Erfahrungsbericht von Deborah
Debi sucht den Yeti
Pro:
sehr spannend und informativ
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
So ein Buch ist “Esau”. Wenngleich der Titel auf ein religiöses Thema schliessen lässt, ist eher das Gegenteil der Fall. Denn ein Hauptthema dieses Buchs ist die Paläoanthropologie.
Hä? Wie bitte? Kann man das essen?
Nur mal zur Erklärung. Paläoanthropolgie ist die Wissenschaft, die anhand von fossilen Funden die biologische Evolution aufzuschlüsseln versucht. Also beschäftigen sich die Wissenschaftler mit Fragen, wie “ Von wem stammt der Mensch ab…..oder wie entwickelte sich die Menschheit?”
Interessante Thematik, die in diesem Thriller angerissen wird. Natürlich handelt es sich bei diesem Buch nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, aber lernen kann man auf jeden Fall. So wird, zum Beispiel, ausführlich darauf eingegangen, wie gering der Unterschied zwischen menschlicher DNA und der DNA einer Schimpansen ist. (Ungefähr 1,6%. Bei Fröschen unterschiedlicher Gattungen ist der Unterschied wesentlich grösser).
Ein zweites grosses Thema dieses Romans ist der Yeti. Ja genau, dieses zottelige Untier, von dessen Existenz Reinhold Messner überzeugt ist.
Nun aber mal Nägel mit Köpfen, schliesslich wollt ihr ja wissen worum es wirklich geht.
DIE STORY
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Der berühmte Bergsteiger Jack Furness stösst bei einer Himalaya-Expedition auf einen fossilen Fund. Ein gut erhaltener Schädel, der seine Freundin, die Paläoanthropologin Stella Swift, vor ein Rätsel stellt. Denn dieses Fossil ist seiner Form nach 50 000 Jahre alt, Analysen zufolge aber kann das Alter des Schädels nicht mehr als 1000 Jahre betragen.
Swift wittert ihre Chance als Wissenschaftlerin und entwickelt nach einigen Recherchen eine ungewöhnliche Theorie. Sie vermutet, dass Jack den Schädel eines Yetis gefunden hat und dass sich in der Nähe des Fundortes noch lebende Exemplare befinden könnten.
Zusammen mit Jack bricht sie zu einer gefährlichen Expedition auf, zumal Indien und Pakistan sich kurz vor einem Krieg befinden, indem sie auch vor dem Einsatz von Atomwaffen nicht zurückschrecken.
Werden sie den Mythos aus den Bergen entdecken und wird dieses Phantom uns etwas Neues über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sagen?
YETI-MYTHOS ODER WIRKLICHKEIT?
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Der Yeti- Nicht erst seit Reinhold Messner ist er uns ein Begriff. Aber was steckt hinter dem sagenumwobenen Bergbewohner?
Dieses Buch hat meine Neugier geweckt und so habe ich mich auf meine eigene Expediton begeben. Eine Expedition durchs Netz.
Meine Reise führte mich zu vielen Informationen, die auch in diesem Buch gegeben werden.
So ist es richtig, dass die ersten Yeti-Sichtungen bis ins Jahr 1820 zurückgehen. Dieses Fabelwesen wurde mehr als ein Dutzend mal gesehen. 1951 gelang es auf einer Expedition sogar Spuren zu fotographieren. Auf diesen Fotos kann man einen affenähnlichen Fuss erkennen, der einen stark ausgeprägten grossen Zeh besitzt.
Merkwürdig ist es, dass sowohl die Sherpas (die Bewohner der Berge), als auch Expeditionsmitglieder von einem Pfeiffen berichten, welches typisch für den Yeti sein soll.
Messner behauptet dieses Wesen dreimal gesehen zu haben. Angeblich habe er ihm sogar Auge in Auge gegenüber gestanden.Er hat sogar Yeti-Expeditionen durchgeführt, ohne Erfolg. Höhenkoller oder Medienstrategie?
Auch wenn man an seinen Aussagen zweifelt, einige Dinge sind doch seltsam.......
Wie kommt es, dass über Jahrhunderte hin Menschen dieses Wesen sehen, sein Äusseres, seine Spuren und sogar seine Laute gleich beschreiben?
BUCHKRITIK
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“Esau” ist ein Thriller. Aber ein Thriller mit Anlehnung an die Wirklichkeit. Natürlich kann man darüber streiten, ob es den Schneemenschen wirklich gibt und natürlich kann man geteilter Meinung sein, was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit angeht. Aber viele Dinge in diesem Buch sind auf wissenschaftliche Fakten gestützt und wecken die Neugier auf mehr Informationen.
Phillip Kerr ist es gelungen ein interessantes Thema in eine spannende Story zu packen. Die Handlung ist fesselnd und informativ zugleich. Fiktion und Wirklichkeit gehen hier Hand in Hand, was das Buch noch faszinierender macht.
In gewohnt brillianter Weise paart der Autor von “Game Over” und “Das Wittgensteinprogramm” Zukunftsvisionen mit wissenschaftlichen Daten.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen. In nur zwei Tagen habe ich es verschlungen, meine Expedition durchs Netzwerk (nach Infos über den Yeti und über die Evolution) dauert bis heute an.
52 Bewertungen, 8 Kommentare
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29.05.2002, 03:47 Uhr von coco1985
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht von dir, Grüßle coco1985 Frank
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07.05.2002, 18:08 Uhr von suesses
Bewertung: sehr hilfreichgefällt mir sehr gut dein Bericht!
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23.04.2002, 14:57 Uhr von leser@tte
Bewertung: sehr hilfreichNeugier wecken scheint mir auf jedenfall positiv
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29.03.2002, 13:57 Uhr von Crazy666
Bewertung: sehr hilfreichNa, das klingt nach 'ner richtigen guten Lektüre für die freien Ostertage - da werd' ich morgen gleich mal losdüsen! ;-)
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23.03.2002, 13:19 Uhr von proggi
Bewertung: sehr hilfreichSchön untergliedert, toll. Schönes Wochenende noch. ciao proggi
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19.03.2002, 23:35 Uhr von oelfinger
Bewertung: sehr hilfreichHallo "altes" Ciao-Häschen.
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10.03.2002, 22:20 Uhr von darkunit
Bewertung: sehr hilfreichOh ja prima das du jetzt auch hier bist ;-)
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09.03.2002, 21:06 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht, vielleicht liest man sich mal wieder 8-)
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