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Erfahrungsbericht von littlewitch80

Mal was "klassisches"?

Pro:

Leicht verständlich

Kontra:

---

Empfehlung:

Nein

Nathan, ein reicher Jude, erfährt bei der Rückkehr von einer Reise nach Jerusalem, dass sein Haus unmittelbar vor seiner Ankunft in Flammen stand und dass seine Tochter Recha, ein angenommenes christliches Waisenkind, durch einen jungen Tempelherren vor dem Feuertod gerettet worden war.
Nach einem Gefecht in Gefangenschaft geraten sollte der Tempelherr auf Befehl des Sultans hingerichtet werden. Doch als der Sultan ihn sieht erkennt er in dem Tempelherren seinen verschollenen Bruder Assad wieder und begnadigt ihn.
Dank seiner Sensibilität und Klugheit gelingt es Nathan, den Retter seiner Tochter, der eigentlich nichts mehr mit Recha zu tun haben will, in ein vorurteilfreies Gespräch zu verwickeln und zu einem besuch bei Recha zu überzeugen, denn Recha will sich bei dem Tempelherren revanchieren.
Da der Sultan in Geldnot geraten ist will er Nathan eine falle stellen, bei der Nathan auf jeden Fall zahlen muss. Er stellt ihm die Frage nach der wahren Religion. Nathan antwortet mit der Ringparabel, eine Geschichte in der Geschichte. Diese erzählt von einem Vater, seinen Söhnen und einen Ring den alle drei Söhne haben wollen. Der Vater lässt den Ring vervielfältigen und am Schluss weiß keiner mehr welches der wahre Ring ist. Nach dieser Ringparabel werden der Sultan und Nathan Freunde. Als Freund ist es für Nathan kein Problem dem Sultan Geld zu leihen.
Währendessen besuchte der Tempelherr Recha und hat sich in sie verliebt (so schnell kann’s gehen (g)).
Durch die abwährende Haltung Nathans, als dieser von der Liebschaft erfährt, sieht der Tempelherr sieht er seine anfänglichen Vorurteile (wegen der Religion) doch bestätigt, zumal Recha Christin ist. In dieser Situation wendet sich der Tempelherr ratsuchend an den Patriarchen von Jerusalem, einem gewissenlosen Vertreter der christlichen Kirche. Der Klosterbruder, den der Patriarch als Spion hinter dem Tempelherren und später hinter her schickt, ist jedoch der Gleiche, der Nathan einst das Waisenkind Recha anvertraute.
Nach kurzem Verwirrspiel kristallisiert sich die Verwandtschaft zwischen Recha, dem Tempelherren, dem Sultan und dessen Schwester Sittah heraus. In vielen Umarmungen endet das Drama.


So im Überblick mag das alles sehr verwirrend klingen, aber beim lesen stellt sich bald eine klare Struktur heraus. Anders als bei vielen anderen „klassischen“ (ich weiß, ist ja eigentlich Aufklärung) Stücken, ist man nicht gleich nach den ersten paar Seiten so verzweifelt weil man nichts versteht. Das Drama ist auch gut ohne „höhere Deutschkenntnisse“ zu bewältigen, und nach dem Einstieg macht es sogar richtig Spaß,... auch denjenigen die sonst eigentlich nicht so gerne lesen (laut Freunden).

„Nathan der Weise“ war das letzte Drama (1779) das Gotthold Ephraim Lessing schrieb. Zwei Jahre später (1781) starb Lessing im Alter von 52 Jahren in Braunschweig

17 Bewertungen, 5 Kommentare

  • anonym

    05.04.2002, 15:19 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Beitrag - vielleicht liest man sich ja eins öfters ;-)) - PS: Wenn Du magst kannst Du ja was in mein Gästebuch schreiben

  • PrinceofLies

    04.04.2002, 15:54 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    etwas viel Inhalt und wenig Meinung.Zudem wurde die starke Symbolik des Stückes (neben Ringparabel,die etwas ausführlicher betrachtet gehört fehlen Tempelherr,Patriarch,Derwisch und der Sultan beleuchtet)

  • Lieselotte5

    01.04.2002, 10:38 Uhr von Lieselotte5
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine eigenen Meinung kommt finde ich etwas zu kurz, aber sonst ist es sehr gut. Wir lesen das Buch gerade in der Schule.

  • botanik

    31.03.2002, 14:38 Uhr von botanik
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut geschrieben, enthält nützliche infos

  • anonym

    31.03.2002, 14:32 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein wirklich gutes buch, doch leider ist dein bericht etwas knapp ausgefallen mfg arne