Erfahrungsbericht von bavariangirl
????? Frau zu sein bedarf es wenig ?????
Pro:
Ich habe danach gesucht aber nichts gefunden, allerdings ist der Schreibstil locker und leicht lesbar
Kontra:
kann mich einfach nicht mit der Hauptperson identifizieren
Empfehlung:
Nein
Eigentlich lese ich Hera Lind recht gerne, doch von diesem Buch war ich irgendwie enttäuscht, zwar ist es auch, wie alle ihre anderen Werke recht humorvoll geschrieben doch der Inhalt gewinnt dadurch einfach nicht.
Frau zu sein Bedarf es wenig, das habe ich als Taschenbuch mit 270 Seiten für 12,90 DM/6,50 Euro gekauft und an einem Abend ausgelesen, das Buch ist einfach geschrieben und man kann es durchaus auch mal eine Weile aus der Hand legen, den Faden verliert man da nicht so schnell.
In dem Buch geht es um eine Frau, die gleich zu Anfang, unehelich einen kleinen Jungen zur Welt bringt. Der Geburtsablauf und die anschliessende Heimkehr ist recht amüsant beschrieben, man erfährt das sie mit dem Kindsvater, wie sie ihn immer nennt, eine Zweckgemeinschaft zum Wohle des Kindes eingeht, eine Haushälterin die gute alte Frau Pupke soll sich um den kleinen Paul kümmern.
Der Kindsvater Klaus ist Arzt und will ihr erst mal alle Freiheiten lassen, die so eine junge Mutter, zur Selbstverwirklichung braucht.
Sie, die angehende Kammersängerin, mit mittelmässigen Engagements will beides Kind und Beruf, das ist sicher nichts ungwöhnliches in der heutigen Zeit, doch dann einen Mann zufinden der sie beherbergt, Unterhalt zahlt fürs Kind und ihr die nötige Freiheit schafft und lässt, ohne dafür eine Gegenleistung oder gar Bettgenossin zu verlangen ist doch eher selten, ja eine Zweckgemeinschaft, wenn auch meines erachtens nach, eine sehr einseitige. Würde ich sowas als Emanzipierte Frau wirklich wollen?
Pauline versucht erst mit Kind ihre Karrierepläne zu verwirklichen, doch das stresst sie und sie beschliesst das Angebot von Klaus anzunehmen und ab da betreut fast ausschliesslich die Haushälterin, die gute Perle, den kleinen Paul. Sie setzt ihn schon mit 6 Monaten auf den Topf und geht voll und ganz in dem Kind auf, Schlaggwörter sind sachma, woll und viel Dialekt dieser „Perle“ finden ausgiebig Platz in dem Buch.
Natürlich ist Pauline mit der Inbesitznahme ihres Kindes und der Erziehungsmethoden nicht einverstanden, sie wehrt sich eher innerlich durch Zwiesprache mit ihren 2 Charaktären „Tante Lillie“ oder ihrem „Inneren Schweinehund“, manchmal führt sie mir fast zu viel Selbstgespräche oder sind es Gedanken?
Jedenfalls entschliesst sie sich, nichts in Anbetracht dieser Situation zu unternehmen, sie resigniert und zieht mit anderen Musikern vornehmlich Männern herum. Sie fängt eine Beziehung an und ist nicht mutig genug von ihrem Söhnchen zu erzählen.......
Hier wird mir das Buch irgendwie ein bisschen zu blöd, auf der einen Seite versucht Hera Lind die Frau als emanzipiert Kind und Karriere, oder Karriere auch ohne Kind gross herauszuschreiben, doch fehlt es hier total an Durchsetzungskraft der Pauline.
Das hat doch nichts mit Karrieremachen zu tun wenn ich mein Kind verleugne....sie findet das aber scheinbar nicht so schlimm, es wird einfach viel zu leicht um dieses Thema herum geschrieben, im Vordergrund steht immer Pauline in Zwiesprache mit Ihren „2“ schizophrenen Personen das Kind wird hier meiner Meinung nach eher zu einer Sache gemacht. Ab und zu fällt der Satz von „Rotznase“ und „Lächelt süss“ aber bei 270 Seiten ist das einfach ganz schön wenig.
Pauline wirkt auf mich absolut unreif, ohne jegliches Selbstbewusstsein, sie rennt einem Mann hinterher der sie nur ausnutzt, anstatt dem Mann der ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen würde zu beachten, oder dort klaren Tisch zu machen.
Ganz kitschig wird dann irgendwie der Schluss.........doch den verrate ich hier nicht denn sonst braucht man das ja gar nicht mehr lesen.
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen, ich identifiziere mich in keinster Weise mit dieser Hauptperson, würde ich doch nie tatenlos mir die Erziehung meiner Kinder aus der Hand nehmen lassen, Gute Nacht Küsschen gibt es schliesslich wenn ich und das Kind das wollen, da lässt man sich doch nicht aus dem Zimmer scheuchen.
Dieser Roman kam 1992 auf den Büchermarkt, die Zeit in der der Roman spielt würde ich auf 1970-1980 datieren, vieles klingt ein bisschen antiquiriert.
ISBN 3 596 11057 2
Frau zu sein Bedarf es wenig, das habe ich als Taschenbuch mit 270 Seiten für 12,90 DM/6,50 Euro gekauft und an einem Abend ausgelesen, das Buch ist einfach geschrieben und man kann es durchaus auch mal eine Weile aus der Hand legen, den Faden verliert man da nicht so schnell.
In dem Buch geht es um eine Frau, die gleich zu Anfang, unehelich einen kleinen Jungen zur Welt bringt. Der Geburtsablauf und die anschliessende Heimkehr ist recht amüsant beschrieben, man erfährt das sie mit dem Kindsvater, wie sie ihn immer nennt, eine Zweckgemeinschaft zum Wohle des Kindes eingeht, eine Haushälterin die gute alte Frau Pupke soll sich um den kleinen Paul kümmern.
Der Kindsvater Klaus ist Arzt und will ihr erst mal alle Freiheiten lassen, die so eine junge Mutter, zur Selbstverwirklichung braucht.
Sie, die angehende Kammersängerin, mit mittelmässigen Engagements will beides Kind und Beruf, das ist sicher nichts ungwöhnliches in der heutigen Zeit, doch dann einen Mann zufinden der sie beherbergt, Unterhalt zahlt fürs Kind und ihr die nötige Freiheit schafft und lässt, ohne dafür eine Gegenleistung oder gar Bettgenossin zu verlangen ist doch eher selten, ja eine Zweckgemeinschaft, wenn auch meines erachtens nach, eine sehr einseitige. Würde ich sowas als Emanzipierte Frau wirklich wollen?
Pauline versucht erst mit Kind ihre Karrierepläne zu verwirklichen, doch das stresst sie und sie beschliesst das Angebot von Klaus anzunehmen und ab da betreut fast ausschliesslich die Haushälterin, die gute Perle, den kleinen Paul. Sie setzt ihn schon mit 6 Monaten auf den Topf und geht voll und ganz in dem Kind auf, Schlaggwörter sind sachma, woll und viel Dialekt dieser „Perle“ finden ausgiebig Platz in dem Buch.
Natürlich ist Pauline mit der Inbesitznahme ihres Kindes und der Erziehungsmethoden nicht einverstanden, sie wehrt sich eher innerlich durch Zwiesprache mit ihren 2 Charaktären „Tante Lillie“ oder ihrem „Inneren Schweinehund“, manchmal führt sie mir fast zu viel Selbstgespräche oder sind es Gedanken?
Jedenfalls entschliesst sie sich, nichts in Anbetracht dieser Situation zu unternehmen, sie resigniert und zieht mit anderen Musikern vornehmlich Männern herum. Sie fängt eine Beziehung an und ist nicht mutig genug von ihrem Söhnchen zu erzählen.......
Hier wird mir das Buch irgendwie ein bisschen zu blöd, auf der einen Seite versucht Hera Lind die Frau als emanzipiert Kind und Karriere, oder Karriere auch ohne Kind gross herauszuschreiben, doch fehlt es hier total an Durchsetzungskraft der Pauline.
Das hat doch nichts mit Karrieremachen zu tun wenn ich mein Kind verleugne....sie findet das aber scheinbar nicht so schlimm, es wird einfach viel zu leicht um dieses Thema herum geschrieben, im Vordergrund steht immer Pauline in Zwiesprache mit Ihren „2“ schizophrenen Personen das Kind wird hier meiner Meinung nach eher zu einer Sache gemacht. Ab und zu fällt der Satz von „Rotznase“ und „Lächelt süss“ aber bei 270 Seiten ist das einfach ganz schön wenig.
Pauline wirkt auf mich absolut unreif, ohne jegliches Selbstbewusstsein, sie rennt einem Mann hinterher der sie nur ausnutzt, anstatt dem Mann der ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen würde zu beachten, oder dort klaren Tisch zu machen.
Ganz kitschig wird dann irgendwie der Schluss.........doch den verrate ich hier nicht denn sonst braucht man das ja gar nicht mehr lesen.
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen, ich identifiziere mich in keinster Weise mit dieser Hauptperson, würde ich doch nie tatenlos mir die Erziehung meiner Kinder aus der Hand nehmen lassen, Gute Nacht Küsschen gibt es schliesslich wenn ich und das Kind das wollen, da lässt man sich doch nicht aus dem Zimmer scheuchen.
Dieser Roman kam 1992 auf den Büchermarkt, die Zeit in der der Roman spielt würde ich auf 1970-1980 datieren, vieles klingt ein bisschen antiquiriert.
ISBN 3 596 11057 2
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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25.07.2003, 15:49 Uhr von Wurzelchen2
Bewertung: sehr hilfreichDein Bericht ist gut, aber ich hasse Hera Lind.
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20.03.2002, 15:50 Uhr von woman
Bewertung: sehr hilfreichIch finde diese Hera-Lind-Romane einfach schrecklich! Doch wie alles im Leben - reine Geschmacksache. Liebe Grüße, Vera
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