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Erfahrungsbericht von Lachesis

Stephen King's Es

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Stephen King kann man mögen oder nicht, doch dieses Buche liebe ich über alles, habe es auch schon 6mal gelesen und halte es für sein absolut bestes Buch!

Zur Handlung:
Im Jahre 1957 wird in der Kleinstadt Derry im US-Bundesstaat Maine ein sechsjähriger Junge namens George Denbrough grausam ermordet. Es ist der Beginn einer Mordserie, bei der immer wieder Kinder jeder Altersstufe verschwinden und entweder ermordet und verstümmelt, oder nie wieder gefunden werden.
Der Mörder ist Es. Das absolute Böse, das in Derry lebt und mit Derry lebt und alle 27 Jahre in einem grausamen Zyklus auftaucht und viele blutige Opfer fordert. Es ernährt sich von den Ängsten und (Alp)Träumen der Menschen, besonders von Kindern, erscheint ihnen in ihren schlimmste Alptraumvorstellungen und ist gleichzeitig physisch und unfassbar.
Doch gleichzeitig, im Sommer 1958, finden sich sieben Kinder zusammen, die alle von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden. Ben Hanscom, weil er fett ist, Richie Tozier, der eine dicke Brille und eine große Klappe hat, Stan Uris, ein Jude, er kleine Asthmatiker Eddie Kasprak, Beverly March, die in einem Armenviertel lebt, Mike Hanlon, der einzige Negerjunge in Derry; und als Anführer Stotter-Bill Denbrough, der große Bruder des ermordeten Georgie.
Gemeinsam bilden sie den Club der Verlierer, verbunden durch ihre tiefe Freundschaft zueinander, stellen sie sich dem Bösen in Derry, und besiegen Es - fast.
Mit ihrem Blut schwören sie, falls Es jemals zurückkehren sollte, dass auch sie zurückkehren werden.
Genau das geschieht 27 Jahre später im Jahre 1985. Alle Verlierer sind inzwischen erwachsen, erfolgreich und in alle vier Winde verstreut und können sich nicht im mindesten an die Ereignisse ihrer Kindheit erinnern - mit Ausnahme von Mike, der in Derry geblieben ist, und die anderen zurückruft und an ihr Versprechen erinnert, das sie als Kinder gegeben haben.
Stan verkraftet die Erinnerungen als Erwachsener nicht, und begeht Selbstmord. Doch die anderen kehren zurück in die Stadt ihrer Kindheit.
Gemeinsam stellen sie sich noch einmal Es in einem erbitterten Kampf gegen das Böse und gegen ihre eigenen tiefen Ängste - um Es endgültig zu töten!

Fazit:
Stephen King's "Es" lebt nicht nur von der Spannung und dichten Athmosphäre, die er aufbaut. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe und eine großartige Ode an die Kindheit. King gelingt ausgezeichnet die Verbindung verschiedener Zeitebenen. Dem Leser (zumindest mir :-) fällt es weiterhin sehr leicht sich in die Charaktere hineinzuversetzen und sich die Geschichte bildlich vorzustellen.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und für mich mein absolutes Lieblingsbuch!!!

PS:
Ich verstehe die Begründung vom Undi nicht. Das Fazit ist meine Meinung!



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-25 20:21:54 mit dem Titel "Können wir ES besiegen?...Ein solches Wesen?"

\"...was er sah, war so fürchterlich, dass seine schlimmsten Fantasievorstellungen von dem Wesen im Keller dagegen nur süße Träume waren...\"

Nachdem ich gestern wieder einmal Stephen King\'s \"Es\" zu Ende gelesen habe, wird es langsam Zeit meinem Lieblingsbuch einen Bericht zu widmen. Fünf Jahre ist es her, dass ich zum ersten mal mit diesem dicken roten Wälzer auf meinem Bett lag und mich innerhalb kürzester Zeit darin festlas. Ich werde versuchen Euch einen Einblick in dieses großartige, komplexe Werk zu geben und vielleicht den einen oder anderen neugierig zu machen:

DIE STORY:

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine sehr vielschichtige und komplexe Geschichte. Das Buch teilt sich in fünf Hauptteile sowie fünf Zwischenspiele und den Epilog.

Im US-Bundesstaat Maine liegt eine Kleinstadt namens Derry. Schon seit sie erbaut wurde, gibt es eine ungewöhnlich hohe Verbrechensrate dort, doch alle 27 wiederholt sich ein Zyklus bei dem viele Kinder verschwinden oder auf brutale Art ermordet werden. Immer enden diese schlimmen Ereignisse mit einer Katastrophe.
1957/58 findet wieder ein solcher Zyklus statt. Nach einer großen Überschwemmung wird der kleine George Denbrough ermordet, als er ein Papierboot schwimmen lässt. Er hat einen 10jährigen Bruder namens Bill, der furchtbar stottert und unter dem Tod des kleinen Jungen furchtbar leidet. In den folgenden Monaten geschehen weitere rätselhafte Morde. Die Menschen leben in Angst um ihre Kinder, eine Sperrstunde wird verhängt. Doch der Mörder scheint unfassbar.
Im Sommer 1958 finden sich dann scheinbar zufällig sieben Kinder in enger Freundschaft zusammen, die alle von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden. Der Jude Stan. Derrys einziger Negerjunge Mike. Das arme und von ihrem Vater verprügelte Mädchen Beverly. Richie mit seiner dicken Brille, der nie seinen Mund halten kann. Der fette Ben. Der schwächliche Asthmatiker Eddie. Stotter-Bill Denbrough wird ihr Anführer. Der \"Club der Verlierer\", wie sie sich selbst nennen, beginnt zu glauben, dass der Mörder kein Mensch ist. Sie vermuten ein Monster, oder etwas noch unvorstellbar schlimmeres. Doch im Gedenken an die ermordeten Kinder, speziell George Denbrough beschließen sie, jenes \"ES\", wie sie den unbekannten Gegner nennen, zu bekämpfen und zu töten. Während sie Pläne schmieden und immer tiefer in schreckliche, beängstigende Ereignisse hineingezogen werden, wachsen sie gleichzeitig immer mehr zusammen. Und schließlich kommt es zum direkten Kampf tief unter Derry...

27 Jahre später: sechs Menschen Mitte 30, die verstreut voneinander leben und alle im Beruf viel Erfolg haben, erhalten einen Anruf, der ihr Leben völlig aus der Bahn wirft und sie traumatisch an ihre ganz vergessene Kindheit erinnert - an die schrecklichen Erlebnisse, die sie damals hatten, und die Freunde mit denen sie das durchstanden. \"Es ist zurück... und wir haben geschworen\".
Mike Hanlon, als einziger in Derry geblieben, ist es, der seine Freunde zurückruft. Nach dem Kampf gegen ES hatten sich die sieben Kinder mit Blut geschworen zurückzukehren, falls ihr Feind von damals doch nicht tot sei und jemals wieder auftauchen sollte. Nun haben die Morde wieder begonnen. Stan Uris verkraftet die neu aufgeworfenen Erinnerungen nicht, die auf ihn einströmen - er begeht Selbstmord. Doch die anderen verlassen ihren Alltag und kehren zurück nach Derry - nach Hause, in ihre Kindheit. Gemeinsam beschließen sie, den Kampf wieder aufzunehmen, um ES endgültig zu töten... doch könne Erwachsene noch die gleiche Macht und den gleichen Glauben aufbringen wie 10jährigen Kinder...?

MEINE MEINUNG:

\"Es\" war eines der ersten Stephen-King-Bücher, die ich las. Inzwischen sind es einige mehr geworden, aber dieses bleibt unverändert mein Favorit. Nicht nur was King angeht, sondern allgemein.
Ich habe schon oft erlebt, dass Menschen die Nase rümpfen, wenn man King erwähnt (besonder Deutschlehrer *g*). Sie meinen, dass das ja dieser Typ ist der blutige Geschichten ohne Hintergrund für die Masse schreibt oder etwas in der Art.
Sicherlich - \"Es\" ist blutig. Keines der Opfer hat einen schönen Tod und King kann wunderbar beschreiben und einem den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagen. Aber wer meint, er hätte hier einen reinen Horrorschocker vor sich, der unterliegt einem großen Fehlurteil.
Jede einzelne Figur in diesem Buch hat seine eigene tiefgehende Geschichte. Ganz besonders der stotternde Bill Denbrough ist ein Charakter, dessen sich der Autor in sehr sensibler Weise angenommen hat. Er trägt, wie ich vermute, autobiographische Züge, denn es ist nicht das einzige mal, dass King über einen Jungen schreibt, der seinen Bruder verloren hat, und seitdem darunter leidet, dass seine Eltern ihn kaum noch beachten und ihm niemand seine Schuldgefühle abnimmt...
In vielen Charakterzügen der Figuren findet man ein Stückchen von sich selbst wieder, oder von Menschen, die man kennt.

Was King in besonderem Maße gelingt, ist das Schaffen einer Athmosphäre. Man kann sich bildlich vorstellen, wie es in Derry aussieht, fühlt fast mit wie es gewittert oder schwül wird, rennt zusammen mit den Kindern um sein Leben... jede Szene ist perfekt beschrieben und wird beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig. Meisterhaft!

Stephen King\'s \"Es\" ist beinahe ein Epos für die Kindheit. Das Werk beschreibt die Bedeutung der Freundschaft, des Vertrauens und Für-einander-daseins. Die sieben Kinder machen nicht nur Bekanntschaft mit ihren innersten Ängsten, sondern auch mit erster Liebe, der Macht von Glauben und der Welt der Erwachsenen. Das alles ist wunderbar geschrieben und weckt manchmal den Wunsch in einem, doch nochmal Kind zu sein...

Trotzdem bleibt \"Es\" auch noch irre spannend und nix für schwache Nerven. ES ist kein einfaches, blutrünstiges Monster mit vielen Gesichtern. Auch seine Bedeutung und Herkunft selbst ist wesentlich phantasievoller und tiefgründiger... aber das will ich hier nicht verraten...

FAZIT:

Wer mal ein wirklich großartiges und spannendes Buch lesen will, dem sei Stephen King\'s Meisterwerk (für mich ist es das auf jeden Fall) wärmstens an\'s Herz gelegt. Ich jedenfalls weiß genau, dass ich es spätestens in ein paar Monaten wieder am späten Abend bei Tee und Kerzenlicht lesen werde....

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