Erfahrungsbericht von Coppedia
The Stand - Es ist nicht wirklich Horror
Pro:
tolles Buch, toller Film, irgendwie nicht wirklich unrealistisch
Kontra:
schon beängstigend, sehr dickes Buch
Empfehlung:
Nein
Allgemein:
„The Stand – das letzte Gefecht“ ist ein dicker Roman, der als Taschenbuch insgesamt 1198 Seiten umfasst! Das sollte aber nicht abschrecken, denn nur wenige Stellen lassen eine Ruhe- oder Lesepause zu. Der Rest ist angefüllt mit dieser fesselnden Mischung aus Spannung, Horror, Liebe, Glaube und Neugier.
Das Buch besteht aus zwei Teilen der Erste Teil befasst sich mit der Hinrichtung der Erde, der zweite mit der Wiederauferstehung! Es ist eine Geschichte über Zerstörung, Überleben, Gut und Böse, Zivilisation und was wir damit anfangen könnten und natürlich Horror. Der eigentlich erwartet Horrorgedanke bleibt allerdings ein wenig außen vor. Vielmehr ist hier ein Utopischer Roman beschrieben, der in seiner Darstellung der Gesellschaft den Horroreffekt bietet. Um sich die Zeit zu sparen kann man sich natürlich auch den Film anschauen, der 1994 unter der Regie von Mick Garris entstanden ist. Stephen King, der fast immer in seinen Filmen eine kleine Rolle spielt, übernimmt in diesem Movie die Rolle des Teddy Weizak. Allerdings ist der Film in zwei Teilen verfilmt, die je ca. 4 Std. dauern. Also wenn ihr schnell lesen könnt, würde ich mir den Film erst danach anschauen. Der Roman ist übrigens 1974 das erste Mal erschienen, ist aber erst 1990 als Gesamtwerk auf den Markt gekommen!
Kurz zum Film:
Sehr gute Verfilmung die nichts Entscheidendes dazu dichtet oder weglässt, kleine Zusammenlegungen von Menschen oder verkürzte Abhandlungen sind immer zu erwarten, aber das Gesamturteil fällt hier sehr gut aus!
Zur Geschichte:
Charly Campion weckt eines Nachts seine Familie aus dem Schlaf. Rasch sollen seine Frau und seine kleine Tochter ihre Sachen packen und mit ihm ins Auto steigen. Charly ist Soldat auf einem Stützpunkt, er hat keine große Verantwortung, sondern ist als Wachmann tätig, seinen Nachdienst verbringt er überwiegend damit Solitär zu spielen.
Doch jetzt muss alles ganz schnell gehen. Seine Frau rafft Kleidung und das Haushaltsgeld zusammen, das Kind auf dem Arm setzen sie sich ins Auto und verlassen den Stützpunkt. In aller Eile erzählt Charly was passiert ist: Er schaute von seinem Spiel auf und stellte fest, das die gesamte Belegschaft des unterirdisch angelegten Forschungslabors T-O-T sei. Die wenigen die bei seinem ersten Blick auf den Bildschirm noch gelebt hätten, seien wohl jetzt auch schon g-e-t-ö-t-e-t worden . Aus Angst, von dieser Krankheit befallen zu werden flieht er mit seiner Famlie – und dabei hustet er.
Auf den nun folgenden Seiten, sagen wir, es sind ungefähr 415 erzählt Stephen King wie die Welt von einem Grippevirus angegriffen und fast vollkommen zerstört wird. Dieser Virus ist schlimmer als jede Krankheit die man sich vorstellen kann. AIDS ist dagegen ein Gastgeschenk! Der Grippevirus oder „Captain Tripps“ wie er im Buch genannt wird hat eine Übertragungsrate von 99,4%
„...und das bedeutet eine Sterblichkeitsrate von 99,4%; denn der menschliche Körper kann zur Abwehr eines sich ständig verändernden Antigen-Virus erforderlichen Antikörper nicht produzieren. Immer wenn der Körper den richtigen Antikörper produziert hat, nimmt das Virus einfach eine leicht veränderte Form an. Aus dem gleichen Grund ist es nicht möglich einen geeigneten Impfstoff herzustellen!“ (Taschenbuch Seite 50)
Die Art wie diese Zerstörung verläuft ist unglaublich. Jeder der mit Charly in Berührung kommt stirbt, aber vorher steckt er noch alle Menschen an, die ihm über den Weg laufen. Stephen King beschränk sich nicht auf die globale Darstellung dieser Auslöschung, er beschreibt sehr detail genau, welche Menschen wie viele und wen genau anstecken.
Trotzdem überleben einige wenige dieses Massaker. Sie sind über ganz Amerika zerstreut, aber sie werden durch ihre Träume zusammengerufen. Entweder ins Lager der guten Mutter Abigale oder des bösen Halunken Randal Flagg. Doch mal soll nicht meinen, dass alle die von der Krankheit verschont werden, auch das Ziel sich für Gut oder Böse entscheiden zu dürfen erreichen. Einige sterben noch an den folgen des Virus, diese Einzelfälle erzählt Stephen King mit einem süffisanten Stil, der klar macht, wie wenig diese Seelen es doch genießen können diesen Horror überlebt zu haben.
Es bilden sich natürlich auch Helden und Bösewichte, die uns in die Welt nach „Captain Tripps“ entführen. Diese Persönlichkeiten sind sehr vielschichtig und zum Teil äußerst liebenswert. Da es sich um mehr als eine Handvoll handelt möchte ich sie jetzt an dieser Stelle nicht alle namentlich aufführen. Einige wichtige verlangt der Respekt und so dürfen sie meiner Meinung nach auch in einer Beschreibung über das Buch nicht vorenthalten werden. Hier sind also die wichtigsten (vielleicht auch die, welche mir am liebsten sind):
Fran, Stu, Nick, Trashbaby, Harold, Nadine, Tom, dessen wichtigster Satz hier nicht außen vor gelassen werden darf! „M-O-N-D das bedeutet ... (Fahrrad, Tom Cullun, Nick, Haus, und alles was es bedeuten kann!)
Ab Seite 415 geht der zweite Teil im Taschenbuch los. Es geht um die Zusammenfindung der Kräfte. Gut und Böse scharren ihre Leute um sich um schließlich das letzte Gefecht zu kämpfen. Der Ausgang bleibt bis zum Ende relativ unklar, deshalb möchte ich diesen hier natürlich nicht freigeben. Aber es ist besonders erstaunlich das der Autor es schafft fast die gesamte Weltbevölkerung auszulöschen, deshalb ist die Chance auf ein Happy End wohl eher negativ zu betrachten!
Zum Autor:
Stephen King wurde am 21. September 1947 in Maine als zweiter Sohn von Donald und Nellie Ruth King (geb. Pillsbury) geboren. Sein älterer Bruder kam 1945 auf die Welt und heißt David. Nach dem sein Vater Im Jahre 1949 Zigaretten holen wollte, verschwand er und wurde nie wieder gesehen! Das soll als (zugegebenermaßen) sehr kurze Beschreibung reichen.
Verlag:
Das letzte Gefecht Lübbe 1978/1985
Das letzte Gefecht 1990 ungekürzte Fassung
Film:
The Stand 1994 Novelle Regie: Mick Garris
Mit Stephen King als Teddy Weizak
Fazit:
Ein genial geschriebenes sehr spannendes Buch. Selbst für mich als Anti-Horror-Leserin und Seherin ist es empfehlenswert. Solltet ihr die Zeit haben einfach einige Tage lesend in der Ecke zu verbringen, dann lege ich Euch diesen Roman sehr tief ans Herz. Gemeinsam mit anderen macht der Film auch wahnsinnig viel Spaß und es lohnt sich diese Stunden zu investieren.
LG Coppi
„The Stand – das letzte Gefecht“ ist ein dicker Roman, der als Taschenbuch insgesamt 1198 Seiten umfasst! Das sollte aber nicht abschrecken, denn nur wenige Stellen lassen eine Ruhe- oder Lesepause zu. Der Rest ist angefüllt mit dieser fesselnden Mischung aus Spannung, Horror, Liebe, Glaube und Neugier.
Das Buch besteht aus zwei Teilen der Erste Teil befasst sich mit der Hinrichtung der Erde, der zweite mit der Wiederauferstehung! Es ist eine Geschichte über Zerstörung, Überleben, Gut und Böse, Zivilisation und was wir damit anfangen könnten und natürlich Horror. Der eigentlich erwartet Horrorgedanke bleibt allerdings ein wenig außen vor. Vielmehr ist hier ein Utopischer Roman beschrieben, der in seiner Darstellung der Gesellschaft den Horroreffekt bietet. Um sich die Zeit zu sparen kann man sich natürlich auch den Film anschauen, der 1994 unter der Regie von Mick Garris entstanden ist. Stephen King, der fast immer in seinen Filmen eine kleine Rolle spielt, übernimmt in diesem Movie die Rolle des Teddy Weizak. Allerdings ist der Film in zwei Teilen verfilmt, die je ca. 4 Std. dauern. Also wenn ihr schnell lesen könnt, würde ich mir den Film erst danach anschauen. Der Roman ist übrigens 1974 das erste Mal erschienen, ist aber erst 1990 als Gesamtwerk auf den Markt gekommen!
Kurz zum Film:
Sehr gute Verfilmung die nichts Entscheidendes dazu dichtet oder weglässt, kleine Zusammenlegungen von Menschen oder verkürzte Abhandlungen sind immer zu erwarten, aber das Gesamturteil fällt hier sehr gut aus!
Zur Geschichte:
Charly Campion weckt eines Nachts seine Familie aus dem Schlaf. Rasch sollen seine Frau und seine kleine Tochter ihre Sachen packen und mit ihm ins Auto steigen. Charly ist Soldat auf einem Stützpunkt, er hat keine große Verantwortung, sondern ist als Wachmann tätig, seinen Nachdienst verbringt er überwiegend damit Solitär zu spielen.
Doch jetzt muss alles ganz schnell gehen. Seine Frau rafft Kleidung und das Haushaltsgeld zusammen, das Kind auf dem Arm setzen sie sich ins Auto und verlassen den Stützpunkt. In aller Eile erzählt Charly was passiert ist: Er schaute von seinem Spiel auf und stellte fest, das die gesamte Belegschaft des unterirdisch angelegten Forschungslabors T-O-T sei. Die wenigen die bei seinem ersten Blick auf den Bildschirm noch gelebt hätten, seien wohl jetzt auch schon g-e-t-ö-t-e-t worden . Aus Angst, von dieser Krankheit befallen zu werden flieht er mit seiner Famlie – und dabei hustet er.
Auf den nun folgenden Seiten, sagen wir, es sind ungefähr 415 erzählt Stephen King wie die Welt von einem Grippevirus angegriffen und fast vollkommen zerstört wird. Dieser Virus ist schlimmer als jede Krankheit die man sich vorstellen kann. AIDS ist dagegen ein Gastgeschenk! Der Grippevirus oder „Captain Tripps“ wie er im Buch genannt wird hat eine Übertragungsrate von 99,4%
„...und das bedeutet eine Sterblichkeitsrate von 99,4%; denn der menschliche Körper kann zur Abwehr eines sich ständig verändernden Antigen-Virus erforderlichen Antikörper nicht produzieren. Immer wenn der Körper den richtigen Antikörper produziert hat, nimmt das Virus einfach eine leicht veränderte Form an. Aus dem gleichen Grund ist es nicht möglich einen geeigneten Impfstoff herzustellen!“ (Taschenbuch Seite 50)
Die Art wie diese Zerstörung verläuft ist unglaublich. Jeder der mit Charly in Berührung kommt stirbt, aber vorher steckt er noch alle Menschen an, die ihm über den Weg laufen. Stephen King beschränk sich nicht auf die globale Darstellung dieser Auslöschung, er beschreibt sehr detail genau, welche Menschen wie viele und wen genau anstecken.
Trotzdem überleben einige wenige dieses Massaker. Sie sind über ganz Amerika zerstreut, aber sie werden durch ihre Träume zusammengerufen. Entweder ins Lager der guten Mutter Abigale oder des bösen Halunken Randal Flagg. Doch mal soll nicht meinen, dass alle die von der Krankheit verschont werden, auch das Ziel sich für Gut oder Böse entscheiden zu dürfen erreichen. Einige sterben noch an den folgen des Virus, diese Einzelfälle erzählt Stephen King mit einem süffisanten Stil, der klar macht, wie wenig diese Seelen es doch genießen können diesen Horror überlebt zu haben.
Es bilden sich natürlich auch Helden und Bösewichte, die uns in die Welt nach „Captain Tripps“ entführen. Diese Persönlichkeiten sind sehr vielschichtig und zum Teil äußerst liebenswert. Da es sich um mehr als eine Handvoll handelt möchte ich sie jetzt an dieser Stelle nicht alle namentlich aufführen. Einige wichtige verlangt der Respekt und so dürfen sie meiner Meinung nach auch in einer Beschreibung über das Buch nicht vorenthalten werden. Hier sind also die wichtigsten (vielleicht auch die, welche mir am liebsten sind):
Fran, Stu, Nick, Trashbaby, Harold, Nadine, Tom, dessen wichtigster Satz hier nicht außen vor gelassen werden darf! „M-O-N-D das bedeutet ... (Fahrrad, Tom Cullun, Nick, Haus, und alles was es bedeuten kann!)
Ab Seite 415 geht der zweite Teil im Taschenbuch los. Es geht um die Zusammenfindung der Kräfte. Gut und Böse scharren ihre Leute um sich um schließlich das letzte Gefecht zu kämpfen. Der Ausgang bleibt bis zum Ende relativ unklar, deshalb möchte ich diesen hier natürlich nicht freigeben. Aber es ist besonders erstaunlich das der Autor es schafft fast die gesamte Weltbevölkerung auszulöschen, deshalb ist die Chance auf ein Happy End wohl eher negativ zu betrachten!
Zum Autor:
Stephen King wurde am 21. September 1947 in Maine als zweiter Sohn von Donald und Nellie Ruth King (geb. Pillsbury) geboren. Sein älterer Bruder kam 1945 auf die Welt und heißt David. Nach dem sein Vater Im Jahre 1949 Zigaretten holen wollte, verschwand er und wurde nie wieder gesehen! Das soll als (zugegebenermaßen) sehr kurze Beschreibung reichen.
Verlag:
Das letzte Gefecht Lübbe 1978/1985
Das letzte Gefecht 1990 ungekürzte Fassung
Film:
The Stand 1994 Novelle Regie: Mick Garris
Mit Stephen King als Teddy Weizak
Fazit:
Ein genial geschriebenes sehr spannendes Buch. Selbst für mich als Anti-Horror-Leserin und Seherin ist es empfehlenswert. Solltet ihr die Zeit haben einfach einige Tage lesend in der Ecke zu verbringen, dann lege ich Euch diesen Roman sehr tief ans Herz. Gemeinsam mit anderen macht der Film auch wahnsinnig viel Spaß und es lohnt sich diese Stunden zu investieren.
LG Coppi
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