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Erfahrungsbericht von Wurzelchen2

Als Mutter streikte

Pro:

wahre Geschichte

Kontra:

zu kurz

Empfehlung:

Nein

Dieses Buch entdeckte ich bei einem Kumpel von mir. Er wollte umziehen und sortierte Bücher aus, die er in einen An- und Verkauf geben wollte. Ich bekam es und kaum zu Hause angekommen, musste ich es gleich lesen.

Der Klappentext findet sich hier auf der Umschlagseite. Er ist recht umfangreich. Ich will ihn euch aber trotzdem nicht vorenthalten:
Befremdliche Stille herrsch in dem großen Haus der Familie Kemple, als die siebzehnjährige Viola an ihrem letzten Schultag heimkommt. Etwas Unfassbares ist geschehen: Mutter ist fort – „und nicht nur für einen Tag“ – erklärt Vater trocken, der über die neueste Eskapade seiner liebenswerten wie unberechenbaren Frau kaum erstaunt ist.
Wiederum dürfen sich die unzähligen Leser und Filmbesucher, die die Familie Pentecost und Guylord, den Schlingel, ins Herz geschlossen haben, auf einen vergnüglichen Roman und eine nicht minder turbulente Familie freuen.
Frisch und natürlich erzählt die junge Viola von den haarsträubenden Verwicklungen, die Mutters Flucht im Hause Kemple auslöst. Für das leibliche Wohl der Familie zu sorgen, ist für Viola, die freilich mehr von dem jungen Mr. Chisholm als von der Küche träumt, noch das geringste Problem, zumal Vater, der den praktischen Dingen des Lebens sonst mit einiger Reserve gegenübersteht, sein Teil dazu beiträgt. Er engagiert als Hilfe die endzückende Gloria, die allerdings auf Grund ihrer unübersehbaren Vorzüge in den Augen böswilliger Nachbarn Mutters Stelle nicht nur im Haushalt einzunehmen scheint. Wie aber behütet man junge Geschwister? Vor allem die zwölfjährige Perse, die es faustdick hinter den Ohren hat und die noch so verletzlich ist, und deren geheimnisvolle Schönschreibübungen bei verschlossener Tür keineswegs den Schulaufgaben gelten. Und was ist plötzlich in den eigensinnigen kleinen Trubshaw gefahren, der ungeachtet seines Abscheus vor der Schule den Montagmorgen jetzt kaum noch erwarten kann? Viola ist ratlos. Vater, als Schriftsteller zwar begabt, aber als Haushaltsvorstand entwaffnend tatenlos, nimmt offenbar gar nichts mehr ernst – nicht einmal ihre überstürzte Verlobung mit dem umschwärmten, aber etwas undurchsichtigen Mr. Chisholm.
Und dann ist eines Tage Mutter wieder da. Klug und hellsichtig wie immer, durchschaut sie mit einem Blick die Situation im Hause Kemple. Nicht nur Vater, der sich vergeblich sträubend seine Niederlage als Haushaltsvorstand eingestehen muss, auch die Kinder kapitulieren erleichtert vor dem listigen Charme und der geschickten Strategie, mit denen Mutter die leichsinnigen Pläne ihrer Lieben zu durchkreuzen versteht.


Ich würde dieses Werk nicht als künstlerische Höchstleistung bezeichnen. Jedoch besticht es durch die gnadenlose Krausamkeit der Realität. Es wird absolut nichts beschönigt.
Es ist sehr leicht zu lesen, da eine Otto-Normalverbraucher-Sprache benutzt wird.
Die Tatsache, dass das Buch nicht sehr dick ist, sorgt dafür, dass der Lesespaß sehr kurz ist.
Die Story spiegelt wohl den Wunschtraum wenigstens jeder 2. Hausfrau wieder. Eben einfach mal raus und nach den eigenen Wünschen gehen. In diesem Fall ist das eben die Weltreise gewesen. Welche geplagte Mutter träumt nicht von einer Zeit in der sie nur an sich denkt.

Kurz gesagt, es lohnt sich nicht wirklich jetzt loszuziehen und nach dem Buch zu suchen. Aber wenn man günstig ran kommen kann, bereitet es schon Spaß, die Sache mal aufzuschlagen und zu lesen.

Euer Wurzelchen2

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