Erfahrungsbericht von Potame
Eine Hexenjagd in 4 Akten - The Crucible von Arthur Miller
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hi Ihr
Heute wird es mal wieder Zeit für einen neuen Bericht, finde ich. Wer schon das ein oder andere Mal bei mir war bzw. einige meiner Berichte gelesen hat, weiß das ich gerne Mal über die Lektüren berichte, die ich mir in der Schule zu Gemüte führen musste oder durfte. Auch der heutige Bericht handelt von einem Buch, das ich in der Schule gelesen habe, genauer gesagt im Englischunterricht. Es geht um „The Crucible“, ein Drama von Arthur Miller, das euch evtl. unter dem deutschen Namen „Die Hexenjagd“ geläufig ist.
*--- Der Autor ---*
Der Autor dieses Dramas, Arthur Miller, wurde am 17. Oktober 1915 als zweites Kind einer jüdischen Familie, in einem jüdischen Viertel New Yorks, geboren.
Im Jahr 1934 begann er Journalismus zu studieren und begann bald seine Karriere als Schriftsteller. Einige seiner Dramen haben einen sehr hohen Stellenwert in der Literatur errungen, darunter „The Crucible – Die Hexenjagd“ (1953) und „ Death of a Salesman – Tod eines Handlungsreisenden“ (1949), wofür er sogar den Pulitzer Preis gewann. Besagte Stücke sind auch verfilmt worden, von „The Crucible“ gibt es sogar eine recht neue Fassung, u.a. mit der jungen Winona Ryder.
Neben seiner Arbeit als Schriftsteller, arbeitete er auch fürs Radio und fürs Fernsehen, hatte aber mit seinen Theaterstücken den größten Erfolg.
1956 heiratete Miller die wohl jedem bekannte Marilyn Monroe und konnte sich nach dieser Hochzeit auch als Filmregisseur etablieren.
Miller starb im Jahr 1995.
*--- The Crucible ---*
„The Crucible – Die Hexenjgd“ handelt, wie der Name schon sagt, von einer Hexenjagd in dem Städtchen Salem, Massachusetts.
Die Story an sich ist etwas unübersichtlich und wird z.T. erst im Laufe des Dramas klar. Ich versuche also, hier keine Spannungsmomente vorweg zunehmen und nichts zu verraten.
Zu Beginn des Stückes liegt Betty, die Tochter des örtlichen Pfarrers Parris, regungslos in ihrem Bett, man hat sie und einige andere Mädchen in der Nacht zuvor im Wald tanzen sehen, worauf Betty spontan in Ohnmacht gefallen ist und sich nunmehr weigert aufzuwachen. Die gesamte Gemeinde findet das natürlich fragwürdig und hat daher ein Auge auf die Vorgänge im Hause des Pfarrers. Da man zudem vermutet, dass Geister im Spiel sind, wird Reverend Hale, ein Experte für unnormale Vorgänge (Geister usw.), gerufen, um sich die arme Betty anzuschauen. Bald nach Hales Ankunft wird klar, dass sich die Mädchen auf eine sehr fragwürdige Art und Weise amüsiert haben und auch Geisterbeschwörung im Spiel war. Sehr bald wird in den Dialogen klar, dass Abigail, die Nichte von Parris, ein ziemlich verruchtes Luder ist. Sie beschuldigt die schwarze Haussklavin Tituba als Urheberin allen Übels um von ihre eigene Haut zu retten, und da man Abigail mehr Glauben schenkt als der minderwertigen Tituba nehmen die Dinge in Salem ihren Lauf. Ein Gericht wird installiert, das nach „Hexen“ sucht. Dieses Gericht aber ist nicht sonderlich großherzig, im Gegenteil. Fast jeder wird nun von irgendjemandem beschuldigt eine Hexe respektive ein Hexer zu sein, außerdem werden dadurch Feindschaft innerhalb der örtlichen Gesellschaft klar und auch menschliche Abgründe werden skizziert.
Mehr will ich aber nicht verraten, weil ich euch natürlich nicht die Spannung nehmen will.
*--- Hintergründe ---*
Miller hatte, als er dieses Drama schrieb mehrere Intensionen. Zum einen wollte er die Grausamkeit der Hexenprozesse in Salem darstellen, die tatsächlich stattgefunden haben, und zum anderen ist es als Kritik an den damaligen Machenschaften des US-Senators Joseph McCarthy gedacht.
Miller beschäftigte sich sehr intensiv mit den einstigen Vorgängen in Salem. Er durchwälzte unzählige Akten und Archivaufzeichungen der Stadt um sein Drama möglichst realistisch erscheinen zu lassen.
Zudem schaffte Miller seine Kritik an Joseph McCarthy in diesem historischen Gewand zu verpacken. McCarthy leitete seiner Zeit ein Komitee gegen „antiamerikanische Umtriebe“, das sich besonders gegen Kommunisten richtete.
*--- Art des Dramas & Sprache ---*
Dieses Drama gehört zu den modernen seiner Gattung. Es besteht nicht wie die klassischen Dramen aus fünf, sondern aus vier Akten. Darüber hinaus weist das Drama sehr viele Regieanweisungen auf, was ebenfalls für ein klassisches Drama untypisch wäre.
Die Sprache ist relativ einfach. Mit einem anständigen Schulenglisch und einem guten Wörterbuch (in meiner Ausgabe gab es im Anhang sogar noch etliche Worterklärungen), dürfte wirklich niemand Probleme damit haben dieses Drama zu bewältigen. Alle anderen könnten notfalls auf die deutsche Ausgabe zurückgreifen, damit dürfte es dann wirklich gar keine Probleme geben.
*--- Preis ---*
Ich weiß nicht mehr genau, was ich damals für das Buch bezahlt habe, da wir das Buch ohnehin als Klassensatz bestellt hatten, ist dieser Preis für euch sowieso egal. Ich hab daher gerade mal bei Amazon nachgeschaut und meine Ausgabe für 6,50 € gesehen.
Diesen Preis finde ich durchaus gerechtfertigt für dieses 112 Seiten umfassende Werk. Ich kann nur sagen, dass ich wahrscheinlich bereit wäre dieses Geld zu investieren.
*--- Fazit ---*
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, bin ich auch von diesem Schriftstück überzeugt. Die Geschichte an sich ist ganz gut dargestellt und wirkt in sich schlüssig, wahrscheinlich weil sie auf einer wahren Begebenheit basiert.
Das Englisch, das hier vorliegt ist ebenfalls nicht extrem hochtrabend und unverständlich, und sollte wirklich niemanden, der dem Englischen mächtig ist, davon abschrecken dieses Drama zu lesen.
Des Weiteren bleibt noch festzuhalten, dass es sich hier halt um ein Drama handelt und nicht um einen Roman, da aber mit Regieanweisungen nicht gegeizt wird, wird die Kreativität des Lesers nicht allzu sehr in Anspruch genommen.
Ich kann euch daher abschließend nur empfehlen, euch dieses Werk zu Gemühte zu führen, denn alles in allem ist es durchaus interessant.
…Und wer zu faul zum Lesen ist sieht sich einfach den Film an, obwohl mir der Film nicht allzu gut gefallen hat.
Wiedermal bedanke ich mich fürs Lesen! Bewertet bitte und kommentiert wenn ihr mögt! Ich würde mich freuen!
Bis dann dann
Heute wird es mal wieder Zeit für einen neuen Bericht, finde ich. Wer schon das ein oder andere Mal bei mir war bzw. einige meiner Berichte gelesen hat, weiß das ich gerne Mal über die Lektüren berichte, die ich mir in der Schule zu Gemüte führen musste oder durfte. Auch der heutige Bericht handelt von einem Buch, das ich in der Schule gelesen habe, genauer gesagt im Englischunterricht. Es geht um „The Crucible“, ein Drama von Arthur Miller, das euch evtl. unter dem deutschen Namen „Die Hexenjagd“ geläufig ist.
*--- Der Autor ---*
Der Autor dieses Dramas, Arthur Miller, wurde am 17. Oktober 1915 als zweites Kind einer jüdischen Familie, in einem jüdischen Viertel New Yorks, geboren.
Im Jahr 1934 begann er Journalismus zu studieren und begann bald seine Karriere als Schriftsteller. Einige seiner Dramen haben einen sehr hohen Stellenwert in der Literatur errungen, darunter „The Crucible – Die Hexenjagd“ (1953) und „ Death of a Salesman – Tod eines Handlungsreisenden“ (1949), wofür er sogar den Pulitzer Preis gewann. Besagte Stücke sind auch verfilmt worden, von „The Crucible“ gibt es sogar eine recht neue Fassung, u.a. mit der jungen Winona Ryder.
Neben seiner Arbeit als Schriftsteller, arbeitete er auch fürs Radio und fürs Fernsehen, hatte aber mit seinen Theaterstücken den größten Erfolg.
1956 heiratete Miller die wohl jedem bekannte Marilyn Monroe und konnte sich nach dieser Hochzeit auch als Filmregisseur etablieren.
Miller starb im Jahr 1995.
*--- The Crucible ---*
„The Crucible – Die Hexenjgd“ handelt, wie der Name schon sagt, von einer Hexenjagd in dem Städtchen Salem, Massachusetts.
Die Story an sich ist etwas unübersichtlich und wird z.T. erst im Laufe des Dramas klar. Ich versuche also, hier keine Spannungsmomente vorweg zunehmen und nichts zu verraten.
Zu Beginn des Stückes liegt Betty, die Tochter des örtlichen Pfarrers Parris, regungslos in ihrem Bett, man hat sie und einige andere Mädchen in der Nacht zuvor im Wald tanzen sehen, worauf Betty spontan in Ohnmacht gefallen ist und sich nunmehr weigert aufzuwachen. Die gesamte Gemeinde findet das natürlich fragwürdig und hat daher ein Auge auf die Vorgänge im Hause des Pfarrers. Da man zudem vermutet, dass Geister im Spiel sind, wird Reverend Hale, ein Experte für unnormale Vorgänge (Geister usw.), gerufen, um sich die arme Betty anzuschauen. Bald nach Hales Ankunft wird klar, dass sich die Mädchen auf eine sehr fragwürdige Art und Weise amüsiert haben und auch Geisterbeschwörung im Spiel war. Sehr bald wird in den Dialogen klar, dass Abigail, die Nichte von Parris, ein ziemlich verruchtes Luder ist. Sie beschuldigt die schwarze Haussklavin Tituba als Urheberin allen Übels um von ihre eigene Haut zu retten, und da man Abigail mehr Glauben schenkt als der minderwertigen Tituba nehmen die Dinge in Salem ihren Lauf. Ein Gericht wird installiert, das nach „Hexen“ sucht. Dieses Gericht aber ist nicht sonderlich großherzig, im Gegenteil. Fast jeder wird nun von irgendjemandem beschuldigt eine Hexe respektive ein Hexer zu sein, außerdem werden dadurch Feindschaft innerhalb der örtlichen Gesellschaft klar und auch menschliche Abgründe werden skizziert.
Mehr will ich aber nicht verraten, weil ich euch natürlich nicht die Spannung nehmen will.
*--- Hintergründe ---*
Miller hatte, als er dieses Drama schrieb mehrere Intensionen. Zum einen wollte er die Grausamkeit der Hexenprozesse in Salem darstellen, die tatsächlich stattgefunden haben, und zum anderen ist es als Kritik an den damaligen Machenschaften des US-Senators Joseph McCarthy gedacht.
Miller beschäftigte sich sehr intensiv mit den einstigen Vorgängen in Salem. Er durchwälzte unzählige Akten und Archivaufzeichungen der Stadt um sein Drama möglichst realistisch erscheinen zu lassen.
Zudem schaffte Miller seine Kritik an Joseph McCarthy in diesem historischen Gewand zu verpacken. McCarthy leitete seiner Zeit ein Komitee gegen „antiamerikanische Umtriebe“, das sich besonders gegen Kommunisten richtete.
*--- Art des Dramas & Sprache ---*
Dieses Drama gehört zu den modernen seiner Gattung. Es besteht nicht wie die klassischen Dramen aus fünf, sondern aus vier Akten. Darüber hinaus weist das Drama sehr viele Regieanweisungen auf, was ebenfalls für ein klassisches Drama untypisch wäre.
Die Sprache ist relativ einfach. Mit einem anständigen Schulenglisch und einem guten Wörterbuch (in meiner Ausgabe gab es im Anhang sogar noch etliche Worterklärungen), dürfte wirklich niemand Probleme damit haben dieses Drama zu bewältigen. Alle anderen könnten notfalls auf die deutsche Ausgabe zurückgreifen, damit dürfte es dann wirklich gar keine Probleme geben.
*--- Preis ---*
Ich weiß nicht mehr genau, was ich damals für das Buch bezahlt habe, da wir das Buch ohnehin als Klassensatz bestellt hatten, ist dieser Preis für euch sowieso egal. Ich hab daher gerade mal bei Amazon nachgeschaut und meine Ausgabe für 6,50 € gesehen.
Diesen Preis finde ich durchaus gerechtfertigt für dieses 112 Seiten umfassende Werk. Ich kann nur sagen, dass ich wahrscheinlich bereit wäre dieses Geld zu investieren.
*--- Fazit ---*
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, bin ich auch von diesem Schriftstück überzeugt. Die Geschichte an sich ist ganz gut dargestellt und wirkt in sich schlüssig, wahrscheinlich weil sie auf einer wahren Begebenheit basiert.
Das Englisch, das hier vorliegt ist ebenfalls nicht extrem hochtrabend und unverständlich, und sollte wirklich niemanden, der dem Englischen mächtig ist, davon abschrecken dieses Drama zu lesen.
Des Weiteren bleibt noch festzuhalten, dass es sich hier halt um ein Drama handelt und nicht um einen Roman, da aber mit Regieanweisungen nicht gegeizt wird, wird die Kreativität des Lesers nicht allzu sehr in Anspruch genommen.
Ich kann euch daher abschließend nur empfehlen, euch dieses Werk zu Gemühte zu führen, denn alles in allem ist es durchaus interessant.
…Und wer zu faul zum Lesen ist sieht sich einfach den Film an, obwohl mir der Film nicht allzu gut gefallen hat.
Wiedermal bedanke ich mich fürs Lesen! Bewertet bitte und kommentiert wenn ihr mögt! Ich würde mich freuen!
Bis dann dann
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