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Erfahrungsbericht von Araxas

Mann Heinrich - Der Untertan

Pro:

so morbide wie komisch

Kontra:

nur 13 Geschichten

Empfehlung:

Nein

Große Literatur, „Hauptwerk der deutschen Satire“, Heinrich Mann, oh Gott, so ein Buch muss ja wohl langweilig sein! Oder ? Man sollte einfach unbefangener an Literatur herangehen, dann wird man, manchmal, auch angenehm überrascht.

1.) Handlung
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Roman
3.) Links
4.) Der Autor
5.) Das Buch
6.) Fazit

1.) Handlung
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Die Geschichte beginnt in Diederich Heßlings Kindheit. Diederich ist ein ängstliches Kind und fürchtet sich vor vielen Dingen, doch am meisten vor dem autoritären Vater. Schon in seiner Kindheit wird das seltsame Verhältnis deutlich dass Diederich zur „Macht“ hat. So stellt er etwas Verbotenes, legt es dann aber darauf an erwischt und bestraft zu werden. Vor seiner weichen und schwachen Mutter hat er keine Achtung, die Ähnlichkeit mit ihm selbst verbietet es ihm.

Die nächste Macht der begegnet ist die Schule, auch hier bewundert er nur die strengen Lehrer, die gutmütigen verachtet er. Hier in der Schule zeigt er schon alle Verhaltensweisen die sein späteres Leben bestimmen sollen.

Heinrich Mann erzählt ( Zitat ): << ..... Diederich war so beschaffen, dass die Zusammengehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu diesem unerbittlichen, menschenverachtenden, maschinellen Mechanismus der das Gymnasium war, ihn beglückte, dass die Macht, die kalte macht, an der er selbst, wenn auch nur leidend teilhatte, sein Stolz war. Am Geburtstag des Ordinarius bekränzte man Katheder und Tafel. Diederich umwand sogar den Rohrstock.......>>

Er erweist sich als leidenschaftlicher Denunziant der seine Mitschüler bei jeder Gelegenheit anschwärzt. Er empfindet gegen diese Mitschüler zumeist keine persönliche Abneigung, er benimmt sich eher als pflichtmäßiger Vollstrecker einer harten Notwendigkeit. Nachher kann er zu dem Getroffenen hintreten und ihn, fast ganz aufrichtig, beklagen.

Am Anfang seines Studium geht es Diederich genau so wie anfangs in der Schule, er ist völlig verunsichert und weint sehr viel. Doch dann tritt er der Studentenverbindung Neuteutonia bei und schon fühlt er sich wohl denn: ( Zitat ) << Das Trinken und Nichttrinken, das Sitzen, Stehen, Sprechen oder Singen hing meistens nicht von ihm selbst ab. Alles ward laut kommandiert, und wenn man es richtig befolgte, lebte man mit sich und der Welt in Frieden.>>

In Berlin begegnet er auch dem Kaiser, der Macht, der allerhöchsten Macht. Für die anderen Autoritäten, die Heßling vorher angebetet hatte fand er nach einiger Zeit immer noch eine höhere, jetzt endlich ist er der Macht von Gottes Gnaden begegnet und verfällt ihr völlig.

Als sein Vater stirbt kehrt er in seine Heimatstadt Netzig zurück wo er die Papierfabrik seines Vaters übernimmt. Endlich kann er nun selber Macht in größerem Stil ausüben, was er dann auch mit einer beispiellosen Härte und Brutalität tut.

Nachdem er stinkbesoffen, einen angesehenen Netziger Bürger zuerst zu einer Majetätsbeleidigung provoziert und später, mit seiner Zeugenaussage, dafür sorgt dass dieser ins Gefängnis kommt, steigt Diederich nun auch in die lokale Politik ein. In Netzig wird die politische Landschaft, im Gegensatz zum Rest von Deutschland, anfangs noch vom liberalen Kräften geprägt, verkörpert vor allem durch den „ alten Buck „ . Ein Liberaler der sich, unter anderem, als großer Wohltäter der Stadt zeigt.

In bewährter Weise, durch Lügen und Intrigen, untergräbt Heßling das Ansehen und die Stellung von Buck. Dazu nimmt er sogar die Hilfe der verhassten Sozialdemokraten an.

Höhepunkt und Ende des Romans ist die Einweihung des, von Heßling angeregten, Kaiserdenkmals.

2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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der wilhelminische Bürger
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In dem Aufsatz „ Reichstag“ ( 1911 ) wird der wilhelminische Bürger von Heinrich Mann beschrieben:

Zitat: << ..dieser widerwärtig interessante Typus des imperialistischen Untertanen, des Chauvinisten ohne Mitverantwortung, des in der Masse verschwindenden Machtanbeters, des Autoritätsgläubigen wider besseres Wissen und politischen Selbstkasteiers.>>

Diese 4 Worte: „ dieser widerwärtig interessante Typus“, beschreiben ziemlich genau wo, für mich, der Reiz des Romans liegt Ich habe mich oft gefragt wie solche Typen wie Diederich Heßling ihre Handlungen vor sich selbst rechtfertigen. Dank des Buches kann ich mir nun vorstellen was in solchen Menschen vorgeht.

Diederich Heßling
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Mann überzeichnet seine Figur nicht und nimmt ihr dadurch die Glaubwürdigkeit. Er zeichnet vielmehr, mit Hilfe der Satire, schärfere Konturen dieser typischen Kreatur seiner Zeit. Mit dem liberalen und vernünftigen Wolfgang Buck wollte Heinrich Mann einen Gegenspieler zu Heßling. Ich finde es ist ihm nur bedingt gelungen, da hätte man mehr daraus machen können.

Zeitbild
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Für mich ist das Buch ein sehr wichtiges Buch, weil hier ein realistisches Bild der gesellschaftlichen Stimmung in der Kaiserzeit beschrieben wird. Ersetzt man Kaiser durch ‚Führer’ so beginnt man auch zu verstehen was nach der „Machtergreifung“ 1933 in Deutschland abgelaufen ist. Durch das Buch wird z.B. recht deutlich dass der Antisemetismus keine Erfindung der Nazis war, sondern von ihnen als politisches Mittel missbraucht wurde.

Durch dieses Buch kommt erstaunliches zu Tage. Man muss bedenken dass Heinrich Mann dieses buch in der Zeit von 1906 bis 1914 geschrieben hat. Da gibt es eine Beschreibung einer Szene im Buch in der der junge Diederich einen Juden demütigt und ihn zwingt vor dem Kreuz niederzuknien. Diederich fürchtet , zunächst, eine Strafe der Lehrer ( der Macht ), ist dann aber sehr überrascht dass sein Tun wohlwollend gebilligt wird. Diederich hat, in seinen eigenen Augen, nur einen Schwächeren gedemütigt so wie es seinem miesen Charakter entspricht. Es nicht der Akt der Herrschaft über Schwächere die Diederich erregt sondern vielmehr der Beifall der hohen Instanz.

Da gab es doch, es ist noch gar nicht so lange her, brennende Asylantenheime und wurde da nicht von den Zuschauern Beifall geklatscht.

Der deutsche Mann
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Eine ganz typische deutsche Sucht der Selbstkasteiung ( oder Masochismus ) wie Heinrich Mann ihn parodiert. Alle Buchbesprechungen, besonders die deutschsprachigen ordnen die Person Heßlings nur dem deutschen Mann zu. => politisch korrekt, aber falsch, Heßlings gibt es überall auf der Welt. Aktuelle Themen sind mir zu brisant. Aber betrachten wir einmal den Golfkrieg, Kuwait war verteidigungswürdig ( ÖL=Geld ), aber die Kurden erhielten keine Unterstützung vom obersten Moralwächter. Sind alle Araber Terroristen ? Begeht jeder der die Politik der USA kritisiert ‚Majestätsbeleidigung’?

Heßling ist kein deutsches Phänomen, das Ziel sollte sein dass solche Menschen nie und in keinem Land jemals irgendetwas zu sagen haben. Dieses sollte die Lehre aus dem Buch und der Geschichte sein.

3.) Links
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http:// www.dhm.de/lemo/html/Kaiserreich/Kunst/untertan/

Auf dieser Seite findet man eine, wie ich meine, sehr informative Buchbesprechung aus: << Kindlers Neues Literaturlexikon, Kindler Verlag, München <<

4.) Der Autor ( sinngemäß vom Einband des Buches übernommen )
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Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren, studierte in Berlin und München und lebte zeitweilig in Paris und Italien. 1925 ließ er sich als freier Schriftsteller in Berlin nieder, wo er 1930 zum Präsident der preußischen Akademie der Künste gewählt wurde. Nach der ‚Machtergreifung’ 1933 wurden seine Schriften verboten, er emigrierte ins Ausland und starb am 12. März 1950 in Santa Monica ( Kalifornien ).

Weitere Werke:
Professor Unrat ( 1905 )
Flöten und Dolche ( 1905 )
Empfang bei der Welt ( 1950 )

5.) Das Buch
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Autor: Heinrich Mann
Titel: Der Untertan
ISBN: 3-423-00256-5
Seiten: ca. 330 Seiten
Preis: damals bezahlt für TB 8,80 DM

6.) Fazit
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Zitat von der Umschlagseite des Buches: << setzt man statt „Untertan“., Opportunist, Mitläufer oder Konformist und sieht man von einem gewissen Zeitkostüm ab, so hätte der Roman ebenso gut 1933, 1945 oder heute geschrieben werden können.<<

© by Araxas / 14.06.2002


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-31 20:29:43 mit dem Titel Mayle Peter - Cezanne gesucht

Im Grunde bin ich ja kein Fan von Kriminalromanen aber das vorliegende Buch habe ich gerne gelesen weil der Autor von dem üblichen Schema des Genres abgewichen ist.

1.)Handlung
2.)Gedanken und Bemerkungen zum Buch
3.)Der Autor
4.)Das Buch
5.)Links
6.)Fazit

1.) Handlung
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Andre Kelly, Starfotograf in momentanen beruflichen Tief, erhält von Camilla Porter, Herausgeberin eines gehobenen Klatschmagazins, den Auftrag im Haus einer reichen Russin an der Riviera, Ikonen zu fotografieren. Andre ist begeistert, zum einen verdient er endlich wieder einmal ein paar Dollar, zum anderen freut er sich auf die Reise, die Riviera hat ihm schon immer gefallen und außerdem ist es saukalt in New York.

In Frankreich angekommen läuft auch alles nach Plan, Camilla hat zwar wieder ihren großspurigen Auftritt, aber daran ist Andre schon gewöhnt. Die alte Dame ist sehr freundlich und zuvorkommend und verwöhnt ihre Gäste mit einem frugalen Mahl. Man einigt sich darauf daß solche Köstlichkeiten in Amerika eher selten zu bekommen sind, nur Camilla hat mal wieder einiges auszusetzen. Aber das trägt eher zur Belustigung von Andre bei, er ist rundum zufrieden, und da alles so gut gelaufen ist hat er einen Freien Abend und auch den nächsten Tag zur freien Verfügung.

Er hatte schon gefürchtet daß Camilla ihn mit längerer Anwesenheit nerven würde, aber glücklicherweise rauscht diese nach Paris ab um gesellschaftliche Kontakte zu pflegen. Er hält Camilla zwar für eine eingebildete Zicke aber sie ist nun einmal seine Hauptauftraggeberin und mit ihrer Hilfe hat er sich einen gewissen Namen als Fotograf machen können, er wundert sich zwar ein wenig daß seine Bilder eher selten in den Artikeln der glamurösen DQ-Magazins auftauchen, aber so lange das Honorar stimmt ist ihm das egal.

Andre ändert kurzfristig seine Pläne statt nach Nizza zu fahren beschließt er die Familie Denoyer in Cap Ferrat zu besuchen, einer Enklave des alten Geldadels, er hofft, mit ein wenig Glück, die reizende Tochter des Familienoberhaupts Bernard Denoyer wiederzusehen.

Aber das ist ihm nicht vergönnt, statt dessen macht er eine Beobachtung auf die er sich keinen Reim machen kann. Er beobachtet wie ein wertvolles Gemälde, unter Aufsicht des altgedienten Faktotums, der Denoyers in einem alten Lieferwagen abtransportiert wird. Das Ganze erscheint ihm sehr verdächtig und er dokumentiert den Vorgang mit seiner Kamera.

Wieder zurück in New York läßt ihm der Vorfall in Cap Ferrat keine Ruhe, er setzt sich mit Denoyer in Verbindung und berichtet über den Vorfall; die betonte Lässigkeit von Bernard macht die ganze Geschichte nur noch mysteriöser, schließlich handelt es sich um ein Gemälde im Wert von 30 Millionen Dollar. Unter einem Vorwand vereinbart Andre nun einen Besuch bei Denoyer um sich Gewißheit zu verschaffen. Denoyer ist sichtlich bemüht Andre zu beruhigen und erzählt ihm eine Geschichte die einer näheren Prüfung nicht standhält, mit Hilfe seiner Pariser Freunde findet Andre heraus das Denoyer gelogen hat, aber warum ?

Im Laufe seiner Nachforschungen besucht er auch den anerkannten Kunsthändler und Kunstexperten Mr. Pine. Die Geschichte macht Cyrus Pine neugierig, hinter seiner sorgfältig gepflegten Fassade, seines unverbindlichen, lässigen Charmes verbirgt sich ein gerissener Geschäftsmann der ein gutes Geschäft wittert. Er macht Andre das Angebot die Hintergründe des verschwunden Bildes herauszufinden und lädt ihn zu einer Reise in die Provence ein. Andre sagt freudig zu, er wüßte nicht was er lieber täte als zusammen mit dem alten, unternehmungslustigen Haudegen das Rätsel um den Cezanne zu lösen.

Nach einem kurzen Abstecher nach England beginnt nun für Andre, Lucy - Andres neue Freundin - und Cyrus Pine die Suche nach dem verschwundenen Bild, bei der die 3 Feinschmecker es sich nicht nehmen lassen die kulinarischen Köstlichkeiten, die ihnen die Provence bietet, ausgiebig zu genießen.

Doch damit ist es bald vorbei, durch ihre Nachforschungen machen sie ein paar dunkele Gestalten auf sich aufmerksam und es wird bald richtig gefährlich für das Trio.

2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Warum sollte man dieses Buch überhaupt lesen?
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Nun ja, es ist nicht so der "Bringer", aber es gibt wesentlich schlechtere, die Charaktere sind zwar etwas flach und klischeehaft beschrieben, trotzdem hat das Buch auch Atmosphäre es lebt von den Beschreibungen der Landschaft und beschreibt eine Art von Kultur ,abseits des Mainstreams, die sich wohl eher in dem Unterschied von amerikanischer und französischer Kultur als in dem Unterschied von deutscher und französicher Ess.Kultur begründet. Oder gibt es da doch Gemeinsamkeiten? Vielleicht bin ich auch nicht der Richtige um diese Unterschiede objektiv beurteilen zu können, da ich ca. 1 km von der französischen Grenze entfernt wohne und viele Freunde aus Frankreich habe. Paris ist für mich kein Traum, ich setze mich ins Auto und bin in relativ kurzer Zeit dort.
Der Roman ist ein richtiger Appetitanreger , durch die Beschreibungen der leckeren Dinge die die französische Küche zu bieten läuft einem richtig das Wasser im Munde zusammen. Ich glaube der Autor hat die Reise nach England nur eingeschoben um über die englische Küche herzuziehen. Man mag davon halten was man will, aber ich fand es ganz amüsant einen Kriminalroman zu lesen bei dem die Ess-Kultur oft wichtiger ist als die eigentliche Handlung.

Mal abgesehen von dem vorhergesagten läßt sich das Buch recht flüssig lesen und die Sprüche von Andre runden die Geschichte angenehm ab.

Zitat über das Essen in Flugzeugen: >> Kaum war sein Hähnchen gelandet - offenbar ein Vielflieger mit mehreren hundert Flugstunden -, setzte er deshalb gleich seinen Kopfhörer auf, beugte sich tief übers Tablett und tat sein Bestes, sich durch Nachsinnen über seine Zukunft von den eklatanten Schwächen der Bordküche abzulenken.<<

Was mich beschäftigt!
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Warum sind Amerikaner und Kanadier so geil auch Frankreich? Das wird nicht nur in diesem Buch deutlich, irgendwie scheint Frankreich, und insbesondere Paris, für diese Leute das gelobte Land zu sein. Für Amerikaner scheint dieses Land der Inbegriff von Kultur zu sein, in fast jeder Beziehung, o.K., das rechtfertigt wohl den Erfolges von diesem Buch in den USA.

3.) Der Autor ( wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Der Engländer Peter Mayle war 15 Jahre lang als Werbetexter erfolgreich, ehe er 1975 seinen Job aufgab, sich ein Haus in der Provence kaufte und zu schreiben begann. Bereits seine ersten beiden Bücher, " Mein Jahr in der Provence" und "Toujours Provence", wurden millionenfach verkauft und lösten einen solchen Besucherrummel in Mayles Dorf aus, daß er 1995 seiner Wahlheimat den Rücken kehrte und in die USA umsiedelte. Mittlerweile ist Peter Mayle jedoch wieder nach Südfrankreich zurückgekehrt. Mit "Cezanne gesucht", seinem vierten Roman, eroberte er auf Anhieb die Bestsellerlisten von England, den USA und Deutschland.

weitere Bücher:
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Hotel Pastis
Trüffelträume. Die provenzialischen Abenteuer des Mr. Bennett
Mein Jahr in der Provence
Geld allen macht doch glücklich. Erstaunliches und Kurioses aus der Welt der Reichen

4.) Das Buch
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Titel: Cezanne gesucht!
Autor: Peter Mayle
ISBN: 3-442-44568-X
Seiten: ca. 300 Seiten beim TB
Preis: bei Amazon.de nicht mehr lieferbar, aber 14 gebrauchte ab 0,79 EURO verfügbar.

Das Buch kostet neu rund 8 EURO; die würde ich auf keinen Fall ausgeben, aber für 2-3 EURO findet man das Buch bestimmt irgendwo und das ist es auch wert, ich hab' für mein Exemplar, als Mängel-Exemplar, 2,50 EURO bezahlt.

5.) Links
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http://www.berliner-lesezeichen.de/lesezei/Blz98_10/text11.htm => eine wirklich professionelle Rezension des Buches von Manfred Lemaire, nicht so amateurhaft wie meine => lesenswert!

6.) Fazit
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Kein Buch das man unbedingt gelesen haben muß,. ultraleichte Krimikost mit vorhersehbarem Verlauf und den stereotypen Charakteren des Genres, seine Besonderheit sind die kulinarischen Genüsse die beschrieben werden. Leicht verdauliche Krimikost.

© by Araxas / 07.10.02


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-23 13:24:34 mit dem Titel McGrath - Wasser und Blut

An den Anfang meines Berichtes stelle ich ein Zitat vom Einband des Buches, weil es, meiner Meinung nach, die Stimmung der Geschichten absolut treffend wiedergibt.

Zitat: >> Patrick McGarth' Geschichten fesseln durch ihr Spiel mit dem Morbiden, durch seinen lustvollen Umgang mit Begierde und Schuld, Gewalt und Tod. Barock präsentiert, romantisch, üppig und ausladend – und mit jeder Seite faszinierender. <<

1.) Die Geschichten
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
3.) Das Buch
4.) Der Autor
5.) Fazit

1.) Die Geschichten
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Das Buch enthält 13 Geschichten von denen ich einige an dieser Stelle vorstellen will.

Der Engel
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Bernard, ein heruntergekommener Schriftsteller, wird von dem alten Harry Talbot auf einen Drink in dessen Wohnung eingeladen. Bernard hält Harry, der sich stark parfümiert, Lippenstift benutzt und sich recht auffallend kleidet, zwar für einen harmlosen Spinner, schließt aber doch bald Freundschaft mit dem alten Säufer und die beiden philosophieren, bei sehr viel Gin, über Gott und die Welt. Als Harry eines Tages damit beginnt von Engeln und reinen Seelen zu erzählen, glaubt Bernard das wären nur die Phantasien einer alten Tunte, bis Talbot ihm ein schreckliches Geheimnis offenbart das ihn bis in die Grundfesten seiner Seele erschüttert.

Kommentar
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Eine grundsolid erzählte Geschichte, der Titel verrät dem Leser schon wo es langgeht und er wird, im Verlauf der Geschichte, immer neugieriger auf das Geheimnis des alten Mannes. Das Ende der Story ist phantasievoll und ungewöhnlich.

Der verirrte Forschungsreisende
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An einem regnerischen, stürmischen Tag findet die 12jährige Evelyn einen verirrten Forschungsreisenden im Garten des Hauses ihrer Eltern in London. Der Mann ist total geschwächt vom Fieber und glaubt er wäre im Dschungel und Pygmäen würden ihn verfolgen. Evelyn hält er für eine Krankenschwester. Das junge Mädchen verschweigt den Fund ihren Eltern und übernimmt die Pflege des Todkranken.

Kommentar
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Eindeutig eine meiner Lieblingsgeschichten, eine kafkareske Erzählung in dem schon, am Anfang erwähnten barocken Erzählstil. Der Autor kommt ohne jegliche Gruselelemente aus und erzeugt, alleine durch die Schilderung der Ereignisse, die schrittweise immer absurder werden, eine beklemmende, fremdartige Stimmung.

Die schwarze Hand des Raj
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Die junge Lady Hepplewithe besucht ihren Verlobten in Bombay, der dort im Staatsdienst beschäftigt ist. Als sie in Indien ankommt erkennt sie sofort das etwas furchtbares geschehen ist, ihr vorher so lebenslustiger Verlobter ist nur noch ein Schatten seiner selbst und es dauert auch nicht lange bis sie den Grund erfährt, aus seinem Kopf wächst etwas heraus das wie eine Hand aussieht.

Kommentar
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Nicht die beste Geschichte im Buch, vorhersehbarer Verlauf und vorhersehbares Ende, ganz im Stil von Edgar Allen Poe geschrieben, nur konnte der das besser.

Ambrose Syme
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Die Geschichte handelt von dem Sündenfall eines katholischen Geistlichen und dem Versuch eben diesen zu vertuschen.

Kommentar
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Man glaubt richtig den Genuss zu spüren mit dem der Autor die Geschichte erzählt, er benutzt auch hier wieder eine betuliche Sprache in der er mit viel Ironie eine doch recht grausame Geschichte erzählt.

Die Arnold Crombeck Story
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Eine Journalistin interviewt einen Massenmörder kurz vor seiner Hinrichtung. Sie hält ihn zuerst für ein Ungeheuer, muss dann aber seine Intelligenz und sein künstlerisches Empfinden anerkennen. Schließlich ist sie sogar auf eine ganz besondere Weise von ihm fasziniert.

Kommentar
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Wieder so eine Geschichte mit Knalleffekt. Geschickt lenkt McGrath die Aufmerksamkeit des Lesers ( und der Journalistin ) in die falsche Richtung um dann mit einen wirklich unerwarteten Ende zu überraschen.

Blutkrankheit
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Der von einer starken Malaria geplagte Anthropologe William Clack-Hermann muss mit seiner Familie in einer der Schenke "Blue Cat" übernachten und nur der Diener Clutch bemerkt die bleichen Gestalten mit gelblich fahler Haut.

Kommentar
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Eine etwas andere Vampirstory, hier bringt McGrath, ganz im Stile der alten Meister der Phantastik einen wissenschaftlichen Ansatz mit ins Spiel um den Blutdurst seiner Vampire zu erklären.

Die erotische Kartoffel
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Die Geschichte der Fliege Gilbert die von der Libelle Ariadne zu einem ganz besonderen Festschmaus eingeladen wird.

Kommentar
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Eine Tierfabel der ganz besonderen Art, in einer ganz speziellen surrealen Weise erzählt, man muss wirklich mehrmals lesen um sie richtig zu deuten. Wie gesagt, beim ersten Lesen wirkt die Surrealität sehr stark auf den Leser.

Geschichte eines Stiefels
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Ein Stiefel erzählt die Geschichte einer Familie die einen Atomkrieg in einem selbstgebauten Bunker überlebt.

Kommentar
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Ein Stiefel erzählt ? Ich lach' mich weg. Darauf muss man zuerst einmal kommen.

2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Die Geschichten kommen einem seltsam bekannt vor, aber wie schon bemerkt, McGrath kopiert seine Vorbilder nicht, eher führt er ihren Stil weiter und gibt ihm, durch seine Ideen eine neue Dimension. Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten die eine Pointe haben, darin sehe ich auch den Sinn einer Kurzgeschichte, wer Gefühle, Stimmungen oder sonst welche Ansprüche ausdrücken will der sollte eine längere literarische Form wählen. meine Forderung wird von McGarth erfüllt, die Geschichten sind nicht vollgepackt mit aussagen, es geht immer nur um ein Ding und am Ende dann eine überraschende Wendung oder Höhepunkt der Erzählidee.

Ohne jetzt über, das bestimmt notwendige, Hintergrundwissen über den Autor zu verfügen, spekuliere ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein: Als Literaturwissenschaftler sind ihm wohl die Werke des Genres gut bekannt, ich betrachte seine Kurzgeschichten wirklich als eine Hommage an Poe und Konsorten, keineswegs als Plagiate.

3.) Das Buch
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Titel: Wasser und Blut
Autor: Patrick McGrath
ISBN: 3-442-72687-5
Seiten: ca. 220 Seiten beim TB
Preis: 16,00 DM fürs TB

Die Originalausgabe erschien 1988 bei Poseidon Press, New York unter dem Titel: " Blood and Water and Other Tales ".

4.) Der Autor ( wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Patrick McGrath wurde 1950 in London als Sohn eines berühmten Gerichtspsychiaters geboren. Er besuchte ein, von Jesuiten geleitetes Gymnasium und studierte anschließend Literaturwissenschaft. Nach Jahren in den USA, Kanada sowie einer entlegenen Insel im Pazifik lebt er seit 1981 in New York, wo er als freier Autor arbeitet.

weitere Werke:
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Groteske ( Roman )
Stella ( Roman )
Dr. Haggards Krankheit ( Roman )

5.) Fazit
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Ein wirklich kreativer Autor, der viel neues, vorher noch nicht da gewesenes zu bieten hat, ein großer Reiz, war für mich, das die Erzählungen zum Teil im Stil der alten Meister der phantastischen Literatur erzählt werden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir für alle Freunde der phantastischen Literatur.

(c) by Araxas / 09.11.02

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