Erfahrungsbericht von JustOliver
Fesselnde Lektüre!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute geht es um mein zuletzt gelesenes Buch: Der ewige Gärtner von John LeCarre. Das Buch hat 557 Seiten und kostet als Taschenbuch (ISBN: 3548602290) 9,95 Euro und als gebundene Ausgabe (ISBN: 3471780785) 22,95 Euro.
HANDLUNG
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Die Frau des englischen Diplomaten Justin Quayle, Tessa, wird in einem afrikanischen Land ermordet. In diplomatischen Kreisen wird ein Skandal befürchtet, war sie doch auf eine gemeinsamen Reise mit einem afrikanischen Arzt, der seitdem verschollen ist. Für ihren Mann Justin ist dieser Vorfall zunächst ein tiefer Schock. Nachdem alles getan wird, ihn von der Öffentlichkeit fern zu halten kehrt er nach England zurück und begibt sich hier auf die Suche. Die Suche nach den Gründen für den Mord, die Suche nach den Mördern. Schon bald merkt er, dass er die Frau an seiner Seite nur unzureichend kannte. Tessa hatte in Afrika nämlich ihr Herz für die Schwarzen, ihr Herz für die Gerechtigkeit ihnen gegenüber entdeckt, der Grund dafür, weshalb sie sich immer wieder in Slums engagierte. Hierbei war sie einem Skandal auf die Spur gekommen, in dem ein westlicher Pharmakonzern den afrikanischen Kontinent quasi als Versuchsfeld für ein neues Medikament gegen Tuberkulose nutzt, und hierbei gravierende Nebenwirkungen verschweigt. Justin begibt sich zu alten Mitstreitern seiner Frau, lernt zum einen seine Frau im Nachhinein viel besser kennen, ist jedoch auf der anderen Seite auch erschrocken, vor was für Machenschaften er sein ganzes Leben lang die Augen verschlossen hat. Und auch er bekommt bald die Macht des Pharmakonzerns und seine Skrupellosigkeit zu spüren.
EINDRUCK
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Manche mögen das Buch als zäh beschreiben, denn einiges Passagen sind wahnsinnig ausführlich. Teilweise gibt es Seiten, auf denen die Handlung im Grunde genommen keine Fortschritte macht, sondern LeCarre sich darauf beschränkt Landschaften zu beschreiben, oder aber Charaktere der Personen zu entwickeln. Wer diese als langweilig und langatmig bezeichnet, der möge dies tun. Für mich ist es zum einen faszinierend, welche beeindruckende Sprache ein Schriftsteller für Landschaftsbeschreibungen entwickeln kann, macht mir dies doch immer wieder bewusst, wie beschränkt im Grunde doch mein Ruhrpott-Mund ist. Zum anderen ist es einfach herrlich zu lesen, wie LeCarre die Charaktere entwickelt. Aus dem anfangs schwachen Justin entwickelt sich ein nicht aufgebender Kämpfer. Obwohl seine Frau Tessa längst tot ist, lässt der Verfasser sie immer wieder in der Handlung auftauchen. Justins Erinnerungen und die Erzählungen alter Mitstreiterinnen lassen sie quasi leibhaftig werden, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Verstorbenen bekommt.
Hinzukommt, dass LeCarre es schafft, für einen ganz subtilen Anstieg der Spannung zu sorgen. Anfangs plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin. Dann arbeitet sich Justin in die Materie, mit der sich Tessa beschäftigt hat ein und man merkt langsam, dass sie in irgend etwas Großem verstrickt war. Und hiermit nimmt auch sukzessive die Spannung zu. Diese wächst zunehmend durch das gelegentliche Auftauchen von Schlägertruppen des Pharmakonzerns, fast vergleichbar mit dem Auftauchen der schwarzen Ritter im 1. Teil von Herr der Ringe.
ANDERE WERKE
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Für alle diejenigen, die sich vielleicht nicht entsinnen können, ob sie schon einmal mit John LeCarre in Berührung gekommen sind, seien hier ein paar seiner größten Werke kurz aufgeführt:
- Der Spion, der aus der Kälte kam (international erfolgreicher Roman)
- Smiley’s Leute (Smiley war vielfach Hauptfigur in LeCarres zumeist während des kalten Krieges spielenden Stories)
- Krieg im Spiegel
- Der Schneider von Panama (verfilmt im Jahre 2001)
- Das Russland-Haus (verfilmt mit Sean Connory und Michelle Pfeiffer)
- Die Libelle
FAZIT
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Dem Buch merkt man an, dass LeCarre ein ganz alter Hase seines Fachs ist. Es ist sicherlich nichts, für Fans von Krimis eines Robert Ludlum, mit kurzweiliger Story, zahllosen Toten und Action pur. Der ewige Gärtner überzeugt vielmehr durch eine wunderschöne Erzählweise und eine sehr subtile Art und Weise des Spannungsaufbaus. Alles ist bei weitem nicht so platt, wie bei anderen Krimi-Autoren und zudem wirkt die Hintergrund-Story extrem gut recherchiert. Mir hat das Buch extrem viel Spaß gemacht, obwohl mich die umfangreiche Seitenzahl zunächst abgeschreckt hat. Dennoch bin ich schnell durch dieses Buch gestoßen, nicht zuletzt, weil die Handlung doch recht fesselnd ist. Wer auf etwas anspruchsvollere Krimis steht, der ist bei diesem Buch sicherlich richtig und dem kann ich dieses Buch auch nur ans Herz legen.
HANDLUNG
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Die Frau des englischen Diplomaten Justin Quayle, Tessa, wird in einem afrikanischen Land ermordet. In diplomatischen Kreisen wird ein Skandal befürchtet, war sie doch auf eine gemeinsamen Reise mit einem afrikanischen Arzt, der seitdem verschollen ist. Für ihren Mann Justin ist dieser Vorfall zunächst ein tiefer Schock. Nachdem alles getan wird, ihn von der Öffentlichkeit fern zu halten kehrt er nach England zurück und begibt sich hier auf die Suche. Die Suche nach den Gründen für den Mord, die Suche nach den Mördern. Schon bald merkt er, dass er die Frau an seiner Seite nur unzureichend kannte. Tessa hatte in Afrika nämlich ihr Herz für die Schwarzen, ihr Herz für die Gerechtigkeit ihnen gegenüber entdeckt, der Grund dafür, weshalb sie sich immer wieder in Slums engagierte. Hierbei war sie einem Skandal auf die Spur gekommen, in dem ein westlicher Pharmakonzern den afrikanischen Kontinent quasi als Versuchsfeld für ein neues Medikament gegen Tuberkulose nutzt, und hierbei gravierende Nebenwirkungen verschweigt. Justin begibt sich zu alten Mitstreitern seiner Frau, lernt zum einen seine Frau im Nachhinein viel besser kennen, ist jedoch auf der anderen Seite auch erschrocken, vor was für Machenschaften er sein ganzes Leben lang die Augen verschlossen hat. Und auch er bekommt bald die Macht des Pharmakonzerns und seine Skrupellosigkeit zu spüren.
EINDRUCK
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Manche mögen das Buch als zäh beschreiben, denn einiges Passagen sind wahnsinnig ausführlich. Teilweise gibt es Seiten, auf denen die Handlung im Grunde genommen keine Fortschritte macht, sondern LeCarre sich darauf beschränkt Landschaften zu beschreiben, oder aber Charaktere der Personen zu entwickeln. Wer diese als langweilig und langatmig bezeichnet, der möge dies tun. Für mich ist es zum einen faszinierend, welche beeindruckende Sprache ein Schriftsteller für Landschaftsbeschreibungen entwickeln kann, macht mir dies doch immer wieder bewusst, wie beschränkt im Grunde doch mein Ruhrpott-Mund ist. Zum anderen ist es einfach herrlich zu lesen, wie LeCarre die Charaktere entwickelt. Aus dem anfangs schwachen Justin entwickelt sich ein nicht aufgebender Kämpfer. Obwohl seine Frau Tessa längst tot ist, lässt der Verfasser sie immer wieder in der Handlung auftauchen. Justins Erinnerungen und die Erzählungen alter Mitstreiterinnen lassen sie quasi leibhaftig werden, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Verstorbenen bekommt.
Hinzukommt, dass LeCarre es schafft, für einen ganz subtilen Anstieg der Spannung zu sorgen. Anfangs plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin. Dann arbeitet sich Justin in die Materie, mit der sich Tessa beschäftigt hat ein und man merkt langsam, dass sie in irgend etwas Großem verstrickt war. Und hiermit nimmt auch sukzessive die Spannung zu. Diese wächst zunehmend durch das gelegentliche Auftauchen von Schlägertruppen des Pharmakonzerns, fast vergleichbar mit dem Auftauchen der schwarzen Ritter im 1. Teil von Herr der Ringe.
ANDERE WERKE
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Für alle diejenigen, die sich vielleicht nicht entsinnen können, ob sie schon einmal mit John LeCarre in Berührung gekommen sind, seien hier ein paar seiner größten Werke kurz aufgeführt:
- Der Spion, der aus der Kälte kam (international erfolgreicher Roman)
- Smiley’s Leute (Smiley war vielfach Hauptfigur in LeCarres zumeist während des kalten Krieges spielenden Stories)
- Krieg im Spiegel
- Der Schneider von Panama (verfilmt im Jahre 2001)
- Das Russland-Haus (verfilmt mit Sean Connory und Michelle Pfeiffer)
- Die Libelle
FAZIT
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Dem Buch merkt man an, dass LeCarre ein ganz alter Hase seines Fachs ist. Es ist sicherlich nichts, für Fans von Krimis eines Robert Ludlum, mit kurzweiliger Story, zahllosen Toten und Action pur. Der ewige Gärtner überzeugt vielmehr durch eine wunderschöne Erzählweise und eine sehr subtile Art und Weise des Spannungsaufbaus. Alles ist bei weitem nicht so platt, wie bei anderen Krimi-Autoren und zudem wirkt die Hintergrund-Story extrem gut recherchiert. Mir hat das Buch extrem viel Spaß gemacht, obwohl mich die umfangreiche Seitenzahl zunächst abgeschreckt hat. Dennoch bin ich schnell durch dieses Buch gestoßen, nicht zuletzt, weil die Handlung doch recht fesselnd ist. Wer auf etwas anspruchsvollere Krimis steht, der ist bei diesem Buch sicherlich richtig und dem kann ich dieses Buch auch nur ans Herz legen.
26 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.05.2007, 19:50 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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