Erfahrungsbericht von bigmanu
Hexen, Gift, Geschichte und die Liebe :o)
Pro:
lehrreich, schöne Bilder, kindgerechte Texte, interessant
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Als ich für unseren Urlaub packte, stand ich auch vor meinem Bücherregal, um mir etwas interessantes zum Lesen mit zu nehmen. Die Abende ohne Ciao können ganz schön lang werden *ggg*, und die Zusammenfassungen der Fußballspiele interessierten mich nicht die Bohne. Deshalb packte ich auch 3 gute Bücher ein, um für alles gerüstet zu sein.
Eines davon war ein historischer Roman von Judith Merkle Riley, „Die Hexe von Paris“. Dies Buch ist eines meiner liebsten dieser Autorin, obwohl ich auch alle anderen von ihr besitze und sehr gerne lese. Ich besitze dieses Buch in der Hardcoverausgabe und habe es vor einigen Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Der Preis für die Hardcoverausgabe lag so bei 20,00-25,00 Euro, es ist aber mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich. Obwohl ich dieses Buch schon mehrmals gelesen habe, fesselt es mich immer wieder. Deshalb möchte ich es euch heute einmal vorstellen.
Die Hauptperson in diesem Buch ist eine junge Frau mit Namen Geneviéve Pasquier. Sie lebt im Paris des 17. Jahrhunderts, zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig des Vierzehnten. Genevieve leidet an einem körperlichen Gebrechen, einer ihrer Füße ist länger als der andere. Von ihrer Mutter wird sie verachtet (weil ihr Vater sie liebt) und nur gering geschätzt. Geneviéve hat einen hellen Geist und liebt es mit ihrem Vater die römischen Philosophen zu studieren. Ihre Mutter bildet sich recht viel auf ihre vornehme Abstammung ein, und hasst ihren Mann, da dieser nicht versucht am Hofe sein Glück zu machen. Geneviéve´s ältere Schwester hat nur Interesse für Romane und Kleidung, ihr Bruder studiert Jura und ist ein recht trockener unangenehmer Zeitgenosse. Auch der Bruder von Geneviéve´s Mutter lebt im Haus, ein Wüstling, der sich von Frauen aushalten lässt. Neben ihrem Vater gibt es da auch noch die Großmutter, die eine Vorliebe für verbotene Schriften hat.
Trotz ihrer Behinderung lebt Geneviéve eigentlich mehr oder weniger glücklich, bis ihr Vater plötzlich erkrankt. Dieser wird von seiner Frau langsam vergiftet, da sie an sein angeblich im Ausland verstecktes Vermögen heran will. Trotz dem die Großmutter verdacht schöpft, ist es für Genevieve´s Vater zu spät, er stirbt an dem Gift das ihm seine Ehefrau langsam verabreicht. Und bevor die Großmutter es der Polizei melden kann, wird auch sie getötet. Nach dem Tod des Vater stellt sich heraus, das kein Vermögen vorhanden ist, auch wenn die Mutter und ihr Bruder versuchen das Geheimnis des Geldes aus Geneviéve heraus zu prügeln. Kurzerhand wird die 15jährige auf die Straße geworfen, worauf sie sich verzweifelt in die Seine stürzen will.
Doch sie wird von der Königin der Hexen von Paris daran gehindert. Catherine Montvoisin, auch die Schattenkönigin genannt, nimmt sie bei sich auf und bildet sie zur Wahrsagerin aus. Bei einem Besuch Geneviéve´s Mutter hatte die Schattenkönigin herausgefunden, das Geneviéve die seltene Gabe besitzt aus einem Wasserglas in die Zukunft zu sehen. Sie verspricht ihr Rache an ihrer Mutter und an deren Bruder, der Geneviéve missbraucht hat bevor sie hilflos auf die Straße gesetzt wurde.
Aus der 15jährigen Geneviéve wird die 150 Jahre alte Marquise de Morville, ein Produkt einer missglückten alchimistischen Verwandlung, die die Zukunft eines jeden Menschen voraussehen kann. Langsam wird Geneviéve immer bekannter und berühmter, wobei einige Verwandlungen ihre Behinderung mildern. Doch das geht nicht ohne Schmerzen ab, und sie schließt Bekanntschaft mit einem Stoff der ihr die Schmerzen nimmt – Opium. Trotzdem steigt sie in allerhöchste Kreise auf, und taucht ein in das Labyrinth der Hexen, Magier, Alchimisten und abtrünnige Priester. Das Geschäft blüht, vor allem für Geneviéve. Bis in die Kreise des Königshofes steigt sie auf, wo sie der Mätresse des Königs, der Marquise de Montespan die Zukunft voraussagt.
Doch Geneviéve passt nicht in diese Gesellschaft, zu sehr wird sie von ihrer Vernunft und ihrer Logik behindert. Sie verliebt sich und gerät in Gefahr, als die Polizei den Giftmischern in Paris auf der Spur ist und auch ihr Geheimnis gelüftet wird. Wird sie sich von den Hexen lösen können und hat ihre Liebe eine Chance? Wer es wissen will, der sollte sich das Buch kaufen ;o)))
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich war richtig enttäuschst, als ich die 533 Seiten zu Ende gelesen hatte. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr interessant, so hat des die Schattenkönigin und die Hexen von Paris wirklich gegeben. Auch die Verstrickung der Mätresse des Königs, Madame de Montespan, in die Giftaffairen ist geschichtlich belegt. Doch alle Beweise wurden vom König selbst vernichtet. Er konnte es wohl nicht ertragen, das eine ihm nahestehende Person in Giftmischerei und Mord verwickelt ist, und hat alles unterdrückt. Und die Bemühungen von Madame de Montespan um die Gunst des Königs haben auch wenig genützt. Sie soll einsam und vom Hofe verbannt gestorben sein. Die Autorin hat dies alles am Ende ihres Buches nochmals kurz erläutert.
Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geschrieben, man wird förmlich in diese Zeit zurück versetzt und erlebt die Abenteuer von Geneviéve mit. Ich konnte mich gut mit unserer Heldin identifizieren und empfand das Buch als sehr spannend und kurzweilig. Allein die Tatsache, das ein 15jähriges Mädchen ihre Umwelt so täuscht, und sich mit ihrer Wahrsagerei über die Runden bringt, fand ich sehr einfallsreich. Auch der Schreibstil, in der Ich-Form, gefällt mir gut, weil man dann der Heldin quasi über die Schulter schaut und alles aus ihrer Sicht heraus miterlebt. Außerdem ist Geneviéve eine Außenseiterin, auch als sie in die Gesellschaft der Giftmischer übertritt. Das macht sie noch interessanter und für mich auch sympathischer. Sie ist keine klassische Schönheit, macht aber mit ihrem Verstand und ihrer Logik ihren Weg. Und das in einer Gesellschaft, in welcher der Mann meist immer das letzte Wort hat.
Mein Fazit:
Ein spannender historischer Roman, den ich sicherlich nicht das letzte Mal gelesen habe. Trotz mehrmaligen Lesen wird er nicht langweilig, es macht einfach Spaß die Geschichte von Geneviéve zu lesen. Auch geht die Autorin auf viele Einzelheiten ein, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich kann deshalb auch nur alle fünf Sterne verteilen und empfehle dieses Buch uneingeschränkt an euch weiter.
Gruss von Eurer BigManu
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-02 11:04:48 mit dem Titel Wer will fleißige Bauarbeiter sehen...
der muss zu meinen Minimonstern gehen ;o)))
Bauarbeiter stehen bei uns ja seit dem es „Bob den Baumeister“ gibt hoch im Kurs. Natürlich haben meine Kinder einen gelben Bauhelm und die Werkbank meines Sohnes ist ständig im Einsatz. Da wird gehämmert, geklopft, gesägt und geschraubt. Und wenn wir draußen sind wird ordentlich gegraben und viel Erde bewegt. Der Berufswunsch meines Sohnes im Moment : Bauarbeiter (was sich aber schnell wieder ändern kann *ggg*) !
Vor einigen Wochen, als wir im Urlaub waren, habe wir durch Zufall ein schönes Bilderbuch aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe in einem Buchladen entdeckt, das wir den Kindern gleich gekauft haben. Es heißt „Auf der Baustelle“, ist im Ravensburger Buchverlag erschienen und kostet 12,95 Euro. Es ist ein Pappbilderbuch, und die dicken Seiten sind wie in einem Ringbuch gebunden. Die Texte in diesem Buch sind von Patricia Mennen, die wirklich schönen Illustrationen von Wolfgang Metzger. Unter der ISBN-Nr.3473332747 kann dieses Buch in jedem Buchladen bestellt werden. Geeignet ist es für Kinder ab 3 Jahren.
Meine Kinder lieben dieses Buch, genau wie auch alle anderen Bücher, die wir aus dieser Reihe besitzen. Habt auch ihr einen kleinen Baumeister oder Baumeisterin im Haus, dann ist dieses Buch mit Sicherheit ein passendes Geschenk für den oder die Kleinen.
Hier einmal der Inhalt dieses Bilderbuches, der 16 Seiten umfasst:
Auf den ersten beiden Seiten erfahren wir erst einmal, was auf einer Baustelle geschieht. Hier ist eine sehr große Baustelle abgebildet, wo verschiede Häuser gebaut werden, die sich in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Man sieht, wie ein Keller ausgehoben wird, wie bei einem Fertighaus die Einzelteile aufgestellt werden, und wie ein Dach gedeckt wird. Erklärt wird das Ganze durch einen kleinen Text, der sich prima vorlesen lässt.
Die folgenden beiden Seiten zeigen dann genauer, wie ein Haus langsam entsteht. Hier gibt es auch wieder die Klappen zum Öffnen, die so typisch für diese Kinderbuchreihe sind. Mein Sohn findet das besonders interessant, da meine Schwägerin mit ihrem Mann gerade ein Haus baut, und er so einen fortschreitenden Hausbau auch noch in Natura bewundern kann. So hat das Buch eine ganz andere Bedeutung für ihn bekommen. Auch die Entstehung eines Fertighauses wird auf diesen Seiten gezeigt und erklärt.
Etwas größer wird es dann auf den nächsten beiden Seiten, wo erklärt wird, wie auf einer Großbaustelle gearbeitet wird. Unheimlich viele Bauarbeiter mit gelben Helmen wuseln hier durchs Bild, und es wird auch erklärt, wer alles auf einer Baustelle arbeitet. Es werden auf einer Klappe die Werkzeuge eines Bauarbeiters gezeigt, und dahinter dann die Erklärung, welchen Beruf dieser Bauarbeiter ausübt und was er so macht.
Wie man aus einem alten Haus ein neues macht, das zeigen die nächsten beiden Seiten, wo Bauarbeiter eifrig dabei sind, ein altes Haus zu renovieren. Und auf der Seite daneben dar das Kind dann raten, zu welchem Beruf welche Werkzeuge gehören. Die Antwort findet sich dann wie immer hinter der Klappe. Das gefällt meines Sohn auch sehr gut, und er hat das Buch schon so oft angesehen und vorgelesen bekommen, das er die Antwort auswendig kann :o)))
Auf einer Baustelle dürfen natürlich auch die Baufahrzeuge und Baumaschinen nicht fehlen, das weiß jeder eifriger Bob der Baumeister Fan. Und auch in diesem Buch fehlen sie natürlich nicht, und so können wir sie auf den nächsten beiden Seiten bewundern. Es gibt dazu auch Erklärungen über die Tätigkeiten und den Einsatz dieser Fahrzeuge und Maschinen. Und bei einigen kann man durch die angebrachten Klappen sogar ins Innere sehen und die Funktionsweise herausfinden.
Noch ein Thema, das für uns im Moment sehr interessant ist, ist das, welches auf den nächsten beiden Seiten dieses Buches behandelt wird. Hier geht es nämlich darum, wie Straßen gebaut werden und was sich unter einer Straße befindet. Und weil im Moment hier in so gut wie jeder Stadt scheinbar sämtliche Straßen aufgerissen werden, haben wir auch hier sehr viel Anschauungsmaterial in Natura. Mein Sohn findet so eine Straßenbaustelle echt toll, wir eher weniger, wenn wir mal wieder so lange im Stau stehen.
Auch auf den folgenden beiden Seiten geht es noch um den Straßenbau, hier aber mehr im Großen. Und hier wird auch gezeigt, wie Brücken gebaut werden. Das finden sogar Mama und Papa noch interessant, und da macht das Vorlesen und Erklären um so mehr Spaß. Bei den vielen Bildern hat man auch jede Menge zu erklären und zu kommentieren. Man sollte sich deshalb als Eltern auch Zeit nehmen, wenn man dieses Bilderbuch vorliest.
Auf den letzten beiden Seiten befindet sich dann ein Baustellen-ABC. Hier werden von A bis Z verschiedene Gegenstände gezeigt, die in diesem Buch vorgekommen sind. So wird noch spielerisch das ABC gelehrt. Das gefällt mir wirklich sehr gut, und meinen Sohn interessiert es auch sehr.
Wie ihr schon aus meiner Beschreibung des Inhaltes ersehen konntet, sind nicht nur meine Kinder von diesem Buch begeistert. Zwar ist das Interesse meiner 2jährigen Tochter noch nicht so groß, aber ihr fehlt im Moment einfach noch die Geduld, solange zu sitzen und sich das Buch in aller Ruhe anzusehen. Doch mein Sohn liebt dieses Buch, und er hat schon eine Menge dazugelernt, was die Tätigkeiten eines Bauarbeiters betrifft.
Mir gefallen an diesem Buch vor allem die schönen Bilder und die wirklich kindgerechten Texte. Und die Klappen zum Öffnen sind natürlich der Clou, weil sich immer etwas Interessantes dahinter verbirgt. Man kann es prima vorlesen, und die Bilder liefern jede Menge Stoff für Fragen auf Seiten meines Sohnes, und Antworten von mir und meinem Mann. Und wenn wir einmal keine Antworten haben, dann wird unser Opa gefragt. Der ist nämlich gelernter Zimmermann, und mit ihm macht das Anschauen dieses Buchens noch mehr Spaß :o)
Mein Fazit:
Das Buch „Auf der Baustelle“ aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe ist, wie auch die anderen Bücher dieser Reihe nicht nur schön anzusehen, sondern auch extrem lehrreich und fördert auch noch die Neugierde der Kinder. Hier werden Tätigkeiten aus dem täglichen Leben beschrieben, die das Interesse der Kinder wecken. Und ganz besonders toll ist es, wenn man sich diese Tätigkeiten dann auch noch in Natura anschauen kann. Ich kann dieses Buch nur zu hundert Prozent weiterempfehlen und vergebe deshalb auch hier alle fünf Sterne. Vielleicht auch ein tolles Geschenk für Weihnachten?
Gruss von Eurer BigManu
Eines davon war ein historischer Roman von Judith Merkle Riley, „Die Hexe von Paris“. Dies Buch ist eines meiner liebsten dieser Autorin, obwohl ich auch alle anderen von ihr besitze und sehr gerne lese. Ich besitze dieses Buch in der Hardcoverausgabe und habe es vor einigen Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen. Der Preis für die Hardcoverausgabe lag so bei 20,00-25,00 Euro, es ist aber mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich. Obwohl ich dieses Buch schon mehrmals gelesen habe, fesselt es mich immer wieder. Deshalb möchte ich es euch heute einmal vorstellen.
Die Hauptperson in diesem Buch ist eine junge Frau mit Namen Geneviéve Pasquier. Sie lebt im Paris des 17. Jahrhunderts, zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig des Vierzehnten. Genevieve leidet an einem körperlichen Gebrechen, einer ihrer Füße ist länger als der andere. Von ihrer Mutter wird sie verachtet (weil ihr Vater sie liebt) und nur gering geschätzt. Geneviéve hat einen hellen Geist und liebt es mit ihrem Vater die römischen Philosophen zu studieren. Ihre Mutter bildet sich recht viel auf ihre vornehme Abstammung ein, und hasst ihren Mann, da dieser nicht versucht am Hofe sein Glück zu machen. Geneviéve´s ältere Schwester hat nur Interesse für Romane und Kleidung, ihr Bruder studiert Jura und ist ein recht trockener unangenehmer Zeitgenosse. Auch der Bruder von Geneviéve´s Mutter lebt im Haus, ein Wüstling, der sich von Frauen aushalten lässt. Neben ihrem Vater gibt es da auch noch die Großmutter, die eine Vorliebe für verbotene Schriften hat.
Trotz ihrer Behinderung lebt Geneviéve eigentlich mehr oder weniger glücklich, bis ihr Vater plötzlich erkrankt. Dieser wird von seiner Frau langsam vergiftet, da sie an sein angeblich im Ausland verstecktes Vermögen heran will. Trotz dem die Großmutter verdacht schöpft, ist es für Genevieve´s Vater zu spät, er stirbt an dem Gift das ihm seine Ehefrau langsam verabreicht. Und bevor die Großmutter es der Polizei melden kann, wird auch sie getötet. Nach dem Tod des Vater stellt sich heraus, das kein Vermögen vorhanden ist, auch wenn die Mutter und ihr Bruder versuchen das Geheimnis des Geldes aus Geneviéve heraus zu prügeln. Kurzerhand wird die 15jährige auf die Straße geworfen, worauf sie sich verzweifelt in die Seine stürzen will.
Doch sie wird von der Königin der Hexen von Paris daran gehindert. Catherine Montvoisin, auch die Schattenkönigin genannt, nimmt sie bei sich auf und bildet sie zur Wahrsagerin aus. Bei einem Besuch Geneviéve´s Mutter hatte die Schattenkönigin herausgefunden, das Geneviéve die seltene Gabe besitzt aus einem Wasserglas in die Zukunft zu sehen. Sie verspricht ihr Rache an ihrer Mutter und an deren Bruder, der Geneviéve missbraucht hat bevor sie hilflos auf die Straße gesetzt wurde.
Aus der 15jährigen Geneviéve wird die 150 Jahre alte Marquise de Morville, ein Produkt einer missglückten alchimistischen Verwandlung, die die Zukunft eines jeden Menschen voraussehen kann. Langsam wird Geneviéve immer bekannter und berühmter, wobei einige Verwandlungen ihre Behinderung mildern. Doch das geht nicht ohne Schmerzen ab, und sie schließt Bekanntschaft mit einem Stoff der ihr die Schmerzen nimmt – Opium. Trotzdem steigt sie in allerhöchste Kreise auf, und taucht ein in das Labyrinth der Hexen, Magier, Alchimisten und abtrünnige Priester. Das Geschäft blüht, vor allem für Geneviéve. Bis in die Kreise des Königshofes steigt sie auf, wo sie der Mätresse des Königs, der Marquise de Montespan die Zukunft voraussagt.
Doch Geneviéve passt nicht in diese Gesellschaft, zu sehr wird sie von ihrer Vernunft und ihrer Logik behindert. Sie verliebt sich und gerät in Gefahr, als die Polizei den Giftmischern in Paris auf der Spur ist und auch ihr Geheimnis gelüftet wird. Wird sie sich von den Hexen lösen können und hat ihre Liebe eine Chance? Wer es wissen will, der sollte sich das Buch kaufen ;o)))
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich war richtig enttäuschst, als ich die 533 Seiten zu Ende gelesen hatte. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr interessant, so hat des die Schattenkönigin und die Hexen von Paris wirklich gegeben. Auch die Verstrickung der Mätresse des Königs, Madame de Montespan, in die Giftaffairen ist geschichtlich belegt. Doch alle Beweise wurden vom König selbst vernichtet. Er konnte es wohl nicht ertragen, das eine ihm nahestehende Person in Giftmischerei und Mord verwickelt ist, und hat alles unterdrückt. Und die Bemühungen von Madame de Montespan um die Gunst des Königs haben auch wenig genützt. Sie soll einsam und vom Hofe verbannt gestorben sein. Die Autorin hat dies alles am Ende ihres Buches nochmals kurz erläutert.
Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geschrieben, man wird förmlich in diese Zeit zurück versetzt und erlebt die Abenteuer von Geneviéve mit. Ich konnte mich gut mit unserer Heldin identifizieren und empfand das Buch als sehr spannend und kurzweilig. Allein die Tatsache, das ein 15jähriges Mädchen ihre Umwelt so täuscht, und sich mit ihrer Wahrsagerei über die Runden bringt, fand ich sehr einfallsreich. Auch der Schreibstil, in der Ich-Form, gefällt mir gut, weil man dann der Heldin quasi über die Schulter schaut und alles aus ihrer Sicht heraus miterlebt. Außerdem ist Geneviéve eine Außenseiterin, auch als sie in die Gesellschaft der Giftmischer übertritt. Das macht sie noch interessanter und für mich auch sympathischer. Sie ist keine klassische Schönheit, macht aber mit ihrem Verstand und ihrer Logik ihren Weg. Und das in einer Gesellschaft, in welcher der Mann meist immer das letzte Wort hat.
Mein Fazit:
Ein spannender historischer Roman, den ich sicherlich nicht das letzte Mal gelesen habe. Trotz mehrmaligen Lesen wird er nicht langweilig, es macht einfach Spaß die Geschichte von Geneviéve zu lesen. Auch geht die Autorin auf viele Einzelheiten ein, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich kann deshalb auch nur alle fünf Sterne verteilen und empfehle dieses Buch uneingeschränkt an euch weiter.
Gruss von Eurer BigManu
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-02 11:04:48 mit dem Titel Wer will fleißige Bauarbeiter sehen...
der muss zu meinen Minimonstern gehen ;o)))
Bauarbeiter stehen bei uns ja seit dem es „Bob den Baumeister“ gibt hoch im Kurs. Natürlich haben meine Kinder einen gelben Bauhelm und die Werkbank meines Sohnes ist ständig im Einsatz. Da wird gehämmert, geklopft, gesägt und geschraubt. Und wenn wir draußen sind wird ordentlich gegraben und viel Erde bewegt. Der Berufswunsch meines Sohnes im Moment : Bauarbeiter (was sich aber schnell wieder ändern kann *ggg*) !
Vor einigen Wochen, als wir im Urlaub waren, habe wir durch Zufall ein schönes Bilderbuch aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe in einem Buchladen entdeckt, das wir den Kindern gleich gekauft haben. Es heißt „Auf der Baustelle“, ist im Ravensburger Buchverlag erschienen und kostet 12,95 Euro. Es ist ein Pappbilderbuch, und die dicken Seiten sind wie in einem Ringbuch gebunden. Die Texte in diesem Buch sind von Patricia Mennen, die wirklich schönen Illustrationen von Wolfgang Metzger. Unter der ISBN-Nr.3473332747 kann dieses Buch in jedem Buchladen bestellt werden. Geeignet ist es für Kinder ab 3 Jahren.
Meine Kinder lieben dieses Buch, genau wie auch alle anderen Bücher, die wir aus dieser Reihe besitzen. Habt auch ihr einen kleinen Baumeister oder Baumeisterin im Haus, dann ist dieses Buch mit Sicherheit ein passendes Geschenk für den oder die Kleinen.
Hier einmal der Inhalt dieses Bilderbuches, der 16 Seiten umfasst:
Auf den ersten beiden Seiten erfahren wir erst einmal, was auf einer Baustelle geschieht. Hier ist eine sehr große Baustelle abgebildet, wo verschiede Häuser gebaut werden, die sich in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Man sieht, wie ein Keller ausgehoben wird, wie bei einem Fertighaus die Einzelteile aufgestellt werden, und wie ein Dach gedeckt wird. Erklärt wird das Ganze durch einen kleinen Text, der sich prima vorlesen lässt.
Die folgenden beiden Seiten zeigen dann genauer, wie ein Haus langsam entsteht. Hier gibt es auch wieder die Klappen zum Öffnen, die so typisch für diese Kinderbuchreihe sind. Mein Sohn findet das besonders interessant, da meine Schwägerin mit ihrem Mann gerade ein Haus baut, und er so einen fortschreitenden Hausbau auch noch in Natura bewundern kann. So hat das Buch eine ganz andere Bedeutung für ihn bekommen. Auch die Entstehung eines Fertighauses wird auf diesen Seiten gezeigt und erklärt.
Etwas größer wird es dann auf den nächsten beiden Seiten, wo erklärt wird, wie auf einer Großbaustelle gearbeitet wird. Unheimlich viele Bauarbeiter mit gelben Helmen wuseln hier durchs Bild, und es wird auch erklärt, wer alles auf einer Baustelle arbeitet. Es werden auf einer Klappe die Werkzeuge eines Bauarbeiters gezeigt, und dahinter dann die Erklärung, welchen Beruf dieser Bauarbeiter ausübt und was er so macht.
Wie man aus einem alten Haus ein neues macht, das zeigen die nächsten beiden Seiten, wo Bauarbeiter eifrig dabei sind, ein altes Haus zu renovieren. Und auf der Seite daneben dar das Kind dann raten, zu welchem Beruf welche Werkzeuge gehören. Die Antwort findet sich dann wie immer hinter der Klappe. Das gefällt meines Sohn auch sehr gut, und er hat das Buch schon so oft angesehen und vorgelesen bekommen, das er die Antwort auswendig kann :o)))
Auf einer Baustelle dürfen natürlich auch die Baufahrzeuge und Baumaschinen nicht fehlen, das weiß jeder eifriger Bob der Baumeister Fan. Und auch in diesem Buch fehlen sie natürlich nicht, und so können wir sie auf den nächsten beiden Seiten bewundern. Es gibt dazu auch Erklärungen über die Tätigkeiten und den Einsatz dieser Fahrzeuge und Maschinen. Und bei einigen kann man durch die angebrachten Klappen sogar ins Innere sehen und die Funktionsweise herausfinden.
Noch ein Thema, das für uns im Moment sehr interessant ist, ist das, welches auf den nächsten beiden Seiten dieses Buches behandelt wird. Hier geht es nämlich darum, wie Straßen gebaut werden und was sich unter einer Straße befindet. Und weil im Moment hier in so gut wie jeder Stadt scheinbar sämtliche Straßen aufgerissen werden, haben wir auch hier sehr viel Anschauungsmaterial in Natura. Mein Sohn findet so eine Straßenbaustelle echt toll, wir eher weniger, wenn wir mal wieder so lange im Stau stehen.
Auch auf den folgenden beiden Seiten geht es noch um den Straßenbau, hier aber mehr im Großen. Und hier wird auch gezeigt, wie Brücken gebaut werden. Das finden sogar Mama und Papa noch interessant, und da macht das Vorlesen und Erklären um so mehr Spaß. Bei den vielen Bildern hat man auch jede Menge zu erklären und zu kommentieren. Man sollte sich deshalb als Eltern auch Zeit nehmen, wenn man dieses Bilderbuch vorliest.
Auf den letzten beiden Seiten befindet sich dann ein Baustellen-ABC. Hier werden von A bis Z verschiedene Gegenstände gezeigt, die in diesem Buch vorgekommen sind. So wird noch spielerisch das ABC gelehrt. Das gefällt mir wirklich sehr gut, und meinen Sohn interessiert es auch sehr.
Wie ihr schon aus meiner Beschreibung des Inhaltes ersehen konntet, sind nicht nur meine Kinder von diesem Buch begeistert. Zwar ist das Interesse meiner 2jährigen Tochter noch nicht so groß, aber ihr fehlt im Moment einfach noch die Geduld, solange zu sitzen und sich das Buch in aller Ruhe anzusehen. Doch mein Sohn liebt dieses Buch, und er hat schon eine Menge dazugelernt, was die Tätigkeiten eines Bauarbeiters betrifft.
Mir gefallen an diesem Buch vor allem die schönen Bilder und die wirklich kindgerechten Texte. Und die Klappen zum Öffnen sind natürlich der Clou, weil sich immer etwas Interessantes dahinter verbirgt. Man kann es prima vorlesen, und die Bilder liefern jede Menge Stoff für Fragen auf Seiten meines Sohnes, und Antworten von mir und meinem Mann. Und wenn wir einmal keine Antworten haben, dann wird unser Opa gefragt. Der ist nämlich gelernter Zimmermann, und mit ihm macht das Anschauen dieses Buchens noch mehr Spaß :o)
Mein Fazit:
Das Buch „Auf der Baustelle“ aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe ist, wie auch die anderen Bücher dieser Reihe nicht nur schön anzusehen, sondern auch extrem lehrreich und fördert auch noch die Neugierde der Kinder. Hier werden Tätigkeiten aus dem täglichen Leben beschrieben, die das Interesse der Kinder wecken. Und ganz besonders toll ist es, wenn man sich diese Tätigkeiten dann auch noch in Natura anschauen kann. Ich kann dieses Buch nur zu hundert Prozent weiterempfehlen und vergebe deshalb auch hier alle fünf Sterne. Vielleicht auch ein tolles Geschenk für Weihnachten?
Gruss von Eurer BigManu
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