Erfahrungsbericht von Ulinchen
Die Stimme von Judith Merkle Riley - ein echter Schmöker
Pro:
gut recherchierte Geschichte, stellt Frauen im Mittelalter sehr realistisch dar
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
In dem Buch Die Stimme von Judith Merkle Riley, erschienen bei Econ List (ISBN 3-612-27446-5, Preis 16,90; ich habe das Buch noch zu DM Zeiten gekauft *g) geht es um die Lebensgeschichte der Margaret von Ashbury.
Die Geschichte beginnt im mittelalterlichen England im Jahre 1355. Margaret bekommt von ihrer inneren Stimme gesagt, sie soll ihre Lebensgeschichte aufschreiben. Doch in dieser Zeit ist schon die Vorstellung, daß eine Frau lesen bzw. schreiben kann, sehr verpönt. Es grenzt sogar an Ketzerei, daß eine Frau ihre Gedanken und Erfahrungen äußern möchete.
Margaret aber läßt sich nicht beirren und folgt ihrer inneren Stimme und sucht sich einen Schreiber. Dies gelingt ihr auch nach einigen Schwierigkeiten. Bruder Gregory erklärt sich nach einigem Zögern und Geldmangel dazu bereit für Margaret zu schreiben.
Margaret wächst behütet in einer Familie auf und wird in jungen Jahren an den sadistischen MannLewis Small, der sie drangsaliert und vergewaltigt, wie es ihm beliebt. Bei einer Pestseuche läßt er die an Pest erkrankte Margaret im Straßengraben liegen. Dort wird sie von der Hebamme Mutter Hilde gefunden. Diese pflegt sie gesund und nimmt sie unter ihrer Fittiche. Sie bekommt eine Hebammenausbildung. Hier erscheint ihre innere Stimme ihr auch das erste Mal, die ihr im Leben sehr oft weiterhilft.
Sie schlägt sich als Gauklerin und Hebamme durch, erlebt einiges und läßt sich dann in London nieder. Sie schlägt sich als Wehenmutter durch und gerät in den Fängen der Inquisition.
Dort errettet sie ihr späterer Mann Roger Kendall. Diesen hat sie an seiner Gicht behandelt. Es baut sich zwischen den jungen Margaret und dem älteren weltgereisten Kaufmann eine Ehe auf, die auf Vertrauen und Liebe gebaut ist.
Zwischen dieser Rahmenhandlung wird dann die wandelnde Beziehung zwischen Margaret und Bruder Gregory beschrieben, die einen oft zum Schmunzeln veranläßt.
Am Anfang steht Bruder Gregory Margaret sehr skeptisch gegenüber. Nach dem er Margaret Lese- und Schreibunterricht unter Protest gibt, weichen seine harten Postionen sehr langsam auf.
Fazit: Ein toller Schmöker, der über 477 Seiten nie langweilig wird. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages im Urlaub durchgelesen. Einmal angefangen kann man sich dieser Geschichte schwerlich entziehen. Ebenso finde ich die detailgetreue Schilderung toll. Auch der geschichtliche Hintergrund erscheint mir gut recherchiert zu sein. Also rundrum, das was ich von einem guten historischen Roman erwarte.
Die Geschichte beginnt im mittelalterlichen England im Jahre 1355. Margaret bekommt von ihrer inneren Stimme gesagt, sie soll ihre Lebensgeschichte aufschreiben. Doch in dieser Zeit ist schon die Vorstellung, daß eine Frau lesen bzw. schreiben kann, sehr verpönt. Es grenzt sogar an Ketzerei, daß eine Frau ihre Gedanken und Erfahrungen äußern möchete.
Margaret aber läßt sich nicht beirren und folgt ihrer inneren Stimme und sucht sich einen Schreiber. Dies gelingt ihr auch nach einigen Schwierigkeiten. Bruder Gregory erklärt sich nach einigem Zögern und Geldmangel dazu bereit für Margaret zu schreiben.
Margaret wächst behütet in einer Familie auf und wird in jungen Jahren an den sadistischen MannLewis Small, der sie drangsaliert und vergewaltigt, wie es ihm beliebt. Bei einer Pestseuche läßt er die an Pest erkrankte Margaret im Straßengraben liegen. Dort wird sie von der Hebamme Mutter Hilde gefunden. Diese pflegt sie gesund und nimmt sie unter ihrer Fittiche. Sie bekommt eine Hebammenausbildung. Hier erscheint ihre innere Stimme ihr auch das erste Mal, die ihr im Leben sehr oft weiterhilft.
Sie schlägt sich als Gauklerin und Hebamme durch, erlebt einiges und läßt sich dann in London nieder. Sie schlägt sich als Wehenmutter durch und gerät in den Fängen der Inquisition.
Dort errettet sie ihr späterer Mann Roger Kendall. Diesen hat sie an seiner Gicht behandelt. Es baut sich zwischen den jungen Margaret und dem älteren weltgereisten Kaufmann eine Ehe auf, die auf Vertrauen und Liebe gebaut ist.
Zwischen dieser Rahmenhandlung wird dann die wandelnde Beziehung zwischen Margaret und Bruder Gregory beschrieben, die einen oft zum Schmunzeln veranläßt.
Am Anfang steht Bruder Gregory Margaret sehr skeptisch gegenüber. Nach dem er Margaret Lese- und Schreibunterricht unter Protest gibt, weichen seine harten Postionen sehr langsam auf.
Fazit: Ein toller Schmöker, der über 477 Seiten nie langweilig wird. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages im Urlaub durchgelesen. Einmal angefangen kann man sich dieser Geschichte schwerlich entziehen. Ebenso finde ich die detailgetreue Schilderung toll. Auch der geschichtliche Hintergrund erscheint mir gut recherchiert zu sein. Also rundrum, das was ich von einem guten historischen Roman erwarte.
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