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Erfahrungsbericht von screenboy

Stephen King`s Duddits-Dreamcatcher

Pro:

Spannend vom Anfang bis zum Ende!

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Stephen King kehrt zurück nach Derry, eine fiktive Kleinstadt im US-Bundesstaat Maine, deren Einwohner schon in den Romanen "Es" und "Insomnia-Schlaflos" unter den Kopfgeburten des Schriftstellers leiden mußten.

Diesmal sind es Jonesy, Henry, Pete und Biber, vier Männer im besten Alter und Freunde seit ihrer Schulzeit. Obwohl sie räumlich voneinander entfernt sind und auch beruflich getrennte Wege gehen, versuchen sie ihre Freundschaft zu pflegen und treffen sich daher traditionell einmal jährlich zu einem Jagdausflug in den Wäldern von Maine. Hier besprechen sie ihre Probleme, schwelgen in Jugenderinnerungen, trinken viel Bier und tun all das, was Männer so tun, wenn sie untereinander sind. Auch der diesjährige Ausflug wird von allen Vieren mit Spannung und Vorfreude erwartet. Doch was sie diesmal erwartet, ist für alle eine gänzlich neue und schreckliche Erfahrung. Um nicht zu viel zu verraten, sei nur in Schlagworten angedeutet, was den Leser erwartet: Schneestürme, Parasiten, Ausserirdische Invasoren, Telepathie, hellseherische Fähigkeiten, Vernichtung, Säuberung, Seuchen usw. Das alles unglaublich spannend erzählt, wechselnd von Gegenwart zu Vergangenheit und umgekehrt.

Stephen King`s Roman "Duddits" (Originaltitel: "Dreamcatcher") ist nach einigen nicht so gelungenen Werken endlich mal wieder eine Offenbarung im positiven Sinne. Das Buch fesselt von der ersten Minute und wird - obwohl ca. 800 Seiten stark - an keiner Stelle langweilig.

Nicht nur in Bezug auf den Schauplatz Derry ist "Duddits" am ehesten mit "Es" vergleichbar. Wie schon in "Es" geht es auch in "Duddits" um Erwachsene und deren Kindheitserinnerungen. In "Es" war es der Club der Verlierer, der gegen das Böse in Form eines Clowns gekämpft hat. In "Die Leiche (Stand by Me)" waren es ebenfalls vier Freunde auf dem Wege zum Erwachsenwerden. Im neuen Roman sind es die o.g. vier Freunde, die ein gemeinsames phantastisches Geheimnis ihrer Jugend mit einem "fünften Freund" namens Duddits teilen.

King erzählt keine wirklich neue Geschichte, was auch nicht so einfach wäre, da es im Science-Fiction- und Horror-Genre eigentlich schon so ziemlich alles gegeben hat. Vielmehr bedient er sich ungeniert bei bereits vorhandenen Storys und Themen. Geistigen Diebstahl kann man ihm aber größtenteils nicht vorwerfen, da er meist bei sich selbst klaut. So erinnert man sich beispielsweise an "Tommyknockers" und natürlich auch an "Es". Er verwendet aber auch Versatzstücke aus fremden Kreationen, wie z.B. aus "Alien" und "Invasion of the Bodysnatchers", nicht aber ohne diese auch ausdrücklich zu erwähnen.

Bei "Duddits" kommt es denn auch weniger darauf an, wo King überall geklaut hat, sondern wie er seinen Diebstahl verarbeitet. Und das ist ihm fabelhaft gelungen. Wie schon erwähnt, halte ich "Duddits" für einen seiner besten Romane, der sowohl psychische Spannung bietet und auch an physischen Gewaltdarstellungen nicht spart. Die Romancharaktere sind zudem sehr vielschichtig und interessant dargestellt.

Als kleines Bonbon verarbeitet Stephen King zudem seine eigene Leidensgeschichte, die er angesichts seines im letzten Jahres erlebten Verkehrsunfalls erfahren hat, und zwar an der Romanfigur "Jonesy", die im Roman ebenfalls von einem Auto angefahren und lebensgefährlich verletzt wird. Anhang dieser Romanfigur kann der Leser sehr gut nachempfinden, wie King sich nach seinem eigenen Unfall gefühlt haben muß.

Fazit: Nicht nur für Stephen King-Fans uneingeschränkt zu empfehlen

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Diese Meinung habe ich auch bei dooyoo eingestellt !

22 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Maxilenium

    29.04.2002, 12:57 Uhr von Maxilenium
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Bewertung über mich. lg maxi

  • fenikso

    29.04.2002, 11:33 Uhr von fenikso
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...allerdings fehlt der Romantitel in deiner Überschrift