin, die er gerne fördern möchte. Diese liebt aber Raoul, einen jungen Grafen. Das Phantom rastet aus. Hier entsteht die Verbindung zum alten Roman, der an dieser Stelle etwa erst beginnt.
Die Figur von Erik passt im Großen und Ganzen in die heutigen Medienwelt, ist also durchaus aktuell. Schließlich geht es in jeder zweiten Krimi-Serie mittlerweile um hochintelligente Serienkiller. Auch wenn ich Erik nicht ganz als solchen bezeichnen würde, einen Hannibal Lector könnte er in die Tasche stecken.
Wahrscheinlich werden sich einige Leser darüber aufregen, daß Erik nicht nur mit einer genialen Fähigkeit „geschlagen“ ist, aber diese Tatsache paßt im Fall dieses Buches voll und ganz ins Schema.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 19:39:12 mit dem Titel Desperation
„Bloß ganz normaler Stress“
„Desperation“ wurde 1996 von Stephen King geschrieben und ein Jahr später auch in Deutschland veröffentlicht. Der Roman ist das Gegenstück zu Bachmanns „Regulator“. Dieses Buch erschien zeitgleich, wobei Richard Bachmann ein (eigentlich verstorbenes) Pseudonym von King ist. In beiden Büchern erscheinen die gleichen Hauptfiguren, aber mit anderen Eigenschaften und Lebensläufen. Das zentrale Problem ist das Monster TAK – welches in beiden Fällen gleich böse ist. TAK ist in beiden Geschichten nicht identisch. Ebensowenig wie der Ort des Geschehens. Es bleiben lediglich Paprallelen. Liest man beide Bücher gleichzeitig oder nacheinander kann dies zu einiger Verwirrung führen – man sollte also sein Wissen aus dem jeweils anderem Buch lieber beiseitelassen. King/Bachmann spielt dabei mit der Idee, daß beide Geschichten wohl in verschiedenen Dimensionen spielen. Letztendlich war die Idee sicherlich ein guter Marketinggag.
Die Geschichte „Desperation“ ist dabei nicht sonderlich originell, im Groben leiht King sich einiges aus seinem eigenen Buch „ES“ aus – „Desperation“ ist aber einfacher gestrickt mit weniger Rückblenden, allerdings dabei nicht weniger gut. Für die 600 Seiten brauchte ich etwa 8 Stunden (– fast am Stück).
Was ist Desperation?
Desperation ist ein (ehemals) 200-Seelen-Dorf in Nevada, das auf kaum einer Landkarte zu finden ist. Das Kaff liegt am Highway 50, der ödesten Fernstrasse Amilands. Ehemals existierte um 1860 in der Nähe des Ortes eine Kupfermine, die aber mit damaligen Mitteln schnell ausgebeutet war. Um diese Mine rankt sich eine Legende um 40 Chinesen die dort arbeiteten und bei einem Einsturz begruben wurden. In der Gegenwart sollen die Kupferreste mit neuester Technik aus der Mine herausgeholt werden, wobei man leider ein Monster, das in der alten Legende begruben wurde, wieder auf die Menschheit loslässt. In Desperation bleibt nur noch eine Person am Leben.
Die Geschichte ganz kurz:
In der Mine sitzt also ein Monster, das eine bunt zusammengewürfelte Menschengruppe unschädlich machen soll. Interessant ist, daß dieses Monster diese Gruppe anscheinend selbst dazu ausgesucht hat – so stammt nur einer aus der Stadt „Desperation“ der Rest der Gruppe sind Touris auf der Durchreise.
Die zusammengewürfelte Gruppe:
Mary Jackson: mit ihr und ihrem Mann beginnt das Buch. Auf dem Highway werden die beiden von einem Cop angehalten, der im Kofferraum Drogen findet, die beiden nicht gehören. Trotzdem werden sie vom Cop, der zunehmend seltsamer wird verhaftet und nach Desperation geschafft. Peter lässt dort sein Leben, Mary kommt ins Gefängnis.
Die Familie Carver: ursprünglich waren sie auf Urlaubsreise mit dem Wohnmobil. Unter einem Vorwand wurden sie vom Cop nach Desperation gebracht, wo die sechsjährige Kirsten Carver von ihm beseitigt wird. Der Rest der Familie Carver wartet bereits im Gefängnis als Mary dort eintrifft. Ellen Carver, die Mutter wird als nächstes Opfer des Monsters dienen. Der Vater Ralph Carver wird bis zum Schluss des Buches als Beschützer seines Sohnes David auftreten, wobei David als wichtigste Figur des Buches erscheint.
David Carver: David ist elf und hat durch ein Ereignis in seinem jungen Leben seinen Weg zu Gott gefunden – zu dem er im Laufe des Buches in Kontakt steht. Gott redet zu ihm und führt ihn, wie er es einst mit Propheten in der Bibel trat. Davids Glaube ist dabei – was wichtig ist – nahezu unerschütterlich, selbst als seine halbe Familie stirbt.
Tom Billingsley: der ehemalige Tierarzt Desperations. Er ist der – bei King unvermeidliche – Säufer im Bunde. Als einziger Ortsansässiger liefert er Informationen, die später dazu dienen des Monster zu finden.
Johnny Marinville: der „literarische Platzhirsch“. Ebenso unvermeidlich ist bei King auch, daß eine seine Figuren ein Schriftsteller ist. Johnny hat allerdings seine besten Zeiten hinter sich, und will nun mit der Harley durch Amerika reisen, um neue Geschichten zu sammeln. Johnny wird der Anführer der Gruppe, bewundert David – ist dabei aber nicht der sympathischsten Einer. Er wird mit den gleichen Drogen wie Mary hereingelegt und eingesperrt
Steve Ames: ein ehemaliger Roadie fährt als Aufpasser hinter Johnny her. Aus diesem Grunde gelangt er „freiwillig“ nach Desperation.
Cynthia: eine Anhalterin mit schwachen hellseherischen Fähigkeiten, wie sie behauptet, ist ein Punkmädel in den 20ern, welche zusammen mit Steve ebenfalls „freiwillig“ nach Desperation kommt.
Andere Figuren:
Der Cop:
Er dient dem Monster als Gefäß, weshalb es mehr nicht zu sagen gibt.
Das Monster:
Es heißt TAK und existiert in der alten Mine. TAK ist ein Außenseiter auf der Welt, der zwischen den Dimensionen existiert. TAK kann die Mine nicht selbständig verlassen und braucht dafür ein Gefäß, einen am besten menschlichen Körper. Leider sind diese nicht besonders haltbar, wenn TAK von ihnen Besitz ergriffen hat, was „Nachschub“ erfordert. TAK hat einige Züge, die King sich von alten Vorbildern, wie Dracula abgeguckt hat. So kann TAK Tiere für seine Zwecke benutzen.
TAK hat aber auch die Intelligenz nicht gerade mit Löffeln gegessen. Zu spät erkennt er, daß der Junge David sein größter Feind ist, der durch seine Verbindung zu Gott genauso mächtig ist wie TAK selbst. Des weiteren handelt TAK ohne Sinn und Zweck. Er stiftet Chaos, Mord und Todschlag, aber es wird nicht deutlich welche Absicht er damit verfolgt. TAK lässt sich im Laufe der Geschichte soweit ablenken, daß er sich in eine denkbar schlechte Position bringt – und in die Verlegenheit zu erkennen, daß er ziemlich machtlos ist. Die in dem Buch vertretene These, daß das Böse sich schlussendlich selbst vernichtet, wird über TAK tatsächlich gefestigt.
Gott:
Eigentlich ist er Schuld an der ganzen Geschichte. Im Wesentlichen ist er TAKs stärkster Gegner, die zusammengewürfelte Truppe dient nur der Ausführung. Gott gestattet in der Geschichte die wirklich schlimmen Ereignisse, weil sie zum guten Ziel, der Beseitigung des Monsters führen. Wie im Laufe der Geschichte klar wird, hat so nicht der Cop/TAK die Hauptfiguren ausgewählt (obwohl TAK sich dies einbildet), sondern Gott.
Aufbau:
King erzählt aus des verschiedenen Sichtweisen aller seiner Figuren – selbst aus der Sicht TAKs. Er schildert die Erlebnisse einer Figur, um an der spannendsten Stelle in eine andere Figur an einem anderen Ort/in einem anderen Zimmer umzusteigen, die er wieder an der spannendsten Stelle verlässt. Hier erzählt er dann nicht aus Sicht der ursprünglichen Person aus weiter, sondern möglicherweise aus der Sicht der Figur, die daneben oder gegenübersteht. Man ist so ständig neugierig, was als nächstes passieren mag. Auf die gleiche Art und Weise lernt man die einzelnen Figuren ziemlich gut kennen.
Fazit:
Eines von Kings Büchern, das ich für mich ziemlich weit oben ansiedeln würde, auch wenn es nichts sonderlich Neues liefert. Wenn man davon ausgeht, daß die Spanne des Buches nur einen Nachmittag behandelt und meine Lesezeit etwa 8 Stunden betrug, kann man fast sagen, die Ereignisse sind in Echtzeit aufgeführt – das Buch hat so ein gewisses Tempo. Der Anteil der religiösen Aspekte wirkt sich im übrigen nicht – wie man meinen könnte – störend oder salbadernd auf das Buch aus. Die Angelegenheit ist so in die Geschichte und in die moderne Zeit eingebettet, daß Gott – mit seinen guten und schlechten Seiten - einfach dazugehört (auch wenn man King wohl dafür im Mittelalter als Ketzer verbrannt hätte).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 20:31:55 mit dem Titel Das Bild
Eine Mischung aus der Feind in meinem Bett, Alice im Wunderland und das Bildnis des Dorian Gray
Im ersten Moment dachte ich, nun schreibt King schon Emanzen-Literatur. So urteilte das Frauenblättchen Für Sie auf dem Umschlag des Romans: „brillanter Psychothriller... zu diesem aktuellen Thema“. Letztendlich habe ich „das Bild“ (engl. Original = Rose Madder) aber doch in einem Rutsch durchgelesen:
Der Inhalt:
Rose Daniels ist mit dem Brutalo-Cop Norman, „wie Norman Bates“ wird sie später im Buch feststellen, verheiratet Norman tut alles, um seine Frau kleinzuhalten, spioniert hinter ihr her, verprügelt und mißhandelt sie auf das Übelste, wann immer er dies für nötig hält. Nach einer Fehlgeburt hat Rose endlich den Mut ihn zu verlassen – klaut also seine Kreditkarte, kauft sich ein Busticket und taucht unter. Es folgt der Klassiker: Flucht mit dem Greyhound-Bus, Ankunft an einer Bahnhofsmission, erste Station im Frauenhaus.
Währenddessen hat Norman begriffen, daß seine Frau nicht mehr da ist. Er nutzt seinen Status als Polizist aus und beginnt zu suchen – worunter Leute zu leiden haben, die auch nur kurz mit Rose (z. B. am Busbahnhof) gesprochen haben. Spätestens jetzt wird dem Leser klar, daß Norman sich nicht nur seiner (Ex-)Frau gegenüber vorzugsweise als ausgemachter Psychopath präsentiert.
Rose gewinnt immer mehr Lebensmut und baut sich eine eigene Identität auf: findet eine Arbeit, eine Wohnung und Freunde. In einer Pfandleihe findet sie nicht nur einen neuen Mann, sondern auch „das Bild“, das für den Verlauf der weiteren Geschichte wichtig sein wird. Das Bild stellt eine Frau da, die Rose erstens ähnlich sieht, und die auch Rose heißt (Rose Madder). Rose hat von Anfang an eine spezielle Beziehung zu diesem Bild, daß sie bis in ihre Träume verfolgt. In ihrem Leben stellt sich langsam Normalität ein und Erfolg, sie erhält einen Job als Sprecherin bei Hörspielen.
Norman hat in der Zwischenzeit eine Prostituierte getötet, die ihn an seine Frau erinnerte. Über einen Informanten kommt er ihr auf die Spur und landet zumindest schon einmal in der Stadt in der sie nun lebt.
Im weiteren Verlauf verfolgt King zwei Handlungsstränge:
1) er beschreibt wie sich Rose’s Leben verändert und entwickelt. Ihre Beziehung zu „Rose Madder“ dem Bild/der Figur intensiviert sich. Der Gedanke an dieses Bild gibt ihr Stärke. Zudem scheint das Bild sich in ihren Augen zu verändern, wie Rose es auch tut.
2) dieser Handlungsstrang verfolgt Norman, wie er seine Frau sucht. Er hängt seinen düsteren Gedanken und Erinnerungen nach, während er auf eine Spur wartet. Sein Image als Anti-Freund-und-Helfer wird immer runder.
Während Norman seine Rose gefunden hat, sie bereits beobachtet und auf ihre Freunde und Bekannte losgeht, öffnet das Bild Rose ein Tor zu einer anderen Welt, dort rettet sie das Baby der anderen Rose, Rose Madder verspricht ihr dafür Vergeltung. Als Norman in Rose’s Wohnung eindringt, gelangt er ebenfalls in die Welt des Bildes – und Rose Madder macht ihr Versprechen war.
Dieses Buch ist wirklich in einem Rutsch zu lesen. Die Geschichte ist abwechslungsreich geschrieben. Auf der einen Seite wird von Rose erzählt. Kings Schreibstil spiegelt hier eher den Charakter seiner Hauptfigur wider. Schreibt King von Norman wechselt der Stil, wird abgehakter, verworrener und die Ausdrucksweise wird zudem auch noch ziemlich unfein. Vom Aufbau erinnert dies an King’s Roman „Stark-The Dark Half“. Die Erzählweise über die gute Figur ist annehmbar, und gut zu lesen, auf der bösen Seite wird es wüst! Bei der Beschreibung der Welt hinter dem Bild wird deutlich, daß King aber auch der Autor von Titeln wie „Tot“, „Drei“ oder „Schwarz“ ist – ich finde King deckt in diesem Buch einen Großteil seines Spektrums als Autor ab. Im Vergleich zu „Dolores“, wo King über ein ähnliches Grundthema schreibt, finde ich es eigentlich schade, daß „das Bild“ nicht verfilmt wurde, da es für mich eindeutig das bessere, spannendere Buch ist – zugegebenermaßen muß man allerdings zugegen, daß die Grundstory (wie oben schon gesagt) doch zu sehr an „der Feind in meinem Bett“ erinnert.
Meine Version ist im Heyne-Verlag als Paperback erschienen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 20:35:34 mit dem Titel Das Spiel
King’s Hausfrauenzirkel: Teil was weiß ich...
Der gute Stephen King schreibt mit Büchern, wie „Dolores“, „Das Bild“ oder eben „Das Spiel“ immer wieder mal Titel, die in meiner persönlichen Ablage unter „Hausfrauenzirkel“ landen – wörtlich, nicht bildlich, ich habe es nämlich nicht so mit der Ablage.
Der Roman erschien 1992 erstmals unter dem Originaltitel „Gerald’s Game“, hier in Deutschland hat der Heyne-Verlag eine Paperback-Version veröffentlicht.
Geschichte: ehemals braves Eheweib liegt mit Handschellen gefesselt im Bett ihres Sommerhauses (mal wieder in Maine), 5 Meilen fernab von jeder Zivilisation. Ihr ehemaliger Mann, Gerald, liegt tot auf dem Boden, die Schlüssel der Handschellen zu weit weg auf einer Kommode. Dumm gelaufen!
Wie macht man daraus einen Roman? King lässt Jessie, die gefesselte Hauptfigur mehrere Stadien der Courage, der Verzweiflung, der Ohnmacht und Resignation durchlaufen. Darunter gemischt findet man die kingtypische Art mit der sich die Figur an ihre Kindheit erinnert bzw. davon träumt, sich sogar in Alpträume flüchtet, um der schlimmeren Realität zu entgehen.
Pfeffer in die Geschichte bringt ein streunender Köter, der in Jessie’s Haus einen tollen Leckerbissen findet, von dem das hysterische Frauchen ihn kaum fernhalten kann (ich verweise hier mal auf den soeben Verblichenen). Hinzu kommt des nachts eine seltsame Schattengestalt, die Jessie die Panik in die Gebeine treibt, obwohl nicht ganz klar ist, ob die Gestalt nicht nur Jessie’s Halluzinationen entspringt. Letztlich ist diese Gestalt aber der Auslöser der Jessie zur Flucht verhilft. Erst während ihrer Erholungsphase in einer Klinik wird sich die ganze Geschichte klären.
Am Ende zeigt sich eine Parallele zwischen dem streunenden Hund und der Schattengestalt. Eine Parallele der kaputten Art, ich erinnere noch mal, wer der Autor ist... aber auch ein Aspekt, der den Unterschied zwischen Mensch und Tier deutlich macht.
Dieser Roman ist in keinster Weise mit den wirklichen Krachern von King vergleichbar, zu denen ich „ES“, oder „das letzte Gefecht“ zähle. Das Buch ist auf seine Weise gut, aber anstrengend zu lesen, da man meist den verwirrten, sprunghaften Gedankengängen und Träumen einer Figur folgen muss. Interessant ist, wie King den Hund benutzt, um Spannung aufzubauen, so daß der Leser manchmal glaubt, mehr zu wissen als die Frau im Haus. Am Rande der Geschichte hat Stephen King dann noch eine seiner besonders makaberen Ideen in ein Buch umgesetzt. (Das schreibe ich jetzt aber nicht. Ätsch)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 21:22:55 mit dem Titel Regulator
„kein Problem, mann“
Zum „Autor“:
Stephen King hat noch einmal sein Pseudonym Richard Bachmann herausgekramt. Bachmann „wurde“ ursprünglich 1985 an Krebs gestorben. 9 Jahre später entdeckte aber praktischerweise seine Witwe Kartons mit unveröffentlichten Werken Bachmanns, u. a. auch „Regulator“, das vom Herausgeber kurz überarbeitet werden musste und nunmehr veröffentlicht worden ist.
„Regulator“ wurde 1996 geschrieben und ein Jahr später auch in Deutschland veröffentlicht. Der Roman ist das Gegenstück zu Kings „Desparation“. Dieses Buch erschien zeitgleich. In beiden Büchern erscheinen die gleichen Hauptfiguren, aber mit anderen Eigenschaften und Lebensläufen. Das zentrale Problem ist das Monster TAK – welches in beiden Fällen gleich böse ist. TAK ist in beiden Geschichten nicht identisch. Ebenso wenig wie der Ort des Geschehens. Es bleiben lediglich Parallelen. Liest man beide Bücher gleichzeitig oder nacheinander kann dies zu einiger Verwirrung führen – man sollte also sein Wissen aus dem jeweils anderem Buch lieber beiseitelassen. King/Bachmann spielt dabei mit der Idee, daß beide Geschichten wohl in verschiedenen Dimensionen spielen. Letztendlich war die Idee sicherlich ein guter Marketinggag.
Bachmanns Bücher waren gegen die von King immer die einfacheren Versionen, viel geradliniger und weniger verstrickt – dabei schien der Massakeranteil hier aber höher zu sein. Ich habe Bachmann nie sonderlich gerne gelesen und „Regulator“ nur gekauft, weil ich die Idee gut fand. Der Marketinggag hat also gezogen. Nach dem Lesen hat sich aber nur bestätigt, daß (für mich) King der bessere der beiden ist, bzw. daß Bachmann der schlechte King ist.
Die Geschichte:
Der Ort des Geschehens ist ein Straßenblock in nachbarschaftlicher Idylle in Ohio. Dieser Ort wird für den Leser bereits zu Beginn per Landkarte verdeutlicht. Bis etwa zur Hälfte des Buches werden die Bewohner dieser Stätte durch Scharfschützen in Lieferwagen, die anscheinend aus dem Nichts erscheinen, zusammengeschossen. In dem Moment, wo man sich fragt: was soll das jetzt? Und eigentlich keinen Bock mehr hat weiterzulesen, wird man durch Erinnerungen und Tagebucheintragungen von Audrey Wyler aufgeklärt – ein Privileg, daß der Leser den Figuren voraushat.
Audrey hat ihren autistischen Neffen Seth zu sich genommen, dessen Bewusstsein wiederum von dem bösen Wesen TAK teilannektiert wurde. Seth ist nunmehr ein Mischwesen, in dessen Verstand der Junge Seth und das Monster TAK, um die Vorherrschaft kämpfen. Innerhalb seiner Welt versucht Seth sein Umfeld vor TAK zu beschützen. TAK lebt von der Lebensenergie leidender, gequälter Menschen – wird als Vampirwesen dargestellt. Für TAK ist Seth als Autist der ideale Wirt, da Seth kaum einen Bezug nach außen hat. „Normale“ Menschen kann TAK nicht übernehmen. TAK ist nicht ständig in Seth präsent, aber immer in dessen Nähe. Seth/TAK existieren in einer Art Symbiose. TAK schmeichelte sich bei Seth ein, indem er dessen Wünsche erfüllte – bestimmtes Spielzeug. TAK übernimmt aber auch Seths Vorlieben fürs Fernsehen, insbes. der Serie Motokops, Bonanza und dem Western: die Regulatoren.
Was will TAK? Chaos stiften – Spaß haben – Fernsehen!
Seth spielt am liebsten im Sandkasten mit seinen Lieblingsspielzeugen: den Figuren aus Motokops (sollen wohl so eine Art Powerranger sein) und mit einer Cowboyranch. In Seths Fantasie fließen seine Lieblingsfernsehserien zusammen.
TAK fühlt sich dadurch inspiriert. Er schafft eine neue Realität, die sich aufgrund seiner mangelnden Energie auf einen Straßenzug beschränkt. So fallen die Cartwrights aus Bonanza in den Lieferwagen der Powerranger in die „Stadt“ ein. Die Bewohner der Nachbarschaft sind dabei die bösen, die beseitigt werden müssen. (Wenn es TAK wirklich gäbe, sollte man seine Kinder wohl in Zukunft ganz vom Fernseher weghalten.)
TAK hat sich aber darin verkalkuliert, daß Seth der Realität doch näher ist, als sich bei dem Autisten erst vermuten ließ. Seth schlägt sich auf die Seite seiner Nachbarn und bekämpft TAK von innen.
Fazit: eigentlich eine Schwachsinnsgeschichte aus dem Sandkasten. Interessant durch den Bezug zu „Desparation“, aber irgendwie auch ein Buch, daß die Welt nicht braucht.
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