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Erfahrungsbericht von [email protected]

Eine persönliche Deutschstunde

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo Ihr Yopis,
wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, werde ich bzw. habe ich bereits über einige Werke und Autoren berichtet. Ich lese sehr gern und habe mir hier die Aufgabe gestellt einige Werke zu präsentieren und den Bereich der Autorinnen und Autoren zu unterstützen. Ich hoffe, dass ihr mit meinen Beschreibungen klar kommt und meinen Entschluss mich mit der deutschen Sprache zu befassen, annehmt.
Jetzt möchte ich euch Siegfried Lenz: „Deutschstunde" vorstellen.....
Biographie des Autors:

- Lenz wird am 17 .03.1926 in Lyck (heute Polen) in Masuren/Ostpreußen geboren

- 1943 erwirbt er das Kriegsabitur und tritt in die Marine ein

- er desertiert in Dänemark, lebt dann in Hamburg als Schwarzhändler und beginnt, Philosophie, Literatur und Anglistik zu studieren

- 1948 bricht er das Studium ab und wird Redakteur bei der "Welt" und heiratet ein Jahr später - sein erster Roman "Es waren Habichte in der Luft" kam 1951 heraus, wofür er 1952 den Hamburger Lessing-Preis erhält

- 1953-1967 verfasst er mehrere Romane, Hörspiele, Dramen und Komödien, wofür er weitere Preise erhält

- Lenz bringt seinen Roman "Deutschstunde" im Jahr 1968 heraus, welcher 1972 verfilmt wird

- ab 1970 weitere Arbeit als freier Schriftsteller; 1976 wird er zum Ehrendoktor der Universität Hamburg ernannt

- 2001 wird er Ehrendoktor der Universität Erlangen



Inhaltsangabe:
- Siggi Jepsen, 21 Jahre alt, Insasse einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, hat einen
Aufsatz über "Die Freuden der Pflicht" zu schreiben, was in zwangsläufig an seinen Vater Jens Ole Jepsen denken lässt, einen Polizisten, der dort den nördlichsten Posten des Landes zu betreuen und zu überwachen hat
- Siggi erzählt in seinem Aufsatz, wie sein Vater im Jahr 1943 den Auftrag erhält, seinem
Jugendfreund, dem Maler Max Ludwig Nansen, ein von der Regierung erteiltes Malverbot zu überbringen und dieses auch zu überwachen
- diese von Jens Ole Jepsen streng praktizierte Einhaltung und Überwachung führt dazu, dass er sich zuerst mit dem Maler, dann mit seinen eigenen Kindern verfeindet
- er geht sogar so weit, dass er die Einhaltung des nicht mehr bestehenden Malverbots bis an die Grenze des in seiner Macht stehendem auch noch nach dem Krieg überwacht


Interpretation:
- in der fiktiven Person des Malers sind drei reelle Personen zu erkennen; der Maler Emil Nolde, der ungefähr ein gleiches Leben wie der Maler geführt hat, des weiteren Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner; alle drei herausragende Maler des Expressionismus
- "Deutschstunde" als moderner Bildungsroman, der jedoch weniger auf der geschichtlich-
gesellschaftlichen Ebene als vielmehr auf der Ebene des widerspiegelndem und verarbeitendem Einzelbewusstsein spielt
- "Deutschstunde als Zeitroman, der einen repräsentativen, subjektiv vermittelten Querschnitt durch
eine Geschichtsphase heilloser Verstrickungen gibt
- Lenz deckt die Wurzeln des Nationalsozialismus auf, der nur auf der Basis einer sklavisch ergebenen Führergefolgschaft gedeihen konnte
- im Kontrast zu dem liebenden und fürsorglichem Einzelnen tritt die Unmenschlichkeit der Nazi- Ideologie mit ihrem Fremdenhass und ihrer Verherrlichung der Stärke umso greller hervor, vor allem aber wird erkennbar, worauf eine künftige humane Gesellschaft zu gründen wäre .

Liebe Grüße ,
M-A-M-A-A-N-N-A © 2002-02-24

19 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Wurzelchen2

    25.07.2003, 15:35 Uhr von Wurzelchen2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mach weiter! Mehr davon!

  • larshermanns

    24.02.2002, 19:27 Uhr von larshermanns
    Bewertung: weniger hilfreich

    Abgeschrieben Fakten zum Autor.......der Inhalt des Buches tut hier nichts zur Sache!!!

  • Fomas

    24.02.2002, 18:03 Uhr von Fomas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schnaarch Schule...