Erfahrungsbericht von Schauig
Harriet Lerner; Zärtliches Tempo
Pro:
es gibt keine Patentlösung
Kontra:
es gibt keine Patentlösung
Empfehlung:
Nein
Wenn zwei sich verlieben, fühlen sie sich einander ganz nah. Doch dieser Eindruck täuscht.: Das sind die ersten Sätze, die ich im Buch von Harriet Lerner lese. So, so denke ich. Das kann ja heiter werden. Ist wohl wieder so ein Emanzipationsbuch! Aber weit gefehlt. (Copyright by Schauig)
Bei Harriet Lerner gibt es keine Männerfeindlichkeit, keine gut gemeinten Ratschlage, keine Gebrauchsanweisungen und keine Universallösung. Sie nimmt die menschlichen Beziehungen unter die Lupe. Die Beziehung von Mann und Frau ebenso wie von Freund und Freundin, Geschwistern und Eltern zu- und untereinander. Wir sind stiller Beobachter von scheinbar hilflosen oder perfekten Menschen. Von scheinbar unüberwindlichen Gegensätzen oder scheinbarer Harmonie. Es ist bei genauer Betrachtung tatsächlich aber nur scheinbar; scheinbar unlöslich, muß scheinbar so bleiben oder ist scheinbar festgeschrieben.
Ich habe das Buch auf die Empfehlung einer Kollegin hin gekauft und den Kauf tatsächlich nicht bereut, obwohl das Buch scheinbar keine Lösung bietet. Harriet Lerner beschäftigt sich in ihrem Buch mit Nähe und Distanz, der Schwierigkeit von Veränderungen, dem Preis der Selbstentwicklung, dem Umgang mit Ängsten, der Basis des Handels und dem Umgang mit unterschiedlichen Auffassungen, dem Über- und Unterfunktionieren und der Dreieckskonstellation.
Diese Probleme erläutert sie an anschaulichen Beispielen und zeigt uns anhand dieser Beispiele, wie diese Menschen genau dieses Problem gelöst haben und wie viel Arbeit dahinter steckt
Die meisten Geschichten handeln von Frauen, aber das buch ist kein ausschließliches Frauenbuch. Auch Männer können gern einen Blick hineinwerfen. Es gibt keine Patentlösungen, aber Anregungen zum Erkennen und Lösen der eigenen Probleme oder zum Verändern der eigenen Beziehungen.
Ich fand das Buch sehr interessant, es ist unterhaltsam geschrieben, enthält aber auch psychologische Hintergründe nicht vor. Es gibt Denkanstöße.
Harriet Lerner gibt uns vor allem eine Sicht auf das System der Beziehungen wieder, was passiert, wenn man an einem Fädchen zieht.
Einer der letzten Sätze im Buch lässt mich dann wieder aufatmen: Der Wunsch nach Distanz ist ebenso normal wie der Wunsch nach Nähe; es gibt kein universell gültiges Maß an Intimität, das für alle Paare und alle Beziehungen richtig wäre.
Danke Harriet!
Das Buch kostet 8,90 Euro und ist beim Fischer Verlag herausgegeben worden. Die ISBN- Nr.: 3-596-15173-2.
Ach ja, lasst Euch Zeit zur Veräanderung.
Bei Harriet Lerner gibt es keine Männerfeindlichkeit, keine gut gemeinten Ratschlage, keine Gebrauchsanweisungen und keine Universallösung. Sie nimmt die menschlichen Beziehungen unter die Lupe. Die Beziehung von Mann und Frau ebenso wie von Freund und Freundin, Geschwistern und Eltern zu- und untereinander. Wir sind stiller Beobachter von scheinbar hilflosen oder perfekten Menschen. Von scheinbar unüberwindlichen Gegensätzen oder scheinbarer Harmonie. Es ist bei genauer Betrachtung tatsächlich aber nur scheinbar; scheinbar unlöslich, muß scheinbar so bleiben oder ist scheinbar festgeschrieben.
Ich habe das Buch auf die Empfehlung einer Kollegin hin gekauft und den Kauf tatsächlich nicht bereut, obwohl das Buch scheinbar keine Lösung bietet. Harriet Lerner beschäftigt sich in ihrem Buch mit Nähe und Distanz, der Schwierigkeit von Veränderungen, dem Preis der Selbstentwicklung, dem Umgang mit Ängsten, der Basis des Handels und dem Umgang mit unterschiedlichen Auffassungen, dem Über- und Unterfunktionieren und der Dreieckskonstellation.
Diese Probleme erläutert sie an anschaulichen Beispielen und zeigt uns anhand dieser Beispiele, wie diese Menschen genau dieses Problem gelöst haben und wie viel Arbeit dahinter steckt
Die meisten Geschichten handeln von Frauen, aber das buch ist kein ausschließliches Frauenbuch. Auch Männer können gern einen Blick hineinwerfen. Es gibt keine Patentlösungen, aber Anregungen zum Erkennen und Lösen der eigenen Probleme oder zum Verändern der eigenen Beziehungen.
Ich fand das Buch sehr interessant, es ist unterhaltsam geschrieben, enthält aber auch psychologische Hintergründe nicht vor. Es gibt Denkanstöße.
Harriet Lerner gibt uns vor allem eine Sicht auf das System der Beziehungen wieder, was passiert, wenn man an einem Fädchen zieht.
Einer der letzten Sätze im Buch lässt mich dann wieder aufatmen: Der Wunsch nach Distanz ist ebenso normal wie der Wunsch nach Nähe; es gibt kein universell gültiges Maß an Intimität, das für alle Paare und alle Beziehungen richtig wäre.
Danke Harriet!
Das Buch kostet 8,90 Euro und ist beim Fischer Verlag herausgegeben worden. Die ISBN- Nr.: 3-596-15173-2.
Ach ja, lasst Euch Zeit zur Veräanderung.
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