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Erfahrungsbericht von altkuh

An Spannung kaum zu überbieten!

Pro:

spannend und anschaulich

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

Nach meiner Enttäuschung mit Folletts „Kinder von Eden“ habe ich wieder zu einem historischen Roman gegriffen- was, wie sich herausstellte, kein Fehler sein sollte.

Es handelt sich um das Buch „Im Schatten von Notre-Dame“ von Jörg Kastner. Da ich von diesem Autor zugegebenermassen noch nichts gelesen habe, war ich zuerst etwas skeptisch, zumal sich das Ganze eigentlich zuerst als Abklatsch der Quasimodo-Geschichte „Der Glöckner von Notre-Dame“ von Hugo „tarnte“.

Meine Befürchtung war aber falsch, die beiden Geschichten hängen zwar eng zusammen, aber was kastner hier geschrieben hat, ist ein durchaus selbständiger und überaus spannender Roman!

Er spielt im Jahre 1483 , wo schon: in Paris.....Der junge Kopist Armand Sauveur , der vor seinem ehemaligen Arbeitgeber nach Paris fliehen mußte . Arbeitslos und ohne Geld wird er bald in die haarsträubensten Geschichten verwickelt. Er findet schließlich eine Anstellung beim Archidiakon von Notre-Dame, Claude Frollo, der ihm den Auftrag erteilt, ein Buch über einen Kometen zu kopieren.

Sauveur wird in ungewöhnliche Mordfälle verwickelt und er entwickelt sich immer mehr zum Verdächtigen. Irgendwie scheint es ein Geheimnis in der alten Kathedrale zu geben....Sauveur forscht selbst nach, weil er sich vom Verdacht befreien will...und stellt fest, dass in Notre-Dame ein magisches Geheimnis verborgen liegt, das die gesamte Menschheit beeinflussen kann....

Mehr möchte ich an dieser Stelle von der eigentlichen Handlung nicht verraten, denn vielleicht möchte der eine oder andere das Buch ja lesen...aber die Art und Weise, in der Kastner dieses Buch schreibt, ist derartig lebendig und interessant, dass man das Gefühl hat, mitten in der Handlung zu stehen. Ein Teil der Personen ist natürlic bekannt: Quasimode, Frollo, die schöne Esmeralda....doch Kastner strickt hier eine Handlung, die alles in Frage stellt und vieles enthüllen soll. Durch das Vorwort des Autors, dass bereits Hugo von diesem Geheimnis gewusst haben soll, aber damals nicht darüber in seinem werk geschrieben hat, kommt zusätzliche Spannung auf: ist es war, beruht dies alles auf historischen tatsachen- hat der Kopist Sauveur tatsächlich existiert, oder sind dies alles nur Tricks, damit der Leser dies glauben soll?? Hier werden Phantasie und Historie auf interessante Weise gemischt.

Kastner nimmt Victor Hugo’s Glöckner als Gerüst und erzählt eine neue, phantastische Geschichte rundherum, die meiner Meinung nach spannender nicht geschrieben werden kann.

Gerade im Genre der historischen Romane findet man viele langatmige Geschichtchen, in denen graue Personen in immer gleichen handlungen „schwimmen“, Kastner jedoch stellt jeden einzelnen der Charaktere so dar, dass man am Ende glaubt, man würde ihn selbst kennen.

Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, alles in allem sehr abwechlungsreich, mitreißend und eben spannend.

Ich kann Euch das Buch jedenfalls nur empfeheln!

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • skorpion99

    21.02.2002, 10:57 Uhr von skorpion99
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse, mehr wird nicht verraten. Gruß vom Skorpion