Erfahrungsbericht von nikosternchen
Venezianisches Finale
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die letzten zwei Abende hab ich gemütlich mit (allein ) mit Wein und Buch auf meinem Sofa verbracht. Diesmal hatte es mir der erste Teil einer Krimireihe angetan von der ich in der letzten Zeit sehr viel positives gehört hatte.
Der erste Teil von der Autorin Donna Leon
VENEZIANISCHES FINALE / Commissario Brunettis erster Fall
erschien 1992 und wurde 1993 zum ersten mal ins deutsche übersetzt. Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren und lebt seit 1981 in Venedig. Soweit mir bekannt sind mittlerweile 10 Fälle des Commissario Brunetti erschienen ( wenn ich da falsch informiert bin , gebt mir bitte Bescheid)
ISBN:3-257-22780-9
344 Seiten
9,90€
DIE STORY
Zunächst mal möchte ich anmerken das es sich hier um einen Krimi handelt, der ein bisschen in die Agatha Christie Richtung geht und ich deswegen die Story nur in ganz groben Zügen beschrieben möchte und kann, weil ich sonst wahrscheinlich einfach zuviel vorweg nehmen würde.
Die Geschichte beginnt bei einer Premierenaufführung von „la Traviata“ im venezianischem Opernhaus „La Fenice“. Nach der Pause zum letzten Akt wird der Stardirigent Helmut Wellauer tot in seiner Garderobe aufgefunden. Allem Anschein nach ist er mit Zyankali vergiftet worden.
An dieser Stelle lernen wir dann Protagonisten Guido Brunetti kennen. Liebevoller Ehemann und Vater, aber auch ein ehrgeiziger Commissario. Auf ihm lastet ein wahnsinniger Druck als er mit diesem Fall beauftragt wird. Die Ehre der Stadt und ein Wahnsinniger Verlust der Musikwelt muss aufgeklärt werden , und zwar schleunigst.
Zunächst beginnt er die üblichen Verdächtigen zu verhören, Leute aus dem näheren Umkreis, die junge hübsche Ehefrau, Kollegen und und und. Nach und nach muss er aber gezwungener Maßen tief in der Vergangenheit wühlen und in Wellauers Privatleben eintauchen und kommt so des Rätsels Lösung auf die Spur.
NIKOLINA UND KRIMIS
Ich muss sagen das ich generell nicht so ein Krimifetischist bin. Deswegen fand ich den Anfang auch ehr langweilig und schleppend. Ein Toter, vergiftet, eine 37 Jahre jüngere Frau mit Erwartungen auf ein Millionenerbe, weitere Verdächtige im näheren Bekanntenkreis, das ganze allerdings in Venedig einen vielleicht dann doch ein bisschen anderen Schauplatz. Alles in allen ehr zum gäääähnen....Spekulativ hätte ich bis Seite 100 bestimmt behauptetet das der Mörder der Gärtner sei, wenn sich nicht doch noch eine gewisse Spannung in der Story aufgebaut hätte.
NIKOLINA UND HERR BRUNETTI
Dies ist ja nun Teil 1 der Reihe und schon hier wird einem Herr Brunetti samt Frau und Schwiegereltern im Detail nahegebracht. Obwohl Herr Brunetti auch hier mit jedem typischen Serien Commissario mithalten kann finde ich das im großen und ganzen nicht weiter schlimm. Ich meine, Serienhelden MÜSSEN schließlich eine intakte Familie, mitteldurchschnittlich gutaussehend aber 100 % sympathisch sein, sonst wäre das ja auch dumm. Allerdings ist auch hier ist es mir wieder ein Stück zuviel typisch und oberflächlich.
NIKOLINA UND VENEDIG
Sehr beeindrucken ist die wahnsinnig detailgetreue Beschreibung Venedigs. Frau Leon hat schon eine irre Art und weise die Gegend, die Situationen und die Charaktere der einzelnen zu beschreiben. Vielleicht rührt das auch daher das ich schon mal in Venedig war aber auch für den der es noch nicht war hinterlassen ihre Beschreibungen sicherlich einen ordentlichen Eindruck.
ALLES IN ALLEM
Am Anfang war ich wirklich enttäuscht, da alles so klischeehaft und in jede X-beliebige Mittelklassige Krimireihe passte. Das hat sich ein wenig gelegt, und ich merkte das Frau Leon sich doch mehr Gedanken gemacht hat als angenommen. Zum Ende hin wird die Geschichte sogar richtig spannend. Allerdings behaupte ich mal ganz kühn dass das einzige was ihr wirklich perfekt gelungen ist, ist der Einblick in Commissarios Leben, ihn als Menschen und seine Umgebung Venedig. Alles andere ist scharf an der Grenze zum Durchschnitt.
STERNCHENVERTEILUNG
Ich weigere mich strickt das Buch als Perfekt hinzustellen aber möchte eigentlich auch nur ein Sternchen abziehen, weil es trotz aller kleinen Mängel spannend im späteren Verlauf, überaus schlüssig, und unterhaltsam ist. Eine Empfehlung spreche ich nur bedingt aus, und zwar nur für Krimiliebhaber oder Venedigfetischisten. Sicherlich werde ich nach den weiteren Werken von ihr schauen , vielleicht überzeugt mich eines von denen einfach mehr.
Wochenendgrüße Nikolina
Der erste Teil von der Autorin Donna Leon
VENEZIANISCHES FINALE / Commissario Brunettis erster Fall
erschien 1992 und wurde 1993 zum ersten mal ins deutsche übersetzt. Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren und lebt seit 1981 in Venedig. Soweit mir bekannt sind mittlerweile 10 Fälle des Commissario Brunetti erschienen ( wenn ich da falsch informiert bin , gebt mir bitte Bescheid)
ISBN:3-257-22780-9
344 Seiten
9,90€
DIE STORY
Zunächst mal möchte ich anmerken das es sich hier um einen Krimi handelt, der ein bisschen in die Agatha Christie Richtung geht und ich deswegen die Story nur in ganz groben Zügen beschrieben möchte und kann, weil ich sonst wahrscheinlich einfach zuviel vorweg nehmen würde.
Die Geschichte beginnt bei einer Premierenaufführung von „la Traviata“ im venezianischem Opernhaus „La Fenice“. Nach der Pause zum letzten Akt wird der Stardirigent Helmut Wellauer tot in seiner Garderobe aufgefunden. Allem Anschein nach ist er mit Zyankali vergiftet worden.
An dieser Stelle lernen wir dann Protagonisten Guido Brunetti kennen. Liebevoller Ehemann und Vater, aber auch ein ehrgeiziger Commissario. Auf ihm lastet ein wahnsinniger Druck als er mit diesem Fall beauftragt wird. Die Ehre der Stadt und ein Wahnsinniger Verlust der Musikwelt muss aufgeklärt werden , und zwar schleunigst.
Zunächst beginnt er die üblichen Verdächtigen zu verhören, Leute aus dem näheren Umkreis, die junge hübsche Ehefrau, Kollegen und und und. Nach und nach muss er aber gezwungener Maßen tief in der Vergangenheit wühlen und in Wellauers Privatleben eintauchen und kommt so des Rätsels Lösung auf die Spur.
NIKOLINA UND KRIMIS
Ich muss sagen das ich generell nicht so ein Krimifetischist bin. Deswegen fand ich den Anfang auch ehr langweilig und schleppend. Ein Toter, vergiftet, eine 37 Jahre jüngere Frau mit Erwartungen auf ein Millionenerbe, weitere Verdächtige im näheren Bekanntenkreis, das ganze allerdings in Venedig einen vielleicht dann doch ein bisschen anderen Schauplatz. Alles in allen ehr zum gäääähnen....Spekulativ hätte ich bis Seite 100 bestimmt behauptetet das der Mörder der Gärtner sei, wenn sich nicht doch noch eine gewisse Spannung in der Story aufgebaut hätte.
NIKOLINA UND HERR BRUNETTI
Dies ist ja nun Teil 1 der Reihe und schon hier wird einem Herr Brunetti samt Frau und Schwiegereltern im Detail nahegebracht. Obwohl Herr Brunetti auch hier mit jedem typischen Serien Commissario mithalten kann finde ich das im großen und ganzen nicht weiter schlimm. Ich meine, Serienhelden MÜSSEN schließlich eine intakte Familie, mitteldurchschnittlich gutaussehend aber 100 % sympathisch sein, sonst wäre das ja auch dumm. Allerdings ist auch hier ist es mir wieder ein Stück zuviel typisch und oberflächlich.
NIKOLINA UND VENEDIG
Sehr beeindrucken ist die wahnsinnig detailgetreue Beschreibung Venedigs. Frau Leon hat schon eine irre Art und weise die Gegend, die Situationen und die Charaktere der einzelnen zu beschreiben. Vielleicht rührt das auch daher das ich schon mal in Venedig war aber auch für den der es noch nicht war hinterlassen ihre Beschreibungen sicherlich einen ordentlichen Eindruck.
ALLES IN ALLEM
Am Anfang war ich wirklich enttäuscht, da alles so klischeehaft und in jede X-beliebige Mittelklassige Krimireihe passte. Das hat sich ein wenig gelegt, und ich merkte das Frau Leon sich doch mehr Gedanken gemacht hat als angenommen. Zum Ende hin wird die Geschichte sogar richtig spannend. Allerdings behaupte ich mal ganz kühn dass das einzige was ihr wirklich perfekt gelungen ist, ist der Einblick in Commissarios Leben, ihn als Menschen und seine Umgebung Venedig. Alles andere ist scharf an der Grenze zum Durchschnitt.
STERNCHENVERTEILUNG
Ich weigere mich strickt das Buch als Perfekt hinzustellen aber möchte eigentlich auch nur ein Sternchen abziehen, weil es trotz aller kleinen Mängel spannend im späteren Verlauf, überaus schlüssig, und unterhaltsam ist. Eine Empfehlung spreche ich nur bedingt aus, und zwar nur für Krimiliebhaber oder Venedigfetischisten. Sicherlich werde ich nach den weiteren Werken von ihr schauen , vielleicht überzeugt mich eines von denen einfach mehr.
Wochenendgrüße Nikolina
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