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Erfahrungsbericht von Hexchen69

Millet Catherine - Das sexuelle Leben der Catherine M.

Pro:

sehr gute traurige Lebensgeschichte

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

... weißt Du was Liebe ist?

An einem kalten Herbst Nachmittag nimmt mein Mann die Bild Zeitung zur Hand und findet die neue Rubrik " Das sexuelle Leben der Catherine M". Er beginnt von nun an täglich diese Serie zu verschlingen, ist ganz besessen von der offeren und lockeren Sprache, bei der nicht um den heißen Brei herum geredet wird.

Ich konnte damit irgendwie nicht so viel anfangen.

Ihr Frauen werdet mich bestimmt verstehen, wenn ihr das Buch kennt.

Catherine M. erzählt uns in dem Buch von Ihrem Leben, nein, nicht etwa seichtes Geplänkel, es geht um ihr Liebes - und Sexualleben, das sie sehr aktiv auslebt.

Sie beschreibt uns gleich auf der dritten Seite, wie sie zum ersten Mal an einer Gruppensex Orgie teilnimmt und wie sie ihre ersten Orgasmen bekommt, von mehr als einem Mann.

Sie spricht jedes Tabu offen an, auch in ihrer Umgebung ( Frankreich ) , bei den Leuten mit denen sie zusammen ist, den Malern und Künstlern, trifft sie auf reichlich Zurückhaltung was Sexualität betrifft.

Sie zeigt aber auch wie es hinter den Mauern zugeht, berichtet uns detailliert von einem Besuch im Bordell, von schnellem Sex mit bis zu 15 Männern auf einem Parkplatz ausserhalb der Stadt.

Und sie berichtet uns von Ihrer Liebe, Ihrem Mann.

Aber sie ist so nüchtern, so kalt und ohne Gefühle. Hat sie keine oder lässt sie keine zu, um ihren Spaß nicht zu verlieren.
Will sie sich nicht eingestehen, daß sie Liebe und Sex nicht trennen kann? Oder kann sie es sehr gut trennen und möchte nur keine Zuneigung und Verpflichtungen eingehen?

Für mich hat sich dieses Buch wie ein Drehbuch für einen Porno gelesen, leider hat es mir im Gegensatz zu meinem Mann überhaupt nicht gefallen.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-18 09:22:19 mit dem Titel Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter

Frank McCourt, der 1930 in New York geboren wurde erzählt uns in diesem ersten Teil (zweiter Teil: ein rundherum tolles Land), sein Leben.

Das Leben, das fast nur durch die Alkoholsucht seines Vaters, die ständig neu geborenen Geschwister, Hunger und Durst, Armut und Leid geprägt ist.

Er erzählt uns von Irland. Von seinem Irland und von seinem Amerika.

Frank McCourt wurde von seinen beiden Großcousinen im Alter von vier Jahren mit seiner Familie (damals bestehend aus Mutter, Vater und drei Geschwistern) auf das Schiff nach Irland verfrachtet.

Dort hat er gelebt, kann man ein Leben voller Krankheit, Hunger und Geldmangel überhaupt Leben nennen?, bis er als 19 jähriger genug Mut und Geld hatte, wieder in sein Geburtsland Amerika zurückzukehren.

Er lässt uns teilhaben an den Beginnen des Jahrhunderts, an den Wirren des Krieges und an dem Leben seiner Familie, denn immer wieder taucht der ein oder andere aus seinem Dunstkreis auf.

Wenn man dieses Buch liest, fühlt man sich Frank McCourt sehr nahe. Er hat das Buch geschrieben, nach dem er seine Ziele im Leben mehr oder weniger erreicht hat, mit 60 Jahren, nach seiner Pensionierung. Es ist sehr flott und einfach geschrieben, schließlich war Frank ein einfacher Mann.

10 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Nanie

    18.03.2002, 10:38 Uhr von Nanie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe leider nur den Film gesehen! Aber auch der war sehr gut und faszinierend! Aber findest du nicht auch, dass du viel zu wenig über diese tolle Geschichte geschrieben hast? Liebe Grüße, Nanie