Erfahrungsbericht von evastoeckl
Gottfried Keller: Kleider machen Leute
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Gottfried Keller: Kleider machen Leute
AUTOR
Gottfried Keller wurde 1819 in Zürich geboren, war anfangs eigentlich ein Maler und entdeckte dann aber seine Begabung für das dichterische Gebiet. 1848 ging er mit einem Stipendium der Züricher Kantonsregierung nach Heidelberg und studierte dort. Danach beschäftige sich Keller auch mit kleinen Erzählungen und seine dichterische Kraft nahm die entscheidende Entwicklung. 1861 wurde er in Zürich Staatsschreiber und entwickelte sich zum Meister der Novelle. Er starb im Alter von 71 Jahren.
INHALT
Die Novelle „Kleider machen Leute“ erschien 1874 in zweiten Band des Novellenzyklus „die Leute von Seldwyla“. Der erste Teil der Novellensammlung enthält z.b.
„Romeo und Julia auf dem Dorfe“ oder
„Pankraz, der Schmoller“
Diese Erzählung handelt von einem Schneider, der durch eine Verwechslung für einen Grafen gehalten wird.
Der arme Schneider Wenzel Strapinski wandert auf der Landstraße zwischen Goldach und Seldwyla dahin. Unterwegs kommt eine Grafenkutsche vorbei und der Kutscher fragt ihn, ob er mitfahren möchte. Er nimmt dankend an. In Goldach angekommen, halten ihn die Goldacher wegen der Kutsche und seiner guten Kleidung für einen reichen polnischen Grafen. Der Wirt gibt ihm sein bestes Zimmer und bewirtet ihn mit dem besten was er hat. Was immer er auch tut, alles wird als „vornehm“ ausgelegt. Der verträumte Schneider fördert das für ihn märchenhafte Missverständnis nicht von sich aus, findet aber auch nicht den Mut, es aufzuklären.
Abends wird er zu einem Besuch beim Amtsrat eingeladen. Dort lernt er Nettchen, die Tochter des Gastgebers kennen. Die wachsende Zuneigung zu ihr verführt ihn endgültig dazu, die allseitige Bewunderung freundlich hinzunehmen und Nutzen daraus zu ziehen. Auch Nettchen verliebt sich in ihn.
Doch auf dem prächtigen Verlobungsfest, das Wenzel mit einem Spielgewinn finanzieren will, wartet dem Paar eine Abordnung aus Seldwyla mit einer schadenfrohen Entlarvungskomödie auf.
Denn Strapinski veranstaltet eine Schlittenfahrt zu einem Gasthaus, das zwischen Goldach und Seldwyla liegt. Gerade an diesem Tag haben auch die Seldwyler eine Schlittenfahrt geplant, deren Ziel der selbe Gasthof ist. Die Goldacher besetzen den oberen Saal des Gasthauses, während die Seldwyler im unteren Saal Platz nehmen. Nach einiger Zeit kommt eine Abordnung der Seldwyler zu den Goldachern und ersucht, ob sie nicht einen Schautanz aufführen dürften. Die Goldacher stimmen zu. Zuerst wird der Spruch: „Leute machen Kleider“ dargestellt, indem die Seldwyler die Bewegungen eines Schneiders nachahmen. Hierauf wird das Sprichwort „Kleider machen Leute“ dargestellt, wobei Strapinski verhöhnt wird und verzweifelt in die Winternacht hinausflüchtet.
Halb erfroren findet in Nettchen, die ihm nachgefahren ist, im Schnee. Sie lässt ihn zu sich in den Schlitten setzen und fährt zum Hof ihrer Amme. Dort berichtet der Schneider wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist. Als Nettchen alles erfährt, verspricht sie ihm, ihn trotz seiner Armut zu heiraten.
Durch Nettchens Bitten bewegt lässt sicher der Vater erweichen und gibt die Einwilligung zur Hochzeit.
Strapinski wird ein angesehener Bürger und sehr geschäftstüchtiger und gewandter Kaufmann.
EIGENE MEINUNG
In diesem Buch wird sehr gut, das komplexe Verhältnis zwischen Täuschung und Realität und zwischen Schein und Sein dargestellt. Der wandernde Schneider kommt durch seinen vornehmen Mantel und die melancholische Blässe seines Gesichts dem heimlichen Wunschbild der Kleinstädter entgegen.
Die unvermeidlichen Entlarvung dieser Täuschung ist aber vorhersehbar und das Liebespaar wird in eine Verzweiflung gestürzt und die gute Wende kommt erst, als sich Nettchen trotz der Armut zu Wenzel bekennt.
Meiner Meinung nach ist das Buch sehr leicht zu verstehen und nicht schwer geschrieben, aber nicht besonders wirklichkeitsgetreu, da sich doch keiner vorstellen kann, dass man wirklich so lange für einen anderen Menschen gehalten wird, der man nicht ist.
Also, nicht unbedingt zum Weiterempfehlen!
AUTOR
Gottfried Keller wurde 1819 in Zürich geboren, war anfangs eigentlich ein Maler und entdeckte dann aber seine Begabung für das dichterische Gebiet. 1848 ging er mit einem Stipendium der Züricher Kantonsregierung nach Heidelberg und studierte dort. Danach beschäftige sich Keller auch mit kleinen Erzählungen und seine dichterische Kraft nahm die entscheidende Entwicklung. 1861 wurde er in Zürich Staatsschreiber und entwickelte sich zum Meister der Novelle. Er starb im Alter von 71 Jahren.
INHALT
Die Novelle „Kleider machen Leute“ erschien 1874 in zweiten Band des Novellenzyklus „die Leute von Seldwyla“. Der erste Teil der Novellensammlung enthält z.b.
„Romeo und Julia auf dem Dorfe“ oder
„Pankraz, der Schmoller“
Diese Erzählung handelt von einem Schneider, der durch eine Verwechslung für einen Grafen gehalten wird.
Der arme Schneider Wenzel Strapinski wandert auf der Landstraße zwischen Goldach und Seldwyla dahin. Unterwegs kommt eine Grafenkutsche vorbei und der Kutscher fragt ihn, ob er mitfahren möchte. Er nimmt dankend an. In Goldach angekommen, halten ihn die Goldacher wegen der Kutsche und seiner guten Kleidung für einen reichen polnischen Grafen. Der Wirt gibt ihm sein bestes Zimmer und bewirtet ihn mit dem besten was er hat. Was immer er auch tut, alles wird als „vornehm“ ausgelegt. Der verträumte Schneider fördert das für ihn märchenhafte Missverständnis nicht von sich aus, findet aber auch nicht den Mut, es aufzuklären.
Abends wird er zu einem Besuch beim Amtsrat eingeladen. Dort lernt er Nettchen, die Tochter des Gastgebers kennen. Die wachsende Zuneigung zu ihr verführt ihn endgültig dazu, die allseitige Bewunderung freundlich hinzunehmen und Nutzen daraus zu ziehen. Auch Nettchen verliebt sich in ihn.
Doch auf dem prächtigen Verlobungsfest, das Wenzel mit einem Spielgewinn finanzieren will, wartet dem Paar eine Abordnung aus Seldwyla mit einer schadenfrohen Entlarvungskomödie auf.
Denn Strapinski veranstaltet eine Schlittenfahrt zu einem Gasthaus, das zwischen Goldach und Seldwyla liegt. Gerade an diesem Tag haben auch die Seldwyler eine Schlittenfahrt geplant, deren Ziel der selbe Gasthof ist. Die Goldacher besetzen den oberen Saal des Gasthauses, während die Seldwyler im unteren Saal Platz nehmen. Nach einiger Zeit kommt eine Abordnung der Seldwyler zu den Goldachern und ersucht, ob sie nicht einen Schautanz aufführen dürften. Die Goldacher stimmen zu. Zuerst wird der Spruch: „Leute machen Kleider“ dargestellt, indem die Seldwyler die Bewegungen eines Schneiders nachahmen. Hierauf wird das Sprichwort „Kleider machen Leute“ dargestellt, wobei Strapinski verhöhnt wird und verzweifelt in die Winternacht hinausflüchtet.
Halb erfroren findet in Nettchen, die ihm nachgefahren ist, im Schnee. Sie lässt ihn zu sich in den Schlitten setzen und fährt zum Hof ihrer Amme. Dort berichtet der Schneider wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist. Als Nettchen alles erfährt, verspricht sie ihm, ihn trotz seiner Armut zu heiraten.
Durch Nettchens Bitten bewegt lässt sicher der Vater erweichen und gibt die Einwilligung zur Hochzeit.
Strapinski wird ein angesehener Bürger und sehr geschäftstüchtiger und gewandter Kaufmann.
EIGENE MEINUNG
In diesem Buch wird sehr gut, das komplexe Verhältnis zwischen Täuschung und Realität und zwischen Schein und Sein dargestellt. Der wandernde Schneider kommt durch seinen vornehmen Mantel und die melancholische Blässe seines Gesichts dem heimlichen Wunschbild der Kleinstädter entgegen.
Die unvermeidlichen Entlarvung dieser Täuschung ist aber vorhersehbar und das Liebespaar wird in eine Verzweiflung gestürzt und die gute Wende kommt erst, als sich Nettchen trotz der Armut zu Wenzel bekennt.
Meiner Meinung nach ist das Buch sehr leicht zu verstehen und nicht schwer geschrieben, aber nicht besonders wirklichkeitsgetreu, da sich doch keiner vorstellen kann, dass man wirklich so lange für einen anderen Menschen gehalten wird, der man nicht ist.
Also, nicht unbedingt zum Weiterempfehlen!
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