Erfahrungsbericht von zerocool
Stephen King´s "Christine" - Ein Auto zum verlieben
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eine Geschichte über ein lebendiges Auto, welches Menschen killt, das klingt erst mal wie billigster Schund aus einem Horror- B- Movie, doch wenn die Story vom Meister Stephen King stammt, entsteht daraus ein wundervolles Buch über Freundschaft, Liebe und Tod.
Die Story:
Arnie Cunningham ist der geborene Verlierer.
Von den Mädchen gemieden, von den Jungs als Fußabstreifer benutzt, ist sein einziger Freund der Football Star der Schule, Dennis.
Doch das alles ändert sich, als Arnie Christine „kennenlernt“ und sich auf den ersten Blick verliebt.
Das Problem ist nur, Christine ist ein alter verrosteter 58er Plymouth Fury, denn Arnie auch , gegen denn Rat von Dennis auf der Stelle kauft, und damit ändert sich Arnies Leben komplett.
Er mietet eine Garage, in der er die alte Schrottkarre wieder zum Leben erwecken will, doch das klappt besser als geplant, den Christine besitzt ein dämonisches Eigenleben.
Dennis ist der einzige der die Veränderungen an Arnie bemerkt, aus dem schmächtigen Pickelgesicht, wird ein selbstbewusster, aber auch aggressiver Junge, doch erst als der Vorbesitzer des Wagens, Roland d. LeBay auf mysteriöse Art ums Leben kommt, erkennt Dennis den Zusammenhang zum Wagen.
Natürlich hält er erst alles für einen Zufall, doch als dann ein paar Rowdies Christine zertrümmern, eskaliert die Lage.
Christine geht auf die Jagd nach ihren Zerstörern, denen wenig Chance bleibt, den wie stoppt man ein lebendiges Auto?
Doch genau diese Frage muss sich Dennis stellen, denn da ist auch noch Leigh Cabot, die sich in Arnie verliebt hat.
Und Christine ist verdammt eifersüchtig...
Beurteilung:
Wie gesagt, erst klingt die Story über ein lebendes Killer- Auto völllig absurd und lächerlich, doch King schafft es, dank seiner Charakterisierung der Personen den Leser sofort zu fesseln.
„Christine“ ist nicht nur verdammt spannend, sondern man fiebert und leidet auch sofort mit den Figuren mit, man bemitleidet Arnie, sorgt sich um Leigh und hasst Christine.
Ihr glaubt das nicht?
Tja, dann verpasst ihr ein sehr gutes Buch J
Zusatzinfo:
„Christine“ wurde recht gelungen von John Carpenter verfilmt.
Die Taschenbuchausgabe erschien beim Heyne Verlag ( ISB N 4-453-05254-4 ) zum Preis von 14, 90 DM ( jedenfalls meine Ausgabe ) mit 651 Seiten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:27:40 mit dem Titel 7 Freunde...
Es“ war mein erstes Buch welches ich von Stephen King gelesen habe und durch dieses Meisterwerk wurde ich dann auch sofort zum King-Fan.
Mittlerweile habe ich jedes Buch vom Horror- Meister gelesen, doch bisher reichte keines an dieses hier heran.
Zusammen mit „The Stand“ , „Green Mile“ und den „Dark Tower“ Werken steht es ganz oben in meiner persönlichen Stephen King Hitliste.
Einleitung:
7 Freunde haben Schwur getroffen.
Wenn „Es“ wiederkommt, werden sie sich wiedertreffen, werden erneut den Kampf gegen das Böse aufnehmen....
27 Jahre später wird es Zeit sich an diesen Kindheitsschwur zu erinnern...
Der Club der Verlierer
Wie so oft liegt King´s große Stärke auch in diesem Buch in seinen Charakteren.
Seine fiktiven Figuren erscheinen einem schon nach wenigen Seiten real, man fiebert mit ihnen mit, sorgt sich um sie und wünscht sich nach Beendigung des Buches ein Wiedersehen.
Die Hauptpersonen in „Es“ sind eine Gruppe Kinder aus der fiktiven Kleinstadt Derry , die alle eines gemeinsam haben, sie sind Außenseiter.
Da hätten wir:
Bill Denbrough, wegen seines Sprachfehlers nur Stotter- Bill genannt
Ben Hanscom, der übergewichtige „Fettsack“
Eddie Kasparak, Asthmatiker und Schwächling
Beverly Marsh, Mädchen aus armen Haus mit gewalttätigem Vater
Stan Uris, jüdischer Abstammung
Richie Tozier, Brillenschlange mit losem Mundwerk
Mike Hanlon, Farbiger aus ärmlichen Verhältnissen
Klar das diese Gruppe beliebtes Ziel der Rowdies aus Derry ist, doch im Sommer 1957 ist dies ihr kleinstes Problem, den unter der Kleinstadt, tief drunten in der Kanalisation von Derry lauert das absolute Böse, ein unbeschreibliches Wesen mit Hunger auf Kinderfleisch...
Sommer 1957
Alles beginnt mit der Ermordung von Bill´s kleinem Bruder Georgie.
Während eines regnerischen Sommertages wird Georgie auf bestialische Art und Weise umgebracht, doch dies ist nur der Auftakt einer erschütternden Mordserie.
Während die Polizei von Derry noch nach einem menschlichen Mörder sucht, kommt der Club der Verlierer immer mehr hinter das Geheimnis von Derry.
Unter der Stadt lauert ein namenloses Böses ( deswegen auch „Es“ ) und das schon seit Urzeiten...
Dieses „Es“ , welches meist in der Gestalt des Clowns Pennyworth auftritt, lebt in der Kanalisation von Derry, wo es eine Art „Winterschlaf“ hält, aus welchem es aber alle 27 Jahre erwacht und sich hungrig auf die Jagd nach den Ängsten der Stadtbewohner macht, wobei es dabei natürlich Kinder favorisiert.
Ca. ein Jahr mordet „Es“ meist, um am Ende in einer gewaltigen Katastrophe noch einmal einen Massenmord zu verüben und dann wieder für weitere 27 Jahre zu ruhen.
Natürlich schenkt dem Club keiner der Erwachsenen Glauben, also beschließen die Freunde den Kampf gegen „Es“ aufzunehmen, diesmal den Turnus zu durchbrechen und „Es“ zu besiegen.
Nach mehreren „Vorgefechten“ kommt es in der Kanalisation von Derry zum Showdown, es gelingt den Kindern „Es“ zu verletzen, so das dieses sich schwer verletzt zurückziehen kann, bevor „Es“ seinen traditionellen Massenmord verüben kann.
Doch ist „Es“ wirklich besiegt?
Was ist wenn es wiederkommt?
Keiner der Freunde ist sicher, und so wird nach der Rückkehr aus der Kanalisation ein Schwur getroffen.
Wenn „Es“ zurückkehrt, wir auch der Club der Verlierer wieder zusammenkommen, wenn es noch lebt, wird man noch mal den Kampf wagen...
Sommer 1984
Der Club der Verlierer ist Erwachsen und müsste sich eigentlich umbenennen, den alle die Derry verließen, haben eine erfolgreiche Karriere hinter sich.
Bill ist ein erfolgreicher Schriftsteller, Richie Radiomoderator, Ben ist Architekt und so weiter.
Die Ereignisse von Derry sind vergessen und zwar völlig, jegliche Erinnerung an „Es“ scheint wie ausgelöscht.
Doch das ändert sich mit 6 Telefonanrufen, Anrufe aus Derry von Mike Hanlon, der als einziger in der Stadt zurückblieb und auch der einzige der sich an die Ereignisse erinnern kann.
Der zentrale Wortlaut aller Anrufe ist der selbe „Es ist zurück“.
Den das Morden in Derry hat wieder begonnen, schon seit Wochen und als Mike sich sicher ist, es wieder mit „Es“ zutun zuhaben, erinnert er die Freunde an ihren Schwur.
Noch entsetzt von der wieder einsetzenden Erinnerung machen sich die Freunde auf den Weg, alle bis auf einen.
Stan Uris, der schon als Kind ein Realist war und am wenigsten mit der Existenz eines Wesens wie „Es“ klarkam, wird von der Nachricht so erschüttert, das er Selbstmord begeht.
So treffen also 5 Freunde bei Mike ein, gleichzeitig erfreut über das Wiedersehen, gleichzeitig ängstlich über das was sie erwarten wird.
Man versucht sich einzureden das die Morde ein Zufall sind, doch „Es“ hat das ankommen seiner Feinde schon bemerkt und bald wird der Club wieder mit dem übernatürlichen Schrecken konfrontiert.
Da es nichts mehr bringt, die Wahrheit zu leugnen, beschließen die Freunde ihren Schwur zu halten und erneut den Kampf aufzunehmen.
Doch diesmal sind die Vorraussetzungen noch wesentlich schlechter, den durch Stan´s Suizid wurde der Kreis durchbrochen, die magische Macht der Zahl Sieben ist nicht mehr gegeben?
Doch noch viel schlimmer, wie sollen Erwachsene das schaffen, woran Kinder scheiterten, wenn doch die einzige Waffe gegen „Es“ die Fantasie ist....?
Die Erzähltechnik
Hier hat King einen Meisterhaften, erzähltechnischen Trick angewandt.
Das Buch gliedert sich nicht so wie ich es hier aufgeführt habe in 1957 und 1984, sondern wechselt zwischen den Kapiteln die Zeitebene, so das beides, Kinder und Erwachsene parallel zueinander laufen.
Das verwirrt aber keineswegs, sondern gibt der Geschichte eine wunderbare Dynamik, wie ich sie selten erlebt habe.
Besonders zum Ende hin, als King die „Wechsel“ immer schneller vollzieht, kommt das richtig genial rüber.
Da kämpfen sich 7 Kinder durch die Kanalisation und wenige Seiten später ihre erwachsenen Gegenstücke, so das man zwei furiose Showdowns auf einmal geboten bekommt, einfach grandios.
Das Besondere an dieser Horror-Story
Leider wird King von vielen immer noch als schlichter Horror-Autor angesehen, doch echte Fans wissen das er zu weit mehr fähig ist.
Obwohl „Es“ einige Schockeffekte und einige recht brutale Szenen hat, fesselt die Geschichte auf vielerlei Weise.
Der Leser fühlt sich zurückversetzt in die eigene Kindheit, da wird seitenlang erzählt wie die Kids einen Damm bauen, ohne das dies den Leser langweilt, man erinnert sich an die eigene Kindheit, an lange Ferien und die kindliche Unschuld und Freundschaft.
Das einzige Wort was mir dazu einfällt ist „Schön“ den genau das ist die Story, eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden.
Fazit:
„Es“ ist mit über 1000 Seiten ein echter Wälzer, aber auch ein Buch was man am liebsten am Stück lesen würde.
Ich habe dieses Buch schon 5 oder 6 mal gelesen und jedes Mal schlägt mich diese Geschichte wieder in ihren Bann.
Der Erzähl- und Schreibstil ist flüssig, so das selbst Gelegenheitsleser keine Schwierigkeiten mit diesem sonst sehr komplexen Werk haben dürften.
Mein Tip:
Egal ob ihr King Fans seit oder nicht, selbst wenn ihr dieses Genre eigentlich verabscheut, holt euch dieses Buch.
Meiner Meinung nach ein literarisches Meisterwerk, welches man fast mehreren Genres zuordnen könnte.
Prädikat sehr wertvoll!
Hoffe ich konnte die, welche es noch nicht kennen, neugierig machen und wünsche viel Spaß beim Lesen...
PS. Leider gibt es in King´s Büchern kein Wiedersehen mit dem Club der Verlierer, doch in „Insomina- Schlaflos“ entführt uns King immerhin zurück nach Derry.
Bericht folgt bestimmt
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 17:17:06 mit dem Titel Zurück nach Castle Rock
Die Story:
Schon mehrmals entführte Stephen King seine Leserschaft in die kleine, fiktive Stadt Castle Rock irgendwo in Maine, so zum Beispiel in Cujo, Stark oder Dead Zone.
Castle Rock, eine Stadt welche man als King Fan kennt wie die eigene Heimtstadt, deren Bewohner man lieben oder hassen gelernt hat.
Wer wäre also besser geeignet, diese Stadt in den Literatur- Himmel zu schicken, als der Satan persönlich, welcher in diesem Buch in der Gestalt des mysteriösen Leland Gaunt Castle Rock Heimsucht.
Dabei fängt alles ganz harmlos an, mit einem kleinen Schild im Fenster eines leerstehenden Ladens.
„Eröffnung demnächst“ steht dort geschrieben und darunter „Needful Things- Eine neue Art von Laden“.
Nichts besonderes, selbst in einer solchen Kleinstadt, so denkt man zunächst und rechnet dem Fremden Gaunt nicht viel Erfolg aus, ein fataler Irrtum.
Den „Needful Things“ ist anders, hier bekommt wirklich jeder seinen sehnlichsten Wunsch erfüllt.
Und das Beste, auch noch zu einem winzigen Preis, ein Geldbetrag und eine kleine Gefälligkeit, welche in keiner Relation zur Ware stehen, wer kann da schon wiederstehen.
Und was ist schon dabei, dem Nachbarn einen kleinen Streich zu spielen, wenn man dafür die schon seit Jahren begehrte Baseball- Karte oder ein magisches Pferderennspiel bekommen kann.
Dafür kann man schon mal einen Autoreifen einstechen, oder ein paar Fensterscheiben zerschmeißen, den genau dies sind die Gefälligkeiten, welche Gaunt von seiner Kundschaft erwartet.
Doch wer Geschäfte mit dem Teufel macht, zahlt irgendwann den Preis und genau hier kommt Kings, meines Erachtens, großes psychologisches Geschick ins Spiel.
Den Satan ist ja schließlich der Meister der Intrige und so gehen sich bald alle Bewohner von Castle Rock gegenseitig an die Kehle, weil jeder jeden verdächtigt und das Misstrauen der Stadtbewohner untereinander mit jedem Streich weiter wächst.
Einzig Sheriff Alan Pangborn, schon bekannt aus „Stark- the Dark Half“, lässt sich nicht von Gaunt verführen, doch kann das ausreichen um seine Stadt zu retten.
Nur soviel sei verraten, Castle Rock und seine Bewohner werden nie wieder die selben sein.
Beurteilung:
„Needful Things“ ist in meinen Augen eines der besten Bücher von King.
Obwohl hier der Satan persönlich in Erscheinung tritt, geht es weniger um das Übernatürliche, sondern mehr darum, wie man Menschen mit einfachen, psychologischen Tricks gegeneinander aufspielen kann.
Das Buch baut sich langsam, aber von der ersten Seite an spannend, auf steigert sich zu höchstem Niveau und endet mit einem grandiosen Finale, welches dem Stephen King Fan noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Fazit: Ein Buch, welches man jedem, auch nicht King- Fans empfehlen kann, also viel Spaß beim schmöckern.
Zusatzinfos:
Das Buch, zumindest die Version, welche ich besitze erschien beim Heyne Verlag, ISB N 3-453-06131-4 zum Preis von 16,90 DM für 767 Seiten.
Außerdem gibt es zu „Needful Things“ eine gleichnamige, recht gelungene Verfilmung, welche man sich aber erst nach dem Genuss der Vorlage ansehen sollte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 17:38:04 mit dem Titel Abrechnung mit Richard Bachmann
Vor einigen Jahren veröffentlichte Stephen King 5 Bücher unter dem Pseudonym „Richard Bachmann“, ohne das jemand wusste das King dahinter steckt.
Laut meinen Informationen wollte er einfach nur testen, ob sich seine Bücher auch unter einem anderen Namen verkauften, doch das ganze flog durch einen King Fan auf, welcher von der Sache Wind bekommen hatte, auf.
Das die Story von „Stark“ sehr deutliche Parallelen dazu aufweist, ist ganz sicher kein Zufall.
Die Story:
Thad Beaumont ist Schriftsteller und das gleich zweimal, den auser unter seinem eigenen, veröffentlicht er auch noch Storys unter dem Pseudonym „George Stark“.
Das Problem ist nur, während jedes Stark- Buch ein Bestseller ist, verkaufen sich Thads Bücher nur mittelmässig, was diesen immer mehr frustriert.
Als dann auch noch herauskommt, das Stark nur ein Pseudonym ist, beschliesst Thad, nach Rücksprache mit seiner Frau, George „sterben“ zu lassen.
Um daraus gleich noch einen guten PR- Gag zu machen, inszeniert man auf dem Friedhof von Castle Rock ein Schein- Begräbnis.
Doch George Stark ist gar nicht zufrieden mit seinem Ableben und entsteigt in der folgenden Nacht seinem Pseudo- Grab um sich mal munter durch Thads Bekanntenkreis zu metzeln, um so diesen dazu zu bringen weiterzuschreiben, denn nur so ganz Stark längerfristig existieren.
Da George und Thad die selben Fingerabdrücke besitzen, wird Beaumont natürlich schnell zum Mordverdächtigen und muss sich ausser mit seinem lebendig gewordenen Alptraum auch noch mit den Cops rumärgern.
Doch die Zeit wird knapp, denn George hat seine Mordliste fast „abgearbeitet“ und nährt sich jetzt Thads Frau und Kinder.
Thads einzige Hoffnung beruht auf einer alten Sage über Sperlinge, welche die Seelen der Toten ins Jenseits begleiten, doch wie soll er diese herbei rufen...
Beurteilung:
„The Dark Half“ ist ganz sicher kein Buch für schwache Nerven.
Der Meister des Horrors zeigt sich hier von einer ungewohnt brutalen Seite, allein die Beschreibung der Mordszenen dürfte bei zartbesaiteten für schlaflose Nächte sorgen.
Wer damit aber umgehen kann, dürfte an diesem Buch seine Freude haben.
Nicht King´s Meisterwerk, aber ein sehr spannendes und durchaus lesenswertes Buch.
Zusatzinfo:
Verfilmt von George A. Romero.
ISB N 3-453-488-6
Seitenzahl : 472
Die Story:
Arnie Cunningham ist der geborene Verlierer.
Von den Mädchen gemieden, von den Jungs als Fußabstreifer benutzt, ist sein einziger Freund der Football Star der Schule, Dennis.
Doch das alles ändert sich, als Arnie Christine „kennenlernt“ und sich auf den ersten Blick verliebt.
Das Problem ist nur, Christine ist ein alter verrosteter 58er Plymouth Fury, denn Arnie auch , gegen denn Rat von Dennis auf der Stelle kauft, und damit ändert sich Arnies Leben komplett.
Er mietet eine Garage, in der er die alte Schrottkarre wieder zum Leben erwecken will, doch das klappt besser als geplant, den Christine besitzt ein dämonisches Eigenleben.
Dennis ist der einzige der die Veränderungen an Arnie bemerkt, aus dem schmächtigen Pickelgesicht, wird ein selbstbewusster, aber auch aggressiver Junge, doch erst als der Vorbesitzer des Wagens, Roland d. LeBay auf mysteriöse Art ums Leben kommt, erkennt Dennis den Zusammenhang zum Wagen.
Natürlich hält er erst alles für einen Zufall, doch als dann ein paar Rowdies Christine zertrümmern, eskaliert die Lage.
Christine geht auf die Jagd nach ihren Zerstörern, denen wenig Chance bleibt, den wie stoppt man ein lebendiges Auto?
Doch genau diese Frage muss sich Dennis stellen, denn da ist auch noch Leigh Cabot, die sich in Arnie verliebt hat.
Und Christine ist verdammt eifersüchtig...
Beurteilung:
Wie gesagt, erst klingt die Story über ein lebendes Killer- Auto völllig absurd und lächerlich, doch King schafft es, dank seiner Charakterisierung der Personen den Leser sofort zu fesseln.
„Christine“ ist nicht nur verdammt spannend, sondern man fiebert und leidet auch sofort mit den Figuren mit, man bemitleidet Arnie, sorgt sich um Leigh und hasst Christine.
Ihr glaubt das nicht?
Tja, dann verpasst ihr ein sehr gutes Buch J
Zusatzinfo:
„Christine“ wurde recht gelungen von John Carpenter verfilmt.
Die Taschenbuchausgabe erschien beim Heyne Verlag ( ISB N 4-453-05254-4 ) zum Preis von 14, 90 DM ( jedenfalls meine Ausgabe ) mit 651 Seiten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:27:40 mit dem Titel 7 Freunde...
Es“ war mein erstes Buch welches ich von Stephen King gelesen habe und durch dieses Meisterwerk wurde ich dann auch sofort zum King-Fan.
Mittlerweile habe ich jedes Buch vom Horror- Meister gelesen, doch bisher reichte keines an dieses hier heran.
Zusammen mit „The Stand“ , „Green Mile“ und den „Dark Tower“ Werken steht es ganz oben in meiner persönlichen Stephen King Hitliste.
Einleitung:
7 Freunde haben Schwur getroffen.
Wenn „Es“ wiederkommt, werden sie sich wiedertreffen, werden erneut den Kampf gegen das Böse aufnehmen....
27 Jahre später wird es Zeit sich an diesen Kindheitsschwur zu erinnern...
Der Club der Verlierer
Wie so oft liegt King´s große Stärke auch in diesem Buch in seinen Charakteren.
Seine fiktiven Figuren erscheinen einem schon nach wenigen Seiten real, man fiebert mit ihnen mit, sorgt sich um sie und wünscht sich nach Beendigung des Buches ein Wiedersehen.
Die Hauptpersonen in „Es“ sind eine Gruppe Kinder aus der fiktiven Kleinstadt Derry , die alle eines gemeinsam haben, sie sind Außenseiter.
Da hätten wir:
Bill Denbrough, wegen seines Sprachfehlers nur Stotter- Bill genannt
Ben Hanscom, der übergewichtige „Fettsack“
Eddie Kasparak, Asthmatiker und Schwächling
Beverly Marsh, Mädchen aus armen Haus mit gewalttätigem Vater
Stan Uris, jüdischer Abstammung
Richie Tozier, Brillenschlange mit losem Mundwerk
Mike Hanlon, Farbiger aus ärmlichen Verhältnissen
Klar das diese Gruppe beliebtes Ziel der Rowdies aus Derry ist, doch im Sommer 1957 ist dies ihr kleinstes Problem, den unter der Kleinstadt, tief drunten in der Kanalisation von Derry lauert das absolute Böse, ein unbeschreibliches Wesen mit Hunger auf Kinderfleisch...
Sommer 1957
Alles beginnt mit der Ermordung von Bill´s kleinem Bruder Georgie.
Während eines regnerischen Sommertages wird Georgie auf bestialische Art und Weise umgebracht, doch dies ist nur der Auftakt einer erschütternden Mordserie.
Während die Polizei von Derry noch nach einem menschlichen Mörder sucht, kommt der Club der Verlierer immer mehr hinter das Geheimnis von Derry.
Unter der Stadt lauert ein namenloses Böses ( deswegen auch „Es“ ) und das schon seit Urzeiten...
Dieses „Es“ , welches meist in der Gestalt des Clowns Pennyworth auftritt, lebt in der Kanalisation von Derry, wo es eine Art „Winterschlaf“ hält, aus welchem es aber alle 27 Jahre erwacht und sich hungrig auf die Jagd nach den Ängsten der Stadtbewohner macht, wobei es dabei natürlich Kinder favorisiert.
Ca. ein Jahr mordet „Es“ meist, um am Ende in einer gewaltigen Katastrophe noch einmal einen Massenmord zu verüben und dann wieder für weitere 27 Jahre zu ruhen.
Natürlich schenkt dem Club keiner der Erwachsenen Glauben, also beschließen die Freunde den Kampf gegen „Es“ aufzunehmen, diesmal den Turnus zu durchbrechen und „Es“ zu besiegen.
Nach mehreren „Vorgefechten“ kommt es in der Kanalisation von Derry zum Showdown, es gelingt den Kindern „Es“ zu verletzen, so das dieses sich schwer verletzt zurückziehen kann, bevor „Es“ seinen traditionellen Massenmord verüben kann.
Doch ist „Es“ wirklich besiegt?
Was ist wenn es wiederkommt?
Keiner der Freunde ist sicher, und so wird nach der Rückkehr aus der Kanalisation ein Schwur getroffen.
Wenn „Es“ zurückkehrt, wir auch der Club der Verlierer wieder zusammenkommen, wenn es noch lebt, wird man noch mal den Kampf wagen...
Sommer 1984
Der Club der Verlierer ist Erwachsen und müsste sich eigentlich umbenennen, den alle die Derry verließen, haben eine erfolgreiche Karriere hinter sich.
Bill ist ein erfolgreicher Schriftsteller, Richie Radiomoderator, Ben ist Architekt und so weiter.
Die Ereignisse von Derry sind vergessen und zwar völlig, jegliche Erinnerung an „Es“ scheint wie ausgelöscht.
Doch das ändert sich mit 6 Telefonanrufen, Anrufe aus Derry von Mike Hanlon, der als einziger in der Stadt zurückblieb und auch der einzige der sich an die Ereignisse erinnern kann.
Der zentrale Wortlaut aller Anrufe ist der selbe „Es ist zurück“.
Den das Morden in Derry hat wieder begonnen, schon seit Wochen und als Mike sich sicher ist, es wieder mit „Es“ zutun zuhaben, erinnert er die Freunde an ihren Schwur.
Noch entsetzt von der wieder einsetzenden Erinnerung machen sich die Freunde auf den Weg, alle bis auf einen.
Stan Uris, der schon als Kind ein Realist war und am wenigsten mit der Existenz eines Wesens wie „Es“ klarkam, wird von der Nachricht so erschüttert, das er Selbstmord begeht.
So treffen also 5 Freunde bei Mike ein, gleichzeitig erfreut über das Wiedersehen, gleichzeitig ängstlich über das was sie erwarten wird.
Man versucht sich einzureden das die Morde ein Zufall sind, doch „Es“ hat das ankommen seiner Feinde schon bemerkt und bald wird der Club wieder mit dem übernatürlichen Schrecken konfrontiert.
Da es nichts mehr bringt, die Wahrheit zu leugnen, beschließen die Freunde ihren Schwur zu halten und erneut den Kampf aufzunehmen.
Doch diesmal sind die Vorraussetzungen noch wesentlich schlechter, den durch Stan´s Suizid wurde der Kreis durchbrochen, die magische Macht der Zahl Sieben ist nicht mehr gegeben?
Doch noch viel schlimmer, wie sollen Erwachsene das schaffen, woran Kinder scheiterten, wenn doch die einzige Waffe gegen „Es“ die Fantasie ist....?
Die Erzähltechnik
Hier hat King einen Meisterhaften, erzähltechnischen Trick angewandt.
Das Buch gliedert sich nicht so wie ich es hier aufgeführt habe in 1957 und 1984, sondern wechselt zwischen den Kapiteln die Zeitebene, so das beides, Kinder und Erwachsene parallel zueinander laufen.
Das verwirrt aber keineswegs, sondern gibt der Geschichte eine wunderbare Dynamik, wie ich sie selten erlebt habe.
Besonders zum Ende hin, als King die „Wechsel“ immer schneller vollzieht, kommt das richtig genial rüber.
Da kämpfen sich 7 Kinder durch die Kanalisation und wenige Seiten später ihre erwachsenen Gegenstücke, so das man zwei furiose Showdowns auf einmal geboten bekommt, einfach grandios.
Das Besondere an dieser Horror-Story
Leider wird King von vielen immer noch als schlichter Horror-Autor angesehen, doch echte Fans wissen das er zu weit mehr fähig ist.
Obwohl „Es“ einige Schockeffekte und einige recht brutale Szenen hat, fesselt die Geschichte auf vielerlei Weise.
Der Leser fühlt sich zurückversetzt in die eigene Kindheit, da wird seitenlang erzählt wie die Kids einen Damm bauen, ohne das dies den Leser langweilt, man erinnert sich an die eigene Kindheit, an lange Ferien und die kindliche Unschuld und Freundschaft.
Das einzige Wort was mir dazu einfällt ist „Schön“ den genau das ist die Story, eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden.
Fazit:
„Es“ ist mit über 1000 Seiten ein echter Wälzer, aber auch ein Buch was man am liebsten am Stück lesen würde.
Ich habe dieses Buch schon 5 oder 6 mal gelesen und jedes Mal schlägt mich diese Geschichte wieder in ihren Bann.
Der Erzähl- und Schreibstil ist flüssig, so das selbst Gelegenheitsleser keine Schwierigkeiten mit diesem sonst sehr komplexen Werk haben dürften.
Mein Tip:
Egal ob ihr King Fans seit oder nicht, selbst wenn ihr dieses Genre eigentlich verabscheut, holt euch dieses Buch.
Meiner Meinung nach ein literarisches Meisterwerk, welches man fast mehreren Genres zuordnen könnte.
Prädikat sehr wertvoll!
Hoffe ich konnte die, welche es noch nicht kennen, neugierig machen und wünsche viel Spaß beim Lesen...
PS. Leider gibt es in King´s Büchern kein Wiedersehen mit dem Club der Verlierer, doch in „Insomina- Schlaflos“ entführt uns King immerhin zurück nach Derry.
Bericht folgt bestimmt
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 17:17:06 mit dem Titel Zurück nach Castle Rock
Die Story:
Schon mehrmals entführte Stephen King seine Leserschaft in die kleine, fiktive Stadt Castle Rock irgendwo in Maine, so zum Beispiel in Cujo, Stark oder Dead Zone.
Castle Rock, eine Stadt welche man als King Fan kennt wie die eigene Heimtstadt, deren Bewohner man lieben oder hassen gelernt hat.
Wer wäre also besser geeignet, diese Stadt in den Literatur- Himmel zu schicken, als der Satan persönlich, welcher in diesem Buch in der Gestalt des mysteriösen Leland Gaunt Castle Rock Heimsucht.
Dabei fängt alles ganz harmlos an, mit einem kleinen Schild im Fenster eines leerstehenden Ladens.
„Eröffnung demnächst“ steht dort geschrieben und darunter „Needful Things- Eine neue Art von Laden“.
Nichts besonderes, selbst in einer solchen Kleinstadt, so denkt man zunächst und rechnet dem Fremden Gaunt nicht viel Erfolg aus, ein fataler Irrtum.
Den „Needful Things“ ist anders, hier bekommt wirklich jeder seinen sehnlichsten Wunsch erfüllt.
Und das Beste, auch noch zu einem winzigen Preis, ein Geldbetrag und eine kleine Gefälligkeit, welche in keiner Relation zur Ware stehen, wer kann da schon wiederstehen.
Und was ist schon dabei, dem Nachbarn einen kleinen Streich zu spielen, wenn man dafür die schon seit Jahren begehrte Baseball- Karte oder ein magisches Pferderennspiel bekommen kann.
Dafür kann man schon mal einen Autoreifen einstechen, oder ein paar Fensterscheiben zerschmeißen, den genau dies sind die Gefälligkeiten, welche Gaunt von seiner Kundschaft erwartet.
Doch wer Geschäfte mit dem Teufel macht, zahlt irgendwann den Preis und genau hier kommt Kings, meines Erachtens, großes psychologisches Geschick ins Spiel.
Den Satan ist ja schließlich der Meister der Intrige und so gehen sich bald alle Bewohner von Castle Rock gegenseitig an die Kehle, weil jeder jeden verdächtigt und das Misstrauen der Stadtbewohner untereinander mit jedem Streich weiter wächst.
Einzig Sheriff Alan Pangborn, schon bekannt aus „Stark- the Dark Half“, lässt sich nicht von Gaunt verführen, doch kann das ausreichen um seine Stadt zu retten.
Nur soviel sei verraten, Castle Rock und seine Bewohner werden nie wieder die selben sein.
Beurteilung:
„Needful Things“ ist in meinen Augen eines der besten Bücher von King.
Obwohl hier der Satan persönlich in Erscheinung tritt, geht es weniger um das Übernatürliche, sondern mehr darum, wie man Menschen mit einfachen, psychologischen Tricks gegeneinander aufspielen kann.
Das Buch baut sich langsam, aber von der ersten Seite an spannend, auf steigert sich zu höchstem Niveau und endet mit einem grandiosen Finale, welches dem Stephen King Fan noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Fazit: Ein Buch, welches man jedem, auch nicht King- Fans empfehlen kann, also viel Spaß beim schmöckern.
Zusatzinfos:
Das Buch, zumindest die Version, welche ich besitze erschien beim Heyne Verlag, ISB N 3-453-06131-4 zum Preis von 16,90 DM für 767 Seiten.
Außerdem gibt es zu „Needful Things“ eine gleichnamige, recht gelungene Verfilmung, welche man sich aber erst nach dem Genuss der Vorlage ansehen sollte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 17:38:04 mit dem Titel Abrechnung mit Richard Bachmann
Vor einigen Jahren veröffentlichte Stephen King 5 Bücher unter dem Pseudonym „Richard Bachmann“, ohne das jemand wusste das King dahinter steckt.
Laut meinen Informationen wollte er einfach nur testen, ob sich seine Bücher auch unter einem anderen Namen verkauften, doch das ganze flog durch einen King Fan auf, welcher von der Sache Wind bekommen hatte, auf.
Das die Story von „Stark“ sehr deutliche Parallelen dazu aufweist, ist ganz sicher kein Zufall.
Die Story:
Thad Beaumont ist Schriftsteller und das gleich zweimal, den auser unter seinem eigenen, veröffentlicht er auch noch Storys unter dem Pseudonym „George Stark“.
Das Problem ist nur, während jedes Stark- Buch ein Bestseller ist, verkaufen sich Thads Bücher nur mittelmässig, was diesen immer mehr frustriert.
Als dann auch noch herauskommt, das Stark nur ein Pseudonym ist, beschliesst Thad, nach Rücksprache mit seiner Frau, George „sterben“ zu lassen.
Um daraus gleich noch einen guten PR- Gag zu machen, inszeniert man auf dem Friedhof von Castle Rock ein Schein- Begräbnis.
Doch George Stark ist gar nicht zufrieden mit seinem Ableben und entsteigt in der folgenden Nacht seinem Pseudo- Grab um sich mal munter durch Thads Bekanntenkreis zu metzeln, um so diesen dazu zu bringen weiterzuschreiben, denn nur so ganz Stark längerfristig existieren.
Da George und Thad die selben Fingerabdrücke besitzen, wird Beaumont natürlich schnell zum Mordverdächtigen und muss sich ausser mit seinem lebendig gewordenen Alptraum auch noch mit den Cops rumärgern.
Doch die Zeit wird knapp, denn George hat seine Mordliste fast „abgearbeitet“ und nährt sich jetzt Thads Frau und Kinder.
Thads einzige Hoffnung beruht auf einer alten Sage über Sperlinge, welche die Seelen der Toten ins Jenseits begleiten, doch wie soll er diese herbei rufen...
Beurteilung:
„The Dark Half“ ist ganz sicher kein Buch für schwache Nerven.
Der Meister des Horrors zeigt sich hier von einer ungewohnt brutalen Seite, allein die Beschreibung der Mordszenen dürfte bei zartbesaiteten für schlaflose Nächte sorgen.
Wer damit aber umgehen kann, dürfte an diesem Buch seine Freude haben.
Nicht King´s Meisterwerk, aber ein sehr spannendes und durchaus lesenswertes Buch.
Zusatzinfo:
Verfilmt von George A. Romero.
ISB N 3-453-488-6
Seitenzahl : 472
17 Bewertungen, 3 Kommentare
-
21.09.2002, 12:21 Uhr von lauraloreen
Bewertung: sehr hilfreichbin ein fan aber die kenne ich noch nicht :-)
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24.08.2002, 16:36 Uhr von Trinity151
Bewertung: sehr hilfreichIch lese gerade Stark-The Dark Half. Ist wirklich nicht eines seiner bekannten Meisterwerke, aber meiner Meinung nach doch recht gut!
-
03.06.2002, 15:07 Uhr von kasmodiah
Bewertung: sehr hilfreichdie bachmann-bücher hab ich auch alle, das geheimnis hat sich damals wirklich nicht lange gehalten
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