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Erfahrungsbericht von Jakini

Robert Mawson, Das Lazaruskind

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nach dem Tod meines Sohnes habe ich viel gelesen, besonder Themen über den Tod, oder aber auch das Koma habe ich regelrecht aufgesogen, denn mein Sohn lag vor seinem Tod vier Stunden im Koma. Da kam es mir gerade Recht, daß es beim Bertelsmann Club, dem ich damals noch angehörte, das Buch: "Das Lazarus Kind" von Robert Mawson günstig zu kaufen gab. Bezahlt hatte ich damals dafür DM 29,90, einen Preis, den dieser Roman durchaus wert ist.

Natürlich war dies ein Roman, doch die Geschichte tat mir irgendwie gut, obwohl sie recht traurig ist, doch sie gab mir auch Hoffnung, und zeigte mir noch einmal, daß vieles so kommt, wie es kommen muß. Und natürlich hat sie auch meinen Glauben bestätigt, was ein Leben nach dem Tod angeht, denn der Autor muß ja auch daran glauben, sonst könnte er nicht so ein Buch schreiben.

In dem Roman geht es darum, daß der zwölf Jahre alte Ben mit seiner kleinen Schwester Frankie und ihrer Freundin gemeinsam zur Schule gehen soll. Doch er hat dazu gar keine Lust, nutzt die Gelegenheit, daß die beiden Mädchen hinter ihm hertrödeln, um eine breite und viel befahrende Straße schnell zu überqueren, da er sich in einem Laden eine Rolle Pfefferminzbonbons zu kaufen will. Die beiden Mädchen folgen ihm aber über die Straße und werde dabei überfahren, die Freundin seiner Schwester ist tot, die Schwester schwer verletzt und im Koma.

Nun handelt der gesamte Roman, darum, wie um das Leben der kleinen Frankie gekämpft wird, die von vielen Ärzten schon aufgegeben wurde, und natürlich auch die Schuldgefühle von Ben, der sich für den Tod der Freudin und das Koma der Schwester verantwortlich fühlt. Die Eltern hatten sich gerade getrennt, was die Situation auch nicht leichter macht.

Da man Frankie eigentlich schon fast aufgegeben hat, wendet die Mutter sich an eine Neurologin, die schon einige Komapatienten wieder zum Leben erweckt hat, doch ihre Methoden werden nicht anerkannt, und es gibt Menschen die sie bekämpfen, ihre Klinik schließen wollen, während sie gerade dabei ist, Frankie zu behandeln. Hierzu wird auch Ben ins Koma versetzt und der Roman erzählt, was er dabei alles erlebt, daß er Frankie sucht und überredet, mit ihr zurück zu kommen, in die irdische Welt... .

Ich wollte zwar eigentlich das Ende nicht verraten, doch es geht alles gut, Frankie erwacht aus dem Koma, muß aber noch viel wieder neu erlernen und ist auch in ihrer Bewegung arg eingschränkt. Insgesamt hatte der Unfall für die Familie auch ein Gutes, die Eltern haben wieder zusammengefunden und blicken mit ihrer Familie zuversichtlich in die Zukunft.

Aus diesem Roman kann man schon eine Menge lernen, denn die Familie macht eine schwere Zeit durch, seelisch, körperlich und auch finaziell, aber gerade dies schweißt sie zusammen. Ich denke, auch im wahren Leben sind Schicksalsschläge dazu da, trotzdem etwas positives zu finden. Natürlich tut mir auch heute noch der Tod meines Sohnes sehr weh und es gibt Momente, in denen vermisse ich ihn so sehr, daß es droht, mich innerlich zu zerreißen. Doch ich sehe das Leben nun von einer anderen Seite, glaube an ein Leben nach dem Tod, sehe meinen Sohn als meinen persönlichen Schutzengel, nicht nur für mich, auch für meine Töchter und das Kleine was gerade in mir wächst. Wer weiß, ob dieses Kind noch bekommen hätte, wenn mein Sohn noch leben würde. Vielleicht wäre auch schon unsere zweite Tochter nicht geboren worden, keine Ahnung. Auf jeden Fall hat dieser Schicksalschlag, so schmerzhaft er auch war, unser Leben auch positiv verändert, und das war vielleicht der Sinn darin.

Auch im Lazaruskind gab es einige positive Veränderung, die Eltern von Frankie und Ben haben wieder zueinander gefunden, die Neurologin konnte ihre Arbeit durchsetzen, unter anderem weil Frankies Mutter mit gekämpft hat, wie eine Löwin. Sie hat sich auf ihr Gefühl, ihre innere Stimmer verlassen, und die wußte genau, Frankie würde es schaffen. Leider wußte ich damals ebenso, daß mein Sohn es nicht schaffen würde, das wollte mir nur leider niemand glauben. Mir hat die Geschichte auf jeden Fall noch einmal deutlich gemacht, daß man auf seine inneren Gefühle hören muß, und dafür kämpfen, denn es hat immer Sinn.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, da er zu meinen Gefühlen, was den Kampf um meinen Sohn angeht und meinem Glauben, daß es mehr als nur das irdische Leben gibt, paßt. Ich habe mit der Mutter gezittert, für sie gehofft, daß sie ihre Tochter nicht verliert, aber auch manchmal gedacht, daß es vielleicht besser wäre. Viele Tränen habe ich beim Lesen vergossen, doch sie waren Balsam für meine Seele.

Schwer zu lesen ist dieser Roman allerdings, es springt sehr schnell zwischen die Orten, daran muß man sich erst einmal gewöhnen. Beginnt das Buch doch mit dem Unfall, so kommt auf einmal ein anderes Kapitel, in dem es um den Vater und seine Flugfirma geht, in der er nun wohnt, da die Eltern getrennt leben. Wieder zurück zum Unfall, dann zur Mutter nach Hause, die gerade mit jemanden telefoniert und sich darüber unterhält, wie die Kinder die Trennung der Eltern verkraften. Gerade zu Beginn des Buches sind diese Sprünge doch sehr irritierend, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran.

Auf jeden Fall ist der Roman sehr schön und verständlich geschrieben, wenn man mal von den Sprüngen absieht. Er besteht aus 414 Seiten, die ich in drei Tagen gelesen hatte, so sehr hatte mich die Geschichte gefesselt. Von daher kann ich dieses Buch wirklich empfehlen, aber nur Menschen, die den Inhalt der Geschichte nicht für Unsinn halten, denn dies ist nun mal Glaubenssache, und da scheiden sich oftmals die Geister.

(C) AnjaSchröder


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-22 10:13:40 mit dem Titel Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab von McBratney und A. Jeram

Meine beiden großen Töchter haben beide "Weißt Du eigentlich, wie lieb ich Dich habe?" vorletztes Jahr von uns zu Weihnachten bekommen.

Das ist ein sehr schönes Pappbilderbuch, was man gut abwischen kann, wenn schmutzige Kinderhände es angefaßt haben. Außerdem ist es recht stabil, so daß auch kleine Kinder es mal in die Hände nehmen können, ohne, daß gleich Seiten rausgerissen werden.

Mit dieser Geschichte, die genau die richtige Länge hat, um damit ins Bett gebracht zu werden, gehen meine Mädchen gerne schlafen. Dazu gibt es schöne Bilder, passend zu der Geschichte, die man beim Lesen mit den Kindern schön ansehen kann.

Die Geschichte handelt davon, daß auch der kleine Hase ins Bett soll, er aber vorher dem großen Hasen erzählen möchte, wie lieb er ihn hat, sonst kann er nicht schlafen.

Dabei versucht er, zu vergleichen, in dem er z.B. sagt, daß er den großen Hasen so lieb hat, wie er seine Arme ausweiten kann, oder so doll, wie er hoch hüpfen kann. Auch der große Hase weitet seine Arme aus und hüpft und das viel, viel weiter und viel, viel höher.

So geht es immer weiter, doch der große Hase kann einfach alles viel weiter, denn er ist ja auch größer. Da hat der kleine Hase die Idee, daß er den großen Hasen bis zum Mond lieb hat, erst da kann der kleine Hase zufrieden einschlafen.

Doch auch dann kann der große Hase den kleinen Hasen übertrumpfen, denn er sagt dem schlafenden kleinen Hasen, daß er ihn lieb hat, bis zum Mond und wieder zurück.

Mit diesem wundervollen Buch können Kinder lernen, daß Liebe nicht meßbar ist, auch wenn es nun bei uns vor jedem Schlafen gehen heißt : "Wir haben uns lieb, bis zum Mond und wieder zurück". Ich bin mir sicher, daß das noch viel doller ist.

Dieses Buch ist ein wirklich wundervolles Geschenk, mit dem man nicht nur seinen Kindern eine Freude macht. Die Geschichte ist sehr schön und lehrreich, hat außerdem die richtige Länge, um vor dem Einschlafen vorgelesen zu werden. Meine Kinder können danach wunderbar schlafen, weil es ihnen noch einmal zeigt, wie lieb wir sie haben.
Und somit wird unsere kleine Tochter dieses Buch auch noch von uns bekommen, denn die haben wir genauso lieb, wie die großen Schwestern,

Ich kann dieses Buch jedem, der auf der Suche nach einem sinnvollen Kinderbuch ist, wirklich empfehlen, oder besser noch, ans Herz legen.

Passend zu diesem Buch gibt es auch ein sehr schönes Fotoalbum für Babys, das meine kleine Tochter bekommen hat. Auf den Seiten kann man dann Fotos von denen kleben, die sie besonders lieb haben.




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 10:22:02 mit dem Titel Betty Mahmoody, Nicht ohne meine Tochter

Wie ich zu dem Buch kam:
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Da ich ein anderes Buch, über das ich schon geschrieben habe, bei ebay gesucht habe, stolperte ich über einen Anbieter, der ingesamt fünf Bücher versteigerte, dort war das ursprünglich gesuchte Buch und dann eben noch dieses dabei, für nur sechs Euro bekam ich dann die fünf Bücher inkl. Versand. Da ich nicht ohne meine Tochter schon länger mal lesen wollte, war klar, daß dieses Buch das zweite aus der Sendung sein würde, das ich verschlinge und so war es dann auch, als das andere Buch ausgelesen und verarbeitet war.
Den derzeitigen Preis kann ich somit auch nicht nennen, denn mein Buch ist eine gebrauchte Ausgabe, die ich wie gesagt für nur zwei Euro mit vier weiteren Büchern bei ebay ersteigert habe, doch auf diesem Buch ist der Preis von DM 16,80 zu erkennen.

Wie sieht das Buch aus:
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Das Buch hat einen weichen Einband, der leider schon etwas zerknickt ist. Mit den Maßen 18 X 12 x 4 paßt es sehr gut in jedes Bücherregal und ist damit nicht zu groß. Auf dem Cover kann man Frauenaugen sehen, der Rest des Gesichtes ist verhüllt.

Auf der Rückseite ist ein kleiner Einblick auf den Inhalt zu finden.

Ingesamt umfasst das Buch 544 Seiten, die letzten Seiten beinhalten aber 5 Seiten einen kleinen Gossar, sprich einige Persische Ausdrücke werden übersetzt und es wird für einandres Buch aus dem Bastei Lübb Verlag geworben.

Das Buch ist zum ersten Mal in Deutschland 1987 erschienen und wurde seit dem 10 mal neu Aufgelegt und einmal überarbeitet.

Worum geht es in dem Buch:
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Betty Mahmoody die in zweiter Ehe mit dem Perser Moody verheiratet ist, fliegt mit ihrem Mann und der gemeinsamer kleinen damals vier Jahre alten Tochter Mahtab in die Heimat ihres Mannes, um dort seine Familie kennenzu lernen.

Betty hat vor der Reise bösen Vorahnungen und stellt ihren Mann zur Rede, der aber versichert, daß sie auf jeden Fall wieder nach Hause fliegen würden, er hatte mit seiner Heimt abgeschlossen. Da Moody bei ihrem Kennenlernen nichts mehr mit seiner Familie und der Heimat zu tun haben wollte, erst auf Betty Drängen hin überhaupt wieder Kontakt zu seiner großen Schwester aufnahm, war dies auch wirklich glaubwürdig, und Betty wollter der kleinen Tochter ein Kennenlernen mit der Familie ermöglichen. Trotzdem graute ihr vor der Reise und sie hatte Angst.

Mit ihrem Mann hatte sie abgesprochen, daß sie sich außerhalb des Hauses der Famile verhüllen muß, so hat sie sich ein Tuch gekauft und eine dicke Strumpfhose, angesichts der heißen Temperaturen im Iran graust ihr schon vor der Landung davor, aber sie beugt sich dem Willen ihres Mannes.

Nach einem langen Flug kam die kleine Familie, die beiden Söhne Bettys aus erster Ehe waren daheim geblieben, in Theran an. Das kleine Mädchen muß mal, doch es gibt keine vernünftige Toilette, nur ein Loch im Boden, wo die meisten Nutzer daneben gemacht haben, Mutter und Tochter stürzen aus dem Raum und das kleine Kind muß noch vier Stunden anhalten, ehe es auf eine normale Toilette kann. Doch auch bei der Verwandschaft ist es hier nicht sonderlich rein, Kakalaken machen sich dort breit und Betty fühlt sich sichtlich unwohl, in so viel Unsauberkeit.

Die Familie wird freudig begrüßt, doch Betty spürt auch den Zorn, der gegen Amerikaner im Iran ausgelebt wird. Zwar werden sie und die Tochter am ersten Tag freundlich begrüßt doch diese Freudlichkeit läßt schnell nach. Auch sind ihr einfach viele Bräuche zu wieder, als Willkommensgruß hat man ein Schaf geschlachtet, durch dessen Blutlache sie mit ihrem Mann gehen muß, die Tochter hat sichtlich Angst vor diesem Blut und vergräbt auf dem Arm der Mutter ihr Gesicht.

Für die kleine Familie gibt es ein eigenes Schlafzimmer, mit durchgelegenen Betten, die Hitze ist unerträglich und Betty muß immer häufiger eine Umhang tragen, ihr Tuch reicht nicht, sie bekommt immer Umhänge der anderen Frauen, doch die mag sie nicht tragen, die sind schmutzig, stinken, da die Frauen sich nicht waschen und die Umhänge sogar als Taschentuch nutzen. Eigentlich müßte ihrem Mann, der Arzt ist, dies auch mißfallen, doch er streitet es ab.
Immerhin behält Moody gegenüber der Schwester oberhand, was das tägliche Duschen der Familie angeht, was die Schwester verbieten wollte, doch Moody kritisiert die mangelnde Reinlichkeit seiner Schwester.

Das ganze Haus ist total verschmutzt, überall liegen Essensreste auf dem Boden, es gibt keinen Tisch wo gegessen wird, man ißt auf dem Boden, und wenn was daneben fällt, dann bleibt es liegen. Auch die Speisen sagen Betty nicht zu, sie werden viel zu fettig gekocht, Fett ist im Iran ein Zeichen von Wohlhabend sein, und so wird natürlich sehr fetthaltig gekocht, was Betty und die Tochter überhaupt nicht vertragen, sie werden krank von dem Essen.

Betty ekelt sich in ihrer Umgebung und lebt nur noch einen einzigen Tag, dem Tag der Abreise. Als dieser jedoch eintrifft, eröffnet ihr Mann ihr, daß sie im Iran bleiben würden, sie ist als seine Frau seine Leibeigene und muß ebenfalls bleiben, wie auch die Tochter. Betty und die Tochter weinen, doch der Vater hat kein erbarmen, im Gegenteil, in den vergangene zwei Wochen ist er hart geworden, der liebevolle Mensch, den sie einst kennengelernt hat, den gibt es nicht mehr. Sogar mit den Eltern darf Betty nicht mehr telefonieren........ .

Der Kampf beginnt, Betty versucht zu fliehen, erfährt auch, daß sie das Recht hat, doch die kleine Tochter müßte sie da lassen, das will sie aber nicht. Wie Betty es dann letzten Endes doch noch schafft, den Iran zu verlassen, gemeinsam mit ihrer Tochter, das will ich nun nicht erzählen, daß sie es aber geschafft hat, müßte jedem klar sein, denn sonst hätte sie das Buch nicht veröffentliche können, da es sich bei dem Buch um eine wahre Geschichte und nicht um einen Roman handelt.

Wie ist meine Meinung zu dem Buch:
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Das Buch ist sehr schön geschrieben, man kann sich richtig gut in Bettys Situation hinneinversetzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es der armen Frau ging, wenn es heiß ist, dann fühle ich mich am wohlsten, mit nur wenig Kleidung, doch so muß zum Teil eine dicke Strumpfhose, eine Hose und einen Umhang tragen, gesund ist das sicher nicht und das sollte gerade ihr Mann, der ja im Amerka Arzt wurde, wissen.

Aber auch die Unsauberkeit dort, die würde mich wahnsinnig machen, nie würde ich einen Umhang umbinden, in dem eine andere Frau schon Monate vorher geschwitzt hat und dann sogar noch die Nase geputzt hatte, als ich das gelesen habe, mußte ich mich beim lesen fast übergeben, so sehr konnte ich mir den Ekel, den die Autorim empfand nach empfinden.

Schlimm fand ich das Ganze aber auch für die Tochter, kurz vor ihrem fünften Geburtstag verletzte diese sich schwer, bracht mit einem Holzstuhl zusammen und ein Splitter durchbohrte die Schlagader im Arm, zwar konnte der Vater als Arzt erste Hilfe leisten, doch sie richtig versorgen konnte ich sie nicht, da seine Arztutensilien alle beim Zoll einbehalten wurden, also fuhren sie in ein Krankenhaus, wo man sie fortschickte, da keine Notfällt behandelt werden, ab in das nächste Krankenhaus, wo die Wunde ohne Betäubung genäht wurde, eine Höllenqual für das Kind und auch die Mutter, die machtlos daneben stand. Nun mußten sie noch weiter in ein anderes Krankenhaus, wo das Kind dann eine Tetanusspritze bekam. Alles viel zu kompliziert für einen solchen Notfall, glücklicher Weise hat die Tochter dies überlebt, aber es hat tiefe Narben in ihr hinterlassen, wie auch in der Mutter.

Ich könnte die Belange des Vaters, zu bleiben verstehen, wenn er in seinem Land für eine Besserung eintreten möchte, wenn er solche Verhältnisse abschaffen möchte, für eine besser Versorgung der Verletzten sorgen wollte, aber dabei der alte liebenswürdige Mensch bliebe, der er mal war. Betty erinnert sich an ihn, wie er war, als sie sich kennenlernten, immerhin kannten sie sich schon 10 Jahre, ehe diese Reise in den Iran stattfand. Nach so langer Zeit, sollte man meinen, einem Menschen vertrauen zu können.

In Bettys Gefühle konnte ich mich sehr gut reinversetzen, das Kind zurücklassen, das hätte ich auch nicht können, obwohl ein kleiner Zweifel hier ist. Als mein schwer krank wurde, lies ich ihn für eine Nach im Krankenhaus zurück, ich wollte meine Angst erst mal verarbeiten, doch das ist vielleicht ach eine andere Situation, ich wußte, das Kind wird dort versorgt und ich wollte mit meiner Angst nicht schaden. Außerdem konnte ich am nächsten Tag sofort wieder zu ihm. Dennoch überlege ich ernsthaft, ob ich vielleicht zu feige gewesen wäre, bei meinem Kind zu bleiben, in einer solchen Situation und es vielleicht dem Vater überlassen hätte, ich hoffe mal nicht. Aber ich bin mir sicher, daß es Mütter gibt, die das getan hätten, dafür kann man sie nicht mal verurteilen. Für Betty habe ich aber jede Menge Bewunderung übrig, wie sie das alles durgestanden hat, für ihre Tochter und vorallem, weil sie es geschafft hat, dem ganzen zu entkommen, auch wenn es 18 Monaten gedauert hat. Ich bewundere ihren Mut und kann mich in die Sorge versetzen, die diese Frau auf der Flucht durchgestanden hat. So lebhaft ist das Buch geschrieben.

Interessieren würde mich schon, was aus Betty und ihrer Tochter geworden ist, denn auch wenn sie es geschafft hat, aus dem Iran zu entkommen, so lebt sie doch weiterhin auf der Flucht, unter falschem Namen, denn Moody könnte kommen und die Tochter in den Iran entführen, dann hätte ich keine Chance mehr, das Kind jemals wieder zu sehen, ich hoffe, dies ist ihm nicht gelungen.

Da die Reise im Sommer 1984 gemacht wurde, wo die kleine vier/fünf Jahre alt war, müßte sie inzwischen 23 Jahre alt sein, eine junge Frau, die hoffentlich die damaligen Erlebnisse gut verarbeitet hat.

Mit der Veröffentlichung des Buches hat Betty Mahomoody Probleme in Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen dargestellt, wenn man in eine Kultur reingeboren wird, dann findet man sich zurecht, doch wenn man frei gelebt hat und dann eingesperrt wird, dann gibt es schon große Probleme.
Heftig ist auch zu sehen, wie ein Mensch, den man als Liebevoll kennt, sich so sehr verändert und hart und grausam wird, da kann man aber auch sehen, daß die Familie großen Einfluß auf einen Menschen hat, und das ist nicht nur im Iran der Fall, leider.

Fazit:
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Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, mich hat es regelrecht die letzten Abende gefesselt und so kann ich es empfehlen. Besonders den Frauen, die vor der Hochzeit mit einem Mann einer anderen Kultur stehen, das heißt natürlich nicht, daß dies jeder Frau, die einen Iraner heiratet passieren muß, aber sie sollte gewahrt sein und vorallem auf ihre innere Stimme hören, denn auch Betty hat ja Vorahnungen gehabt, daß das Geschehe passieren wird, solche Gedanken sollte man also besser nicht wegwischen, sondern auf sie hören.

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