Erfahrungsbericht von Gering
Philosophen - Krimi mit deutlichen Schwächen
Pro:
für Kinder geeignet
Kontra:
?
Empfehlung:
Nein
Das Wittgenstein-Programm / Kerr, Philip
Geschrieben wird das Jahr 2013. Wer von heute in die Zukunft reisen würde, würde sich bestimmt noch gut in der Zeit zurecht finden, rein äußerlich hat sich recht wenig verändert, wenn auch innergesellschaftlich sich einiges getan hat.
Die Todesstrafe wurde ersetzt durch das Strafkoma, das freilich aber auch bei geringeren Delikten eingesetzt wird. Und: Morde an Frau n und Morde an Männern werden geschlechtsgetrennt ermitteln: Weibliche Ermittlerinnen kümmern sich der weiblichen Intuition wegen um Morde an Frauen, männliche Kollegen ihrerseits an Morden an Männern.
Auch hat die Qualität der Gewalt eine andere Dimension erreicht, als das dem heutigen Leser in seiner Lebensumwelt bewusst sein würde.
Haben wir heute groben Schätzungen zu Folge in Europa derzeit 30 – 40 aktive Serienmörder zu verzeichnen ( die Dunkelziffer dürfet freilich zwei- bis dreimal so hoch liegen!!), so ist vor allem der Serienmörder im Jahr 2013 eine ganz alltägliche Gewalterscheinung.
Und da Gewaltverbrechen in der Zukunft dieses Buches zum Alltag zählen, hat die Politik und die Wissenschaft der Zukunft sich auch auf die Erforschung der Gewalt insbesondere konzentriert und natürlich sich auch Gegenmaßnahmen ausgedacht.
Zum einen ist da das kostenfreundliche Strafkoma, des der Gesellschaft nur den Bruchteil der Kosten für den Strafvollzug aufbürdet, wie das bei den anachronistischen Gefängnissen der Fall gewesen ist.
Zum anderen hat auch die Wissenschaft neue Erekenntnisse erzielt, die das gewalttätige Verhalten der Menschen besser verstehen lässt. Vor allem auf dem Feld der Erforschung von brutalen Gewalttäter ist da der Neurologie ein Durchbruch gelungen, indem man festgestellt hat, dass bei vielen brutalen männlichen Gewalttätern ein gewisses Hirnareal komplett fehlt, der sog, ventomedriale Kern (VKM). Das Wissen darum, dass neurologische Grundlagen die Wahrscheinlichkeit eines späteren Gewaltverhaltens zu einem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad determiniert, hat die Gesellschaft der Zukunft dazu veranlasst, - noch freiwillig – die männlichen Mitglieder der Gesellschaft daraufhin zu untersuchen, ob sie dieses VKM besitzen oder nicht.
In einem großangelegten wissenschaftlichen Programm wird dieses von staatlicher Seite forciert.
Wer in diesen Testreihen sich als VKM negativ herausstellt, wem also der VKM – Kern fehlt und bei dem damit die Wahrscheinlichkeit späterer schwerer Gewalttaten sehr hoch ist, erhält von einem speziellen Computerprogramm einen Decknamen, damit die Identität der Person geschützt ist. Andererseits wird die Person durch geschultest Personal therapiert und durch Medikamente der Ausbruch brutaler Gewalt zu verhindern versucht. Alles aber noch auf freiwilliger Basis.
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DER EIGENTLICHE ROMAN
Und hier beginnt der Roman: Irgendeine Person hat es nämlich geschafft, sich Zugang zu dem streng abgeschirmten Computersystem zu verschaffen, in dem die wirklichen Namen und die Decknamen der VKM Negativen gespeichert sind. Und diese Person beginnt nun, der Reihe nach VKM Negative zu ermorden. Das „Markenzeichen“ des Täters ist – wie bei Serienmördern üblich – eine immer gleiche Tatdurchführung: Mit einer Gasdruckwaffe tötete er seine Opfer mit sechs Schüssen in den Hinterkopf.
Und: Alle Getöteten haben neben ihrem Status als VKM Negative noch eine Übereinstimung, denn alle tragen als Decknamen die Namen verstorbener Philosophen.
Die Männern gegenüber eher weniger neutral eingestellte (weibliche) Chief Inspector (-in) Jake (von Jakowicz) wird damit beauftragt, die Hintergründe der Morde zu untersuchen. Ihr ist nämlich der Verdacht gekommen, dass das angeblich absolut sicherer Computersystem geknackt worden sein muss – entweder von innen oder aber von außen – letzteres wäre natürlich noch peinlicher.
Zusammen mit dem Computeranalysten Yat Chung beginnt sie, dass System auf Mängel usw. abzuklopfen , man findet aber nur den Nachweis, dass wirklich jemand unbefugt Zugriff auf die Zentraldateien erhalten hat. Wie er das geschafft hat, können sie aber nicht lösen ( da weiß der Leser glücklicherweise mehr).
Erst als Jake der Einfall kommt, den Täter öffentlich durch die Presse provozieren zu lassen, tritt dieser mit ihr in Verbindung, was sich als Fehler erweisen sollte.....
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FAKTEN
Das Herz galt und gilt teilweise noch heute als Sitz der Seele, wobei Wissenschaftler das natürlich als abstrus abstreiten würden, aber in vielen Kulturen ist das auch heute noch der Fall. Wäre alles so einfach, tja, schön wäre es. Wer erinnert sich nicht an Meldungen wie: DAS GEN FÜR IMPOTENZ ENTDECKT, oder DAS GEN DES EWIGEN LEBENS ENTDECKT. Grundsätzlich lässt schon die Schlagzeile auf die Ahnungslosigkeit der Redakteure schließen, die damit öffentlich bekennen, keine Ahnung vom Funktionieren des Gensystems zu haben. Aber: Die Menschen glauben an solche einfachen Erklärungen, sie sind ja auch so schlicht simpel, dass man sich keinerlei weitere Mühen machen müsste.
Aber: Solche Meldungen und Meinungen fallen recht schnell wieder in sich zusammen und genau so war es auch vor Jahren Anfang der 90er, als Wissenschaftler gelöst haben wollen, was denn beim Menschen Gewalt auslöst. Bei einer Meldung war es wieder mal ein Gen, das verantwortlich gemacht wurde, bei einer anderen eine bestimmte Gehirnregion. In der Tat wurde – wie in dem Buch von Kerr – eine Gehirnregion erkannt, die fundamental mit Aggression in Zusammenhang steht. Und wirklich. Schäden an dem oben genannten Hirnregionen können wirklich zu sehr aggressiven Verhalten führen, aber natürlich auch Schäden, z.B. durch Unfälle, an den Stirnlappen.
Allerdings ist der Enthusiasmus auch recht schnell wieder verflogen – zumindest in Wissenschaftskreisen, denn es stellte sich heraus, dass die Vorhersagbarkeit von Gewaltverbrechen in einer nicht zu vertretenen negativen Relation beispielsweise zu einem eben solchen Programm stehen würde, wie Kerr es in seinem Buch gedanklich entwickelt.
Nun, Kerrs Buch stammt aus der Mitte der 90er Jahre und er hat eine Schlagzeile als Basis für sein Buch genommen, die sich schön einfach und schön logisch anhört, die wissenschaftlich heute aber nicht mehr wirklich ernsthaft vertreten wird.
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ZUM BUCH SELBST
Um es gleich zu Beginn zu sagen, das Buch hat mich regelrecht enttäuscht. Zum einen ist es recht hochgestochen hochtrabend geschrieben, was mich grundsätzlich nicht stören würde. Aber die seitenweise philosophischen Ergüsse, die Kerr dem Täter einräumt, ellenlange Diskussionen über moralisches Handeln etc. kosten Geduld, heben aber kaum die Spannung des Buches.
Es mag daran liegen, dass ich nun auf dem gebiet, auf dem Kerr sein Buch aufbaut, nicht ganz unbelesen bin, vielleicht. Trotzdem finde ich die Handlung eintönig, wenig begründet und ohne wirklich genau und klar gesteigerte und herausgearbeitete Spannung. Die Handlung tröpfelt – neben den Monologen des Täters – einfach so dahin. Mit jeder Seite, die ich umgeblättert habe, habe ich gehofft, es würde besser, aber die letzte Seite des Buches machte mir klar, dass dieses Buch bestimmt nichts für vergnügliche Leseabende ist, sonder eher meine Geduld als Leser strapaziert.
Wer das buch kennt, wird – schön wäre es – seine Meinung dazu vielleicht als Kommentar verfassen, ich selbst war froh, als ich die letzte Seite endlich geschafft hatte und es ins Regal stellen konnte, wo es bestimmt auch für immer bleiben wird!!!!
Philip Kerr: Das Wittgensteinprogramm.
rororo Verlag
ISBN3-499-22812-2
16,90 DM
411 Seiten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-04 16:01:49 mit dem Titel Ein selten doofes Buch!
Sehr geehrter Herr Maggi / Sprenzinger, Jochen
... dass ich mir dieses Buch gekauft habe, hatte ich doch zunächst den Kauf nebst ausführlichen Bericht über die sechsbändigen Kamasutraausgabe für Fortgeschrittene ....
DA HABT IHR JETZT PECH GEHABT! Oder auch nicht!
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Nein, nein, ehrlich, das stimmt nicht, so was lese ich natürlich nicht, wenn auch sicherlich in solchen Büchern deutlich mehr Bilder als gar keine wie in dem Buch von Jürgen Sprenzinger gewesen wären !!!
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Vorweg: Das Buch von Jürgen Sprenzinger ist etwas für Leute, die was für schrägen Humor haben, denn so ganz ernsthaft ist das Buch nicht gemeint und sollte man auch Leser nicht eingestellt sein!!
Jürgen Sprenzinger legt mit dem Buch die Veröffentlichung seiner Schreiben an alle möglichen renommierten Firmen und Institutionen vor, mit denen er prüfen wollte, wie diese auch teilweise richtig hohle Zuschriften reagieren.
So beginnt ein Großteil seiner Briefe schon mit der an und für sich vielleicht logischen, nichts desto trotz meschuggenen Anrede „Sehr geehrter Herr / sehr geehrte Frau X“, wobei für das X jeweils die entsprechende Firma bzw. der entsprechende Firmenname einzusetzen wäre, wie eben auch der Buchtitel schon deutlich macht: „Sehr geehrter Herr Maggi“.
Das führt dann manchmal zu eher peinlichen Rückschriften, in denen die betroffenen Firmen mitteilen müssen, dass der Lebenswille des jeweiligen Firmengründers nicht ausgereicht hat, gerade auf diese Zuschrift des Herrn Sprenzinger noch zu warten und das Ableben hinauszuzögern.
Zudem macht der Autor in seinen Briefen einen – höflich ausgedrückt – eher unterbelichteten Eindruck, was für beides, Orthografie und Ausdruck sowie Inhalt, gelten kann.
Beispiel
Herr Sprenzinger hat sich die Werbung im Fernsehen wohl zu genau angesehen, denn vor lauter Geiz kaufte er sich nur die Wunderkugel von Vizir Ultra, die, auch ich entsinne mich an diese Megawerbung, von sich aus, ohne Zutun von außen oder Dritter, den Schmutz aus der dreckigen Wäsche herauszuziehen – ganz ohne Waschmaschine.
Dass das dann nicht ganz so gelingen wollte, bestätigte sich dann auch in der Antwort der Firma!
Opfer der Schreiblust werden Zeitschriften, Institutionen, Minister usw. usf.
Oder: Hättet ihr ohne Antwort von Gillette gewusst, was das „Wahre im Mann ist“ ?
Warum man, anders als in der Jeverwerbung, sich eher den Mantel versaut, wenn man sich an
deutschen Meeresstränden rückwärts fallen lässt, um sein kühl – prickelndes Bier zu genießen?
Also: Für jeden, der schon lange auf Antworten auf diese und andere Fragen gewartet hat oder auch die, die gerne mal wissen wollen, dass nicht alle eigentlich als ernsthaft geltenden Institutionen staubtrocken sein müssen (und umgekehrt) , sei das Buch von Jürgen Sprenzinger ans Herz gelegt.
Michael
Preis 23,27 Dm oder 11,90 Euro
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-16 10:42:40 mit dem Titel Meistergrusel aus der Hand Konntz
In irgendeinem der Kommentare zu einem Buch, das ich bewertet hatte, tauchte der Name Dean Koontz auf. Den sollte ich doch mal „probieren“, es wäre ein Autor, der etwas vom Gruseln verstehe. Ein wenig in Vergessenheit geraden, fiel mir jetzt ein Koontz im Buchladen in die Hände und der Kommentar wieder ein. Also, sagte ich mir, du kannst es ja mal probieren. Vorab: Der Tipp war nicht schlecht.
Christopher Snow ist ein Mann Ende zwanzig, was grundsätzlich ja nichts zu bedeuten hat, geht man einmal davon aus, dass es sich um einen normalen Endzwanziger des männlichen Geschlechts handeln würde, Snow freilich leidet an einer Krankheit namens XP.
Nun mag der Microsoft User seufzend aufatmen und ehrfürchtig stammeln: „Ich hab` es gewusst, es liegt doch nicht an mir“, aber weit gefehlt: Gemeint ist damit eine Krankheit namens Xeroderma pigmentosum, die ihn zwingt, dass Sonnenlicht zu meiden und die ihn zu einem reinen Nachtmenschen werden ließ.
Snow lebt in einer kleinen Stadt mit Namen Moonlight Bay, einem romantischen Namen, sicherlich, der aber dem geübten Gruselleser schon die Gänsehaut der Vorfreude auf den Rücken schicken wird in Anbetracht des zu erwartenden Schreckens.
Denn Moonlight Bay ist anders als andere kleinen Städte: Die Menschen dort sind anders, besser: Sind anders geworden. Es gibt viele Selbstmorde, Aggressionen, Mutationen. Und auch der Staatsapparat weiß davon, weiß, was dahinter steckt, und hält sich doch bedeckt, weil man es kaum ändern kann, ändern will.
Ort des Grauens ist der ehemalige Militärstützpunkt Fort Wyvern, ehedem mit 50 000 Soldaten besetzt, auf dem streng geheime Forschungsprojekte durchgeführt wurden. An einem dieser Projekte war auch die Mutter Snows beteiligt – solange, bis sie einen Fehler machte und ihr Leben an einem Brückpfeiler endete .Sie selbst war Spezialistin auf dem gebiet der Genforschung und hat sich spezieslaisiert auf den bereich der Erforschung und Schaffung von Retroviren.
Auf einer seiner nächtlichen Fahrten durch Moonlight Bay kommt trifft Snow auf seine alte jugendliebe, die mittlerweile Witwe und Mutter eines kleinen Sohnes ist. Und diesen sucht sie aufgebracht in der Nacht, denn irgendjemand hat ihren Sohn aus dem Schlafzimmer geholt und nur die Zeichnung einer Krähe zurückgelassen.
Snow und sein spezieller Hund Olson machen sich daran, Spuren zu suchen und zu verfolgen. Und die Spur, die Olson aufnimmt, führt in auf direktem Wege nach Fort Wyvern.
Dort angekommen, scheint die Spur in ein altes Lagerhaus zu führen und dort in einem leeren Fahrstuhlschacht Snow entschließt sich, alleine in den Schacht zu steigen und seinen hochintelligenten Hund zurückzulassen. Nach einigem Suchen stößt er dort auf einem komisch aussehenden, mit kleinen, spitzen Zähnen und gelben Augen recht merkwürdig aussehenden Mann, der ihm auch noch ans Leben will. Knapp schafft es Snow tatsächlich, lebend aus dem Schacht herauszukommen, doch oben angekommen – ist sein Hund spurlos verschwunden.
Sofort macht er sich auf die Suche, doch trifft er nicht auf seinen Hund, sondern eine Horde hochintelligenter und menschfleischliebender Rhesusaffen, die sich seiner liebevoll annehmen wollen.
Erst der zur Hilfe gerufene
Surfguru und Freund Bobby hilft ihm aus der misslichen Lage.
Dennoch: weder das gesuchte Kind noch der vermisste Hund kann gefunden werden und der Tag dämmert schon.
Schnell entschließt man sich, alle vertrauenswürdigen Freunde und Bekannte einzuweihen und in der nächsten Nacht auf die Suche zu gehen.
Eine Nacht, die kaum jemand vergessen werden kann......
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Ein Großteil des Buches füllen die Erklärungen des Hauptakteurs Snows, die in einer solchen Fülle in einem anderen Buch zu einer vernichtenden Kritik geführt hätten, in diesem Buch aber den Reiz des ganzen ausmachen. Den schrullig- locker, so auch wie Bobby, der Surf-Millionär, kurzweilig und witzig kommen so diese Passagen und die Dialoge der Akteure daher, was in einem Kontrast zu gruseligen Handlung steht.
Jeder der „Helden“ ist ein reiner individueller Typ, mit ganz eigenen Macken, einer Sprache, wie sie den ganz harte, nicht erwachsen werden wollenenden Männern eigen ist.
Grundsätzlich ist das Schreckensszenario eines, das sich auch, aber nicht nur, mit den Folgen des Eingreifens des Menschen in den Bereich der Gene beschäftigt , aber auch dem Umgang staatlicher Stellen mit solchen Forschungen, die weiß Gott einen Dreck auf die Bürgerrechte geben.
Und so weit her geholt sind zumindest diese Sequenzen des Buches nicht, denn manipulierte Viren gibt es sehr wohl und die Kohntrolle darüber ist genauso statistisch wie die über ein laufendes Atomkraftwerk.
Insofern könnte das Buch eine kritische Auseinandersetzung mit der Genforschung sein. Es geht aber durchaus über die Grenze eines Ökogruselthrillers hinaus, reicht auch in den Bereich der Fantasy, freilich in eben einem solchen, den ich bewusst weder hier noch oben in der Inhaltsangabe angesprochen habe – weil es den Reiz des Buches erhöht.
Insgesamt ist „IM BANN DER DUNKELHEIT“ zwar kein wirklicher Gruselschocker, aber gruselig genug, unterhaltsam, nicht aus der Hand zu legen.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:09:30 mit dem Titel Ein Hochhaus läuft Amok
Das YU -Hochhaus in Los Angeles ist das modernste Haus der Welt. Als sogenanntes intelligentes Gebäude vom tyrannischen Architekten Ray Richardson konzipiert, sieht es von außen aus wie ein Grill, denn die auffällige Stahlfassade erinnert an eben diesen Gegenstand. Im inneren freilich werden alle Vorgänge im Haus – von der Belüftung, den Aufzügen, dem Luftgeruch, den Notmeldedienst und sogar die Hologramm – Empfangsdame – von einem YU – Supercomputer gesteuert. Auch die Bewegungen jedes einzelnen Mitarbeiters werden kontrolliert, natürlich auch deren Ausscheidungen auf der Toilette auf eventuelle Spuren von Drogenkonsum untersucht – Orwell lässt grüßen.
Richardson hat einen enormen Ruf und ein großes Renommee, weshalb ihm und seinem Team die YU – Kooperation auch den Auftrag für ihre Repräsentanz in den USA übertragen hat.
Die YU- Kooperation ist ein weltweiter Konzern, der freilich auch mit dem Regime in China beste Kontakte pflegt.
Richardson ist als Architekt in Genie, als Mensch freilich exakt das Gegenteil davon und seine Mitarbeiter leiden unter ihm. Auch seine Rubensfrau Joan scheint ein recht komplizierter Charakter zu sein.
Das komplette Team trägt somit seine eigenen Probleme mit der Firmenleitung mit sich herum, doch im Vordergrund steht, das fast fertige Gebäude an den Auftraggeber zu übergeben, um dann die vollständige Bezahlung zu erhalten.
Da passt es niemanden in Konzept, das der Hauptadministrator des hausinternen Supercomputers morgens tot in seinem Stuhl vor dem Hauptterminal gefunden wird. Die Aufregung legt sich, als sich herausstellt, dass der Gute an einem epileptischen Schock gestorben war, und zwar einen so schweren, dass sein ganzen Hirn auf Apfelgröße geschrumpft war. Noch aber ahnt niemand, was diesen Schock ausgelöst hat...
Denn tags zuvor war den Technikern aufgefallen, dass das Betriebssystem eine leichte Fehlentwicklung aufweist.
Das Computerprogramm namens Abraham ist ein fuzzy logic – Computer, der nicht mehr auf dem binären Code beruht, sondern auch Annäherungswerte akzeptiert, so wie es das menschliche Gehirn auch tut ( Beispiel: Ein Stuhl ist ein Stuhl, wenn er vier Beine hat. Nach dieser Regel würde ein „normale“ Computer Stühle mit nur einem Bein (Drehstühle z.B.) nicht als Stuhl akzeptieren. Die fuzzy logic soll aber für größere Spielräume sorgen).
Abraham sorgt auch für die eigenen Nachkommen, in dem er aus seinen Erfahrungen neue Betriebssysteme entwickelt und sich später selbst löscht.
Bei seinem ersten Nachkommen , Isaak, ergab sich allerdings ein Fehler, so dass die Techniker versuchten, diesen Zögling zu löschen. leider Gottes spielte zur selben Zeit ein kleiner Junge auf einem Terminal ein Kriegsspiel und in den Wirren des Arbeitsspeicher entstand ein neuer, menschenfressender Nachfolger........
Und nun beginnt dieser neue Zögling, die bibelfesten unter euch wird der Name Ismael sicher schon eine Vorrausdeutung ermöglichen, seinen Zug gegen die Bewohner.
Zunächst schließt er sie im Gebäude ein, und dann beginnt das Morden......
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Phillip Kerr fällt schwer, auf inhaltschwere und philosophierende Gedanken zu verzichten. Aber was bei dem WITTGENSTEINPROGRAMM echt nervig war, erhöht in diesem Buch die Spannung enorm. Ein Computer misst seine Ethik an einem Konsolenspiel – pfiffig.
Zunächst erinnerte mich der Klappentext ab einen Film aus Holland aus den 80er oder 90er Jahren, in dem ein Aufzug Amok läuft. Nun, das Buch geht in eine noch extremere Richtung, als dieser Film hat ahnen lassen und insofern ist auch nur der äußere Handlungsort ähnlich ( wenn es auch den Aufzug als Mordwaffe in diesem Buch gibt).
Kerr schafft es diesmal, auch mich zu überzeugen und einen extrem spannenden Thriller vorzustellen, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Insofern ein echter Fortschritt
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:11:20 mit dem Titel Damit eine Homepage bauen?? Witzig!!
go! Das Einsteigerbuch Frontpage 2000 von Kramer, Patrick (Microsoft Press)
Eine Einsteigerreihe von Microsoft: Kulturkritiker könnte hier schon das kalte Grausen packen, aber ich denke, auch Microsoft hat eine Chance verdient. Also mal sehen, was sie daraus machen.
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Wer von euch hat noch nicht daran gedacht, sich selbst im WWW mit einer eigenen Homepage darzustellen bzw. Ideen, die er schon lange mit sich herumträgt.
So war es auch bei mir. Zeit wird`s für den professionellen WEB Auftritt, dacht ich mir, und kaufte mir Frontpage 2000 ( habe ich günstig bekommen) und dazu bei Amazon.de „GO! Frontpage 2000 – Das Einsteigerbuch“ von Patrick Kramer.
Nun hatte ich in letzter Zeit eben recht wenig von derselben, sodass das ganze Vorhaben bis jetzt aufgeschoben werden musste.
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DAS BUCH
Wie der Titel schon sagt, richtet sich dieses Buch an Einsteiger. Leider steht nicht genaue, welche Sorte von Einsteigern. Und wenn man bedenkt, dass das Einzige, was in diesem Buch NICHT ge-nannt wird, das Drücken der Starttaste zum Einschalten des Gerätes ist, wird man schnell erkennen, dass es sich an blutige Einsteiger richtet.
Es wird seitenlang das Öffnen und Schließen von Frontpage- Seiten geschildert, das Benutzen der Zwischenablage, das Einfügen von Dateien usw.
Für alle, die sich leidlich mit diesen Funktionen in WORD auskennen, sind diese Seiten zum Über-schlagen.
Rund die Hälfte dieses EINSTEIGER BUCHES orientiert sich an diesen Grundlagen, die aber für andere OFFICE – ANWENDUNGEN identisch sind: Dass damit eine spezifische Einführung in das Frontpage Programm so nicht ganz möglich ist, liegt auf der Hand.
Problematisch vor allem: Mir Neues wird auf höchstens 1/3 der Seiten besprochen und dann so, dass ich damit nichts anfangen kann: Schaltflächen werden erwähnt, aber wie man diese wo einfügt und formatiert, sie mit einem Link versieht, der AUFBAU des WEB –Dokuments usw. usf., all` das hat man sich witzigerweise bei diesem angeblichen Früher durchs Frontpage- Programm erspart.
Und klar ist auch: Wer gerne Surft, der hat auch schon gewisse Vorstellungen, die er an seinen ei-genen Web – Auftritt hat. Diese freilich sind mit den GRUNDLAGEN, wie sie dieses Buch vermit-teln möchte, nicht umzusetzen.
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ÄRGERLICH:
Hat man alle Lektionen des Buches erfolgreich hinter sich gebracht, dann ist man zweifelsfrei in der Lage, eine Homepage ins Netz zu stellen.
Allerdings eine ohne Schaltflächen, ohne wirklich sinnvolle Frames, das CSS wird mal am Rande erwähnt, die Möglichkeiten derselben aber gänzlich verschwiegen.
Elementare Bedürfnisse nach einem angenehmen und nicht eintönigen Design kann das Buch abso-lut nicht erfüllen.
Nachdem ich das nach gut 2 Stunden Lektüre erkannt hatte (mehr braucht man nicht, wenn man die Seiten berücksichtigt, die Themen aus anderen Office – Anwendungen behandeln, und auch die Tatsache, dass auf den bunten und grafisch sicherlich anschaulichen Seiten nur recht wenige Infor-mationen stehen), habe ich jetzt eine doppelte Lösungsstrategie entwickelt:
1. Sch... auf die Mark, jetzt kommt das Frontpage Kompendium für knapp 90 Mark ins Haus, und
2. der Onkel, der´s schon kann, wird solange genervt, bis ich endlich mein Homepage
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FAZIT
Wer es schafft, mit diesem Buch eine sinnvoll gestaltete Homepage zu basteln, und dafür kein schallendes Gelächter seiner Freunde und Bekannten einheimst, der hätte dieses Buch nicht nötig gehabt, weil er es auch ohne dieses Buch hätte tun können.
Wer sich aber auf dieses Buch verlässt, sollte tunlichst vermeiden, dass der eigene Name auf der erstellten Homepage erscheint, denn das könnte durchaus peinlich werden.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:31:10 mit dem Titel Kindern Geschichte erschließen
Die grüne Maske (ab 12) / Kuhn, Wolfgang
„Wer nicht weiß, wo er herkommt, kann auch nicht wissen, wo er hingeht“.
Sinngemäß begann mein Geschichtsstudium mit diesem Zitat und ist mir immer in Erinnerung geblieben. Nun ist aber die Geschichte, vor allem als Schulfach, alles andere als beliebt. Neue Wege sind gefragt, dass Interesse an der Geschichte vor allem bei Kindern zu wecken, denn ein solches Interesse wird sich über das ganze Leben hinweg erstrecken und anhalten.
Dabei muss die Geschichte kindgerecht aufbereitet und auch interessant vermittelt werden.
Einen Königsweg, Kinder für das Werden der Welt zu begeistern, gibt es nicht: Die einen lesen gern, die anderen schauen sich die mittlerweile gut gemachten Bildbände für Kinder zu verschiedenen Themen an.
Im folgenden soll es aber um ein Jugendbuch gehen, dass den Kindern ein Stück die Geschichte eines Volkes näher bringt.
Jugendbücher gibt es deren viele, und viele davon, zumindest den Ausschnitt, den ich kenne, sind z.T. wirklich hervorragend geschrieben. Zu nennen wäre da das Buch „Odbjörn“ von P. Knudson, dass leider nicht mehr erhältlich ist, aber hoffentlich irgendwann einmal wieder zu haben ist.
DIE GRÜNE MASKE
Eines der guten Jugendbücher zum Themenkreis Geschichte ist „die grüne Maske“ von Wolfgang Kuhn, eine Fortsetzung des Jugendbuches „Mit Jeans in die Steinzeit“.
Die beiden Cousinen Suzanne und Isabelle aus Frankreich erhalten jeweils einen komischen Brief aus Mexiko. Es stellt sich heraus, dass dieser Brief von einem ihnen unbekannten Onkel an sie geschickt wurde, der am Nationalen Archäologischen Institut arbeitet und die beiden einlädt, ihn in Mexiko zu besuchen und zusammen an Ausgrabungen im Gebiet der sagenumwobenen Mayas teilzunehmen.
Beide sind sofort begeistert und auch die Eltern waren schon vorab eingeweiht. Während der Flug von paris nach Mexiko City nur anstrengend war, erleben sie in Mexiko direkt ihr erstes Abenteuer.
Auf einer Baustelle wird ein Skelett gefunden, dass eine eiserne Rüstung trug und diverse Goldgegenstände bei sich hatte. Für den Onkel Ramon, dem Archäologen, steht schnell fest, dass sie es hier mit einem außergewöhnlichen Fund zu tun haben, denn es handelt sich um einen der ersten Spanier in Mexiko, die gemeinsam mit Cortez die damalige aztekische Hauptstadt einnahmen , von den Ureinwohnern aber in blutigen Kämpfen wieder aus der Stadt vertreiben wurden.
Aber das ist erst der Beginn der Abenteuer für die beiden Mädchen, Mit dem Wohnmobil geht es Richtung Süden. Auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte auf der Halbinsel Yucatan begegnen den Kindern zunehmend die Spuren der ehemaligen Ureinwohner des Gebietes.
Doch erst recht spannend wird es, als sie dann tatsächlich in den alten Mayastädten eintreffen.
Die Pyramiden sind an sich schon aufregend genug, doch schnell machen die beiden die Bekanntschaft mit dem einheimischen Jungen Manuel, der für Grabräuber die Gegenstände aus den geöffneten Gräbern an Touristen veräußert.
Jetzt ist klar, welche Aufgabe die beiden sich stecken: Die Überführung der Grabräuber....
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Wolfgang Kuhns Fortsetzung von „Mit Jeans in die Steinzeit“ ist ein sehr unterhaltendes, kindgerechtes Jugendbuch, dass sich einer schwierigen Themenstellung annimmt, denn die Mayas gehören nicht zu den Themen, die üblicherweise im Geschichtsunterricht noch besprochen werden.
Da aber liegt gerade der Vorteil, denn viele Kinder bringen Wissen auch von außerhalb der Schule mit und je mysteriöser eine Kultur, ein Volk ist, desto stärker reagieren die meisten Kinder mit Interesse darauf.
Die beiden Mädchen dienen dabei als Identifikationsfiguren, denn sie können Dinge tun, von denen sicherlich viele Kinder träumen: Abenteuer erleben, Entdeckungen machen usw.
Insofern ein gelungenes Buch.
Auch die Art, wie es geschrieben ist, macht das Buch für Kinder ab 11 Jahren sicherlich ohne Probleme zu einer guten Lektüre: Begriffe werden einfach erklärt, im Zusammenhänge gebracht und auch die Handlung an sich orientiert sich an dem kindlichen Leser.
Insgesamt eines der besseren Jugendbücher auf dem Markt, mit dem Mann Geschichtsbewusstsein anlegen und Interesse an Geschichte wecken kann.
Michael
Wolfgang Kuhn
Die Grüne Maske
dtv junior
10,90 DM
Geschrieben wird das Jahr 2013. Wer von heute in die Zukunft reisen würde, würde sich bestimmt noch gut in der Zeit zurecht finden, rein äußerlich hat sich recht wenig verändert, wenn auch innergesellschaftlich sich einiges getan hat.
Die Todesstrafe wurde ersetzt durch das Strafkoma, das freilich aber auch bei geringeren Delikten eingesetzt wird. Und: Morde an Frau n und Morde an Männern werden geschlechtsgetrennt ermitteln: Weibliche Ermittlerinnen kümmern sich der weiblichen Intuition wegen um Morde an Frauen, männliche Kollegen ihrerseits an Morden an Männern.
Auch hat die Qualität der Gewalt eine andere Dimension erreicht, als das dem heutigen Leser in seiner Lebensumwelt bewusst sein würde.
Haben wir heute groben Schätzungen zu Folge in Europa derzeit 30 – 40 aktive Serienmörder zu verzeichnen ( die Dunkelziffer dürfet freilich zwei- bis dreimal so hoch liegen!!), so ist vor allem der Serienmörder im Jahr 2013 eine ganz alltägliche Gewalterscheinung.
Und da Gewaltverbrechen in der Zukunft dieses Buches zum Alltag zählen, hat die Politik und die Wissenschaft der Zukunft sich auch auf die Erforschung der Gewalt insbesondere konzentriert und natürlich sich auch Gegenmaßnahmen ausgedacht.
Zum einen ist da das kostenfreundliche Strafkoma, des der Gesellschaft nur den Bruchteil der Kosten für den Strafvollzug aufbürdet, wie das bei den anachronistischen Gefängnissen der Fall gewesen ist.
Zum anderen hat auch die Wissenschaft neue Erekenntnisse erzielt, die das gewalttätige Verhalten der Menschen besser verstehen lässt. Vor allem auf dem Feld der Erforschung von brutalen Gewalttäter ist da der Neurologie ein Durchbruch gelungen, indem man festgestellt hat, dass bei vielen brutalen männlichen Gewalttätern ein gewisses Hirnareal komplett fehlt, der sog, ventomedriale Kern (VKM). Das Wissen darum, dass neurologische Grundlagen die Wahrscheinlichkeit eines späteren Gewaltverhaltens zu einem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad determiniert, hat die Gesellschaft der Zukunft dazu veranlasst, - noch freiwillig – die männlichen Mitglieder der Gesellschaft daraufhin zu untersuchen, ob sie dieses VKM besitzen oder nicht.
In einem großangelegten wissenschaftlichen Programm wird dieses von staatlicher Seite forciert.
Wer in diesen Testreihen sich als VKM negativ herausstellt, wem also der VKM – Kern fehlt und bei dem damit die Wahrscheinlichkeit späterer schwerer Gewalttaten sehr hoch ist, erhält von einem speziellen Computerprogramm einen Decknamen, damit die Identität der Person geschützt ist. Andererseits wird die Person durch geschultest Personal therapiert und durch Medikamente der Ausbruch brutaler Gewalt zu verhindern versucht. Alles aber noch auf freiwilliger Basis.
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DER EIGENTLICHE ROMAN
Und hier beginnt der Roman: Irgendeine Person hat es nämlich geschafft, sich Zugang zu dem streng abgeschirmten Computersystem zu verschaffen, in dem die wirklichen Namen und die Decknamen der VKM Negativen gespeichert sind. Und diese Person beginnt nun, der Reihe nach VKM Negative zu ermorden. Das „Markenzeichen“ des Täters ist – wie bei Serienmördern üblich – eine immer gleiche Tatdurchführung: Mit einer Gasdruckwaffe tötete er seine Opfer mit sechs Schüssen in den Hinterkopf.
Und: Alle Getöteten haben neben ihrem Status als VKM Negative noch eine Übereinstimung, denn alle tragen als Decknamen die Namen verstorbener Philosophen.
Die Männern gegenüber eher weniger neutral eingestellte (weibliche) Chief Inspector (-in) Jake (von Jakowicz) wird damit beauftragt, die Hintergründe der Morde zu untersuchen. Ihr ist nämlich der Verdacht gekommen, dass das angeblich absolut sicherer Computersystem geknackt worden sein muss – entweder von innen oder aber von außen – letzteres wäre natürlich noch peinlicher.
Zusammen mit dem Computeranalysten Yat Chung beginnt sie, dass System auf Mängel usw. abzuklopfen , man findet aber nur den Nachweis, dass wirklich jemand unbefugt Zugriff auf die Zentraldateien erhalten hat. Wie er das geschafft hat, können sie aber nicht lösen ( da weiß der Leser glücklicherweise mehr).
Erst als Jake der Einfall kommt, den Täter öffentlich durch die Presse provozieren zu lassen, tritt dieser mit ihr in Verbindung, was sich als Fehler erweisen sollte.....
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FAKTEN
Das Herz galt und gilt teilweise noch heute als Sitz der Seele, wobei Wissenschaftler das natürlich als abstrus abstreiten würden, aber in vielen Kulturen ist das auch heute noch der Fall. Wäre alles so einfach, tja, schön wäre es. Wer erinnert sich nicht an Meldungen wie: DAS GEN FÜR IMPOTENZ ENTDECKT, oder DAS GEN DES EWIGEN LEBENS ENTDECKT. Grundsätzlich lässt schon die Schlagzeile auf die Ahnungslosigkeit der Redakteure schließen, die damit öffentlich bekennen, keine Ahnung vom Funktionieren des Gensystems zu haben. Aber: Die Menschen glauben an solche einfachen Erklärungen, sie sind ja auch so schlicht simpel, dass man sich keinerlei weitere Mühen machen müsste.
Aber: Solche Meldungen und Meinungen fallen recht schnell wieder in sich zusammen und genau so war es auch vor Jahren Anfang der 90er, als Wissenschaftler gelöst haben wollen, was denn beim Menschen Gewalt auslöst. Bei einer Meldung war es wieder mal ein Gen, das verantwortlich gemacht wurde, bei einer anderen eine bestimmte Gehirnregion. In der Tat wurde – wie in dem Buch von Kerr – eine Gehirnregion erkannt, die fundamental mit Aggression in Zusammenhang steht. Und wirklich. Schäden an dem oben genannten Hirnregionen können wirklich zu sehr aggressiven Verhalten führen, aber natürlich auch Schäden, z.B. durch Unfälle, an den Stirnlappen.
Allerdings ist der Enthusiasmus auch recht schnell wieder verflogen – zumindest in Wissenschaftskreisen, denn es stellte sich heraus, dass die Vorhersagbarkeit von Gewaltverbrechen in einer nicht zu vertretenen negativen Relation beispielsweise zu einem eben solchen Programm stehen würde, wie Kerr es in seinem Buch gedanklich entwickelt.
Nun, Kerrs Buch stammt aus der Mitte der 90er Jahre und er hat eine Schlagzeile als Basis für sein Buch genommen, die sich schön einfach und schön logisch anhört, die wissenschaftlich heute aber nicht mehr wirklich ernsthaft vertreten wird.
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ZUM BUCH SELBST
Um es gleich zu Beginn zu sagen, das Buch hat mich regelrecht enttäuscht. Zum einen ist es recht hochgestochen hochtrabend geschrieben, was mich grundsätzlich nicht stören würde. Aber die seitenweise philosophischen Ergüsse, die Kerr dem Täter einräumt, ellenlange Diskussionen über moralisches Handeln etc. kosten Geduld, heben aber kaum die Spannung des Buches.
Es mag daran liegen, dass ich nun auf dem gebiet, auf dem Kerr sein Buch aufbaut, nicht ganz unbelesen bin, vielleicht. Trotzdem finde ich die Handlung eintönig, wenig begründet und ohne wirklich genau und klar gesteigerte und herausgearbeitete Spannung. Die Handlung tröpfelt – neben den Monologen des Täters – einfach so dahin. Mit jeder Seite, die ich umgeblättert habe, habe ich gehofft, es würde besser, aber die letzte Seite des Buches machte mir klar, dass dieses Buch bestimmt nichts für vergnügliche Leseabende ist, sonder eher meine Geduld als Leser strapaziert.
Wer das buch kennt, wird – schön wäre es – seine Meinung dazu vielleicht als Kommentar verfassen, ich selbst war froh, als ich die letzte Seite endlich geschafft hatte und es ins Regal stellen konnte, wo es bestimmt auch für immer bleiben wird!!!!
Philip Kerr: Das Wittgensteinprogramm.
rororo Verlag
ISBN3-499-22812-2
16,90 DM
411 Seiten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-04 16:01:49 mit dem Titel Ein selten doofes Buch!
Sehr geehrter Herr Maggi / Sprenzinger, Jochen
... dass ich mir dieses Buch gekauft habe, hatte ich doch zunächst den Kauf nebst ausführlichen Bericht über die sechsbändigen Kamasutraausgabe für Fortgeschrittene ....
DA HABT IHR JETZT PECH GEHABT! Oder auch nicht!
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Nein, nein, ehrlich, das stimmt nicht, so was lese ich natürlich nicht, wenn auch sicherlich in solchen Büchern deutlich mehr Bilder als gar keine wie in dem Buch von Jürgen Sprenzinger gewesen wären !!!
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Vorweg: Das Buch von Jürgen Sprenzinger ist etwas für Leute, die was für schrägen Humor haben, denn so ganz ernsthaft ist das Buch nicht gemeint und sollte man auch Leser nicht eingestellt sein!!
Jürgen Sprenzinger legt mit dem Buch die Veröffentlichung seiner Schreiben an alle möglichen renommierten Firmen und Institutionen vor, mit denen er prüfen wollte, wie diese auch teilweise richtig hohle Zuschriften reagieren.
So beginnt ein Großteil seiner Briefe schon mit der an und für sich vielleicht logischen, nichts desto trotz meschuggenen Anrede „Sehr geehrter Herr / sehr geehrte Frau X“, wobei für das X jeweils die entsprechende Firma bzw. der entsprechende Firmenname einzusetzen wäre, wie eben auch der Buchtitel schon deutlich macht: „Sehr geehrter Herr Maggi“.
Das führt dann manchmal zu eher peinlichen Rückschriften, in denen die betroffenen Firmen mitteilen müssen, dass der Lebenswille des jeweiligen Firmengründers nicht ausgereicht hat, gerade auf diese Zuschrift des Herrn Sprenzinger noch zu warten und das Ableben hinauszuzögern.
Zudem macht der Autor in seinen Briefen einen – höflich ausgedrückt – eher unterbelichteten Eindruck, was für beides, Orthografie und Ausdruck sowie Inhalt, gelten kann.
Beispiel
Herr Sprenzinger hat sich die Werbung im Fernsehen wohl zu genau angesehen, denn vor lauter Geiz kaufte er sich nur die Wunderkugel von Vizir Ultra, die, auch ich entsinne mich an diese Megawerbung, von sich aus, ohne Zutun von außen oder Dritter, den Schmutz aus der dreckigen Wäsche herauszuziehen – ganz ohne Waschmaschine.
Dass das dann nicht ganz so gelingen wollte, bestätigte sich dann auch in der Antwort der Firma!
Opfer der Schreiblust werden Zeitschriften, Institutionen, Minister usw. usf.
Oder: Hättet ihr ohne Antwort von Gillette gewusst, was das „Wahre im Mann ist“ ?
Warum man, anders als in der Jeverwerbung, sich eher den Mantel versaut, wenn man sich an
deutschen Meeresstränden rückwärts fallen lässt, um sein kühl – prickelndes Bier zu genießen?
Also: Für jeden, der schon lange auf Antworten auf diese und andere Fragen gewartet hat oder auch die, die gerne mal wissen wollen, dass nicht alle eigentlich als ernsthaft geltenden Institutionen staubtrocken sein müssen (und umgekehrt) , sei das Buch von Jürgen Sprenzinger ans Herz gelegt.
Michael
Preis 23,27 Dm oder 11,90 Euro
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-16 10:42:40 mit dem Titel Meistergrusel aus der Hand Konntz
In irgendeinem der Kommentare zu einem Buch, das ich bewertet hatte, tauchte der Name Dean Koontz auf. Den sollte ich doch mal „probieren“, es wäre ein Autor, der etwas vom Gruseln verstehe. Ein wenig in Vergessenheit geraden, fiel mir jetzt ein Koontz im Buchladen in die Hände und der Kommentar wieder ein. Also, sagte ich mir, du kannst es ja mal probieren. Vorab: Der Tipp war nicht schlecht.
Christopher Snow ist ein Mann Ende zwanzig, was grundsätzlich ja nichts zu bedeuten hat, geht man einmal davon aus, dass es sich um einen normalen Endzwanziger des männlichen Geschlechts handeln würde, Snow freilich leidet an einer Krankheit namens XP.
Nun mag der Microsoft User seufzend aufatmen und ehrfürchtig stammeln: „Ich hab` es gewusst, es liegt doch nicht an mir“, aber weit gefehlt: Gemeint ist damit eine Krankheit namens Xeroderma pigmentosum, die ihn zwingt, dass Sonnenlicht zu meiden und die ihn zu einem reinen Nachtmenschen werden ließ.
Snow lebt in einer kleinen Stadt mit Namen Moonlight Bay, einem romantischen Namen, sicherlich, der aber dem geübten Gruselleser schon die Gänsehaut der Vorfreude auf den Rücken schicken wird in Anbetracht des zu erwartenden Schreckens.
Denn Moonlight Bay ist anders als andere kleinen Städte: Die Menschen dort sind anders, besser: Sind anders geworden. Es gibt viele Selbstmorde, Aggressionen, Mutationen. Und auch der Staatsapparat weiß davon, weiß, was dahinter steckt, und hält sich doch bedeckt, weil man es kaum ändern kann, ändern will.
Ort des Grauens ist der ehemalige Militärstützpunkt Fort Wyvern, ehedem mit 50 000 Soldaten besetzt, auf dem streng geheime Forschungsprojekte durchgeführt wurden. An einem dieser Projekte war auch die Mutter Snows beteiligt – solange, bis sie einen Fehler machte und ihr Leben an einem Brückpfeiler endete .Sie selbst war Spezialistin auf dem gebiet der Genforschung und hat sich spezieslaisiert auf den bereich der Erforschung und Schaffung von Retroviren.
Auf einer seiner nächtlichen Fahrten durch Moonlight Bay kommt trifft Snow auf seine alte jugendliebe, die mittlerweile Witwe und Mutter eines kleinen Sohnes ist. Und diesen sucht sie aufgebracht in der Nacht, denn irgendjemand hat ihren Sohn aus dem Schlafzimmer geholt und nur die Zeichnung einer Krähe zurückgelassen.
Snow und sein spezieller Hund Olson machen sich daran, Spuren zu suchen und zu verfolgen. Und die Spur, die Olson aufnimmt, führt in auf direktem Wege nach Fort Wyvern.
Dort angekommen, scheint die Spur in ein altes Lagerhaus zu führen und dort in einem leeren Fahrstuhlschacht Snow entschließt sich, alleine in den Schacht zu steigen und seinen hochintelligenten Hund zurückzulassen. Nach einigem Suchen stößt er dort auf einem komisch aussehenden, mit kleinen, spitzen Zähnen und gelben Augen recht merkwürdig aussehenden Mann, der ihm auch noch ans Leben will. Knapp schafft es Snow tatsächlich, lebend aus dem Schacht herauszukommen, doch oben angekommen – ist sein Hund spurlos verschwunden.
Sofort macht er sich auf die Suche, doch trifft er nicht auf seinen Hund, sondern eine Horde hochintelligenter und menschfleischliebender Rhesusaffen, die sich seiner liebevoll annehmen wollen.
Erst der zur Hilfe gerufene
Surfguru und Freund Bobby hilft ihm aus der misslichen Lage.
Dennoch: weder das gesuchte Kind noch der vermisste Hund kann gefunden werden und der Tag dämmert schon.
Schnell entschließt man sich, alle vertrauenswürdigen Freunde und Bekannte einzuweihen und in der nächsten Nacht auf die Suche zu gehen.
Eine Nacht, die kaum jemand vergessen werden kann......
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Ein Großteil des Buches füllen die Erklärungen des Hauptakteurs Snows, die in einer solchen Fülle in einem anderen Buch zu einer vernichtenden Kritik geführt hätten, in diesem Buch aber den Reiz des ganzen ausmachen. Den schrullig- locker, so auch wie Bobby, der Surf-Millionär, kurzweilig und witzig kommen so diese Passagen und die Dialoge der Akteure daher, was in einem Kontrast zu gruseligen Handlung steht.
Jeder der „Helden“ ist ein reiner individueller Typ, mit ganz eigenen Macken, einer Sprache, wie sie den ganz harte, nicht erwachsen werden wollenenden Männern eigen ist.
Grundsätzlich ist das Schreckensszenario eines, das sich auch, aber nicht nur, mit den Folgen des Eingreifens des Menschen in den Bereich der Gene beschäftigt , aber auch dem Umgang staatlicher Stellen mit solchen Forschungen, die weiß Gott einen Dreck auf die Bürgerrechte geben.
Und so weit her geholt sind zumindest diese Sequenzen des Buches nicht, denn manipulierte Viren gibt es sehr wohl und die Kohntrolle darüber ist genauso statistisch wie die über ein laufendes Atomkraftwerk.
Insofern könnte das Buch eine kritische Auseinandersetzung mit der Genforschung sein. Es geht aber durchaus über die Grenze eines Ökogruselthrillers hinaus, reicht auch in den Bereich der Fantasy, freilich in eben einem solchen, den ich bewusst weder hier noch oben in der Inhaltsangabe angesprochen habe – weil es den Reiz des Buches erhöht.
Insgesamt ist „IM BANN DER DUNKELHEIT“ zwar kein wirklicher Gruselschocker, aber gruselig genug, unterhaltsam, nicht aus der Hand zu legen.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:09:30 mit dem Titel Ein Hochhaus läuft Amok
Das YU -Hochhaus in Los Angeles ist das modernste Haus der Welt. Als sogenanntes intelligentes Gebäude vom tyrannischen Architekten Ray Richardson konzipiert, sieht es von außen aus wie ein Grill, denn die auffällige Stahlfassade erinnert an eben diesen Gegenstand. Im inneren freilich werden alle Vorgänge im Haus – von der Belüftung, den Aufzügen, dem Luftgeruch, den Notmeldedienst und sogar die Hologramm – Empfangsdame – von einem YU – Supercomputer gesteuert. Auch die Bewegungen jedes einzelnen Mitarbeiters werden kontrolliert, natürlich auch deren Ausscheidungen auf der Toilette auf eventuelle Spuren von Drogenkonsum untersucht – Orwell lässt grüßen.
Richardson hat einen enormen Ruf und ein großes Renommee, weshalb ihm und seinem Team die YU – Kooperation auch den Auftrag für ihre Repräsentanz in den USA übertragen hat.
Die YU- Kooperation ist ein weltweiter Konzern, der freilich auch mit dem Regime in China beste Kontakte pflegt.
Richardson ist als Architekt in Genie, als Mensch freilich exakt das Gegenteil davon und seine Mitarbeiter leiden unter ihm. Auch seine Rubensfrau Joan scheint ein recht komplizierter Charakter zu sein.
Das komplette Team trägt somit seine eigenen Probleme mit der Firmenleitung mit sich herum, doch im Vordergrund steht, das fast fertige Gebäude an den Auftraggeber zu übergeben, um dann die vollständige Bezahlung zu erhalten.
Da passt es niemanden in Konzept, das der Hauptadministrator des hausinternen Supercomputers morgens tot in seinem Stuhl vor dem Hauptterminal gefunden wird. Die Aufregung legt sich, als sich herausstellt, dass der Gute an einem epileptischen Schock gestorben war, und zwar einen so schweren, dass sein ganzen Hirn auf Apfelgröße geschrumpft war. Noch aber ahnt niemand, was diesen Schock ausgelöst hat...
Denn tags zuvor war den Technikern aufgefallen, dass das Betriebssystem eine leichte Fehlentwicklung aufweist.
Das Computerprogramm namens Abraham ist ein fuzzy logic – Computer, der nicht mehr auf dem binären Code beruht, sondern auch Annäherungswerte akzeptiert, so wie es das menschliche Gehirn auch tut ( Beispiel: Ein Stuhl ist ein Stuhl, wenn er vier Beine hat. Nach dieser Regel würde ein „normale“ Computer Stühle mit nur einem Bein (Drehstühle z.B.) nicht als Stuhl akzeptieren. Die fuzzy logic soll aber für größere Spielräume sorgen).
Abraham sorgt auch für die eigenen Nachkommen, in dem er aus seinen Erfahrungen neue Betriebssysteme entwickelt und sich später selbst löscht.
Bei seinem ersten Nachkommen , Isaak, ergab sich allerdings ein Fehler, so dass die Techniker versuchten, diesen Zögling zu löschen. leider Gottes spielte zur selben Zeit ein kleiner Junge auf einem Terminal ein Kriegsspiel und in den Wirren des Arbeitsspeicher entstand ein neuer, menschenfressender Nachfolger........
Und nun beginnt dieser neue Zögling, die bibelfesten unter euch wird der Name Ismael sicher schon eine Vorrausdeutung ermöglichen, seinen Zug gegen die Bewohner.
Zunächst schließt er sie im Gebäude ein, und dann beginnt das Morden......
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Phillip Kerr fällt schwer, auf inhaltschwere und philosophierende Gedanken zu verzichten. Aber was bei dem WITTGENSTEINPROGRAMM echt nervig war, erhöht in diesem Buch die Spannung enorm. Ein Computer misst seine Ethik an einem Konsolenspiel – pfiffig.
Zunächst erinnerte mich der Klappentext ab einen Film aus Holland aus den 80er oder 90er Jahren, in dem ein Aufzug Amok läuft. Nun, das Buch geht in eine noch extremere Richtung, als dieser Film hat ahnen lassen und insofern ist auch nur der äußere Handlungsort ähnlich ( wenn es auch den Aufzug als Mordwaffe in diesem Buch gibt).
Kerr schafft es diesmal, auch mich zu überzeugen und einen extrem spannenden Thriller vorzustellen, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Insofern ein echter Fortschritt
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:11:20 mit dem Titel Damit eine Homepage bauen?? Witzig!!
go! Das Einsteigerbuch Frontpage 2000 von Kramer, Patrick (Microsoft Press)
Eine Einsteigerreihe von Microsoft: Kulturkritiker könnte hier schon das kalte Grausen packen, aber ich denke, auch Microsoft hat eine Chance verdient. Also mal sehen, was sie daraus machen.
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Wer von euch hat noch nicht daran gedacht, sich selbst im WWW mit einer eigenen Homepage darzustellen bzw. Ideen, die er schon lange mit sich herumträgt.
So war es auch bei mir. Zeit wird`s für den professionellen WEB Auftritt, dacht ich mir, und kaufte mir Frontpage 2000 ( habe ich günstig bekommen) und dazu bei Amazon.de „GO! Frontpage 2000 – Das Einsteigerbuch“ von Patrick Kramer.
Nun hatte ich in letzter Zeit eben recht wenig von derselben, sodass das ganze Vorhaben bis jetzt aufgeschoben werden musste.
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DAS BUCH
Wie der Titel schon sagt, richtet sich dieses Buch an Einsteiger. Leider steht nicht genaue, welche Sorte von Einsteigern. Und wenn man bedenkt, dass das Einzige, was in diesem Buch NICHT ge-nannt wird, das Drücken der Starttaste zum Einschalten des Gerätes ist, wird man schnell erkennen, dass es sich an blutige Einsteiger richtet.
Es wird seitenlang das Öffnen und Schließen von Frontpage- Seiten geschildert, das Benutzen der Zwischenablage, das Einfügen von Dateien usw.
Für alle, die sich leidlich mit diesen Funktionen in WORD auskennen, sind diese Seiten zum Über-schlagen.
Rund die Hälfte dieses EINSTEIGER BUCHES orientiert sich an diesen Grundlagen, die aber für andere OFFICE – ANWENDUNGEN identisch sind: Dass damit eine spezifische Einführung in das Frontpage Programm so nicht ganz möglich ist, liegt auf der Hand.
Problematisch vor allem: Mir Neues wird auf höchstens 1/3 der Seiten besprochen und dann so, dass ich damit nichts anfangen kann: Schaltflächen werden erwähnt, aber wie man diese wo einfügt und formatiert, sie mit einem Link versieht, der AUFBAU des WEB –Dokuments usw. usf., all` das hat man sich witzigerweise bei diesem angeblichen Früher durchs Frontpage- Programm erspart.
Und klar ist auch: Wer gerne Surft, der hat auch schon gewisse Vorstellungen, die er an seinen ei-genen Web – Auftritt hat. Diese freilich sind mit den GRUNDLAGEN, wie sie dieses Buch vermit-teln möchte, nicht umzusetzen.
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ÄRGERLICH:
Hat man alle Lektionen des Buches erfolgreich hinter sich gebracht, dann ist man zweifelsfrei in der Lage, eine Homepage ins Netz zu stellen.
Allerdings eine ohne Schaltflächen, ohne wirklich sinnvolle Frames, das CSS wird mal am Rande erwähnt, die Möglichkeiten derselben aber gänzlich verschwiegen.
Elementare Bedürfnisse nach einem angenehmen und nicht eintönigen Design kann das Buch abso-lut nicht erfüllen.
Nachdem ich das nach gut 2 Stunden Lektüre erkannt hatte (mehr braucht man nicht, wenn man die Seiten berücksichtigt, die Themen aus anderen Office – Anwendungen behandeln, und auch die Tatsache, dass auf den bunten und grafisch sicherlich anschaulichen Seiten nur recht wenige Infor-mationen stehen), habe ich jetzt eine doppelte Lösungsstrategie entwickelt:
1. Sch... auf die Mark, jetzt kommt das Frontpage Kompendium für knapp 90 Mark ins Haus, und
2. der Onkel, der´s schon kann, wird solange genervt, bis ich endlich mein Homepage
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FAZIT
Wer es schafft, mit diesem Buch eine sinnvoll gestaltete Homepage zu basteln, und dafür kein schallendes Gelächter seiner Freunde und Bekannten einheimst, der hätte dieses Buch nicht nötig gehabt, weil er es auch ohne dieses Buch hätte tun können.
Wer sich aber auf dieses Buch verlässt, sollte tunlichst vermeiden, dass der eigene Name auf der erstellten Homepage erscheint, denn das könnte durchaus peinlich werden.
Michael
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-09 12:31:10 mit dem Titel Kindern Geschichte erschließen
Die grüne Maske (ab 12) / Kuhn, Wolfgang
„Wer nicht weiß, wo er herkommt, kann auch nicht wissen, wo er hingeht“.
Sinngemäß begann mein Geschichtsstudium mit diesem Zitat und ist mir immer in Erinnerung geblieben. Nun ist aber die Geschichte, vor allem als Schulfach, alles andere als beliebt. Neue Wege sind gefragt, dass Interesse an der Geschichte vor allem bei Kindern zu wecken, denn ein solches Interesse wird sich über das ganze Leben hinweg erstrecken und anhalten.
Dabei muss die Geschichte kindgerecht aufbereitet und auch interessant vermittelt werden.
Einen Königsweg, Kinder für das Werden der Welt zu begeistern, gibt es nicht: Die einen lesen gern, die anderen schauen sich die mittlerweile gut gemachten Bildbände für Kinder zu verschiedenen Themen an.
Im folgenden soll es aber um ein Jugendbuch gehen, dass den Kindern ein Stück die Geschichte eines Volkes näher bringt.
Jugendbücher gibt es deren viele, und viele davon, zumindest den Ausschnitt, den ich kenne, sind z.T. wirklich hervorragend geschrieben. Zu nennen wäre da das Buch „Odbjörn“ von P. Knudson, dass leider nicht mehr erhältlich ist, aber hoffentlich irgendwann einmal wieder zu haben ist.
DIE GRÜNE MASKE
Eines der guten Jugendbücher zum Themenkreis Geschichte ist „die grüne Maske“ von Wolfgang Kuhn, eine Fortsetzung des Jugendbuches „Mit Jeans in die Steinzeit“.
Die beiden Cousinen Suzanne und Isabelle aus Frankreich erhalten jeweils einen komischen Brief aus Mexiko. Es stellt sich heraus, dass dieser Brief von einem ihnen unbekannten Onkel an sie geschickt wurde, der am Nationalen Archäologischen Institut arbeitet und die beiden einlädt, ihn in Mexiko zu besuchen und zusammen an Ausgrabungen im Gebiet der sagenumwobenen Mayas teilzunehmen.
Beide sind sofort begeistert und auch die Eltern waren schon vorab eingeweiht. Während der Flug von paris nach Mexiko City nur anstrengend war, erleben sie in Mexiko direkt ihr erstes Abenteuer.
Auf einer Baustelle wird ein Skelett gefunden, dass eine eiserne Rüstung trug und diverse Goldgegenstände bei sich hatte. Für den Onkel Ramon, dem Archäologen, steht schnell fest, dass sie es hier mit einem außergewöhnlichen Fund zu tun haben, denn es handelt sich um einen der ersten Spanier in Mexiko, die gemeinsam mit Cortez die damalige aztekische Hauptstadt einnahmen , von den Ureinwohnern aber in blutigen Kämpfen wieder aus der Stadt vertreiben wurden.
Aber das ist erst der Beginn der Abenteuer für die beiden Mädchen, Mit dem Wohnmobil geht es Richtung Süden. Auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte auf der Halbinsel Yucatan begegnen den Kindern zunehmend die Spuren der ehemaligen Ureinwohner des Gebietes.
Doch erst recht spannend wird es, als sie dann tatsächlich in den alten Mayastädten eintreffen.
Die Pyramiden sind an sich schon aufregend genug, doch schnell machen die beiden die Bekanntschaft mit dem einheimischen Jungen Manuel, der für Grabräuber die Gegenstände aus den geöffneten Gräbern an Touristen veräußert.
Jetzt ist klar, welche Aufgabe die beiden sich stecken: Die Überführung der Grabräuber....
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Wolfgang Kuhns Fortsetzung von „Mit Jeans in die Steinzeit“ ist ein sehr unterhaltendes, kindgerechtes Jugendbuch, dass sich einer schwierigen Themenstellung annimmt, denn die Mayas gehören nicht zu den Themen, die üblicherweise im Geschichtsunterricht noch besprochen werden.
Da aber liegt gerade der Vorteil, denn viele Kinder bringen Wissen auch von außerhalb der Schule mit und je mysteriöser eine Kultur, ein Volk ist, desto stärker reagieren die meisten Kinder mit Interesse darauf.
Die beiden Mädchen dienen dabei als Identifikationsfiguren, denn sie können Dinge tun, von denen sicherlich viele Kinder träumen: Abenteuer erleben, Entdeckungen machen usw.
Insofern ein gelungenes Buch.
Auch die Art, wie es geschrieben ist, macht das Buch für Kinder ab 11 Jahren sicherlich ohne Probleme zu einer guten Lektüre: Begriffe werden einfach erklärt, im Zusammenhänge gebracht und auch die Handlung an sich orientiert sich an dem kindlichen Leser.
Insgesamt eines der besseren Jugendbücher auf dem Markt, mit dem Mann Geschichtsbewusstsein anlegen und Interesse an Geschichte wecken kann.
Michael
Wolfgang Kuhn
Die Grüne Maske
dtv junior
10,90 DM
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